Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"Klein sein hat so seine Vorteile," Megan grinste leicht. "Ein Zirkus? Ich war schon lange nicht mehr in einem Zirkus? Ob ich da auch schon mit kann? Ich kenne doch noch niemanden." Sie stand ebenfalls auf. "Wir können den Rundgang auch morgen machen, wenn du willst."
Ohja, das kann sie sich vorstellen. "Du könntest in Eichhörnchenlöcher krabbeln." sagt sie und grinst - kurz natürlich nur wieder. Es ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen, ihre Zähne möglichst gar nicht herzuzeigen. Ob das vielleicht ein seltsames Beispiel war? Nicht für die Waldläuferin mit den Katzenaugen, die zwar in so ein Baumloch hineinschauen, aber nicht hineinkriechen kann.
"Natürlich kannst du mitkommen. Dass du niemand kennst, macht nichts... ich sag dir, wer wer ist." antwortet Chui auf ihre Fragen und steht ebenfalls auf. "Weißt du schon in welche Sekundarstufe du kommst? Und den Rundgang können wir gleich machen... oder wir schauen erstmal am Schwarzen Brett, wann die Fahrt zum Zirkus anfängt." Womit sie sich zur Tür begibt.
"In der Gestalt kann ich jedenfalls besser klettern, springen und laufen, in meiner normalen Größe bin ich eine Null in Sport. Man hat mich in die Sekundarstufe I gesteckt, weil ich noch 15 bin, werde erst im November 16." Sie folgte Chui zur Tür und wohin sie sie auch immer führen mag, an diesem Nachmittag. "Dann fahr ich mit zum Zirkus, das wird bestimmt lustig."
Sie lächelt wieder flüchtig. "Ich bin auch in der Eins. Gerade noch reingerutscht.. im August bin ich 17 geworden." sagt sie. Neugierig mustert sie sie einen Moment wieder und meint: "Das ist bestimmt spannend, alles im Kleinen zu erkunden, wenn du dann sportlicher bist." Irgendwie kommt sie nicht umhin, sich das so vorzustellen wie ihre eigenen Waldläufe mit Springen und Klettern...
Also dann... da Chui nicht weiß, was Megan schon alles gesehen hat, fängt sie mit den basics an. Das da ist der Mädchenflügel, dort der Jungenflügel, da oben wohnen die Lehrer, unten gibt es den ganzen Rest. Am Schwarzen Brett müssen sie dann erfahren, dass die Zirkusfahrt verschoben wurde... na gut, dann eben erst morgen. Dann geht die Tour im Erdgeschoss weiter, Aufenthaltsraum, Bibliothek, Küche... und daraufhin Gewächshaus, Sportanlagen und Park. Wo Chui viele nette Plätze kennt und vorstellt. Dabei mag auffallen, wie ihre Wahrnehmung ihre Präferenzen beeinflußt... preist sie eine Ecke hinter den Hecken in den höchsten Tönen, weil dort unscheinbare Pflanzen sie mit für Megan gar nicht wahrnehmbarem Duft umhüllen, nimmt sie keine Notiz von den herrlichen roten Rosen und macht einen Bogen um kunstvolle Gärtnerarbeit, weil sie den Geruch des Düngers nicht mag.
Schlußendlich weist sie noch auf die Wege in den Wald und zum Loch hin. Dann fällt ihr etwas ein. "Ah... heut ist ja Mutations-AG." Sie blickt Megan an. "Das ist.. eine Pflichtstunde, damit alle lernen, mit ihren Mutationen umzugehen. Ich glaube.. ich sollte da mal hingehen. Ähm.. und was es sonst noch für AGs gibt, muß ich dir später noch zeigen. Komm doch gleich mit."
Megan ließ sich alles wichtige und unwichtige aber trotzdem interessante von Chui zeigen. Am Schwarzen Brett trug sie sich in die Liste zum Zirkusbesuch ein und folgte anschließend Chui wohin sie sie auch führte. Am Ende landete sie mit ihr bei der Mutations-AG.
Megan hatte ihre erste Nacht in einem fremden Bett geschlafen. Eigentlich wollte sie in ihrem Haus schlafen, aber dann entschied sie sich doch dagegen. Sie drehte sich zur Seite und sah auf ihren Wecker, 5:00 Uhr, reichlich früh. Normalerweise schläft Megan länger, aber da alles so ungewohnt für sie ist, wurde sie zur Frühaufsteherin. Ihr Blick wanderte zu Chuis Bett, um nachzusehen, ob sie schon wach war.
Von wegen überlegene Sinne - Chui kann auch manchmal ziemlich besinnungslos sein, besonders wenn sie in der Nacht wieder unbemerkt einige Stunden im Wald verbracht hat anstatt im Bett. Megan mag möglicherweise aufgefallen sein, dass Chui nicht beim 'allgemeinen Zapfenstreich' im Bett war, aber wann sie zurückgekommen ist, weiß sie nicht. Allenfalls das ein oder andere verfärbte Blatt, das sich an Chuis Kleidung oder ein paar Tannennadeln, die sich in ihren Haaren festgesetzt haben, verraten, wo sie sich herumgetrieben hat.
Jedenfalls liegt sie um diese Zeit, eingewickelt in ihre Decke im Bett und schläft tief und fest den Schlaf der Gerechten (& nächtlichen Herumtreiber). Natürlich können wir darüber hinwegsehen, dass sie damit ein klitzekleines bißchen die Hausordnung verletzt... können wir doch, oder? Chui macht das jedenfalls keine Gewissensbisse. Nicht, solange sie nicht von den falschen Leuten erwischt wird.
