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Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Padraig hatte den 3. August, den Tag des Eröffnungsfestes morgens mit den Vorbereitungen für den Unterricht begonnen. Daher war e5 für einige Stunden in seinem Zimmer verschwunden. Immerhin galt es in Chemie Tests zu konzipieren, damit er den Wissensstand seiner Schüler würde abfragen können. Nebenbei hatte er noch einige Mails von Kilian abgefragt und was dieser ihm zu berichten hatte, war alles andere als geeignet um seine Stimmung zu heben.
Gegen Mittag entschloss er sich Ins Auto zu steigen und zum Nahe gelegenen Culloden Moor zu fahren. Vorher fragte er noch herum, wer noch Lust hatte mitzukommen und sich diese bedeutende Stätte des schottischen Widerstandes mit anzusehen.
Nachdem alle Interessierten mit in seinen Toyota gestiegen waren fuhr er los.
(PS: Dieser Thread ist offen für bis zu vier weiteren Spielern, deren Figuren am 3.8. um die Mittagszeit noch nicht irgendwo verplant sind. Bevorzugt natürlich Spieler, die derzeit eh nichts anderes zu tun haben. Das Spiel beginnt sozusagen im Auto auf der Fahrt zum Culloden Moor)
Jean war zu Padraig ins Auto gestiegen und hatte auf dem Beifahrersitz Platz genommen. Zu dieser Zeit schlief Caitlynn im Krankenzimmer und so hatte Jean etwas freie Zeit, die sie mit einer Besichtigung der Umgebung verbringen wollte. Wo genau es hin ging? Das wusste sie noch nicht so richtig. Denn Namen sind das eine, ihr konkretes Aussehen das andere.
Mit Ledermantel ausgerüstet zog sie die Tür zu und blickte durch die Frontscheibe nach draußen. Ein Moor, hm... dann würde sie endlich mal etwas von der Umgebung sehen, ohne dass jemand ihr die Lippen bei jeder sich bietenden Gelegenheit abkaute.
Wie es der Zufall wollte, hat sich Chui gerade in der Küche befunden und sich gefragt, ob sie die Speisekammer plündern darf und für wieviele Personen sie kochen könnte oder sollte, als Padraig seine Absicht kundtat. Da die Küche von Roheys und Mikas morgendlichen Ausbrüchen noch ein wenig mitgenommen aussah, war es irgendwie gar nicht schwer, sie zu einem Ortswechsel zu überreden, auch wenn dort die Gefahr besteht, Normalmenschen zu begegnen. Vielleicht hat sie sich auch selbst überredet.
Also kommt sie mit zum Wagen, außer Jeans und Shirt noch eine leichte Sommerjacke mit Kapuze (die ist wichtig...) an und schaut von Padraig zu Jean... der Frau, die in der Früh das Feuer gelöscht hat. Vermutlich auch eine Lehrerin, und Ärztin, soviel hat sie noch mitbekommen. "Hallo." sagt sie, was leicht zu überhören ist wenn person nicht gerade genau hinhört.
Als er Chui zum Auto kommen sah, musste er lächeln. Es freute ihn sehr, dass sie mitkommen wollte. Zumindestens hoffte er, dass sie auf den Ausflug mitkam. "Ok, wenn Du mitkommst, sind wir immerhin schon mal zu dritt. Ich dachte, dass wir zum Culloden Moor fahren. Dem Ort, an dem die letzte Schlacht auf britischem Boden ausgefochten wurde. Und der für die Schotten eigentlich eine traurige, aber dennoch ruhmreiche Erinnerung bedeutet. Steigt ein, ich hab schon ein wenig Proviant für ein Picknick in den Kofferraum getan." Mit der IR-Bedienung öffnete er die Türen seines Toyotas. Man mochte sich vielleicht fragen, woher jemand, der bis vor kurzem noch Student gewesen war, das Geld für einen Neuwagen mit allen Schikanen haben mochte, aber wissen tat es hier niemand. Kilian hatte damals dafür gesorgt, dass sie alle über dubiose Kanäle an ein nicht unbeträchtliches Vermögen gelangt waren, dass nun auf zahlreichen, nicht zueinander zurückführbaren Bankdepots auf sie wartete. Padraig war bisher ausgesprochen sparsam gewesen und der Toyota war wohl das Erste, was er sich mit dieser Rücklage gekauft hatte.
Über ihre Schulter hinweg spähte sie zu Chui zurück. „Hallo“, antwortete sie auf das leise Wispern, dass wohl eine Begrüßung gewesen war. Sich umwendend reichte sie eine Hand zurück und hielt sie ihr hin. „Ich glaube, ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Jean Grey und ich bin die Ärztin des Institutes.“
Sie lächelte und dabei blitzten ihre grünen Augen freundlich auf. So durch das Licht der Frontscheibe wirkte ihr rotes Haar noch einen Tick dunkler.
