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Dieses Thema hat 39 Antworten
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 Sonstiges
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Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

10.10.2005 12:15
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Padraig war immer noch ein wenig verärgert, weil sich die Schüler nicht an die ihnen gestellte Aufgabe gehalten hatten. Er musste ihnen zwar zugute halten, dass sie vor ihm wieder im Lager angekommen waren, aber nur weil sie gemogelt hatten. Allerdings würde ihn seine Verärgerung nicht davon abhalten, das Programm wie geplant durchzuziehen. Auch an diesem Abend hatte er eine Schnitzeljagd organisiert. Wobei er dieses Mal daran gedacht hatte, etwaigen Mogeleien zuvorzukommen. Sie sollten seinen Spuren folgen und immer wieder würden sie Aufgaben zu lösen haben. Noch einmal so viel Spielraum zu lassen würde ihm nicht mehr passieren.
Und obwohl er verärgert war, war er auch stolz auf seine Schüler. Immerhin hatten sie es geschafft im Dunkeln ohne Kompass den Weg zurück zum Lager zu finden. Und das verdiente Respekt.
Am Morgen hatte er dann die Schüler gesehen, wie sie aus ihren selbstgewählten Schlafgelegenheiten gekrabbelt waren.

Der Rest des Tages war einigermaßen nach Plan verlaufen. Und daher war er gespannt auf die finale Übung des Wochenendes. Die verschärfte Schnitzeljagd.

Gegen 19 Uhr hatte er den Wagen an den Zielort gefahren, von dem aus sie dann auch wieder zum Institut fahren würden. Und dann hatte er selbst fast eine Stunde gebraucht um zum Lager zurück zu kommen. Es hatte so lange gedauert die Spuren soweit zu verwischen, dass die Schüler den Autospuren nicht mehr folgen konnten.

„Ok, wir kommen jetzt zur letzten Aufgabe dieses Wochenendes. Wie ihr schon bemerkt habt, steht der Wagen nicht mehr in der Nähe. Ich habe ihn zu unserem Zielort gefahren. Eure Aufgabe ist es, ähnlich wie gestern, mir zu folgen. Allerdings habe ich unterwegs einige Aufgaben vorbereitet, die ihr lösen müsst. Ein Abkürzen der Strecke ist nicht möglich, besonders da ihr nicht wisst, in welche Richtung ihr zu Laufen habt. Gibt es noch Fragen? Ansonsten würde ich jetzt losgehen und ihr folgt mir in 30 Minuten.“

Chui Offline

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Beiträge: 936

10.10.2005 15:05
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Ein Gepäck-Suchmarsch also. Wie eine Expedition in den Urwald - und sie sind alle (auch) Träger. Chui lächelt in sich hinein, als sie wie die anderen bei Padraig steht und schüttelt sacht den Kopf. Nein, sie hat keine Fragen. Diesmal wird es keine Abkürzung geben, das Auto müssen sie schon anders finden. Nichtmal Chui könnte einer Geruchsspur auf der Straße folgen, denn da fahren mehrere Autos und deren Spuren überlagern sich. Sie werden wirklich Padraigs Fährte im Wald finden müssen.

Die letzte Stunde schon hat Chui ihre Sachen gepackt und zusammen mit den anderen alles aufgeräumt und eingesteckt, was nicht hierhergehört. Die Höhlen lassen sie so wie sie sind... vielleicht kann ja mal jemand noch was mit ihnen anfangen. Wenn mal Kinder herkommen, ist das sogar ziemlich sicher. Sie schaut zu den anderen, ob davon noch wer eine Frage hat.

Marinja Offline

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Beiträge: 383

10.10.2005 15:52
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Schon wieder eine Schnitzeljagd im Dunkeln. Marinja überprüfte die Batterie ihrer Taschenlampe und hätte am liebsten Nico gefragt, ob er sie wieder aufladen könnte, aber auch jetzt waren bestimmt keine Fähikgeiten erlaubt, also musste sie darauf hoffen, das der Saft noch reicht. Ob noch Fragen sind? Sie schaute die anderen an, dann zu Padraig.

