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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 Institut-Area
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Dany Offline

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Beiträge: 253

14.06.2005 11:35
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
~from: Dany's Zimmer


Irgendwie hatte sie grosse Lust auf Tee, also füllte sie - kaum, dass sie die Küche betreten hatte - den Wasserkocher auf und suchte eine Kanne, in welche sie schon einmal ein paar Beutel Darjeeling legte, wartete auf das Rauschen und brühte den Tee dann auf. Zucker und Milch waren schnell gefunden, ebenfalls eine Tasse, wobei sie gleich ein paar auf die Arbeitsfläche der Küche stellte, wenn andere Kaffee oder Tee wollten. Und damit ersteres auch möglich war, legte sie eine Filtertüte in die Kaffeemaschine, gab zwei Löffel von dem Kaffeepulver rein, füllte Wasser auf und drückte den Knopf, damit die Maschine fröhlich vor sich hin gurgeln konnte.

Sie liess den Tee 10 Minuten lang ziehen und nahm dann die Beutel heraus, warf sie in den Mülleimer und füllte sich dann eine Tasse, gab einen guten Schuss Milch und drei Löffel Zucker dazu. Als sie dann auf einem Stuhl am Tisch zum sitzen kam, seufzte sie wohlig auf und schloss noch einmal ein bisschen die Augen, um das Gefühl noch etwas zu bewahren. Sie hatte letzte Nacht wie ein Stein geschlafen und war putzmunter, sie mochte den frühen Morgen unglaublich gern.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

15.06.2005 20:21
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Frisch geduscht kam Padraig in die Küche. Den Waldlauf brauchte er morgens allerdings überlegte er sich gerade, ob er sich nicht ein Mountainbike holen sollte? Es wurde ohnehin Zeit, dass er sich Gedanken über seine mögliche Survival-AG machte. Die ersten Einheiten würde er in der Umgebung des Instituts absolvieren können, aber die Survival-Woche musste weiter weg stattfinden. Nun ja, es gab da noch so einiges mit Logan und Ro zu besprechen. Und vor allem würde er sie auf den gestrigen Abend ansprechen müssen. Es war unverantwortlich, dass sie so unvorsichtig gewesen waren.
Sie hatten eine Verantwortung gegenüber den Kindern. Aber wenn er das Logan sagte, dann konnte er sicher sein, dass dieser ihn wieder anblaffen würde, dass ihnen das bekannt wäre und er sich da nicht in etwas einzumischen hätte.
Am Frühstückstisch sah er Dany sitzen, die sich gerade einen Tee gemacht hatte. Der Duft war verlockend, aber er würde sich heute morgen nicht mit einem einfachen Tee begnügen. Heute war Yogi-Tee-Tag. Und so packte er seine Packung mit dem losen Tee aus und begann mit der doch recht aufwendigen Zubereitung. Die gesamte Zeit über summte er dabei irgendeine merkwürdige Melodie vor sich hin. Dany hatte außer einem anfänglichen „Guten Morgen“ nichts weiter von ihm zu hören bekommen. Erst als der Duft der vielfältigen Gewürze durch die Küche zog und Padraig eine große Thermoskanne mit dem Tee und Milch füllte, schien er seine Umgebung wieder wahrzunehmen.
„Wie geht’s Dir so, Dany? Der Name war doch richtig, oder?“

Dany Offline

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Beiträge: 253

16.06.2005 13:38
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
"Ja, das ist richtig."

Dany nickte. Sie wirkte äusserlich noch etwas verschlafen, auch wenn sie eigentlich putzmunter war, aber ihre verstrubbelten Haare liessen diesen Eindruck eben entstehen, zumindest dann, wenn man nicht wusste, dass ihre Frisur eigentlich nie wirklich ordentlicher war.

Sie erinnerte sich noch an Padraig, also musste sie sich nicht noch einmal versichern, ob das denn wirklich sein Name war. Er war in die Küche gekommen, als sie und Carol gerade Eis gegessen hatten und dabei fragte sich Dany, was sich wohl wegen des Forschungslabors ergeben hatte. Sie würde Carol einfach danach fragen, wenn sie sie heute irgendwann sah.

