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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
20 vor 8 zeigte die Wanduhr in der Küche, als Ro sich endlich von Sariel lösen konnte. Ein letztes Mal fuhr sie ihm durchs Gesicht und versuchte irgendwoher dieses altbekannte Lächeln zu zaubern - aber heute sollte es misslingen.
Ein Einsatz war jedes Mal aufs neue ein Risiko - und dieses Mal schien alles im Vorfeld schief zu gehen. Wer also wollte versichern, dass alle diesen Einsatz überleben würden? Ororo, sie hatte es sich selbst versprochen - nur wusste sie noch nicht, ob sie sich überhaupt an ihr Versprechen würde halten können.
Das Schweigen zwischen ihr und Sariel war nicht unangenehm, aber seine Anwesenheit schien noch immer kleine Lavaströme in ihrem Blut zu schlagen. Genau die richtige Stimmung, um sich auf den Weg in eine Schlacht zu machen - oder?
10 vor 8 und auch der letzte Schluck Tee war ausgetrunken. War alles vorbereitet? Den Jet hatte sie oft genug überprüft, die Anzüge lagen bereit, die Comlinks für Team red ebenfalls...
"Zieh dich um, Sariel." Und damit hatte Ororo die an ihn abgegebene Führung wieder an sich gerissen - und wandelte sich vom sanften Schaf iin eine Löwin, die ihre Jungen beschützte. "Jetzt gibt es kein Zurück mehr."
Sariel war guter Dinge, was ihn selbst ein wenig überraschte. Er war nicht aufgeregt, er war nicht nervös, dass einzige was er war, war heiss und in welcher Art, dass dürfte Ororo sich bei dem verschlagenen Grinsen einfach denken.
Sie bekam einen aufmunternden Kuss auf die Strin, ehe er sie abermals bestärkend wie tröstend an seine Brust zog. Wenn nicht sie das Baby schaukelte? WER dann?
"Kommst du mit und machst mir den Anzug zu?" Sariel lachte leise, aber heiter, zwinkerte ihr zu und verließ den Briefingraum um in Richtung Umkleiden zu stapfen. Er konnte nur hoffen sie erinnerte sich daran, dass sie ihm versprochen hatte den Verantwortlichen ihn in die Hände seines Bruders und ihn zu geben.
Kurt betrat den Raum bis jetzt waren nur Ororo und Sariel da. Sollten nicht noch mehr kommen? dachte Kurt bei sich. "Guten Abend" begrüsste Kurt beide knapp. Er sprach weiter mit einem überheblichen Grinsen, "Schön hier zu sein."
Er ging Richtung Umkleide um seinen Anzug anzuziehen und sich auf den Auftrag vorzubereiten. Er öffnete die Mappe die Miss Monroe ihm zuvor gegeben hatte und ging noch einmal still die einzelnen Fluchtwege durch. Er schloss die Mappe, ging aus der Umkleide und stieg in den Jet um die Unterlagen an seinem angestammten Platz zu verfrachten.
Als er wieder in der Halle stand, nahm er mit der rechten Hand seinen Rosenkranz aus der Tasche und faltete die Hände den Rosenkranz zwischen den Fingern Verschanzend.
Punkt 8 Uhr betrat er - bereits im Anzug - den Briefingroom und nickte allen Anwesenden zu, ehe er sich an seinem Platz niederließ. Er hatte die Mappe mitgebracht, die er einen Tag zuvor erhalten hatte und nun wieder an ihren Platz legte. Langsam nahm er den bereitgelegten externen Comlink auf und legte ihn an.
Logan war genau um 19.59. Uhr anwesend, aber ebenfalls schon in dem überaus feschen Anzug, der seiner Meinung nach immer noch viel zu eng war und er das Gefühl hatte ihn würde man die Luft abschnüren.