"Wieviel Zeit haben wir diesmal? Was passiert, wenn wir nicht alle Aufgaben finden bzw. lösen können und was geschieht, wenn wir uns verlaufen oder dermaßen verspäten, dass wir erst weit nach Mitternacht den Wagen finden? Morgen ist wieder Unterricht ... fallen für uns dann die ersten Stunden aus?"

Mehr Fragen hatte sie nicht. Sie wollte den Anderen auch noch die Gelegenheit geben die ein oder andere Frage abzugeben.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

10.10.2005 16:01
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Pad blickte Marinja an. War diese Frage ernsthaft gemeint? Hatte sie vergessen, dass sie morgen früh in den ersten beiden Stunden bei ihm Unterricht hatten. Also zumindest die älteren Schüler.
"Natürlich fallen für Euch in einem solchen Fall die ersten beiden Stunden aus. Und andererseits habt ihr auch Chui dabei, so dass ich mir da an Eurer Stelle gar keine Sorgen machen würde. Wenn ihr zu lange braucht, dann darf sie Euch helfen."

Natürlich sollten sie auch jetzt ihre Mutationen nicht einsetzen. Sie waren einfach noch nicht erfahren genug um ihre Kräfte so zielgerichtet und gebündelt zu nutzen, wie das hier nötig war.

"Und wenn ihr nicht alle Aufgaben löst... dann ... hmm, ok, ist ein gutes Argument. Ich glaube, ich lasse die separaten Aufgaben weg. Alles was ihr jetzt noch machen müsst, ist, mich zu finden. Und dann habt ihr auch das Auto gefunden."

Nicolas Sullivan Offline

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Beiträge: 326

10.10.2005 19:56
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Nico schmunzelte schon wiedermal gen Pad als dieser wohl nach ner Weile endlich wieder los zog.

"Nadann müssen wir jetzt wohl oder übel die Aufgaben lösen und mal sehne ob wir alle Finden und wie immer in der Gruppe bleiben na dann warten wir wieder ne Weile und lassen Pad den Vorsprung "

Mika Offline

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Beiträge: 810

11.10.2005 11:05
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Mika war froh darüber gewesen, gemütlich druassen schlafen zu können. Und dass sie es alle zudem geschafft hatten, vor Padraig beim LÖager anzukommen, war schon ne Leistung, wenn auch mit nem bisschen mogeln.

Sie hatte an diesem Abend keine weiteren Fragen an Padraig, und so wartete sie zusammen mit den anderen, bis die halbe Stunde herum war. an ihren verfilzten Haarsträhnen herumspielend, sah sie pad nach. Sie hatten sich gestern gut geschlagen, also warum sollten sie es heute nicht auch wieder schaffen? Und immerhin stand nicht viel auf dem Spiel.

"Lasset die spiele beginnen...." Murmelte sie grinsend und blickte in die Richtung, in der Padraig verschwunden war. "Wollen wir?"

Chui Offline

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Beiträge: 936

11.10.2005 20:58
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Gut... nach Marinjas Einwand klingt das, was übrigbleibt, ja ziemlich einfach... aber sie haben ja schon am Tag diverse Aufgaben gelöst, die sich in ihrer Wildnisüberlebensfähigkeit niederschlagen dürften, wenn sie denn im Langzeitgedächtnis hängenbleiben. Sie lächelt leicht verlegen, als sie wieder erwähnt wird, sozusagen der deus ex machina der Gruppe, falls alles schiefläuft.

Als Padraig eine halbe Stunde weg ist, nimmt sie ihren Rucksack und Schlafsack auf und schaut die anderen an. "Gehen wir." sagt sie halblaut, mit kurzem Lächeln. Ihr hat das Wochenende jedenfalls gefallen, Marinja war auch eine freundliche Zimmer.. äh, Höhlenpartnerin und die neue Lehrerin hat sie erfolgreich meiden können. Was will sie mehr?

