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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 256 mal aufgerufen
 Institut-Area
Seiten 1 | 2
Dany Offline

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Beiträge: 253

21.04.2005 17:57
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
~from: Eingangshalle
resp. Küche


Das Wohnzimmer war gross und gemütlich und lud mit weichen Sesseln und einem bequemen Sofa zum Verbleiben ein. Trotz des unerwarteten und kurzzeitigen Wintereinbruchs war es in diesem Raum nicht unangenehm kühl, wenn man eine Weile sass, konnte man vielleicht etwas frösteln, aber auf dem Weg hier her waren die Decken aus der Eingangshalle mit genommen worden und lagen hier nun für solche Fälle bereit. Irgendwo im Hintergrund tickte eine Standuhr, ab und an knackte irgendwo eine Diele, wie es in so alten Gebäuden nun einmal wahr. Alles in allem war das Wohnzimmer ein überaus gemütlicher Raum, in dem man es gut aushalten konnte, aber ob dies heute Abend noch jemand zu schätzen wusste, war fraglich. Trotzdem war Dany froh, sich endlich auf das weiche Polster sinken lassen zu können und zog sich auch gleich die Schuhe aus, um die Füsse mit auf das Sofa ziehen zu können. Ein paar Teetassen, Zucker und die Teekanne selbst hatten einen Platz auf dem Beistelltisch gefunden, sie hatten sogar Zeitung unterlegt, falls beim einschenken etwas daneben gehen sollte, schliesslich wollte man den Tisch ja nicht ruinieren.

Dany warf einen langen Blick auf Chui, sah dann aber weiter zu der Standuhr hinüber und beobachtete das Pendel hinter der Glasscheibe, wie es sich hin und her bewegte. Ob noch jemand ausser ihnen nachkommen würde, wusste sie nicht und irgendwie war es ihr egal, solange sie nur nicht alleine sein musste.

Chui Offline

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Beiträge: 936

21.04.2005 19:12
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Den Weg ins Wohnzimmer findet Chui, die ja schon einige Monate hier wohnt, auch im Traum... und das ist gerade sehr gut so, denn obwohl an Schlaf nicht zu denken ist, ist sie auch nicht ganz da. Zwischen zwei Polen pendelt sie hin und her, die sich zu allem Überfluß auch noch aufsplittern und mischen, und viel zu bald schon hat Chui das Gefühl, dazwischen zu zerreißen. Sie flüchtet sich in mundäne Tätigkeiten, und einen Fuß vor den anderen zu setzen um im Wohnzimmer anzukommen, ist schonmal ein Anfang.

Dann schaut sie sich um nach anderen Dingen, mit denen sie sich beschäftigen kann. Damit sie nicht mehr an den leblosen Raguel denken muß. Und an Colums traurige Augen oder die Wärme seiner Hand und ihre heißen Wangen und ihr schneller klopfendes Herz, nur um sich im nächsten Moment zu schämen für ihre Gedanken weil jemand gestorben ist, gerade erst... sie hofft ja immer noch, dass das nicht Wirklichkeit ist. Dass morgen Raguel mit einem strahlenden Lächeln herunterkommt und sagt, sie haben sich alle geirrt, diese Möchtegern-Mediziner... sie wünscht es sich sehr, vielleicht sogar noch mehr als wieder Colums Umarmung zu spüren...

So zieht auch sie sich auf eine Couch zurück, schweigsam, entledigt sich gleichermaßen der Schuhe und zieht die Beine an, umschlingt sie mit den Armen. Sie starrt eine ganze Weile auf den Dampf, der von der Teekanne aufsteigt, sich in der Luft verwirbelt, verblasst und sich auflöst. Der Teegeruch ist stark, hier im Zimmer und überdeckt alles andere ein wenig. Sie sitzt einfach nur da, scheint Dany nicht wahrzunehmen und versucht, das Chaos in ihrem Inneren ein bißchen auf die Reihe zu bekommen, die Wogen wenigstens ein wenig zu glätten. Aber dazu geht ihr Raguels Schicksal zu nahe, hat sie zuviel Mitgefühl mit seiner Familie und zuviel Hoffnung und langversickerte Gefühle an ihr inneres Bild von Colum geheftet.

Schließlich besieht sie sich ihr Kleid, berührt den Riss am Saum und seufzt leise, bevor sie sich aufsetzt und Tee von der Kanne in eine Tasse einschenkt. Der Dampf von der Tasse ist dünner... er löst sich viel schneller auf, bemerkt sie. Wird zu Nichts. Einfach so. Als wäre das ganz normal.
"Ich verstehs nicht." Kaum mehr als ein Flüstern, und zuerst bemerkt sie gar nicht, dass sie es überhaupt gesagt hat. "Warum? Er war gar nicht da. Norman... er lag ganz leblos da, und Padraig ist umgefallen, nach dem Stoß... und beiden gehts wieder gut. Raguel war nicht dabei. Ihm kann gar nichts passiert sein. Wie denn?" Es klingt hilflos, ein wenig kläglich dazu.