Auf Sariel reagierte er so gut wie gar nicht, sah man von einem funkelnden Blick einmal ab. Er war nicht sonderlich gut auf die O'Reillys zu sprechen, allerdings war er soviel Teammitglied das für den Moment zu vergessen und sich einzig und allein auf die Aufgabe zu konzentieren.
Nightcrawler klappste er kurz auf die Schulter, er war froh das er da war.
Dann trat er in den Briefingraum und weil er genau noch 30. Sekunden Zeit hatte, murmelte er schnell zu Ororo. "Brooke ist verschwunden, ich wollte es dir schon den ganzen Tag sagen. Mika glaubt sie ist den Jungs nach." sie würden später darüber reden, ein Blick auf die Uhr verriet die Stunde X.
Na schön, er war der böse und arrogante Engländer - dagegen sagte er überhaupt nichts. Denn wahrscheinlich war er der böse und arrogante Engländer. Aber sooft wie er heute schon angegriffen worden war (sogar von Colum, dem Weichei), wunderte es ihn selbst, dass er allen Ernstes hier unten in den Subs stand. In der Küche hatte er Colum durchaus eingestanden, dass dieser Recht hatte, jetzt hingegen war er sich da schon nicht mehr so sicher. Das Gespräch mit Ro hatte nichts ergeben.
Er zog die letzten Verschlüsse seines Anzugs zu und neigte den Kopf ein wenig zur Seite, um sein Kinn zu mustern, das sich bereits leicht verfärbt hatte. Ja, Michel hatte einen guten Schlag drauf. Auch die Schmerzen in der Schulter waren noch nicht gänzlich verschwunden, aber diese ignorierte er einfach, denn nach heute Nacht würde die Bilanz seiner Blessuren wohl noch stattlicher sein. Er hieb den Spind zu, wobei sein Blick einen Augenblick den Namen darauf registrierte, ehe er sich zum Briefingraum aufmachte.
Auch er grüßte mit einem leichten Nicken, ehe er sich an einem freien Platz niederließ.
Es war 20 Minuten vor Acht, als die hochgewachsene Gestalt von Ty am Zugang zu den Subs nahe seines Zimmers stand. Er trug den dunkelblauen Einteiler mit dem roten X auf der linken Bust, dazu Remys Handschuhe und die Mappe mit den Plänen unter dem Arm. Er hatte Storm gestern wohl doch nicht so aufmerksam zugesehen, wie er gedacht hatte, denn erst nach fünf Minuten gelang es ihm, die Tür zum Lift zu öffnen.
Erleichtert atmete er auf, als er endlich drin war - nur um festzustellen, dass sich das Transportmittel ohne einen passenden Code keinen Millimeter bewegen würde. Und schon gar nicht in die unterirdische Anlage hinab, wo er erwartet wurde.
Frustriert schlug er mit der Faust auf die Wand neben der Schalttafel.
Vor lauter Frust spürte Tyler gar nicht, wie sich der Boden unter ihm in Bewegung setzte. Und nach einer kurzen Überlegung wären ihm zwei Dinge in den Sinn gekommen. Entweder hatte er durch seinen unkontrollierten Schlag die Steuerung in Gang gesetzt oder aber jemand half ihm. Nur wer würde wissen wo er war? Wer könnte ihn in der Situation bemerken?
Die Antwort würde er finden, er musste nur lang genug warten.
Swusch...
Langsam, ganz langsam öffneten sich die Fahrstuhltüren und das grelle Licht schnitt sich regelrecht einen Weg in den Fahrstuhl hinein. Einen Moment später erst, wenn die Augen sich daran gewöhnt hatten, würde Tyler die hellen, kahlen Subs erkennen.
Er war hier unten? Tatsächlich!
Was würde er tun? Einfach weitergehen? Vielleicht würde er das wirklich.