Chui macht eigentlich schon den Eindruck, dass sie mitkommen will... eine recht spontane Entscheidung, nachdem sie sich nicht dazu durchringen konnte, im Institut irgendwem auf die Nerven zu fallen (jedenfalls ist sie gerade der Meinung, das zu tun wenn sie sich jemandem aufdrängt, ob das nun Mika und ihre Clique vom Morgen, Brooke und ihr Anhang oder Caitlynn in ihrem Krankenzimmer ist) und trotzdem nicht herumsitzen will.
Sie nickt also Padraig zu (dessen Namen sie immer noch nicht in Erfahrung gebracht hat) und hört dann erstmal, wo es eigentlich hingeht. Culloden Moor... das muß sie irgendwann in Geschichte gelernt haben, aber die Information ist schon wieder den Weg des Vergessens gegangen. Na, wenn sie da hinfahren kann sie das ja auffrischen... und der erwähnte Picknickkorb tut ein Übriges, den Ausflug zunehmend sympathischer zu finden.
Sie setzt sich ins Auto auf den Rücksitz und findet sich von der Rothaarigen angesprochen. Ein wenig unsicher sieht sie sie aus ihren gelben Katzenaugen an, deren Schlitzpupillen sich jetzt im Auto ein klein wenig weiten. Sie nimmt die Hand und schüttelt nur sacht, ihre Berührung leicht. "Freut mich... ich bin Chui Iijima... Schülerin." sagt sie, und es klingt so schüchtern wie ihr Lächeln aussieht, irgendwie, auch wenn ihre Mimik ein wenig fremd wirkt.
Jean lehnte das Kinn auf die Sitzlehne und betrachtete Chui einen Moment. Chui Ijima war ein ungewöhnlicher Name und hatte einen eigenartigen Klang. Ihre Lippen formten diesen Namen noch einmal nach, als sie wieder lächelte. Die Kleine wirkte noch sehr verschüchtert und so wandte sie den Blick wieder nach vorne. Später würde sie vielleicht auftauen, dachte Jean und wandte den Blick zu Padraig.
„Ein Picknick mit zwei schönen Frauen? Heute ist ihr Glückstag, oder?“, Ja es war eindeutig ein Scherz, nicht nur weil Jean ein spitzbübisches Grinsen aufsetzte. Sie kuschelte sich in den Sitz, schließlich war dies hier ein teures Auto und somit gut ausgestattet.
Padraig schmunzelte ein wenig als er Chui schüchterne Antwort hört. Es war wirklich an der Zeit, dass di Kleine ein wenig Selbstbewußtsein bekam. Nun, der Ausflug mochte helfen. Zumindest konnte man sich so noch ein wenig besser kennen lernen.
"Wie sieht es aus? Soll ich die Scheiben verdunkeln, so dass man von außen nicht hineinschauen kann? Und was für Musik wollt ihr hören? Ich richte mich da nach Euren Wünschen, solange ihr Euch einigen könnt."
Er hoffte, dass sie rechtzeitig kommen würden um die Living history Veranstaltung noch zu sehen, die in den Sommermonaten immer wieder auf dem alten Schlachtfeld aufgeführt wurde. Geschichte war zwar nicht sein Spezialgebiet, aber ein wenig kannte er sich doch aus. Es war ja auch unabdingbar, wenn man sich mit Gesellschaftslehre beschäftigte. Jede Zeit hatte ihre Gesellschaft.
Nun, Chuis Hautfarbe nach könnte ihr ungewöhnlicher Name afrikanischer Herkunft sein. Sie kann Jeans Blick nicht standhalten, obwohl sie durchaus bemerkt dass der eher neugierig als ablehnend ausfällt, und dass sie wohl leise ihren Namen wiederholt. Der nachfolgende Scherz gen Padraig läßt sie einmal mehr blinzeln... gut, sie kann sich ja an den Gedanken gewöhnen und sich darüber freuen, dass ihr hier wegen ihres Aussehens keine Feindseligkeit entgegenschlägt... aber soll sie wirklich glauben, dass es Leute gibt die sie hübsch finden? Das bringt sie immer ganz durcheinander.
