Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"Mind the Gap" schallte die Stimme sogar fast verständlich aus den Lautsprechern als sich die Türen öffnen ließen.
Es stiegen hier erstaunlich viele Leute aus, obwohl er von dieser Stadt vorher noch nie etwas gehört hatte.
Und so schwamm er mit dem Strom, ließ sich aus dem Zug drücken, die Tasche immer fest am Schulterriemen festhaltend.
Sein Wagon war noch auf dem unüberdachten Teil des Gleises zum Stehen gekommen, und so bekam Corban schonmal einen Eindruck von der Gegend hier. Erinnert mich fast ein wenig an zu Hause.
Das war seine Art sich in einer fremden Gegend aufzumuntern.
Aber genug umgesehen, er kam schließlich fast eine halbe Stunde zu spät hier an, und falls seine Mum jemanden erreicht hatte würde er vielleicht erwartet. Und gleich bei der Ankuft einen schlechten Eindruck zu hinterlassen war sicher nicht die beste Art um Hilfe zu bitten. Dann mal los. Wer könnte hier so aussehen als würde er auf mich warten?
Mit diesem Gedanken und einem suchenden Blick begab er sich in Richtung des Bahnhofsgebäudes und betrat dieses dann auch.
Es stand tatsächlich jemand da, der auf Corban wartete. Viel mehr als einen Namen hatte er nicht erhalten, aber ein fast zwei Meter grosser Mann mit suchendem Blick sollte dem Jungen auffallen.
Tyler hatte am am Morgen lange geschlafen, deine Trainingseinheiten verspätet abgehalten und irgendwann beim Mittagessen die Anweisung bekommen, einen jungen Mann vom Bahnhof abzuholen. Und wo er schonmal da war, könnte er nicht auch gleich noch bei einem Hotel halten und jemand weiteres mitbringen? Natürlich konnte Ty, dafür wurde er je schliesslich bezahlt.
Und so stand er in seiner dunkles Segeltuchjacke und den graublauen Armyhosen in der Bahnhofshalle herum und betrachtete die Menschenmenge, die dem gerade eingetroffenen Zug entströmte. Alle Frauen und älteren Männer wurden sofort ausgeblendet; Tys Blick bewegte sich zielstrebig und suchend von einer möglichen Person zur nächsten.
Einen Jungen hatte er schon angesprochen, doch der hatte ihn nur dumm angesehen und den Kopf geschüttelt. "Sorry," murmelte Ty noch und sah sich bereits nach dem nächsten um.
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Als er durch die Tür getreten war sah er sich erstmal staunend um. So einen modernen Bahnhof hätte er hier nicht erwartet.
Aber den konnte er auch später irgendwann mal begutachten, jetzt musste er erst mal schauen ob ihn hier irgendjemand erwartete.
Allerdings hatte er keinen blassen Schimmer auf wen er achten sollte, nicht mal ansatzweise. War es jemand älteres, eine Autoritätsperson? Schließlich war es ein Institut. Oder schickten sie ihm nur ein Taxi oder ähnliches?
Naja, er würde es herausfinden müssen. Also, Augen auf, Corban.
Die Ankommenden lichteten sich und bald war nicht mehr allzuviel los, so dass Corban der große Kerl in der Armyhose auffiel und er einfach mal auf gut Glück auf ihn zu lief.
"Ähm..entschuldigen Sie. Sie sind nicht zufällig vom Institut hier her geschickt worden um jemanden namens Wright abzuholen?"
Er klang nicht unsicher, schließlich hatte er in den letzten 2 Jahren mit vielen ihm unbekannten Menschen zu tun gehabt.
Abwartend schaute er leicht zu dem Mann hoch.
Der junge Mann zieht tatsächlich einen Zettel aus der Jackentasche und wirft einen Blick drauf.
"Ähm, ja, Corban Wright. Ich schätz' mal, das bist dann wohl du. Hi, ich bin Ty, dein Fahrer."
Er grinste und streckte ihm die Hand hin. Schottisch hörte der Typ sich auf keinen Fall an, nicht mal britisch. Dem Slang nach dürfte Tyler Amerikaner sein.
"Also, der Jeep steht vorn auf dem Parkplatz. Ist das da dein ganzes Gepäck?"
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Ein breites Grinsen geht über sein Gesicht, die Freude ist ihm anzusehen.
"Ty" Er schüttelt seine Hand angenehm kräftig und nickt dabei.
"Corban, genau" nickt nochmal und sieht dann auf sein Gepäck.
"Um ehrlich zu sein ist das alles" und da nickt er tatsächlich nochmal und grinst Ty dann an.
"Ich sollte das lassen, sonst mach ich mich hier, kaum das ich angekommen bin, schon gleich zum Affen."
Mit einem leichten Ruck zieht er die Tasche nochmal etwas höher zur Schulter und schaut sich dann kurz um.
"Ich hoffe du musstest nicht zu lange warten, die Bahn war mal wieder nicht all zu pünktlich"
[ooc]hab ich schon erwähnt, dass ich hier ne "Vorschau"-Funktion vermisse?*gg*[/ooc]
"Nee, nur 'n paar Minuten. Wir müssen aber noch woanders hin. Bist nicht mein einziger Fahrgast."