Wieder einmal ist der Weg bis zum Waldrand nicht allzu schwer, dann geht die Spurensuche los...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

11.10.2005 21:55
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Auch dieses Mal legte Pad zu Beginn eine deutliche Spur. Zumindest den Anfang sollten sie ihm folgen können, doch schon nach wenigen hundert Metern begann er wieder auf seine Spuren zu achten. Natürlich hinterließ er immer wieder Abdrücke oder abgebrochene Zweige, doch waren diese nicht so offensichtlich. Und aus diesem Grund schaffte er, anders als in der Nacht zuvor nicht so eine große Distanz in den 30 Minuten wie zuvor.

Er hatte mittlerweile über die Hälfte der Strecke zurückgelegt und die Schüler sollten ihm nun schon seit gut einer halben Stunde folgen. Die Chance, dass die Schüler ihn bei seinem jetzigen Tempo und den Tricks die er genutzt hatte, noch einholten , war mehr als gering. Chui alleine hätte es wohl geschafft. Zumindest bis zum Bach, danach wäre es auch für sie schwieriger geworden. Er hatte jetzt also genügend Zeit um sich gemütlich weiterzubewegen. Außerdem hinterließ er jetzt wieder eine deutliche Spur. Der schwierigste Teil war der Mittlere. Immer wieder musste er an seine eigenen Erfahrungen mit solchen Übungsexkursionen denken. Wie viel Spaß und Ehrgeiz sie früher gehabt hatten. Immerhin waren sie schon vor Ausbruch ihrer Mutationen auf diese Art durch den Wald gehetzt worden. Und irgendwann hatten sie es auch geschafft zu gewinnen. Und wenn sie sich dieses Mal gut anstellten, dann würde er ihnen bei einem späteren Durchlauf einige weitere Aufgaben, aber auch Zugeständnisse machen. Sie waren Mutanten und das bedeutete, dass sie auch lernen mussten mit ihren Kräften zu überleben und diese sinnvoll zu nutzen.

Derart in Gedanken vertieft hörte er das Knacken des Zweiges nicht, der die Gefahr ankündigte. Erst das Knallen des Gewehrschusses und der heftige Schmerz in seinem Bein holten ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Wucht warf ihn zu Boden und der Schmerz war so stark, dass er gegen die Schwärze der Ohnmacht ankämpfen musste. Was hatte das zu bedeuten? Er rollte sich, so gut das ging, hinter einen Baum. Allerdings wusste er nicht, aus welcher Richtung der Schuss gekommen war. Wer schoss auf ihn und aus welchem Grund?

Leise Stimmen waren aus der Richtung zu hören, die er für die Schussrichtung hielt. Offensichtlich handelte es sich um Frauenstimmen. „Verdammt, wo ist er hin? Ich bin sicher, dass ich ihn erwischt habe.“ „Lass uns lieber abhauen, Shannon. Es ist Wahnsinn hier im Wald einfach so Leute über den Haufen zu schießen.“ „Nein, Lya, ich werde nicht abhauen, bis ich diesen Drecksack nicht tot sehe. Du weißt, was für Typen nachts hier in der Gegend herumlaufen, oder? Ich muss Dich doch nicht an die Nacht im Juni erinnern, oder?“

Mehr wurde nicht gesprochen, aber das wenige erhellte den Sachverhalt für Pad in überhaupt nicht. Warum hatten sie auf ihn geschossen? Er war im Juni doch gar nicht hier gewesen. Und was für Typen liefen nachts alleine hier im Wald umher? Er überlegte, ob er sich verstecken sollte, doch dann dachte er an die Schüler. Was, wenn sie diesen beiden Wahnsinnigen in die Arme liefen? Wer konnte sagen, ob sie nicht auch sofort beschossen würden? Mit letzter Kraft zog er sich an dem Baum hoch. Jetzt galt es nicht sofort von der Frau mit dem Gewehr gesehen zu werden. Allerdings war ihm das Glück nicht treu. „Da ist er ja.“ Und im selben Moment spürte er auch schon, wie ihn die Kugel in der Schulter traf. Dieses Mal konnte er nicht mehr gegen die Ohnmacht ankämpfen und so stürzte er zu Boden.