Colum Offline

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Beiträge: 201

21.04.2005 19:26
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Was ein grauenhafter Tag, er kann sich kaum erinnern wann er das letzte mal so einen schlechten Tag hatte durchstehen müssen. Nein, dass stimmte nicht ganz. Das letztemal das er sich so gefühlt hatte, war als er seinen Neffen zu Grabe hatte tragen müssen.
Manchmal kommt es ihm so vor als zöge er den Tod förmlich an und was diese Erlebnisse immer und immer wieder für Narbe bei ihm auf der Seele hinterließen konnte ja kaum jemand ahnen.

Er war dankbar dafür heute Nacht auch hier bleiben zu können und das wo das Gut seines Vaters doch nur ein paar Minuten von ihr entfernt war. Er wollte einfach nicht das sein Vater ihn so sah, sein Vater würde wissen, dass er geweint hatte und auch wenn Ian McNara sen. nie ein Wort darüber verlieren würde, war Colum sich sicher zu wissen, dass er Männer die weinten nicht für richtige Männer hielt.

"Darf ich mich zu Euch setzen?" dankbar noch etwas zu tun zu haben und sich nicht seinen Gedanken ergeben zu müssen balancierte er das Tablett mit dem Tee und Keksen zu den Mädchen um mit einem Schmunzeln zur Kenntniss zu nehmen, dass sie ja auch Tee aufgebrüht hatten.

Colum legte es darauf an sich zwischen die Mädchen zu setzen, stelle das Tablett auf den Tisch und goss sich eine Tasse voll ein. Auch er schlüpfte aus seinen Schuhen und sank dann müde und erschöpft in die Kissen zurück. Jetzt war er nicht mehr Colum, ihr Lehrer. Sondern Colum der, der Freund der beiden Mädchen sein wollte.

Er legte den Kopf in den Nacken und schloss einen Moment die Augen.

Chui Offline

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Beiträge: 936

21.04.2005 20:07
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
*KLICK* Nicht, dass sie Raguel, ihr Mitgefühl und ihre Traurigkeit völlig vergessen würde, aber sie treten erstmal sehr weit in den Hintergrund. Eben noch den Tränen nahe, hebt sie den Kopf als Colum hereinkommt... und freut sich einfach. Auf eine stille Art, aber erkennbar. In ihren Augen leuchtet etwas, kurz wie eine Sternschnuppe, sie richtet sich auf, ihre hängenden Schultern heben sich. Schon ist der Raum nicht mehr leer, die Nacht nicht mehr so düster, der Abend nicht mehr so schlimm. Es muß Magie sein. Oder...

Aber sie verdrängt alle Klassifizierungsversuche, was sollen die auch nützen. Alles nicht so wichtig. Stattdessen mustert sie sein Gesicht, sieht ihm in die Augen, sucht nach Spuren dieser Trauer und des Ausbruchs, deren Zeugin und mehr sie geworden ist. Sie will für ihn da sein, solange er sie braucht, und noch länger. Ihr Herzklopfen müßte doch jetzt eigentlich schön langsam alle schlafenden Bewohner des Hauses aufschrecken, findet sie, ein wenig nervös...

"Ja, sicher!" sagt sie rasch und rückt ein wenig zur Seite. Sie spricht zwar immer noch nur halblaut, aber eine gewisse Lebhaftigkeit ist ihr nun anzumerken. Ihr Blick folgt ihm, als er zwischen Dany und ihr Platz nimmt, es sich bequem macht und die Augen schließt. Umso gefahrloser kann sie ihn ansehen. Er sieht so müde aus... es war ja auch ein harter Tag für ihn. "Sind... die anderen alle ins Bett gegangen?" fragt sie nach einem Weilchen, wieder auf ihre schüchterne Art und Weise.

Colum Offline

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Beiträge: 201

21.04.2005 20:18
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Er war beinahe eingenickt, hätte Chuis dünnes Stimmchen ihn nicht wieder aus seinem Dösen erwachen lassen. Er öffnete die Augen und sah sie an, einen Moment brauchte er bis er sich gefangen hatte. Colum unterdrückte ein Gähnen und strich sich mit der flachen Hand durchs Gesicht.