Was er noch nicht sehen konnte war Jean. Sie lehnte neben der Säule an der Wand, die Arme verschränkt und den Blick gesenkt, so dass ihr Haar ihr Gesicht gänzlich verdunkelte. Sie steckte bereits in ihrem X-Men Outfit. Schwarze, hohe Stiefel, die schwarze Hose aus dem Spezialleder mit der silbernen Gürtelschnalle, der dunkelgraue Rollkragenpullover welcher hoch über den Hals gezogen war und die Jacke mit den neongelben Einsätzen.
Ein Kontrollgriff an ihren Hals, bevor sie ihre Arme löste und sich von der Wand abdrückte. Über eine kurze Schmerzwelle hinweg brachte sie endlich ihre Stimme zu Tage und trat hinter Tyler in den Gang der in Richtung Briefingraum führte.
„Tyler, es wird Zeit. Wir sind die Letzten.“
Woher sie das wusste? Nun vielleicht waren durch die Erlebnisse der letzten Stunden ihre Sinne geschärft, wobei davon besonders ihre mutierten Sinne betroffen waren. Langsam trat sie neben ihn und noch immer verdeckte die scharfe Oberbeleuchtung ihre Augen mit einem Schatten, nur ihr Mund lächelte demnach etwas... etwas seltsam.
Die Strecke zum Briefingraum ging sie neben ihm her. Die Akte hatte sie unnötigerweise in der linken Hand. So oft, wie sie die letzten Stunden hineingesehen hatte, hatten sich sämtliche Details in ihren Kopf gebrannt. Wohl eine gute Ablenkung.
Endlich angekommen, ließ sie Tyler den Vortritt. Denn noch bevor er sie auch nur annähernd vorlassen konnte, hatte sie angehalten und so trat er zuerst in das Blickfeld der sich darin befindlichen Leute und musste auch eintreten.
Jean für ihren Teil fuhr sich noch mal korrigierend über den Rollkragen, bevor auch sie eintrat, ganz durch den Raum hindurch ging und sich am anderen Ende des Tisches hinsetzte, die Akte vor sich hinlegend.
Ty seinerseits hatte kein Wort gesagt, als er mit Jean den Korridor entlanglief. Zu viele andere Dinge gingen ihm im Kopf herum.
Er nahm denselben Platz ein, den er bereits gestern innahatte. Macht der Gewohnheit? Wohl eher die implizite Norm einer Gruppe befolgend. Je schneller sich eine gewohnte Struktur erstellen liess, desto einfacher würde man zusammenarbeiten können. Und so Kleinigkeiten wie eine Sitzordnung gehörten unbedingt dazu.
Er legte die Mappe vor sich auf den Tisch und sah erwartungsvoll in die Runde, musterte dabei nickend die Gesichter, die er noch nicht kannte. Mehr an Höflichkeit war im Moment nicht drin, dazu war die Situation zu ernst.
Was Liam unter Teamfähigkeit verstand würden die X-odus gleich am eigenen Leib erfahren. Sicher wusste er, dass der Einsatz heute (seine Knder waren genau 48 Stunden und 21 Minuten alt) stattfinden sollte. Sariel, dem Plappermaul sei Dank und auch wenn er anfänglich echte Bedenken gehabt hatte, seine Frau und die Kinder allein zu lassen, hatte nicht zuletzt Rohey einiges dazu beigetragen ihn umzustimmen.
Es war genau schon 20.05 Uhr als Liam erschöpft aber glücklich lächelnd (wie nur ein Vater nach der Geburt seiner Kinder lächeln konnte) regelrecht in den Briefingroom stolperte. Liam war blass und vermutlich müsste man ihm Streichhölzer zwischen die Augenlider schieben damit sie nicht einfach zufielen, aber er war da.
"Entschuldigt die Verspätung, kommt nicht nochmal vor." Auch er hatte sich schon in seinen Anzug geworfen und setzte sich rasch auf einen der Stühle um Scott mit einem Grinsen die Mappe aus der Hand zu klauen, damit Liam eben so schnell wie möglich einen Blick hinein werfen konnte.
