Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"Ist das denn wichtig?" fragte Ty leise auf ihren Kommentar mit der einzigen menschengroßen Echse hin. Er hatte sich bei ihren vorhergehenden Worten leicht vorgelehnt. Nun berührte seine Stirn die ihre, doch von dem Farbenschauspiel bekam Ty nur den Anfang mit, da er seine Augen geschlossen hatte.
Dann das Surren und nur Sekunden später war die Luft von feinstem Wasserstaub erfüllt.
Da hast du deinen Wasserfall
Als Cait ihr Gesicht bewegte, hatte er seinen Kopf wieder zurückgezogen und die Augen geöffnet.
"Welch Timing..." hatte sie gesagt, während sie den Nieselregen zu geniessen schien. Nun sah sie ihn wieder an.
Ty merkte den Unterschied kaum, da seine Sachen ohnehin an ihm klebten. Das Wasser würde keinen Unterschied mehr machen. Die Bewegung seines Daumens hatte aufgehört, aber er hielt noch immer ihr Handgelenk.
"Mögen denn menschengroße Echsen überhaupt so viel Wasser?" fragte er dann leise, während er ihren Blick hielt.
"Hat was erfirschendesssss...befreiendes....." kommentierte Cait " passsst zu der Situation..., ja...ich mag Wasser"
sie nickte und breitete den Arm, den Ty nicht festhielt aus.
Sie strekcte sich leicht....bewegte den Kopf von der einen auf die andere Seite...die Farbe der Schuppen wechselte wieder in ein weiches türkisgrün.
"Ich fühl mich auch grad zzzziemlich befreit...von einem unssssichtbaren Druck, der immer auf mir liegt." meinte sie leise zischend.
"Schön....dasss du in mir immer noch Caitlynn ssssiehst..."
Sie nahm die Nähe wieder auf, die sie vorher abgebrochen hatte und lehnte ihre Stirn an sein, trat noch ein Stück näher...sodass ihre linke Schulte leicht seine rechte berührte.
"Ich kenne dich nichtmal zzzwei Tage...Tyler Knight...trotzzzdem gibssst du mir ein Gefühl...dass ich mein ganzzzzes Leben kaum spüren durfte" Genau wie Chui gestern....
Ihr Echsenschwanz strich über den nassen Boden und zog Schließen hinter sich her.
"Ich denke, es war gut...hier nach Inverness zu kommen. Was meinssst du?"
"Wen sonst sollte ich denn in dir sehen?" fragte er zurück, während er ihr Farbenspiel bewunderte.
Tys Herz klopfte merklich schneller, als Caitlynn sich ihm näherte. Er liess ihr Handgelenk los, als ihre Schultern sich berührten. Er musste schlucken, als sie ihre Stirn an seine legte und innerlich bemerkte er ein beklemmendes und doch erlösendes Gefühl, das mit jeder Sekunde anwuchs.
Ihr Kompliment, zumindest klang es wie eines, nahm er zur Kenntnis, doch bevor er etwas erwidern konnte, keimte in ihm ein Zweifel auf.
Erst zwei Tage, Knight. Was, wenn du in diesem Moment alles kaputtmachst?
Dann ihre Frage. War es gut, nach Inverness zu kommen? Für Ty bestand daran nie ein Zweifel, aber in diesem Moment hatte er einen ganz neuen Grund gefunden, hier bleiben zu wollen. Seine Antwort war fast ein Flüstern, das von dem Rauschen der Wassertropfen auf den Blättern verschluckt zu werden drohte.
"Ja, es war gut. Es war bestimmt das Beste, was ich hätte tun können. Sonst hätte ich dich wahrscheinlich nie kennengelernt."
Und hätte die zwei wohl besten Tage meines Lebens verpasst.
"Nicht einmal zwei Tage? Sie kommen mir dank dir wie eine Ewigkeit vor."
Und wie zufällig berührte Tys Nasenspitze die ihre in diesem Moment, während seine Hände ganz sacht ihre Hüften berührten. Ohne dass er es merkte, gab etwas in seinem Inneren nach und das Haar in Tys Nacken begann sich trotz der Feuchtigkeit aufzurichten.
Cait zögert einen Moment.
Ty überschüttete sie gerade mit geflüsterten Komplimenten...
Einen schwachen, kleinen Moment lang, dann gab sie auch ihrer Inneren Sperre nach, umschlang mit den geschuppten Armen seine Hüfte und drückte sich an ihn.
Der Kamm legte sich eng an Kopf und Nacken, sodass er fast wie lange Haare wirkte, ihr Schwanz umschlang Tylers rechtes Bein, als würde sie ihn und diesen Moment nicht mehr loslassen wollen. Die zarten, nassen Schuppen kratzten leicht auf Tylers Haut. Sie lehnte ihren Kopf in seine Halsbeuge und nahm zischend Gerüche auf. Ihre Schuppen glänzten nass...wieder ein zartes olivgrün.
So verharrte sie zwei Minuten...8:05 Uhr ebbte der künstliche Regenguss aus der Bewässerung wieder ab...und mit ihm, der Moment.
Weiter konnte...durfte sie nicht gehen.
Nicht, dass irgendjemand hier reinplatzen könnte...eine ganz andere Angst beschlich sie und so löste sie sich aus der Umarmung, hoffte er würde sie als freundschaftliche verstehen...aber vielleicht war sie auch einen Schritt zu weit, bzw. zu nah gegangen...
Einen Kuss konnte sie nicht riskieren. Sie schmeckte mit jedem Schlucken die fade Anwesenheit des Toxins in sich.
ait trat einen Schritt von ihm weg...schaute ihn an und lächelt immer noch. Auch wenn ihr Kopf gerade wieder mit verschiedenartigen Sorgen voll gepumpt wurde.
