Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sie hatte die Umschläge mit den Bewerbungen schon vor einigen Tagen bei der Post aufgegeben und wartete nun schon einige Zeit auf Antworten. Vielleicht entsprach die Formulierung ihres Bewerbungsanschreibens nicht den üblichen Maßstäben in Groß Britannien.
Einer der braunen Umschläge landete auch auf dem Schreibtisch der Schulleitung des Instituts.
- Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich der Beendigung meines Praxis-Semesters und damit des Studiums ist es nun an der Zeit, nach einem Arbeitsplatz in meinem Beruf zu suchen.
Ich bin Doktorin der Psychologie mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie. Gerade den Jüngsten fehlt es oft an Möglichkeiten und auch an Mut, sich zu öffnen und mitzuteilen, weshalb es mir ein Anliegen war und ist, diesen Kindern helfend zur Seite zu stehen.
Gerne möchte ich in einem persönlichen Gespräch die Gelegenheit wahrnehmen, Sie von meiner Eignung und meinem Interesse an einer Anstellung in ihrer Einrichtung zu überzeugen.
Mit freundlichen Grüßen,
Josephine Joy Jenkins-Hyde
Anlagen:
Zeugnis Abitur
diverse Dilpoma
Abschlussdiplom
Referenzen aus Kindertagesstätten und den Praktika während des Studiums -
Sie hatte nicht erwähnt, warum sie nach einem Job ausserhalb Deutschlands suchte. Vielleicht wirkte das negativ? Überhaupt hatte sie wenig geschrieben, wollte die Zeugnisse für sich sprechen lassen, möglicherweise war das ein Fehler gewesen.
Auf jedenfall erweckte es erstmal Interesse und das war doch schon mal ein gutes Zeichen. Um Scott und Logan so gut wie möglich unter die Arme zu greifen war Colum so frei in Eigenregie genau diese Bewerbungsschreiben durchzusehen. Das er sich damit um Dinge kümmerte die nicht in seinem Zuständigkeitsbereich fielen war ihm durchaus bewusst, aber noch waren Scott, Logan, Ororo, Kassander und er zumindest in solchen Belangen immer einer Meinung gewesen.
Nur einen kurzen Moment nahm Colum an Scotts Schreibtisch Platz und sichtete das Bewerbungsschreiben nach Scotts Vorstellungen die Colum so einfach übernehmen konnte. Er machte auch eine entsprechende Notiz und rief letztlich bei der Bewerberin an.
Als das Telefon klingelte, riss der Ton sie aus der spannenden Welt, die Anne Rice rund um den Vampir Lestat erschaffen hatte, in der sie nur zu gern versank. Fein säuberlich platzierte sie das Lesezeichen und klappte das Buch zu, das sie dann auf der Lehne des gemütlichen Sessels ablegte.
Wie üblich nannte sie keinen Namen, als sie das Gespräch annahm. Lediglich mit einem freundlichen "Ja, bitte?" empfing sie den Anrufer.
Ihre Stimme erschuf das Bild einer schlichten, jedoch stilvollen Frau, es schwang ein etwas träger Unterton mit und der Klang insgesamt war angenehm rauchig, obwohl sie nur zu seltenen Gelegenheiten zu Zigaretten griff.
Der Bewerbung hatte sie ein Passfoto beigefügt wie es üblich war und ihre Stimme passte gut zu dem Eindruck, den man anhand der Fotografie von ihr gewinnen konnte.
"Guten Tag" Colums Stimme war ebenso angenehm, ihr lastete nur der typisch harte schottische Akzent an, der jedoch bei Colum nicht plump oder bäuerlich wirkte.
"Mein Name ist Colum McNara. Ich rufe in Anweisung von Mr. Summers und Mr. Logan für das Inverness Institute for gifted youngsters, an. Spreche ich mit Miss..." Es raschelte am anderen Ende der Leitung, aber nur weil Colum nochmal einen Blick auf das Bewerbungsschreiben warf. "...Jenkins-Hyde?" Colums Stimme war warm und äußerst freundlich so das man ihn eigentlich gleich sympathisch finden konnte.
Auf männliche Stimmen reagierte sie oft mit einem leiesen Erschauern, so auch in diesem Fall, doch war sie inzwischen so daran gewöhnt, dass sie ohne merkliche unterbrechung das Gespräch fortsetzen konnte.
"Guten Tag, Mr McNara. Ja, Sie sind richtig verbunden."
Das Inverness Institute for gifted youngsters rief bei ihr an und wahrscheinlich auch noch ihrer Bewerbung wegen, wie aufregend, man konnte das Lächeln auf ihren Lippen förmlich hören.
Sollte da eines ihrer Schreiben tatsächlich gefruchtet haben?