"Das geht?" rutscht es ihr heraus, als von verdunkelten Scheiben die Rede ist, aber es dauert ein wenig länger ehe ein leises "Ja.. bitte." nachkommt. Was die Musik angeht scheint sie entweder keine besonderen Wünsche zu haben oder sich nicht zu trauen... nunja, ein Teenie und zwei Erwachsene, da wird sie mit ihrem Musikgeschmack recht allein dastehen, ist zu vermuten. "Mir egal." sagt sie dann nur und lächelt leicht und kurzlebig. Irgendwie freut sie sich auf den Ausflug... das erstemal seit Wochen dass sie die Umgebung des Instituts verläßt und nicht in den Wald läuft.
"Gar kein Problem" Mit einem Knopfdruck aktivierte er die Verdunkelung der Fenster, wobei scheinbar nichts passsierte. Von innen blieben die Fenster unverändert. Aber Padraig schien sich darüber keine weiteren Gedanken zu machen. Er griff Jeans Scherz scheinbar vollkommen ernsthaft auf. "Ja, ich bin wirklich froh, dass mich zwei so hübsche junge Damen begleiten. So ein Glück hatte ich schon lange nicht mehr." er lkächelte in denRücspieel rein und alles an ihm, sein Geruch, seine Körperspannung, seine Augen und erst recht seine Stimme schienen diese Aussage zu unterstreichen. Es stimmte ja wirklich. Auch wenn er früher eigentlich nie mit Mutanten zu tun gehabt hatte, deren Mutation so offensichtlich war, wie die von Chui. Allerdings hatte er in der Endphase beim Projekt Generation X eine andere Gruppe besucht, deren Mitglieder nur aus Jugendlichen mit körperlichen Mutationen bestanden hatten. Und abgesehen davon, dass sie teilweise vom Character und Verhalten eher Bluthunden geglichen hatten, war er mit ihnen gut zurecht gekommen. Es war eine Sache, die ihm einer der Psychologen dort bescheinigt hatte. Er war nicht xenophob veranlagt und das wurde in gewisser Weise als gute Eigenschaft angesehen. Er selbst fand das auch.
"Nun komm schon, Chui, Es wird doch Musik geben, die Du besonders gerne hörst? Ich hoffe nur, dass ich sie dann auch da habe." Er lächelte sie offen und vergnügt an. Hoffentlich würde sie durch die Waldlauf-AG zu mehr Selbstvertrauen finden.
Und eine Schülerin wundert sich... Knöpfchendruck und nichts ändert sich? Nun... doch, für ihre Augen schon. Sie wundert sich nur, dass die Veränderung so marginal bleibt, von innen. Sind die Fenster jetzt wirklich von außen verdunkelt? Sie glaubt ihm das mal. Genauso wie seine Antwort an Jean... sie muß ja, da sie keinerlei Anzeichen für Unehrlichkeit feststellen kann. Natürlich ist auch sie nicht gegen Irrtümer gefeit, aber komischerweise ist sie bereit zu glauben, dass Padraig sowas ernst meint. Der Blick aus dem Rückspiegel, der den ihren trifft, erweckt in ihr das starke Bedürfnis, sich die Kapuze jetzt schon über den Kopf zu ziehen... sie kann nicht recht damit umgehen, Komplimente zu bekommen.
Und dann noch die Nachfrage zur Musik. "Eh... glaub ich nicht." rutscht es ihr als erstes heraus, bevor ihre Wangen zu brennen beginnen und sie bemerkt, dass sie sich gerade in Zugzwang für eine Erklärung gebracht hat. "Ich mein... ich hör gern... naja, beatslastige Sachen... KRS-1, Catch 22, Roni Size, Goldie... sowas halt." Sie lächelt entschuldigend, für ihren furchtbaren und sicher hier nicht vorhandenen Musikgeschmack und fügt noch schnell hinzu: "Aber ich mag recht viele Sachen... muß also nicht sowas sein." Puh, Kurve gekriegt... oder?
Mit der Hand strich sie über die Türinnenseite und war dann einen Blick auf das Armaturenbrett, als das Surren aus Richtung der Scheiben ertönte. Variable getönte Scheiben hatten nun wirklich etwas von Luxus und solcher Schnickschnack war ein Hobby von Scott, aber Jean war es relativ egal. Hauptsache das Ding hatte vier Räder und fuhr dahin, wo es hinfahren sollte.
Zum Thema Musik konnte Jean sich nicht recht einig werden und dabei diskutierte sie das mit sich selbst aus. Langsam wandte sie den Kopf zurück zu Chui und dann zu Padraig. Ob er ihre Musik hatte? Wäre interessant, denn nicht mit allen Namen konnte sie etwas anfangen.
Jean setzte den Absatz ihres Stiefels auf und verzog nachdenklich den Mund. „Ich habe keinen speziellen Wunsch.“
Sich noch immer hier drinnen umsehend, strich sie sich eine Strähne des roten Haars zurück, die sie am Hals kitzelte.