„Der ist erledigt, Lya. Und jetzt gehen wir nach den anderen schauen, ok? Dieses Pack muss vernichtet werden. Sie sollen bezahlen für das, was sie Jack und Iris angetan haben.“ Und die beiden Frauen schienen mit dem Dunkel des Waldes zu verschmelzen, auf der Suche nach weiteren Opfern.

Chui Offline

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Beiträge: 936

11.10.2005 22:09
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Als der Knall durch den Wald hallt, zuckt Chui unwillkürlich zusammen. Normalerweise würde sie das nicht so erschrecken... aber gerade hat sie konzentriert auf die Spuren geachtet und auch auf die Geräusche des Waldes in ihrer Nähe, das Blätterrauschen, eventuelles Zweigeknacken (das nicht von der Schülergruppe stammt) und Wasserplätschern, oder Ähnliches... und dann plötzlich das, was ihr empfindliches Gehör für einen Augenblick betäubt. Sie hat ein wenig schmerzhaft das Gesicht verzogen, richtet sich dann wieder auf.

"Das war ein Schuß." sagt sie, irritiert... sie weiß nicht, was sie daraus machen soll, wer und warum hier herumballert, mitten in der Nacht. Dass es ein Schuß war, dessen ist sie sich sicher... sie hat schon einige gehört, von Jägern, und das war einer. Langsam kriecht eine kalte Hand ihren Rücken hinauf, als sie erkennt, dass der Schuß ungefähr aus der Richtung kam, in die sie sich seit ihrem Aufbruch bewegen. Eigentlich könnte Padraig ganz in der Nähe der Quelle dieses Knalls gewesen sein. Das muß ein Zufall sein! Dennoch... sie muß es den anderen sagen, schließlich werden sie sich auf den Ort dieses Schusses zubewegen, zumindest ungefähr. "Das... kommt aus der Richtung, in die wir müssen..." sagt sie mit Unbehagen in der Stimme.

Nicolas Sullivan Offline

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Beiträge: 326

11.10.2005 22:39
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Nico sah vom Boden auf als er den Schuss hörte und als dann noch Chui es sagte das es ein Schuss gewesen war dachte er zuerst an Jäger die wohl hier im Wald unterwegs sein könnten, aber dann merkte er das es eigentlich genau aus der Richtung kam oder besser gesagt als es Chui sagte dachte er das es wohl eher ein Zufall sein könnte das wir dort auch hin müssen.

"vielleicht sollten wir mal lieber auf die Aufgaben sch... ähm naja links liegen lassen und nach sehen ähm in sicherer Entfernung natürlich ob es nicht doch eventuell ne Aufgabe von Pad ist ... aber hat den Pad ne Schusswaffe....."

Zum ersten mal sah sich nun Nico nach der Leherin um ob wie weis wie es weiter gehen sollte denn die ist irgendwie fast schon zu stil für ihn wenn sie ne lehrerin sein sollte .. naja er hat sie ja nicht so weit er weist obwohl morgen ist ja eh sein erster "Schultag" dann aber sah er wieder zu Marinja und dann wieder zu Chui und blickte sie fragend an

"Was sollen wir jetzt machen"

Marinja Offline

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Beiträge: 383

12.10.2005 09:57
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Marinja folgte den Anderen, versuchte ebenfalls die Spuren zu lesen, die Pad hinterlassen hat. Plötzlich ein fremdes Geräusch, eins, das hier eigentlich nicht zu suchen hat. Es klang eindeutig wie ein Schuss, auch Chui bestätigte ihre Vermutung. In Kanada liefen viele mit Gewehre und Schusswaffen rum, allein schon wegen der Bären. "Ob das Wilderer sind?", fragte sie. Sie hätte nicht gleich sagen können, aus welcher Richtung der Schuss kam, dafür aber, dass er nicht allzuweit entfernt war.