"Ich hoffe zumindest, aber ich glaube kaum das hier jemand wirklich schlafen kann."

Er setzte sich wieder auf, angelte nach seiner Teetasse und bot den Mädchen dann von den Keksen an von denen er sich selbst einen zwischen die Lippen schob und den Keks mit einem Schluck Tee hinunter spült, schon lehnte er sich wieder zurück als er die Tasse abgestellt hatte und legte beide Arme auf die Lehne des Sofas.
Ja, es war eine Einladung sich an ihn zu kuscheln, sofern die Mädchen so eine Art von Trost wollten.

"Möchtet ihr darüber reden, was heute so vorgefallen ist?" Er wollte sie nicht drängen, aber vielleicht wollten sie ihrem Herz ja auch einfach Luft machen. Zunächst blickt er einladend zur kleinen Dany, dann zu Chui. Er und sie verband eben ein kleines Geheimnis.

Dany Offline

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Beiträge: 253

21.04.2005 20:42
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Die kleine Nische, die sich zwischen der Rücken- und der Seitenlehne des Sofas bildete, bot gut Platz für ein Mädchen, das so klein war wie sie und Dany schob sich in diese Nische, als würde sie Schutz suchen. Das Bedürfnis war gross, einfach jemandem in die Arme zu fallen und zu weinen, rauszulassen, was alles an Gedanken und Gefühlen in ihr tobte, aber solche Dinge waren einfach nicht ihre Stärke. Ausserdem hatte sie das Gefühl, dass das sich an Colum lehnen mehr Chui vorbehalten war. Einen Keks hatte sie sich trotzdem genommen und knabberte lustlos daran herum. Schoko-Nuss mochte sie eigentlich sehr gern, aber heute wollte ihr der Geschmack nicht so recht munden.

Sie dachte eine Weile lang über Colum's Frage nach, ob sie und Chui über heute Abend sprechen wollte und lehnte sich dabei vor, um nach ihrer Teetasse zu greifen und nahm dann die Zuckerdose, um sich gleich vier gehäufte Löffel in den Tee zu geben. Sie mochte es süss, wenn jetzt noch Milch da gewesen wäre, wäre der Tee perfekt, aber so ging es auch. Tee schmeckt erst dann, wenn er sich beim trinken so richtig in die Zähne frisst, sagte sie immer, wenn sie jemand fragte, ob das denn nicht zu viel sei. Ein Wunder eigentlich, dass sie gute Zähne hatte, ihr Zahnarzt verdiente an ihr jedenfalls kaum was. Nachdem sie sich wieder zurück in ihre Nische gelehnt hatte, rührte sie in dem Tee herum. Der Dampf, der aus der Tasse hochstieg, hinterliess einen leichten Glanz auf ihren Wangen, als wäre ihr zu warm. Aber die innere Kälte wollte sie immer noch nicht loslassen.

"Ich weiss nicht."

Erstaunlicherweise klang ihre Stimme fest. Nicht so heiter und überschwenglich wie sonst, aber sie sprach in normaler Lautstärke und mit der ihr eigenen Stimmfestigkeit. Sie hatte eben ein gutes Organ. Zumindest so lange sie im Musikunterricht nicht gezwungen wurde, irgend eine Tonfolge zu singen, das endete immer sehr, sehr schräg. In ihrem Leben war nie etwas besonders Schlimmes passiert. Dass ihr Vater ausgezogen war, war zwar einschneidend gewesen, aber er war auch vorher schon nie sehr oft dagewesen. Andere Kinder auf ihrer alten Schule mussten ab und an zu Beerdingungen, vielleicht wenn jemand von den Grosseltern oder sonst jemand aus der Familie gestorben war. Sie hatte noch eine Oma, die irgendwo in Manchester lebte, die anderen Grosseltern waren schon gestorben, bevor sie zur Welt gekommen war, also hatte sie sie auch nicht verlieren können. Und Raquel. Sie wusste nicht einmal, wer er gewesen war, war ihm nie begegnet. Aber es war eine ganz andere Sache, vom Tod eines Menschen zu hören, als ihn dann zu sehen. Als die Trauer in den Augen derer zu sehen, die ihn gekannt hatten.

"Ich weiss nicht einmal, was passiert ist. Das Chaos ist wie eine Lawine über diesen Abend hereingebrochen und selbst wenn ich über irgendetwas reden wollte, ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte."

Gute Miene zum bösen Spiel machen und einfach mit einem munteren Grinsen weitermachen. Dass das dieses Mal auch so einfach funktionierte, wagte sie zu bezweifeln.