"Macht es Ihnen etwas aus, wenn der Fernseher kurz läuft? Um halb sieben kommen immer die Nachrichten und ich seh mir sowas gerne an."

Ausserdem hatte sie noch nie schottische Nachrichten gehört und war neugierig, was es hier so für Neuigkeiten gab. Wenn sie hier schon zu Schule ging, dann wollte sie auch wissen, was hier in der Gegend los war und da Zeitung lesen etwas war, das ihr als Legasthenikerin etwas schwer fiel, war ihr diese Alternative schlichtweg lieber.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

16.06.2005 16:52
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Padraig schüttelte den Kopf. Was sollte er dagegen haben? Und dann fiel ihm die mail von letzter Nacht ein. Vielleicht wäre es besser, wenn sie die Nachrichten noch nicht sah. Andererseits würde man die Schüler nicht die ganze Zeit von den Nachrichten fern halten können. Und jetzt war er ja immerhin dabei, was bedeutete, dass sie es nicht alleine sehen würde. Andererseits war er selbst nicht so sicher, was genau gestern passiert war. Es schien als hätten einige der Erwachsenen des Instituts gestern ein Labor überfallen, in dem Experimente mit Mutanten gemacht wurden.
"Ich hab damit kein Problem. Mach ihn einfach an."

Dany Offline

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Beiträge: 253

16.06.2005 17:22
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Dany lächelte Padraig zu, allerdings sah es bei dem burschikosen Mädchen immer mehr nach einem spitzbübischen Grinsen aus und verstärkt wurde der Eindruck durch die kleinen Grübchen, die sich immer dann zeigten, wenn sie eben lächelte. Dann hob sie ihre Teetasse an und pustete vorsichtig über das dampfende Getränk darin. Ihren Tee trank sie immer mit Milch, aber das kühlte ihn auch nicht schneller ab, weshalb sie recht vorsichtig einen Schluck davon trank, um sich den Mund nicht zu verbrennen.

Der Fernseher ging an. Zumindest hörte man den Ton und man sah ein Bild, aber das Lämpchen, welches anzeigte, dass der Fernseher eingeschaltet war, war immer noch rot statt grün. Frühstücksfernsehen, das musste ja nun wirklich nicht sein. Dany fand Sendungen einfach nur furchtbar, in denen den Leuten hundert Mal vorgelogen wurde, wie toll ein Produkt doch war und die seichten Gespräche dieser Sendung hier waren ungefähr genau so gut. Das Programm wechselte ein paar Mal, kurz lief ein Musiksender, irgendein Video von einer finnischen Band wurde gezeigt, dann hatte sie die Nachrichten endlich gefunden und neigte den Kopf leicht schief, während sie zuhörte und zusah.

Die Frage, die wir uns alle stellen ist: Haben wir es mit einer ähnlichen terroristischen Mutantenvereinigung zu tun, wie sich die amerikanische Gesellschaft schon seit längerem mit ihr herumschlagen muss? Oder ist es gar möglich, dass es sich um die gleiche Gruppe handelt?

Sie verschluckte sich heftigst an ihrem Tee, als sie die Bilder sah, die Scott zeigten, wie er gerade in die Kamera winkte. Jedenfalls nahm sie an, dass er das war, denn sowas wie er auf den Augen trug, hatte sie noch nie bei jemandem anderes gesehen. Ihr erster Impuls war zu lachen und das machte sie auch kurz, aber als die Worte, die sie gerade eben gehört hatte langsam in ihren Verstand krochen, gab sie das Lachen schnell wieder auf und räusperte sich stattdessen einige Male, um das unangenehme Gefühl los zu werden, das blieb, wenn man sich verschluckt hatte.

"Ehm...."