"Sollen wir nachsehen?" Sie dachte noch, dass Pad ja eigentlich auf sich selbst aufpassen konnte, ihre Sorge galt eher einem angeschossenem Tier, das jetzt leiden muss, weil diese Idioten es nicht richtig gemacht haben. "Aber wir sollten vorsichtig sein, der oder die Schützen könnten noch in der Nähe sein." Die Temperatur um sie herum hatte sich minimal erhöht, reiner Reflex.

Christabel Nightingale Offline

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Beiträge: 73

12.10.2005 17:35
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Christabel hatte Nicolas' Idee gestern einfach nur genial gefunden. Es war die beste Lösung gewesen, auch wenn sie nicht in Padraigs Sinn gewesen war, aber zuerst auf eigene Faust ins Lager zu gehen und Pad schließlich dort abzufangen, war ziemlich gut gewesen. Die Schüler hatten diese Wette schlichtweg gewonnen, wenn man Christabel fragte. Irgendwie fand sie die Kinder sehr nett, auch wenn sie nun nicht wirklich die Gelegenheit hatte, mit ihnen zu sprechen. Christabel selbst hatte die Nacht in dieser Höhle verbracht und auch relativ gut geschlafen.

Wenn sie ganz ehrlich war... sie hatte heute nicht schon wieder Lust auf diese Schnitzeljagd - vor allem, da sie einfach wieder zum Institut wollte und nicht noch lange nach dem Wagen suchen, um Heim zu kommen. Gegen eine heiße Dusche hätte sich auch nichts einzuwenden lassen. Letztlich hatte sie die öde Sonnenbrille einfach weg gelassen - so sah man zwar das blaue Auge, aber immerhin färbte es sich allmählich schon von lila zu dieser kränklich grüngelben Farbe. Natürlich sah das auch nicht besser aus, aber es heilte immerhin.

Diesmal war sie gleich bei der Schülergruppe geblieben und mit ihnen losgezogen. Als dieser Schuß so unerwartet durch den Wald hallte, horchte sie auf. Nein, dies waren gewiss keine Wilderer gewesen, denn der Schuß hörte sich nicht nach einem Jagdgewehr an, Christabel kannte sich damit ein wenig aus, wenngleich sie kein Wort darüber verlor.

"Padraig hat gewiss keine Schußwaffe mitgenommen, um euch zu prüfen. Es muss jemand anderer sein und wenn es sich wirklich um Wilderer handelt, dann ist es besser, wenn ihr ihnen nicht in die Schußbahn kommt und mit einem ...Wildschwein verwechselt werdet."

Ein kurzes Schmunzeln huschte über ihre Lippen, aber es war klar, dass sie es ernst meinte.

"Bleibt zusammen und folgt mir."

Erst einmal mussten sie diesen Wagen finden und jetzt ziemlich schnell. Um Padraig konnte sich Christabel nicht kümmern, sie musste jetzt auf die Schüler achten. Oder nicht? Ja, warum eigentlich? Warum sollte sie sich um Mutantenkinder kümmern? Um Kinder, die sie ohnehin töten würde? Trotz allem würde sie die Schüler heute zu diesem verfluchten Wagen bringen und sie würden den Wald auch alle unbeschadet verlassen. Wer immer da auch geschossen hatte... und vor allen Dingen, warum; niemand würde diesen Schülern etwas tun.

Chui Offline

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Beiträge: 936

12.10.2005 19:58
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Zwei Schüsse. Von wem auch immer die kamen, er hatte dasselbe Ziel wohl zweimal im Auge, einmal Anschuß und dann... aber warum beunruhigt sie das? Na schön, dass jemand im Wald herumschleicht und schießt, während sie im Wald herumschleichen und unbewaffnet und ahnungslos sind, würde genügen, um jeden ein wenig nervös zu machen. Immerhin, sie können denjenigen ganz sicher umgehen, oder? Er weiß schließlich nicht, dass sie hier sind.