"Tja...dann..." zögernde Worte...bebende Stimme.." dann verwandel ich mich mal wieder zzzzurück, mh?"
Sie prüfte ihre Kleidung...das Shirt hatte mehrere feine Risse und Löcher...am Rücken war es von den Hornfortsätzen aufgerissen, die Hose war...bis auf das sie triefnass war...noch intakt.
" Ich...muss heute morgen noch zu Doc Grey...minen bericht von gestern abtippen und meine Akte anlegen..." sie biss sich auf die Unterlippe...der Zauber schien verflogen.
Es musste so sein.
Für Ty war es wahrscheinlich der schönste Moment seiner Zeit hier gewesen. Die Umarmung prägte sich ihm in allen Details ein und er schwor sich, sie nie wieder zu vergessen. Es war für ihn wie ein wahrgewordener Traum.
Und dann kam das Erwachen.
Mit dem Ende des Nieselregens schien auch alles andere zu enden, als wäre der magische Moment einfach weggewaschen worden. Und nichts konnte daran etwas ändern.
Ty spürte die Veränderung sofort und obwohl er nicht genau wusste, was er denn eigentlich erwartet hatte, war er enttäuscht. Und jedes ihrer Worte machte es nur noch schwerer. Etwas in ihm fiel langsam eine große, steile Treppe hinab ins Dunkel, Stufe für Stufe für Stufe...
Der wohl entscheidenste Moment war der, als sie die Berührung löste. In dieser Sekunde war es, als hätte es nie stattgefunden. Ty wollte nicht loslassen, aber er hatte keine Wahl. Und irgendwo in seinem Hinterkopf breitete sich die Gewissheit aus, dass es wohl das Beste war. Für beide. Allein schon wegen Logan.
Seine Blicke sprachen eine ganz andere Sprache, er sah sie noch genau so an, wie vorher. Doch seine Stimme, flach und fast mechanisch, entgegnete entsprechende Worte auf ihre Ansprache hin.
"Ja, ich ... äähm ... müsste da heute auch noch hin denke ich."
Klar musst du da hin. Du hattest vorhin einen nicht gerade unwesentlichen Unfall, erinnerst du dich?
Ein Räuspern, ein Blick zur Seite in die Botanik, um ihr nicht offen den Schwachpunkt zu präsentieren.
"Und ich sollte mir dann auch mal meinen neuen Arbeitsplatz ansehen, schätze ich. Vielleicht lässt sich ja ein Auto finden, das läuft - falls du immer noch shoppen willst..."
Die absolute Unsicherheit hatte sich in dieser Sekunde bis zu seinen Stimmbändern emporgearbeitet. Ty zwang sie wieder in den Bauch zurück, bevor er weitersprach.
"Deine Rückverwandlung... ich denke mal, du willst dabei allein sein, oder?"
Er trat einen Schritt zurück und mit jedem folgenden, stockenden Wort einen weiteren.
"Dann ... werde ich jetzt mal ... duschen gehen... ich meine, ich ... äähm ... ich habs echt nötig..."
Duschen? Mal davon abgesehen, dass du schon komplett durchgeweicht bist, Holzkopf.
Ein ungeschicktes Lächeln, ein weiterer stolpernder Schritt rückwärts, ein schmerzerfüllter Blick in ihre Richtung.
"Ich schätze mal, wir sehen uns dann ... beim Frühstück ... oder ... an der Garage.... naja, wir ... sehen uns halt."
Er hatte es tatsächlich bis Tür geschafft und es war so ziemlich der schwerste Weg seines Lebens gewesen, kaum vergleichbar mit den Drills beim Militär und sogar noch schlimmer als 6 Stunden Training mit Scott Summers.
Er wollte nicht gehen. Alles an ihm, seine Körperhaltung, sein Blick, seine Stimmlage, alles schrie förmlich danach, zu bleiben, einfach nur bei ihr zu bleiben. Aber er würde sich umdrehen und durch die Tür verschwinden. Mechanisch. Taub. Wie ein braver Soldat eben.
VERSAUT!
brüllte es in ihrem Verstand.
Er wich gerade aus der Tür hinaus...sie blieb zurück.
Schwere Tropfen tippten hier und da noch von den Blättern der großen Farngewächse und Palmen...
Irgendwie roch die rote Orchidee nicht mehr...alles hatte seinen zauber verloren.
Aber es war besser so...klar, sowas sich einzureden ist immer toll. Alles hatte seinen Grund.
Scheiße, NEIN Versaut!!!
Die menschengroße Echse ließ sich wieder auf den Terracotta-Rand des schweren Topfes sinken und schnaufte zischend aus. Sie wusste genau, was jetzt kommen würde...wengistens für 24 Stunden.
Immer wenn sie Ty sehen würde, würde sich das Gespräch in stockendes Gestotter wandeln...peinliche Themenwechsel und belanglose Phrasen.
Am besten wäre es...sie ging ihm aus den Weg...erstmal.
Sie würde nachher ...alleine mit Dr.Grey in die Innenstadt fahren und ihm eine Badehose mitbringen...versuchen im krankenzimmer zu sein, wenn er nicht da war und...
Gott wie kindisch! Es war nichts passiert!
Verdammt, ja...es war nichts passiert!
Cait ließ die Schultern hängenund versuchte sich wieder in die menschliche Gestalt zu denken.
Natürlich funktionierte es nicht...
Der Kopf war vollgepumpt mit anderen Problemen...
Nach fünf Minuten gab sie verärgert zischend auf und begann ihren Weg durch das Instuitut, bis hoch zu ihrem Zimmer im Kopf zu planen...in der Hoffnung, niemand würde der nassen Riesenechse begegnen.
Morgen sieht bestimmt alles ganz anders aus.
Klar...
Bestimmt...