Damit führte Ty den Jungen aus der Bahnhofshalle hinaus zum Parkplatz. Er ging direkt zu einem großen dunkelgrauen Jeep und entriegelte ihn per Knopfdruck. Dann zog er die Kofferraumklappe auf.
"Schmeiss die Tasche am Besten hinten rein." Damit ging er ums Fahrzeug herum und zog die Beifahrertür auf.
"Noch kannst du vorn sitzen, wenn du willst. Nacher darfst du dich um den Platz streiten."
Corban folgt ihm brav und schmeißt auch auf die Anweisung hin seine Tasche sachte in den Kofferraum.
"Na dann nehm ich doch den Beifahrersitz"
Grinsend steigt er ein und schaut zu ihm rüber.
"Liegt es auf dem Weg? Und wie weit ist es überhaupt?"
Das sollten erstmal die einzigsten Fragen sein, obwohl ihm noch so einige auf der Zunge brannten.
[ooc: Ja, aber ich mags nicht wenn immer drunter steht das ich editiert hab ;)]
"Ein paar Minuten durch die Stadt. Die Schule selbst ist etwas ausserhalb. Aber keine Angst, du kommst schon nicht zu spät zu deiner ersten Stunde." Tyler zwinkerte ihm zu.
"Schnall dich an, es geht los."
Ty liess den Motor an und fuhr los. Bis zum Hotel würde es einige Minuten dauern. Hoffentlich wartete die Psychologin schon in der Halle.
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Corban grinst bei Ty's Zwinkern zurück.
Das war die Art Humor die er mochte.
Was auch dazu beitrug, dass ein Teil des Steins, der sich in seiner Magengegend gebildet hatte, zu bröckeln began.
Mit einem geübten Griff nach rechts hinten schnappte er sich den Gurt und zog ihn fest.
Nachdem er sich ein bischen die Umgebung angesehen hatte drehte er sich lächelnd zu Ty.
"Erinnert mich alles doch ziemlich an meine Heimat hier"
Ty wusste darauf nicht viel zu sagen. Er war nie in Irland gesehen und bevor er hergekommen war, waren seine einzigen Berührungspunkte mit einer annähernd irischen Kultur die St.Patricks-Day Paraden gewesen. In Bismarck fielen sie freilich viel kleiner aus als in Chicago oder New York City, aber auch dort gab es einen Tag, an dem alle irgendetwas Grünes trugen. Die Leute machten schon mittags Feierabend und bereits Wochen vorher waren die Schaufensterdekorationen umgestellt worden. Und nicht selten rannte irgend ein Scherzbold mit einem dieser dämlichen 'Kiss me. I'm Irish' T-Shirts umher. Aber so richtiges Irland... nein, da musste Ty passen. Obwohl es durchaus mal eine Überlegung wert war, dort Urlaub zu machen.
Corbans Bemerkung begegnete er mit einer eigenen Einschätzung: "Ich fand eigentlich immer, dass die Highlands was von Montana oder Colorado haben ... vielleicht nicht so hohe Berge wie in den Rockies, aber definitiv kein Flachland." Und mit Flachland kannte sich der Junge aus North Dakota nun wirklich aus, schliesslich hatte er mehr als die Hälfte seines Lebens dort verbracht.
Aber Tys Gedanken sprangen wieder zum ersten Thema zurück: Nicht, dass er nicht auch Padraig hätte fragen können, aber der Junge und er würden schon noch ein paar Minuten zusammen fahren. Also nutzte Ty die Gelegenheit zum Gespräch.
"Sag mal, was hat das eigentlich mit diesem St. Patrick auf sich?"
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Corban musste bei Ty's Frage breit grinsen.
"Nun, eigentlich müsstest du das fast besser wisssen als ich. In Amerika wohnen nämlich 5mal so viele Iren wie in Irland selbst. Und auch der St. Patrick's Day wurde da das erste mal so richtig mit Parade und allem gefeiert". Er grinste fast noch mehr bei dem Gedanken.
"Aber St. Patrick an sich war der Mann, von dem gesagt wird, dass er Irland christianisiert hat. Er hat in 30 Jahren Missionarsarbeit die Heiden zum Glauben gebracht. Warum man aber wegen seinem Tod ganze Flüsse grün färben muss darfst du mich nicht fragen." Ein leichtes Lachen löst sich aus seiner Kehle.
"Warst du schon mal bei einer Parade?"
"Bei einer oder zwei," nickte Tyler. "Aber nur als Zuschauer."
Ty bog ab, denn ein Strassenschild hatte angegeben, dass es bis zum Hotel nur noch wenige Meter waren. Tyler hatte am Nachmittag davon erfahren, dass er zwei Personen anstatt einer abholen musste. Nach einer kurzen Rücksprache hatte er dann im Hotel angerufen und die neue Zeit durchgegeben. Aber Tyler hatte noch keine Ahnung, wie die neue Schulpsychologin aussehen würde. Er stellte sich eine Frau mit einem straffen Haarknoten und einer dünnrandigen Brille vor, die stets grimmig schaute. Er wusste selbst nicht, woher dieses Bild kam. Wahrscheinlich waren das stereotype Vermutungen.
Ty fuhr vor dem Hotel vor und rollte noch ein Stück weiter.
"Bin gleich wieder da," erklärte er, während er den Gurt löste. "Willst du mitkommen?"