Weiter kam sie nicht.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

16.06.2005 20:49
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Padraig hatte ihre Reaktion genau beobachtet. Ihm war klar, dass es da viel zu erklären geben würde. Und das sogar bevor der Unterricht begonnen hatte. Und wenn Ro und Logan nicht eine gute Erklärung parat hatten, dann konnte das hier noch sehr negative Auswirkungen für das Institut haben. Wenn die Schüler anfingen zu denken, dass sie hier wirklich für terroristische Zwecke ausgebildet werden sollten, dann würden wahrscheinliche etliche von ihnen wieder abreisen. Und nebenbei möglicherweise auch noch die Regierung auf sie hetzen.

Eigentlich war es unverantwortlich von den anderen gewesen so etwas zu riskieren. Es war nötig gewesen, das war ihm mehr als bewußt. Aber was hatten sie wirklich damit erreicht? Die Verantwortlichen würden ihnen gewiß nicht in die Hände gefallen sein. Und ihm kam es so vor als wäre das Ganze eher blinder Aktionismus. Sie konnten sich beglückwünschen, denn immerhin hatten sie ein Labor auffliegen lassen, dass sowieso gerade aufgegeben wurde.
Kriege wurden nicht durch solche Taten gewonnen sondern in dem man mit Propaganda und Infiltration arbeitete. Killian versuchte derzeit gerade PEM zu infiltrieren und Fiona hatte im Propaganda-Bereich gearbeitet. Er selbst versuchte beide Bereiche zu verbinden, auch wenn er in keinem der Bereiche an die anderen heranreichte.

"Das kommt etwas überraschend, würdest Du nicht auch sagen?"
Vielleicht konnte er Dany ja beruhigen und einige Sachen klarstellen. Das Problem war nur, dass er selbst nicht genug wußte.

Dany Offline

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Beiträge: 253

16.06.2005 21:15
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
"Na ja, er hätte sich wenigstens nochmal durch die Haare fahren können. Das sah ja fast aus wie bei mir."

Sie war gelinde gesagt überrascht, was allerdings nichts daran änderte, dass sie nun einmal vorlaut war. So ganz war es aber noch nicht zu ihr durchgedrungen. War das gerade ein schlechter Scherz? Oder hatte sie sich so fürchterlich vertan und hatte versehentlich ein Privatvideo von Scott geschnappt statt dem Fernsehsender? Quatsch, dachte sie sich. Videos konnte sie sich dann doch nicht ansehen, die sonderten schliesslich keine Wellen ab.

"Das war doch Scott, oder? Was macht der denn im Fernshen? Und wieso kommt er in einem Beitrag, in dem sie von Mutantenterroristen reden?"

Eine fiese, kleine und gemeine Stimme in ihrem Hinterkopf erinnerte sie an die vielen Zeitungsartikel, in denen stand, dass Mutanten gefährlich waren und dass man ihnen nicht vertrauen konnte. Aber sie war doch selbst ein Mutant, konnte man ihr denn auch nicht vertrauen? Und war sie durch ihre Gabe in irgendwas abgerutscht, das sie doch gar nicht mit sich vereinbaren konnte? Die Frage, die wir uns alle stellen.... Mutmassungen. Die Presse bauschte ja doch alles auf, das wusste sogar sie, aber erfreut war sie trotzdem nicht über diesen Bericht. Auf einmal sah sie ihren Neuanfang bedroht.

Das Labor.

Sie wusste gar nicht, warum sie auf einmal daran denken musste. Carol hatte sie eingeweiht und ihr von dem Labor erzählt, auch davon, was darin vorging und was sie dort zu erreichen versucht hatte. Und Miss Stone hatte gesagt, dass sich jemand um die Mutanten kümmern würde.

"Das Genethics-Gelände. Das ist das Labor, in dem Miss Stone gearbeitet hat, oder?"