Da Chui noch den Schlaf der Gerechten oder was sonst auch immer schlief, stand Megan ganz leise auf. Sie schlich zum Kleiderschrank, holte einen Pullover, Jeans und Unterwäsche und verschwand mit den Klamotten im Bad.
Nach einer halben Stunde kam sie wieder heraus, warf einen erneuten Blick auf die noch schlafende Chui und schnappte sich dann noch schnell den Mini-Anzug von der Türschwelle des Puppenhauses, steckte ihn in ihre Hosentasche und schlich aus dem Zimmer.
Kurz darauf ging die Türe wieder auf, Megan schlich zum Schreibtisch und holte ihre Schultasche, dann bräuchte sie nach dem Frühstück nicht mehr hoch zu kommen. Ein erneuter prüfender Blick zu Chui, sie zögerte kurz und fragte sich, ob sie lieber auf sie warten sollte, schüttelte aber dann den Kopf und verließ lautlos das Zimmer. Ihr Magen knurrte zu sehr, als das sie warten konnte.
Um 6:45 Uhr schließlich klingelt der Wecker, der die Katze aus dem Schlaf reißt. Wie immer nimmt sie das nicht gnädig auf sondern wünscht den Quälgeist leise murmelnd in den tiefsten Höllenpfuhl, zieht sich die Decke über den Kopf... und steht eine Minute später doch auf. Noch ein wenig langsam wankt sie ins Bad, wenige Minuten später ist auch sie gewaschen, angezogen, halbwegs munter und auf dem Weg aus dem Zimmer.
Megan wachte an diesem Morgen besonders früh auf. Heute war ihr 16. Geburtstag. Gestern war schon ein Paket von ihren Eltern angekommen und sie musste sich sehr zusammen nehmen, dass sie es nicht schon gleich aufgemacht hatte.
Sie sah zu Chui rüber und überlegte, ob sie sie wecken sollte. Entschied sich vorerst aber noch dagegen und stand leise auf, schlich ins Bad und duschte ausgesprochen lange und verbrachte mehr Zeit als gewöhnlich für ihr Aussehen.
Und kaum ist Megan im Bad verschwunden, öffnet das Katzenmädchen ein Auge und fixiert damit die Badtür. Es ist für ihre Begriffe eine perverse Zeit, um Sonntag aufzustehen, aber sie hat extra ihre Samstagnacht im Wald kurz gehalten... schließlich ist heute Megans Geburtstag, der erste den sie miterlebt. Nachdem das Rauschen des Wassers zu hören ist, steht sie auf und vollzieht eine langwierige Morgenprozedur aus Strecken, Gähnen und Blinzeln, mit ständigen Selbstermahnungen, jetzt doch bitte wach zu sein.
Dann geht sie zu ihrem Kleiderschrank und holt ein in Geschenkpapier gewickeltes Paketchen heraus. Es war gar nicht einfach, das vor Megan geheimzuhalten, aber Chui kommt natürlich ihr Frühwarnsystem in Form ihrer übermenschlichen Sinne auch hierbei sehr gelegen. Dann setzt sie sich wieder aufs Bett und wartet.
Wenn Megan dann aus dem Bad wieder herauskommt, steht sie auf, hält ihr strahlend das Geschenk entgegen und sagt: "Alles Gute zum Geburtstag." Nein, sie kann einfach nicht warten bis zu einer Feier, die sie noch veranstalten werden. Sie will gleich Megans Reaktion sehen.
Chui verschränkt derweil die Hände hinter dem Rücken und schaut ihr zu, wobei sie ein wenig auf und ab wippt... Megan bekommt eine Jeansjacke zu Gesicht, an der sie in letzter Zeit viel gearbeitet hat. "Sie hat ziemlich viele Taschen." bemerkt die Katzenmutantin, was wohl schon einen Tipp gibt, was es mit diesem Geschenk auf sich hat.
Außer den beiden äußeren Brusttaschen wurden etwas seitlich versetzt und darunter noch zwei angenäht, wie es scheint. Die Seitentaschen (wo meist die Hände drin spazierengetragen werden) gibt es natürlich auch. Innen auch; Seitentaschen und in Brusthöhe zwei Stofftaschen. Und einige seltsam fallende Falten.
"Ähm... die sind alle miteinander verbunden." erklärt sie und deutet auf verschiedene Stellen. "Also, im Innenfutter hab ich... Tunnel eingenäht, so dass du von jeder Tasche innen und außen zu jeder anderen kommen kannst. Und außerdem ist da hinten im Nacken eine Öffnung und unten auch. Also... die Jacke ist weniger zum selber anziehen, sondern für jemanden, der dich mitnimmt. Wenn du mal klein bist."
Megan betrachtete das kleine Meisterwerk neugierig und sie strahlte übers ganze Gesicht. "Hast du das etwa selbst genäht?" Sie versuchte mit den Augen die Wege der Tunnel zu erkennen, dann sah sie Chui lächelnd an. "Wird sie dir passen?" Das Geschenk ihrer Eltern war vorerst vergessen.
Chui freut sich sichtlich, dass es Megan zu gefallen scheint. "Ja, hab ich selbst gemacht." bestätigt sie und denkt an die Stunden, die sie heimlich damit verbracht hat. Nähen ist für sie, mit ihren krallenbergenden 'gespaltenen' Fingerspitzen sicher nicht so einfach wie für normale Menschen, aber sie hat sich damit arrangiert und genug Übung.
Dann wird sie etwas verlegen. "Mh... ja, die paßt mir. Es war ja eine von meinen. Ich hab nicht viel Geld, um mir neue Sachen zu kaufen." sagt sie, lächelt aber trotzdem, da sie Megans Frage sicher so deuten kann, dass sie sich von Chui tragen lassen will. Das setzt Vertrauen voraus.