Ohne weitere Ausführungen kam er gleich zum springenden Punkt. "Wäre es Ihnen möglich am 28.09.2005 so um 16.00 Uhr zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen? Ich entnehme ihren Unterlagen, dass sie nicht aus Schottland sind, wenn sie wollen gebe ich Ihnen die Adresse eines Hotels wo sie sich günstig aber angemessen einmieten könnten. Wie bereits erwähnt wäre ihr Ansprechpartner Mr. Scott Summers oder Mr. Logan."
Da er in Inverness geboren war könnte er ihr auch gleich Auskunft über eventuelle Busverbindungen oder Wegbeschreibungen geben. Er war ja schließlich ein netter Kerl. Meistens jedenfalls.
Sofort sah sie zum Kalender, direkt danach auf die Uhr und überschlug währenddessen die möglicherweise aufkommenden Kosten, die eine Reise nach Inverness verursachen würde.
"Ich kann adhoc noch nicht fest zusagen, Mr. McNara, ich muss mich zunächst um einen Flug kümmern.", antwortete sie, eine Spur unsicher.
Sie hatte sich doch nun nicht als unflexibel und damit ungeeignet erwiesen?
"Kein Problem." Antwortete er ihr gleich. Es hörte sich nicht so aus als sei er deswegen verstimmt. Er konnte sich ja durchaus vorstellen, dass sie sich erstmal um Dinge kümmern musste.
"Sie können mich zurück rufen um den Termin zu bestätigen. Die Nummer lautet..." und damit gab er sie an.
Erleichtert wollte sie aufatmen, hielt sich jedoch zurück.
"Vielen Dank. Gibt es Zeiten, innerhalb derer Sie im Büro sind?", fragte sie noch zur Sicherheit nach, sonst musste sie womöglich noch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, was sie gar nicht gerne tat. Sie mochte diese Maschinen nicht, wenngleich sie selbst eine solche besaß.
Das Gespräch und die Aussicht auf ein Vorstellungsgespräch stimmten sie äußerst gut. Umso leichter fiel es ihr, die für ihre Verhältnisse hohen Kosten in Kauf zu nehmen. Der Mann am anderen Ende der Leitung musste hören können, wie gerne sie sich schnellstmöglich um alles kümmern wollte.
"Ich danke Ihnen für den Anruf, Mr. McNara. Ich werde mich melden, sobald alles in die Wege geleitet ist."
Die Namen der Ansprechpartner schrieb sie sich noch auf.
Mr. Summers, Mr. Logan, Miss Fraser, Mr. McNara.
Nach nur wenigen Stunden hatte sie alle Angelegenheiten so weit geklärt, dass sie das Institut entsprechend informieren konnte, da es jedoch schon nach 18:00 Uhr war, verschob sie den Anruf auf den nächsten Tag.
Gegen 9:30 Uhr wählte sie die notierte Nummer an.
"Inverness Institute for gifted youngsters, Sie sprechen mit Eleanora Fraser, was kann ich für Sie tun?"
Die Stimme klang freundlich und ein Lächeln war zu hören.
Wenn das wieder so ein dämlicher Bauernfänger war, der ihr was aufschwatzen wollte, würde sie mit Mr Summers über eine andere Nummer reden. DAs ging schon seit morgens so. Von billigen Telefonkosten bis hin zur besseren Versicherung war alles dabei gewesen.
So lauschte sie abwartend, wer sich nun melden würde.
"Guten Tag, Miss Fraser." Sie gab das akustische Lächeln zurück. Dafür hatte sie auch allen Grund.
"Mein Name ist Josephine Jenkins-Hyde. Ich möchte den Termin am 28.09. um 16:00 Uhr mit der Schulleitung bestätigten. Es geht um ein Vorstellungsgespräch."
Es fühlte sich gut an, diese Worte auszusprechen.
Ele nickte, sie hatte einen Zettel auf dem Schreibtisch gehabt mit der entsprechenden Notiz.
"Sehr schön Ms Jenkins -Hyde. Termin am 28.09. um 16.00 Uhr. Ich werde es weiter leiten. Möchten Sie, dass sie jemand abholt? Und wenn ja, Bahnhof oder Flughafen?"
Ele hatte keine Ahnung, von wo die junge Frau anreisen würde und so nahm sie beide Möglichkeiten ins Visier.
"Oh nein, nur keine Umstände", lehnte sie das Angebot sofort ab. Sie würde mit einem Taxi zum Hotel fahren, um sich dort sowohl äußerlich als auch und ins besondere innerlich auf den Termin vor zu bereiten. Nervosität brachte mitunter ebenfalls ihr 'Alter Ego', wie sie es bezeichnete, zum Vorschein.
Sie nannte noch die Adresse und den Namen des Hotels, in dem sie absteigen würde. Den genauen Ort, an dem der Termin statffinden sollte, würde sie sicherlich noch erfahren.
Vorerst bedankte sie sich lediglich bei der jungen Frau, ließ ihr jedoch jede Gelegenheit, das Ende des Telefonats zu verschieben, um ihr gegebenenfalls noch weitere Informationen zu geben.