Chui Offline

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Beiträge: 936

21.04.2005 22:24
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Ohje... jetzt hat sie ihn aufgeweckt. Sie hätte ihn schlafen lassen sollen. Vielleicht. Andererseits... nein, er ist erschöpft... es hat ihn sicher alles sehr mitgenommen... sie sollte nicht so egoistisch sein.
"Ich hoffe zumindest, aber ich glaube kaum das hier jemand wirklich schlafen kann."
Naja... außer dir.


"Danke." sagt sie und nimmt sich einen von den Keksen, ehe sie sich wieder erinnert, dass sie ja auch noch ihren Tee hat. Also knabbert sie an dem Keks und nimmt einen Schluck, an dem sie sich fast noch die Zunge verbrennt. Sie schüttelt sich kurz und linst verlegen zu den anderen, die das hoffentlich nicht mitbekommen haben.

Colums Einladung nimmt sie natürlich gleich, mit nur kurzlebigem Zögern weil sie ja nicht mit ihm allein ist, an und legt den Kopf an seine Schulter, rutscht auch wieder näher, so dass sie sich an ihn kuschelt. Sie schließt kurz die Augen, spürt nur seine Wärme und mit einer Hand seinen ruhigen Herzschlag (ja, die Hand liegt auf seiner Brust). Jetzt wird alles gut... Raguel steht morgen am Frühstückstisch und lacht alle aus, die ihn für tot gehalten haben, bestimmt! Ja, sicher... du Träumerin.

Will sie reden? Gerade eben hat sie noch geredet. Sie könnte es nochmal sagen, aber die Worte sind plötzlich weg. Also hört sie nur Dany zu, schaut sie auch dabei an. Dann senkt sie den Blick wieder. Plötzlich hat sie einen Kloß im Hals, der auch mit Tee nicht weggespült werden kann. "Ich wünschte..." Sie wispert, und sogar Colum könnte es schwerfallen, sie zu verstehen, bevor sie um eine Nuance verständlicher fortfährt: "Ich wünschte... ich hätte was getan.... irgendwas gemacht... vor Norman gesprungen, zwischen ihn und Logan... oder... Rohey weggezogen... oder irgendwas... vielleicht... wär dann das alles nicht passiert..." Und Raguel würde noch leben. heißt das natürlich, aber das ist absurd, wie ein kleiner, nüchterner Teil in Chui feststellt. Raguel war noch nichtmal in der Nähe als was auch immer passiert ist. Und doch zieht ihr Gefühl eine Verbindung, weil das die Natur von Gefühlen ist. Ihre gelben Augen schimmern, als sich Tränen in ihnen sammeln. Wahrscheinlich glaubt sie im Moment wirklich, etwas getan haben zu müssen. Vorwürfe, obwohl sie nur dabeistand. Weil sie nur dabeistand.

Dany Offline

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Beiträge: 253

22.04.2005 12:44
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Dany neigte den Kopf leicht zur Seite und betrachtete Chui schweigend über den Rand der Teetasse hinweg. Sie hatte schlichtweg keine Ahnung, was heute passiert und wie es zu dem Todesfall gekommen war. Alles, was sie mitbekommen hatte war, dass es auf einmal kalt wurde und dass es zu schneien begonnen hatte. Für sie war das zuerst nicht sehr ungewöhnlich gewesen, es kam ja ab und an mal vor, dass es auch im Sommer schneite. Aber die ganze Aufregung, die danach ausgebrochen war und die Tatsache, dass man die Schüler reingebracht hatte sprach für sich, dass weitaus mehr dahinter steckte, als sie ahnte. Es hatte gestürmt, nicht nur draussen vor den Fenstern und Türen des Institut, sondern auch im inneren all jener die rein gekommen waren und erst jetzt wurde ihr langsam die Erschütterung klar, die von manchen Besitz ergriffen hatte. Miss Stone hatte geweint, es waren welche auf die Krankenstation gebracht worden und in so vielen Gesichtern stand die matte Anspannung, die dieser Abend hinterlassen hatte. Und dann der Mann - oder Junge, sie wusste es nicht genau - der gestorben war. War es bei dem passiert, von dem Chui da gerade gesprochen hatte? Hatte es einen Streit gegeben, der so heftig geworden war, dass dabei jemand umkam?

"Chui, das darfst Du nicht machen. Ich weiss nicht, was geschehen ist und ich schätze, das geht den meisten so, die einfach nur die Auswirkungen dessen mitbekommen haben. Aber wenn Du jetzt denkst, dass es anders gekommen wäre, wenn Du irgendwas gemacht hättest, dann machst Du Dich nur selbst fertig. Vielleicht wäre es dann noch schlimmer gekommen und vielleicht wäre Dir dann auch etwas passiert."