Damit dass sie die Letzten waren, sollte Jean nicht unbedingt Recht behalten. Aber war es nicht schon immer das Recht der Franzosen gewesen ewig zu spät zu kommen? Michel machte auch jeden Fall von diesem Gesetz gebrauch - dafür war er ebenfalls bereits in Einsatzklamotten anwesend, als er endlich in den Raum trat.
Ein kurzes Blick durch den Raum, der seine hellen Augen unter den dunklen Schatten, die seine Wimpern zu schlagen schienen, kaum erahnen liess. Er blieb gleich an der Tür stehen, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Einzig Ororo und Logan erhielten eine kleine Entschuldigung per Comlink von ihm. Kassander war der nächste, der mit einem kurzen Blick gesegnet wurde - hoffentlich tat sein Kinn auch weh, seine Hand tat es nämlich auch. Aber nun waren sie ein Team und Michel teamgeprüft genug seine privaten Gefühle einfach aussen vor zu lassen.
Da lagen sie in einer kleinen Gruppe, zwei Comlinks. Einer für Tyler und einer...
Die Beiden lagen da wie ein Pärchen und niemand schien sich um sie zu kümmern. Erst ein leises Klopfen, dass zu einem sachten Vibrieren wurde, unterbrach den seligen Frieden der Beiden. Wie von Geisterhand bewegte sich einer ruckartig, flog wenige Millimeter über den Tisch und dann wurde er frei gelassen. Langsam kugelte er noch zweimal und blieb dann liegen... vor Tyler.
Nun surrte auch der andere, der sich kurz vor dem Stillstand des Ersten in Bewegung gesetzt hatte über den Tisch. Dabei blieb er lautlos, berührte den Tisch nicht und erst als er unmittelbar vor ihr war, tippte er kurz einmal den Tisch an und schwang sich in einer Parabel auf, nur um in ihrer unbehandschuhten Hand zu landen. Nur langsam wandte sie den Blick auf um das kleine Ding zu betrachten.
Ohne eine Regung drehte sie den Link in der Hand, bis er richtig lag, setzte ihn sich in das Ohr und aktivierte ihn. Na wenn das mal nur funktionieren würde.
Langsam lehnte sie sich zurück, schmiegte sich in die Lehne und ließ den Blick schweifen. Die Stille in diesem Comlink war beinahe gruselig. Die bekannten Züge von Michels Gesicht traten durch die Tür ein und wandten sich Kassander zu. So auch ihr Blick und sie erinnerte sich an das Gespräch. Gut, es sollte unter ihnen bleiben. Weiterhin fiel ihr das breite Grinsen auf. Dieser Mann war einfach im Moment nicht mehr als ein breites Grinsen und seine Gedanken waren unentwegt bei seinen Kindern und seiner Frau. Dafür musste sie sich nicht einmal konzentrieren. Er strahlte, wie es nur ein frisch gebackener Papa tun konnte.
Wer noch?
Tyler. Ihre Augen verengten sich kurz. Ein Schub? Das könnte nur ein volles Checkup klären. Wenigstens würde er nichts riskieren im Moment. Er konnte es einfach noch nicht kontrollieren. Es war schon gut das er mit Kurt... wo war Kurt? Für einen Moment schloss sie ihre Augen. Der eigentlich nur einen winzigen Moment länger als ein Blinzeln dauerte. Beim Jet... Kurt war bereits im Hangar.
Eine kleine Kopfdrehung und sie hatte Logan im Blick, doch sie wandte den Kopf einfach weiter. Ororo, stets beschäftigt, sehr direkt und sehr besorgt. Hm, hatte sie den Stil ihrer Haare verändert? Möglich, aber an ihr sah alles gut aus.
Ist das Sariel?
In ihr trieb eine Welle Adrenalin ihr Unwesen. Verdammte Sache. Diese Rechnung war noch offen und sie würde sie begleichen, selbst wenn sie dafür all ihre Kräfte gegen ihn einsetzen müsste. Das war unverzeihlich!