Dennoch... irgendetwas gefällt Chui ganz und gar nicht bei der Sache. Nicolas bringt eine Frage auf, von der sie leider weiß, dass die Antwort negativ ist. "Nein... er hat keine.. glaub ich." sagt sie, und das ist ne recht gute Garantie... Metall selbst und Pulver, das niemand aufwühlt, kann sie zwar nicht riechen, aber jede Waffe muß mal gereinigt werden. Da hätte sie Chancen. Sie blickt zu Marinja und ihr sträuben sich beinahe die Nackenhaare. Aber nur, weil sie selber schon mit dem Gedanken gespielt hat, der bei näherer Betrachtung recht verrückt anmutet. Freiwillig in die Nähe von Leuten gehen, die des Nachts so gut wie nichts sehen und Schußwaffen dabeihaben... na gut, Waldtiere tragen keine Taschenlampen, aber dann bleibt noch immer die Möglichkeit, dass sie nicht sehr freundlich sind. Andererseits...

Wenn jemand Chancen hat, nachzusehen und nicht bemerkt zu werden... dann ist das wohl sie. Christabel sieht sie bei deren Worten nachdenklich an und erstmals ohne den Unmut und die Niedergeschlagenheit, die sie bei ihrem Anblick überkommen. Na gut... ihrer Meinung ist sie trotzdem nicht ganz. "Und... wenn Mr. O'Diarmuid was passiert ist? Ich... könnte nachschauen gehen, ich meine, ihn finden... mich bemerkt bestimmt niemand..." bietet sie leise an.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

13.10.2005 13:43
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Vorsichtig schlichen die beiden Frauen durch den Wald. Dieser Drecksack würde nie wieder einem Menschen etwas antun können. Und nun galt es, seine Gefährten ebenfalls kalt zu machen. Shannon war die versiertere Jägerin, immerhin hatte ihr Vater ihr schon als Kind alles nötige beigebracht. Lya lief ihr vorsichtig hinterher, das Gewehr im Anschlag. Und dann bedeutete ihr Shannon still zu sein. In einiger Entfernung schien sie etwas gesehen zu haben. Mit einem Griff hatte sie ein Nachtsichtgerät vor die Augen gezogen. Lya folgte ihrem Beispiel, allerdings fühlte sie sich dabei nicht wohl. Die Farben waren verzerrt und dadurch hatte sie Schwierigkeiten Einzelheiten zu erkennen. Vor ihnen war eine Gruppe von mehreren Personen. Es schienen vor allem Frauen zu sein. Und dann erschrak sie. Eine der Personen musste ein Dämon sein, denn es schien sich um eine riesige Raubkatze zu handeln, die auf zwei Beinen ging. Auch Shannon hatte erschreckt den Atem eingezogen. In ihrem Kopf schossen die Gedanken nur so dahin. Und sehr oft dachte sie an Ruhm und Geld. Die Zeitungen würden ein Vermögen dafür bezahlen, wenn sie Bilder dieser Bestie machen durften. Und sie würde als Entdeckerin gefeiert werden. Das würde ihr auch helfen, Brad zurück zu bekommen. Der hatte sie nämlich für eine Spinnerin gehalten als sie ihm von den Außerirdischen erzählt hatte. Aber mit dieser Trophäe würde er sehen, dass sie doch recht hatte. Allerdings waren bei der Bestie Menschen und das bedeutete, dass sie den Ruhm nicht für sich würde verbuchen können. Außer natürlich, niemand wusste, dass es andere Entdecker gab. Ein eiskaltes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Schnell bedeutete sie Lya sich in Schussposition zu bringen. Lya gehorchte. Sie hatte viel zu viel Angst vor Shannon und gleichzeitig bewunderte sie sie.