Sie war keine gute Trösterin, das wusste sie selbst und trotzdem versuchte sie wenigstens einfühlsam zu klingen, damit Chui merkte, dass niemals jemand auf die Idee kommen würde ihr die Vorwürfe zu machen, die sie sich nun selbst machte.

Dieser Abend hatte einen fürchterlich bitteren Nachgeschmack und es schien nichts zu geben, das ihn behob. Dany wusste weder, was sie davon halten sollte noch, was sie dazu sagen sollte. Sie kam sich so schrecklich klein vor, sie hätte doch auch gerne irgendetwas getan. Geholfen, getröstet, was auch immer. In einer gewissen Weise - das sagte ihr die kleine, gemeine Stimme im Hinterkopf, die sich irgendwann einmal als Gewissen vorgestellt hatte - war sie ja noch nicht einmal wirklich davon betroffen. Sie kannte hier noch nicht viele, war erst seit gestern Nachmittag hier und hatte noch zu niemandem wirklichen Bezug gefunden. Nun ja, Miss Stone hatte sie sehr in ihr Herz geschlossen, sie konnte nicht wirklich erklären, warum. Aber von all denen, die auf die Krankenstation gebracht wurden und auch von dem jungen Mann wusste sie nicht einmal die Namen und hatte keine Ahnung, wie sie sich in diesem Unwissen zurecht finden sollte. Es hatte etwas von dem Gefühl, das einen begleitete, wenn man etwas Furchtbares im Fernsehen sah und man war traurig darüber, aber es betraf einen nicht. Trotzdem war das hier irgendwie etwas anderes. Sie erhoffte sich hier ein neues Zuhause und wenn hier jemandem etwas zustiess, dann tat ihr das sehr leid.

Colum Offline

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Beiträge: 201

22.04.2005 13:13
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Colum musste hart schlucken und einen Moment tief durchatmen, damit seine Stimme fest klang und nicht so jämmerlich wie er sich fühlte. Ganz automatisch schloss er den Arm um Chuis Schultern und bettete seine Wange auf ihren Kopf und streichelte ihr vorsichtig und tröstend über den Rücken.

"Ich wünschte ich könnte euch erklären was vorgefallen ist." Er lächelte vorsichtig zu Dany und streichelte auch ihr nochmals über die Wange. "Ihr müsst mir schon verziehen." er lachte freudlos auf. "Aber ich habe von den Mutanten nicht soviel Ahnung." schließlich war er ja ein Mensch. Ganz unbewusst wiegt er Chui im Arm hin und her und schweigt eine Weile als er einfach ins leere blickt.

"Es tut mir so leid für euch, dass ihr das alles mit ansehen musstet." Aber er konnte es leider nicht rückgängig machen, er hatte es auch nicht zu verhindern gewusst.
"Ich kann nur ahnen, dass ihr schon viel in eurem kurzen Leben habt mit ansehen müssen und ich kann mir für euch nur wünschen, dass ihr es hier besser habt. Aber irgendwann müsst ihr euch entscheiden. Wollt ihr dem Leben trotzen und Kämpfer sein, oder wollt ihr euch kampflos ergeben? Entscheidet ihr euch zu kämpfen...dann wird euch keine Herausforderung der Welt brechen können." er musste zugeben, dass sich das ganze ziemlich heroisch anhörte, Colum konnte nur hoffen, dass die Mädchen im Grundgedanke verstanden hatte was er ihnen vermitteln wollte.

Er schwieg, kuschelte nur tröstend mit den Mädchen. Die Lippen fest zusammen gepresst, die grünen, träumerischen Augen ins Leere blickend. Er wusste bis heute nicht ob er Kämpfer war...oder nicht.

Dany Offline

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Beiträge: 253

22.04.2005 13:40
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Das burschikose Mädchen war im Grunde so wunderbar einfach gestrickt. Dany legte grossen Wert auf Offenheit und Verständnis, mochte es überhaupt nicht, wenn man sie behandelte wie ein kleines Kind, da sie ihrer Meinung nach einfach schon weiter war als das und im Gegenzug wartete sie mit einem so offenherzigen, fröhlichen und kumpelhaften Gemüt auf, dass manche sie am liebsten irgendwo als Maskottchen hingesetzt hätten. Sie war eine Kämpferin, das merkte man ihr an der Art und Weise, wie sie sich gab, deutlich an. Dany gehörte zu der Sorte Mensch, der man ins Gesicht schlagen konnte und die dann mit einem schiefen Grinsen fragte, ob es denn jetzt besser ginge. Nein, so leicht würde dieses Mädchen nichts unterkriegen.