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

16.06.2005 21:51
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Padraig nickte. Ja, es war wirklich Scott gewesen den sie da gesehen hatte. Und ja, es war Carols alte Arbeitsstelle gewesen. „Du hast recht. Das war Scott und ja, es war eben jenes Labor. Insofern stimmt es fast, was in dem Bericht gesagt wurde. Aber zum Glück stimmt es überhaupt nicht. Ich bezweifele, dass Scott und die anderen einer terroristischen Mutantengruppe angehören. Allerdings weiß ich selbst nicht, was sie dort gestern getan haben. Nur soviel weiß ich, in dem Labor wurden Experimente mit Mutanten gemacht. Und ich bezweifele, dass die Mutanten dort drin freiwillig waren.“
Er erinnerte sich daran, dass Dany dabei gewesen war, als er mit Carol über das Labor und die Gelder gesprochen hatte. Wahrscheinlich würde sie daher die richtigen Schlüsse ziehen, doch was war mit den anderen Schülern.

Dany Offline

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Beiträge: 253

16.06.2005 22:20
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
"Mh, ja stimmt. Miss Stone hat mir erzählt, was in dem Labor passiert und als ich fragte, ob denn niemand etwas dagegen tun will, hat sie gesagt, dass sich jemand darum kümmern wird. Aber warum grade jemand hier aus dem Institut? Ich finde nicht, dass sich Lehrer und Privatpersonen um so etwas kümmern sollten, das ist doch gefährlich."

Allerdings hatte Carol gesagt, dass man die Polizei darüber nicht in Kenntnis setzen konnte, genau so, wie man es bei dem Anschlag auf sie nicht konnte. Die Öffentlichkeit hatte kein Verständnis für Mutanten, das hatte sie inzwischen verstanden und sie empfand Bitterkeit ob dieser Tatsache. Und sie glaubte schlichtweg nicht, dass Scott ein Terrorist war. Sie kannte ihn zwar nicht, aber er schien zumindest hier dazu zu gehören und so sehr konnte sie sich doch gar nicht täuschen. Aber vielleicht ist das ja auch wie mit den Bonbons, die Verbrecher kleinen Kindern anbieten. Die Zweifel liessen sich nicht abwenden.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

16.06.2005 22:34
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Padraig schüttelte den Kopf. Er wußte immerhin, dass Logan, Ororo, Scott und auch Jean früher zu den X-Men gehört hatten. Vielleicht tatensie es auch heute noch. Doch bezweifelte er, dass sie sich von deren Zielen so sehr distanziert hatten. Was er mitbekommen hatte, ließ darauf schließen, dass sich die X-Men gegen Diskriminierung und Unterdrückung von Mutanten zur Wehr setzten.
"Manchmal müssen gerade Privatpersonen aktiv werden, Dany. Oder was meinst Du, wie der Fall der Mauer zustande kam? Die Menschen, Lehrer, Schüler, Arbeiter, Geistliche, was auch immer hat sich erhoben und sein Recht gefordert. Scott und die anderen wollen aber sicher keine Regierung stürzen, sondern nur ihre Rechte gewahrt sehen. Wenn es mehr Mutanten geben würde, und auch die Mehrheit der Menschen nicht so voller Angst wäre, dann wären Demonstrationen der richtige Weg. Wobei ich nicht sagen will, dass dies der richtige Weg war. Sie hätten unauffälliger vorgehen müssen. Aber ihr Ziel ist es, dass Du die selben Rechte wie jederNicht-Mutant hast."
Er würde sich zurückhalten müssen. Offiziell war er hier Lehrer und niemand wußte von seiner Vergangenheit und seiner Ausbildung. Irgendwann würden es einige von ihnen wissen, aber bis dahin war das ein Trumpf, den zu früh auszuspielen, einfach dämlich wäre.

Dany Offline

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Beiträge: 253

16.06.2005 23:23
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Ehm. Mauer? Welche Mauer? Dany dachte angestrengt nach, aber es wollte ihr einfach nicht einfallen. Sie war noch nie eine Musterschülerin gewesen und konnte oft dem Stoff nicht folgen, was mussten die das alles auch in Bücher schreiben, sie könnte sich das alles viel einfacher merken, wenn es den Unterrichtsstoff auf Tonband oder CD gäbe und die Buchstaben konnten auch nicht vor ihren Augen tanzen, wenn sie sie nicht lesen musste.