„Wir müssen Die Gruppe da vorne ausschalten. Du zielst auf die beiden dort drüben und ich nehme den Rest. Versuche sie so zu treffen, dass sie auf alle Fälle nicht mehr abhauen können.“ Lya nickte. Nervös legte sie an, zielte auf Christabel und drückte ab. Shannon hatte auf Chui angelegt. Die Schüsse kamen fast zeitgleich.

Christabel Nightingale Offline

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Beiträge: 73

13.10.2005 18:19
Schnitzeljagd bei Nacht (Sonntag abend, 25.09.) Antworten
Christabel dachte über Chuis Vorschlag nach und eigentlich wollte sie dem Mädchen auch gerade zustimmen, als sie es im Unterholz knacken hörte. Bis dahin hätte sie nie damit gerechnet, dass jemand Jagd auf sie und die Schüler machen würde. Kurz darauf war es wieder totenstill – denn auch die Nachttiere im Wald schienen sich nicht zu bewegen – und in diesem Moment wurde Christabel misstrauisch. Wahrscheinlich konnte es Chui noch ein paar Sekunden vor Christabel hören… es war das leise Einrasten des Abzugkolbens, kurz bevor sich ein Schuss löst. Die Gewehre konnten keine neuen Modelle sein und schon gar keine Präzisionsgewehre, aber ein guter Schütze würde sein Ziel wohl treffen, wenn er denn auch die Bäume bedachte, die im Wald herumstanden. Christabel konnte nicht wirklich überlegen und ehrlich gesagt; sie stieß Chui zwar ziemlich unsanft zur Seite, weil das Mädchen direkt neben ihr stand, aber sie hatte keine Ahnung, auf wen die Schützen nun schossen. Allerdings merkte sie kurz darauf, dass eine der Kugeln in ihren Oberarm drang.

"Runter!"

Das war nicht mehr die Lehrerin, die da sprach. Sie hatte gerade einen Befehl gebrüllt, so dass es auch die Schützen hatten hören müssen. Wenn die Schüler noch nicht in Deckung gegangen waren, so riss sie sie auf den Boden und biss die Zähne zusammen. Sie musste nachdenken. Es waren nur zwei Schützen, was die Schüsse ihr deutlich machten. Sie waren zeitgleich abgegeben und es waren nur zwei gewesen, eine Kugel davon war in den Baum neben ihr eingedrungen. Wären es mehrere Schützen, hätten sie alle zeitgleich gefeuert – der Überraschungseffekt war jedenfalls gelungen.

"Robbt nach dort drüben und hinter den Felsen. Macht schon… schnell."

Survival, ja? Nachdem sie sich mit den Schülern hinter dem Felsen verschanzt hatte, wandte sie sich erneut an Chui.

"Sag mir, wie viele Schritte sie noch entfernt sind, sobald sie sich bewegen. Du hörst es am besten."

Christabel hob zwei Steine auf, die ihr geschickt vorkamen und gut in der Hand lagen. Den angeschossenen Arm konnte sie überhaupt nicht bewegten, aber es war glücklicherweise nicht ihr Wurfarm. Noch einmal wies sie die Schüler an, absolut still zu sein und in Deckung zu bleiben, während sie wartete, dass Chui ihr Auskunft gab. Erst dann kletterte sie langsam auf den Felsen und spähte über die Kante. Wirklich toll, dass sie keinerlei Waffen mitgenommen hatte… auf der einen Seite wäre es nun taktisch sinnvoll, wenn die beiden Schützen sich aufteilten, um um den Felsen herum zu gehen – auf der anderen Seite würde sie Christabel so aber besser treffen können, weil sie sie in ihren Schatten besser voneinander unterscheiden könnte. Sie würde abwarten, denn auch ihre Augen hatten sich an die Dunkelheit gewöhnt und Chui würde ihr über ihr Gehör sagen können, in welcher Richtung ihr Ziel lag.

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