"Was wird denn jetzt passieren? Wird die Polizei herkommen und Fragen stellen?"

Ihre Mutter hatte bestimmt schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Zumindest hoffte Dany das, genau so, wie sie es auf der anderen Seite befürchtete. Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter war nie so innig gewesen, dass sie einen grossen Verlust verspürte, die meiste Zeit war sie sich lästig und überflüssig vorgekommen, so dass sie einfach am liebsten auf ihrem Zimmer war und an ihren Modellbauautos rumschraubte. Sie wusste genau, wie sie sich ihre Zukunft wünschte, welchen sie Beruf irgendwann einmal haben wollte und wie sie leben möchte. Jetzt aber wollte sie erst einmal hier im Institut sein, wollte zur Schule gehen, andere kennen lernen, die begabt waren und einfach endlich ein schönes Zuhause haben.

Chui Offline

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Beiträge: 936

22.04.2005 19:50
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Leise schniefend kuschelt sie sich mehr an Colum, sucht Trost und Geborgenheit und Antworten auf merkwürdige Fragen. Letztere findet sie allerdings nicht. Danys Worte dringen an ihre Ohren und führen zuerst nur zu neuen Fragen. Schlimmer? Kann es denn noch schlimmer kommen? Sie weiß es nicht. Wäre es nicht besser gewesen, dieses seltsame Licht hätte sie erwischt als, sagen wir mal, Rohey? Sie weiß ja noch nichtmal wie es ihr geht, und ihren Kindern. Nur die ihr gerade ziemlich vage erscheinende Hoffnung, dass ihr wie Padraig und Norman nicht viel passiert ist.

Sie hat keine Ahnung was es war, das sie und Norman erwischt hat und auch nicht, was dann sie selbst und alle anderen getroffen hat. Aber eigentlich weiß sie, dass Dany recht hat. Obwohl sie dabeistand hatte sie genausoviel Über- oder gar Durchblick wie die Leute beim Haus. Was sie auch getan hätte, es hätte das Falsche sein können. Und dann wäre vielleicht etwas Schlimmeres passiert. Nur... das nagende Gefühl bleibt. Das sollte alles nicht passiert sein. Hätte sie denn nichts tun können...?

Colums Umarmung und sein Streicheln tun ihre Wirkung und beruhigen sie bald wieder. Sie schaut auf, sich die letzten Tränen wegblinzelnd, als er zugibt eigentlich genausowenig von dem verstanden zu haben was da vorging. Vielleicht sogar noch weniger. Sie spürt ihre Verbundenheit, an der sie keinen Augenblick mehr zweifelt, wieder so stark dass es beinahe wehtut, begleitet von einem Glücksgefühl, das sich gar nicht mit ihrer Traurigkeit von vorhin beißt sondern ein mehr als seltsames Amalgam bildet... etwas, das bald wieder auseinanderfallen muß, sie im Moment aber nur verwirrt und in seiner Intensität und Gegensätzlichkeit sogar erschreckt. Trotzdem will sie es nicht missen.

Sie senkt den Blick wieder, schließt sogar die Augen und läßt sich ganz auf seine Nähe ein, als er seine 'heroischen' Worte spricht. Sie sieht sich eigentlich nicht als Kämpferin (obwohl das falsch sein mag) und ihr Auftreten spricht für sich, aber wenn es Colum lieber wäre, dann... dann könnte sie doch ganz bestimmt eine werden! Das wird bestimmt sehr schwierig, stellt sie sich vor, aber vielleicht kann sie es lernen. Sie wird es auf jeden Fall versuchen, komme was da wolle! Ihr fällt plötzlich Logan ein... wenn ihr jemand helfen kann, eine Kämpferin zu werden, dann er.

Polizei? "Das wär nicht so gut." meint sie halblaut und zeigt damit zumindest erstaunlicherweise, dass sie aus ihrem Schuldkomplex wieder herausgefunden hat und sich am Gespräch beteiligt. "Ich glaub auch nicht, dass jemand die Polizei ruft." Nun, sie selbst hätte ja nichts zu befürchten, außer der Kerl, den sie mal mit ein paar Krallenstriemen mehr ins Wasser geschmissen hat weil er junge Kätzchen ertränken wollte, hat Anzeige erstattet. Das weiß sie nicht, sie ist ja danach schnell weitergezogen.