Lang, lang mied sie diese Ecke des Raumes und doch, sogar zu Scott blickt sie einmal. Es brannte. Nein, nicht ihr Hals. Es war etwas anderes und es lag ihr schwer im Magen. So sehr er sich auch auf den Einsatz konzentrieren wollte, dieses Bild der gepackten Tasche konnte sie nur zu deutlich sehen. Aller Vernunft entgegen blieb ihr Blick an ihm hängen. Gut, aber so leicht würde sie das nicht abschließen. Es gab da noch eine Frage auf die sie eine Antwort schuldig war und sie hatte die Stunden in ihrem Bett oder im Krankenflügel der Subs viel Zeit zum nachdenken gehabt.
Vertrau dir und deinem Urteil Jean.
Die dunkle Stimme des Professors hallte durch ihren Kopf und nahm von ihr alle Gedanken. Sie lehnte den Kopf zurück und starrte auf den Schriftzug der Mappe vor sich.
Sind sie hier Professor?
Doch der Gedanke verhallte ungehört. Vielleicht war er da gewesen. Vielleicht aber auch nicht. Der Klang von Erinnerungen und von Gedanken unterschied sich nicht sehr. Für den Moment würde sie es so handhaben. Selbst wenn Jean Grey für die Anderen wirklich nur Jean Grey war. Eine Frau mit starken telekinetischen Kräften und Telepathie, die sie jeden Tag zu erweitern versucht. Vertrauen... Vertrauen auf sich selbst. Der Griff um die Sesselarmlehnen festigte sich. Hatte sie es denn wirklich vergessen?
Mensch Jean, wo ist nur unsere Stärke in den letzten Tagen hin?
Und genau die wollte sie in diesen Minuten wiederfinden. Es war nicht mehr viel Zeit, doch bis sie am Labor waren, würde Jean sich gefasst haben. Keine Männer, keine Liebe nur noch das Team und Vertrauen. Genau, dass sollte es sein.
Erst die Hilflosen, dann wir selbst.
Kurz zuckte ihr Mundwinkel, war das der Ansatz eines Lächelns?
Ty hob den Blick, als das Gerät vor ihm zu liegen kam. Er nahm es an sich und setzte es sich auf, nachdem er sich vergewissert hatte, dass es eingeschaltet war.
Abermals sah er durch den Raum, in die Gesichter der anderen. Sein Blick blieb an Jean hängen, sie ihrerseits Scott ansah.
Beide in einem Team. Aber nicht in meinem.
Ty war irgendwie erleichtert, dass er nicht Scott durch die Kanäle lotsen musste. Dennoch fiel es ihm schwer, sich auf die vor ihm liegende Aufgabe zu konzentrieren.
Die Ereignisse von heut morgen wollten ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und obwohl er sich noch vorgestern nichts Schlimmeres hätte vorstellen können als den Verlust seiner Selbstkontrolle, schien ihm die Sache mit Caitlynn mehr im Magen zu liegen - im wahrsten Sinne des Wortes. Er verspürte ein dumpfes Unwohlsein, fast wie Bauchschmerzen und doch lag es nicht am Abendessen.
Wie schon so oft heute glitten seine Gedanken zurück zum Morgen, zu dem einzigartigen Augenblick, den er sich nie wieder zu vergessen geschworen hatte. Das leicht rauhe Gefühl von Schuppen auf seiner Haut, während er durchgeweicht und von tausenden winzigen Wassertröpfchen umgeben da stand, ihr Gesicht an seinem Hals, ihre Arme um seinen Leib geschlungen -
Ty räusperte sich und holte sich damit in die Wirklichkeit zurück, bevor seine Erinnerung ihn an den Punkt tragen konnte, an dem der künstliche Regen aufgehört hatte. Dennoch starrte er mit hängenden Schultern und dumpfen Blick auf die Mappe vor sich, die er in den letzten 24 Stunden so oft durchgelesen hatte.