Padraig hatte einen guten Nerv getroffen. Dadurch, dass sie in der Schule immer gehänselt wurde, weil sie eben etwas anders war als die anderen Mädchen, hasste sie Vorurteile und noch mehr, wegen etwas schlecht behandelt zu werden, für das man überhaupt nichts konnte. Sie nickte schliesslich und beschloss, dass sie ihren Zweifeln keine Chance geben würde. Das hatte sie von Anfang an nicht wirklich gewollt.

"Und was kann ich tun?"

Die Frage aus dem Mund eines Kindes zu hören würde sicher den meisten ein mildes Lächeln entlocken, vielleicht ja auch Padraig. Aber sie meinte es ernst. Und wenn es nur war, in der Fussgängerzone Flugblätter zu verteilen, sie war entschlossen, dass sie ihren Beitrag leisten wollte. Wozu das junge Leben ausschliesslich für die Schule nutzen, wenn man gleichzeitig lernen konnte, wie man am besten für Ideale und Rechte einstand?

Padraig Offline

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17.06.2005 12:07
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Das war eine berechtigte Frage. Was konnten die einzelnen Schüler tun?
„Am Besten helfen kannst Du, wenn Du lernst mit Deinen Gaben umzugehen. Wenn wir zeigen können, dass Macht nicht gleich mit Korruption einhergeht, sondern dass ihr gelernt habt, verantwortungsvoll mit Euren Gaben umzugehen. Und selbst dann wird es noch eine ganze Weile dauern bis das Ziel erreicht ist. In den USA aber auch hier in Europa gibt es einige Experten, die versuchen das Meinungsbild der Bevölkerung in die richtige Richtung zu verändern. Allerdings ist es dazu auch wichtig, die Medien zu gewinnen, damit diese mit ihrer reißerischen Art nicht alles torpedieren.“
Sie würden den normalen Mensachen ihre Grundangst nehmen müssen. Doch genau solche Berichte führten zum genauen Gegenteil. Der betroffene Wachmann war ein ideales Fressen für die Medien. Und dann noch diese dämliche Bravado-Geste von Scott. Musste er auch in die Kamera winken? Das zeugte von einer Ignoranz die ohnegleichen war. Nun, er war gespannt, wie diese Nachrichten den angehenden Schülern hier erklärt werden sollten. Und natürlich auch den anderen Lehrern. Wobei er irgendwie fast vermutete, dass er wohl der einzige war, dem von dieser Aktion nichts erzählt worden war. Und warum sollten sie auch? Sie wussten nichts über ihn, außer den allgemeinen Angaben seines Lebenslaufs.

Dany Offline

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Beiträge: 253

17.06.2005 15:13
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Besser mit ihrer Gabe umzugehen lernen hiess für sie, dass sie als erstes mehr darüber lernen musste, was sie durch ihre Mutation beeinflussen konnte. Und das wiederum hiess, dass sie Nachschlagewerke wälzen musste und das war etwas, was sie gar nicht gerne tat. Aber seit dem Gespräch mit Carol hatte sie etwas Mut gefasst und war entschlossen, ihre Legasthenie in den Griff zu bekommen. Eigentlich konnte sie ja gleich zwei Dinge miteinander verbinden.

"Das klingt irgendwie nach dem Prinzip, auf dem auch Zivilcourage basiert. Aber ich weiss nicht, sich einfach nur für jemanden einzusetzen, der zum Beispiel auf der Strasse bedroht wird ist schon was anderes, als einfach in ein Labor einzubrechen, schliesslich ist sowas verboten. Ich weiss ja, dass es sicher nicht anders ging, wer Jugendliche entführt und für Experimente missbraucht, der verdients ja nicht anders, aber wenn man selbst anfängt illegale Sachen zu machen, dann ist man doch auch nicht besser."