Colum Offline

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23.04.2005 10:54
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
"Ich denke auch nicht, dass hier jemand die Polizei ruft." Kindererziehung war eine wirklich komplizierte Sache, wie er jetzt gerade herausfand. Wie konnte er Ihnen denn jetzt erklären, dass man bei solchen Sachen eigentlich die Polizei rufen müsste, es in dem bestimmte Fall aber nicht ratsam wäre.
"Seht mal." setzte er an und schlang nun auch einen Arm um Danys Schultern, dabei hörte er ganz bestimmt nicht auf Chui zu wiegen und ihr über den Rücken zu streicheln.
"Logan und Ororo versuchen hier für euch ein Zuhause zu schaffen. Sowas ist immer schwierig und das es ausgerechnet heute so ein Ausmaß erreicht hat, tut wohl jedem von uns weh." Er musste über sich selbst die Augen verdrehen, eine gute Erklärung war das wirklich nicht, aber hey...er war ja auch eigentlich ein Anwalt und kein Lehrer. Was ihn darauf brachte, dass er morgen wohl die Vorlesung würde schwänzen müssen.

Eine Weile schwieg er wieder mit den Mädchen, kuschelte lediglich mit ihnen und grübelte im Stillen darüber nach wie er wohl seine Kinder erziehen würde -nicht das er glaubte jemals welche zu haben.-

"Morgen werde ich zuallerst meinen Cousin anrufen. Liam, Roheys Mann. Er wird wissen wie es ihr geht." und er war fest davon überzeugt, dass er doch spüren müsste wenn etwas schlimmes passiert wäre, oder? "Und wenn ihr wollt, dann fahren wir gemeinsam zu Rohey wenn sie Besuch empfangen darf." Er blinzelte zu Dany, blinzelte zu Chui. So wäre es am Besten. Nach vorn sehen und nicht zurück.

Aber wenn er nicht zurück blickte, hatte er keine Erinnerung und seine Erinnerung zu verlieren würde ihm erneut das Herz brechen. An irgendwas musste er doch festhalten.

Dany Offline

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23.04.2005 12:08
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Man musste wohl unterscheiden, ob die Polizei hilfreich war, oder ob sie nur schaden würde. Dany warf ab und an einen Blick in die Zeitung und wusste daher um die Skepsis gegenüber Mutanten, hatte selbst sogar seit die Gabe bei ihr erwacht war oft mit Menschen zu kämpfen, die sie für eine Verrückte oder noch schlimmer für jemanden hielten, der eine Gefahr darstellte. Die Geschehnisse von heute Abend würden sicher auch in der Presse laut werden, wenn die Polizei hier auftauchte und nach dem Eindruck, den Dany von diesem Ort hier gewonnen hatte, war es besser, wenn man manche Dinge einfach ausschloss.

"Rohey?"

Dany richtete sich etwas auf und sah Colum mit einer Mischung aus Frage und Verwirrung an. Sie kannte Rohey, zusammen mit ihrem Mann Liam hatte sie das Mädchen am Bahnhof aufgegriffen, nachdem sie Dany bei dieser unangenehmen Sache mit dem Ladendetektiv geholfen hatte. Ohne die beiden wäre Dany ganz schön aufgeschmissen gewesen, vermutlich längst wieder auf dem Weg nach Milton Keynes und was ihre Mutter dann mit ihr angestellt hätte, das wollte sie lieber gar nicht wissen. Schlagartig machte sie sich Sorgen, denn dass Rohey in freudiger Erwartung war, das hatte sogar sie mitbekommen und irgendwie wollte der Gedanke nicht aufkommen, dass Colum vielleicht einfach nur meinte, dass Rohey die Niederkunft hinter sich hatte. Viel eher hegte sie die Befürchtung, dass der freundlichen Frau etwas passiert war.

"Was ist mit Rohey?"

Chui Offline

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Beiträge: 936

23.04.2005 18:25
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Chui beizubringen, die Polizei zu rufen, könnte sich als schwierig herausstellen, egal worum es geht. Sie erwartet meistens eher Scherereien als Hilfe von den 'Normalen'. Und in einem Fall wie diesem, mit einem Ort wie diesem mit all den Leuten die sie hier schon getroffen hat, vor allem in der Häufung, würde für die Staatsgewalt wohl schon feststehen wer hier die Bedrohung ist. Da ist sie realistisch. Es überrascht sie daher wenig, dass Colum ihr beipflichtet. Trotzdem tut es gut. Wie eigentlich jedes Wort von ihm...