Padraig lächelte entschuldigend. "Ups, ich muss leider passen, Chui. Die Gruppen habe ich nicht an Bord. Aber wenn wir wieder im Institut sind, musst Du mir unbedingt mal ein paar Sachen von denen vorspielen. Vielleicht nehme ich sie dann ja mal in mein Repertoire auf. Ich könnte ansonsten mit Old School Punk, deutschem Goth Rock, klassischer Musik, Swing, Avantgarde, ein wenig 80ies, Pop aus den 90ern, Chansons und auch Scottish Folk dienen. Bis ihr Euch entscheidet, werde ich aber frech wie ich bin ein wenig Janus auflegen." Und mit zwei Knopfdrücken erklang aus dem aufwendigen Soundsystem des Autos ein Lied, dessen Text die beiden Frauen nur verstanden, wenn sie deutsch sprachen.
Die Melodie und die ganze Stimmung des Liedes hatte etwas unheimliches.
Der Stachel sitzt im Fleisch.
Schuld nagt an deinem Herz.
Noch spürst du kaum ein Stechen
Noch ist er klein, noch ist er schwach
dein Schmerz.
Dir bleibt nur eine Nacht
um den Weg hinaus zu finden.
Doch Kleines, gibt gut acht!
Hier ist nichts, wie es scheint
und deine Sinne schwinden.
Die Welt steht Kopf.
Dein Weg durch dunklen Wald
dein ungebremster Sturz durchs All.
Ohne festen Halt
wie ein taumelnder Stern im freien Fall.
Deine Irrfahrt durch unentdecktes Land
durch ewiges Eis und heißen Wüstensand.
Hab keine Angst, mein Kind
dass wir verloren sind.
Halt dich fest an meiner Hand.
Die Welt steht Kopf.
"Macht nichts." sagt sie nur als erwartungsgemäß nichts in ihrer Richtung da ist... dann hört sie durchaus interessiert mit, was er hat... fast ausnahmslos Sachen, die ihr nichts sagen, bis auf Klassik. Und manche Pop-Sachen sind ja auch zu ertragen. Mal abgesehen davon, dass person nicht in Schottland oder Nähe aufwachsen kann, ohne schottischen Folk als ganz normalen Hintergrundsound für alles akzeptiert zu haben.
Als dann das Soundsytem anspringt, bewundert sie einmal mehr die Ausstattung dieses Autos... der Mann muß ja reich sein, oder zumindest ist er nicht arm, wenn er sich sowas leisten kann. Dann lauscht sie, ohne ein Wort zu verstehen. Ist das dieses deutsche Gothrock? Sehr seltsame Musik, findet sie... aber sie kann sich schon vorstellen, warum manche Leute das mögen. Vielleicht gewöhnt sie sich ja ebenfalls dran.
Nachdem das Lied vorbei war blickte sich Padraig wieder im Auto um. "Nun, ich hoffe, euch hat die Musik nicht zu sehr gestört. Ich hab die Band durch Zufall während meines Auslandssemesters in Frankfurt kennen gelernt. Und in meinen Augen haben sie nur einen Fehler, sie bringen nämlich viel zu selten neue Sachen heraus." Er grinste dabei. Wahrscheinlich wurde schon allein aus seinem Tonfall deutlich, dass er ein großer Fan der Band war.
Plötzlich gab es ein leises, aber doch bemerkbares Klingeln im Wageninneren. Unwirsch holte Padraig ein Headset aus einem Seitenfach und setzte es schnell auf.
"Ja? .. Ach, Du bist es.... Nein, es passt gerade nicht. Ich fahre mit zwei hübschen jungen Damen gerade zum Culloden Moor um ihnen ein wenig von der schottischen Kultur zu zeigen.... Nein, ich werde keinen Abstecher machen.... Was?... Das kann nicht Dein Ernst sein?... Woher hast Du die Info?.... Und Du bist Dir ganz sicher?...... Verdammt, das passt mir eigentlich gar nicht... Ja, ist ok, ich werde dort vorbeifahren.... Ok, bis die Tage und pass auf Dich auf."
Padraigs Gesichtsausdruck war während des Teloefonats immer düsterer geworden. Und so blieb es auch einige Sekunden nach dem Gespräch. Dann begann er etwas in sein Navigationssystem zu tippen. "Ich hoffe, die Damen sind mir nicht böse, wenn ich einen kleinen Umweg fahre. Es wird auch nicht wirklich lange dauern, aber es ist für einen Freund von mir von großer Bedeutung." Er blickte die beiden freundlich an, doch seine Anspannung konnte er nicht ganz verbergen.