Viel kannte sie noch nicht vom Leben und sie wusste nicht, dass man manchmal einfach schlimmere Regeln brechen musste als die, aus dem Fenster zu klettern, wenn man eigentlich Hausarrest hatte. Aber kaum, dass sie ihre Worte beendet hatte, erinnerte sie sich an den Anblick, den Miss Stone oben im Krankenzimmer geboten hatte und an die Wut, die sie empfunden hatte, als sie hatte zusehen müssen, wie geschwächt Carol war. Wenn sie gekonnt und einen dieser Mistkerle in die Finger gekriegt hätte....! Sie seufzte.

"War wohl nichts mit eitel Sonnenschein. Aber wenigstens scheint hier jemand für eine gute Sache einzustehen."

Mutanten waren keine Monster, egal, wie oft man ihr das gesagt hatte. Und wenn es die Möglichkeit gab, zwischen normalen Menschen und Mutanten zu vermitteln, dann musste die eben auch ergriffen werden, selbst wenn sie nicht so schön war.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

17.06.2005 21:26
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Padraig konnte über Danys Verständnis nur staunen. Natürlich hatte sie recht. Eigentlich war es nicht richtig sich mit illegalen Mitteln für eine gute Sache einzusetzen, allerdings bezweifelte er., dass das, was in dem Labor vorging, ganz legal war.
„Nun, manchmal muss man gewisse Regeln brechen um etwas illegales aufzudecken. Die Frage ist dabei nur, wie weit ist man bereit zu gehen. Aber vorerst denke ich, dass wir hier einfach weitermachen. Du musst ohnehin in den nächsten Tagen eher an den Unterricht denken. Die sorgenfreie Ferienzeit ist nämlich demnächst vorbei. Und ich garantiere Dir jetzt schon, dass ich nicht unbedingt ein einfacher Lehrer bin. Ich verlange nämlich Leistung und Mitarbeit.“
Er lächelte Dany freundlich an. Er war wirklich gespannt, auf welchem Stand die einzelnen Schüler waren. Irgendwo hatte er mitbekommen, das einige von ihnen schon seit längerem keine Schule mehr besucht hatten. Und selbst wenn sie vom Alter her in die höhere Klasse gehören müssten, so würde ihr Wissensstand doch wohl eher eine niedrigere Einstufung erforderlich machen.
Auch darüber würde er mit Ro und Logan reden müssen. Würden sie die Einteilung nach Jahrgangsstufen oder Leistungsstufen machen? Und wenn es nach Leistungsstufen ging, wie wollten sie diese abfragen?
Es gab viel zu klären und er hoffte darauf, dass es bald zu einer Lehrerkonferenz kommen würde.
„Ich glaube, dass Dich Gesellschaftslehre freuen wird. Dort wird es auch um die Verantwortung des Individuums gegenüber der Masse gehen.“

Dany Offline

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Beiträge: 253

19.06.2005 10:33
[06.08.2005] Küche [ab 06.30 Uhr] Antworten
Das waren Dinge, die man früh morgens unbedingt hören musste. Dany trank einen Schluck Tee und blickte den Tisch vor sich über den Tassenrand hinweg konzentriert an. Padraig war also ein Lehrer? Und dann auch noch kein einfacher, wie er selbst sagte. Na wunderbar. Ob sie ihm am besten gleich sagte, dass sie auch keine einfache Schülerin war, weil sie dieses Jahr vermutlich kaum versetzt worden wäre, nachdem sie es letztes Jahr mit Ach und Krach geschafft hatte und sie nicht einmal richtig lesen und schreiben konnte?

"Ehm.... wann geht denn der Unterricht eigentlich los? Kann sein, dass ich blind bin, aber irgendwie hab ich nirgendwo was darüber gesehen und na ja, sogar Schüler wollen sich vorbereiten."

Was für Fächer hier wohl unterrichtet wurden? Gesellschaftslehre war das Erste, von dem sie es wusste. Es stimmte schon, so etwas interessierte sie, am liebsten mochte sie aber immer noch Sport und Kunst. Sie war sogar eine ganz passable Zeichnerin, auch wenn sie dazu neigte, manchmal etwas abstrakt zu werden.

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