Sie entspannt sich, wärmt sich an Colum und spürt seiner streichelnden Hand nach. Wenn der Abend nicht sonst so schrecklich gewesen wäre... so könnte es bleiben. "Mhm..." macht sie leise, als Bestätigung, für beides... ja, sie kann sich inzwischen gut vorstellen, hier ein Zuhause gefunden zu haben und ja, sie wünscht sich es wäre heute alles anders gekommen. Wahrscheinlich ist sie da nicht die einzige, bei weitem nicht, kommt es ihr plötzlich in den Sinn. Wie mag es Logan und Ororo gerade gehen? Chui ist nur eine Schülerin, die beiden müssen sich verantwortlich fühlen. Sie würde ihnen gerne sagen, dass sie trotzdem gerne hierbleiben will.

Sie öffnet die Augen, als Colum nach einer Pause weiterspricht. "Ja! Das... wäre toll." sagt sie, halb erleichtert. Rohey ist die einzige, von der sie noch nicht weiß wie es ihr ergangen ist. Wie sie aber gleich darauf feststellt, sind andere Leute noch weniger informiert. Ohje. Sie schaut zu Dany auf ihre Frage und blinzelt. "Rohey..." beginnt sie und versucht, zu rekonstruieren was sie erlebt hat. Sie versteht ja nicht die Hälfte davon. "Sie hat... Norman aufgeholfen. Naja... Logan hatte ihn geschlagen, weil... jedenfalls... sie hat ihm die Hand gegeben. Und dann war da plötzlich dieses Licht... Norman und sie sind umgefallen, einfach so... und haben sich nicht mehr gerührt. Ich wollte hin zu ihr, aber dann hab ich einen Stoß in den Rücken bekommen, aus dem Nichts... ich hab bloß noch gesehen, dass Liam sie aufgehoben hat." Sie schaut Colum unsicher an. "Aber... Norman geht es gut, nicht wahr? Also... dann ist Rohey sicher auch nichts passiert... oder?"
Nein, sie ist sich nicht sicher. Ja, sie macht sich Sorgen.

Dany Offline

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Beiträge: 253

23.04.2005 20:40
[03.08.05] Wohnzimmer [Spät nachts, nach dem Unwetter] Antworten
Die Blicke, die Dany Chui zuwarf, wurden immer verwirrter, denn was das Katzenmädchen da erzählte, klang so durcheinander, dass sie ihr nicht wirklich folgen konnte. Sie zog die Beine noch etwas weiter an und lehnte ihre Wange gegen die Knie, so dass sie weiterhin seitlich zu Colum und Chui sehen konnte. Was war heute denn nur los gewesen? Der Tag hatte doch so gut angefangen. Nach dem Gespräch mit Miss Munroe war sie so voller Enthusiasmus gewesen, dass sie sogar völlig vergessen hatte, dass sie gestern noch traurig darüber gewesen war, dass ihr Geburtstag in einem so verwirrenden Chaos untergangen war. Dabei war hier sein zu dürfen doch das beste Geschenk, das sie je bekommen hatte. Selbst dass Karl auf sie böse geworden war, weil sie ihm diesen albernen Streich gespielt hatte, hatte sie nicht betrüben können, schliesslich hatte sie es ja nicht böse gemeint und sie war sich sicher, dass er das schlussendlich auch verstanden hatte. Sie erinnerte sich nur zu gut, an das mulmige Gefühl, das sie gehabt hatte, als sie auf der Party aufgetaucht war, denn sie kannte erst eine Hand voll von Leuten hier am Institut und war ohnehin noch nie wirklich auf einer Party gewesen, sie war eben noch etwas zu jung dafür. Ihre kleinen Ängste, die sie deswegen ausgestanden hatten, waren so lächerlich, wenn sie bedachte, wie der Abend nun schliesslich ausgegangen war.

"Chui.... von was redest Du da? Logan hat Norman geschlagen?" Kurz überlegte sie, wer Norman überhaupt war. Sie wusste gerade gar nicht, ob sie diesen Namen schon einmal gehört hatte. "Warum? Und was hat das mit Rohey zu tun? Und.... und was für ein Licht?"

Unwillkürlich musste sie an das Gefühl denken, welches sie in der Eingangshalle regelrecht durchzuckt hatte. Es hatte sich so unglaublich intensiv angefühlt und trotzdem war es nicht greifbar und irgendwie auch weit weg. Die Unruhe danach, daran erinnerte sie sich noch am besten, ebenso wie an das leichte Kribbeln, das sie auf ihrer Haut gespürt hatte, aber das war sicher die Aufregung gewesen. Ein Geophysiker hätte ihr vielleicht erklären können, dass ein Blitz natürliche Radiosignale verursachte, ein Geophysiker hätte aber auch nicht gewusst, was für eine Bewandnis es mit Dany und Radiowellen auf sich hatte.

"Ich werde noch konfus. Ich versuche ja, irgend etwas zu verstehen, aber ich kapiers einfach nicht. Warum gab es Streit?"

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