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Dieses Thema hat 23 Antworten
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 Lowlands-Area
Seiten 1 | 2
Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

02.12.2005 16:22
[4.10.] Ostküste Antworten
from: Terrasse


Dorian sprach eigentlich wenig während der Fahrt. Aber er hatte immer dieses eigentümliche Schmunzeln auf den Lippen, obwohl er angesichts der Dinge, die er so in den Dateien gefunden hatte, überhaupt keinen Grund dazu hatte. Dennoch.

Vielleicht hatte Padraig ja Recht und es spielte absolut keine Rolle. Die Vergangenheit prägte einen Menschen, aber sie sollte einem Menschen nicht wie ein Schatten folgen. Irgendwann war die Zeit damit abzuschließen. Diese Zeit war zwar jetzt noch nicht gekommen, aber das würde sie. Dorian als 'nicht gefährlich' einzustufen, hatte sich als falsch erwiesen, wenn er daran dachte, wie er einen Menschen getötet hatte. Nichts, auf das er stolz war - im Gegenteil. Kurz warf er einen Seitenblick auf Raguel. Aber wenn sich schon diese Sache als falsch erwies; wie viele Fehler hatte Lewis dann noch gemacht? Was hatte Lewis noch alles nicht bedacht?

Eine ganze Menge.
Und genau das war es, was ihn schon wieder schmunzeln ließ.

Eine ganze Menge...

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

03.12.2005 15:02
[4.10.] Ostküste Antworten
Die Scheibe war kalt und beschlug durch ihren Atem. Seana saß auf der Rückbank und drückte ihre Nase an die Autoscheibe. Die Landschaft sauste so schnell an ihnen vorbei, dass ihr ganz schwindlig wurde und doch faszinierte sie die Fahrt. Der Trip mit dem Jet war nicht weniger rumplig gewesen, aber sie hatte diese Zeit über geschlafen und sonst war sie weniger mit größeren Maschinen bewegt worden. Konnte man nur hoffen, dass die Schlaglöcher nicht zunahmen, sonst würde sie sich zum ersten Mal wegen einer Autofahrt übergeben müssen. Im Moment war sie aber einfach viel zu abgelenkt, um sich auf ihren rebellierenden Magen zu konzentrieren. Es wurde langsam dunkler, die Sonne stand schon nahe dem Horizont und färbte alles in ein tiefes Rot.

Sie wandte ihren grauen Augen von der Landschaft ab und spähte durch den Rückspiegel nach vorne, durch den sie die Gesichter der beiden Männer sehen konnte. Aus irgendeinem Grund musste Dorian Grinsen und sie schmunzelte, einfach, weil es eine ansteckende Mimik war. Sie wusste gar nicht wieso... aber es erfüllte sie mit einem wohligen Gefühl in der Magengegend.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

04.12.2005 14:05
[4.10.] Ostküste Antworten
Raguel schloss sich dem Schweigen der kleinen Gruppe an. Bei ihm wirkte es gluecklicherweise einfach so, als wuerde er sich aufs Fahren konzentrieren und nicht, als wuesste er auch einfach nichts zu sagen. In der Tat, war es aber der Fall.
Der liebe Mister O'Reilly, der eigentlich selten sprachlos war, dafuer aber gerne mal der Mann der wenigen Worte war, hatte keinen blassen Schimmer, was diese Situation nun fuer ihn brachte. Er kannte Seana eigentlich nur von wenigen Augenblicken her - und die meisten davon erinnerten ihn an Dinge, die ihm einen bitteren Geschmack auf die Zunge trieben.
Wut, auf alles, was er gesehen hatte und - viel schlimmer noch - die Kinder hatten so lange sehen muessen. Das man im Fall von diesen Kindern auch wirklich von Kindern sprechen konnte, bezweifelte er immernoch vage.
Sie hatten so vieles gesehen, so vieles erlebt, dass ein kindlicher Verstand eigentlich nur in wenige Richtungen reagieren konnte.
Das war ein glatter Denkfehler. Nun, da er darueber nachdachte, konnte er wesentlich mehr Auswirkungen auf ein kindliches Gemuet erdenken, als er es erahnt hatte. Und ein Beispiel dafuer sass unweit hinter ihm.
Vielleicht war das der Grund, warum Raguels Blick ungewoehnlich oft in den Rueckspiegel wanderte und sich dann und wann mit Seanas kreuzte. Er laechelte stets - und dennoch wirkte es, als haette er ihre Wunden auf der Seele.

Hatte jemand auf die Uhr geachtet? Die Zeit schien doch erstaunlich schnell verflogen, fuer die Strecke, die sie eigentlich hinter sich hatten.
Raguel parkte hinter einer kleinen Anhoehe, so dass das Meer von hier aus noch nicht zu sehen war. Aber es war da, untrueglich. Als der Motor endlich verklang, war es das Rauschen, was ihre Ohren anfuellte und der salzige Geruch des Meeres dran in Raguels halbgeoeffnetes Fenster. Und wenn er sich nicht wieder einmal taeuschte, war die Ankunft auch unverkennbar in Dorians Augen abzulesen, die Raguel mit seiner noch immer nicht vergangenen Faszination im Bann zu halten schien.
Er hatte eine Verbindung mit dem Meer, hm?

Dreamer Offline

Besucher


Beiträge: 101

04.12.2005 15:20
[4.10.] Ostküste Antworten
Kaum war der Motor zur Ruhe gekommen, hatte sie sich aus dem Gurt befreit und lief die ersten Schritte in der rauen Seeluft umher. Sie hörte das Meer, roch es, spürte es beinahe und doch sah sie es nicht. Seana rannte zu Dorian und klopfte gegen die Scheibe, deutete ins Freie und riss im selben Atemzug die Tür auf. „Komm schon Dorian!“

Warum hatte das Meer solch eine Ausstrahlung? Wieso nur mochte jeder Mensch gerne das Meer sehen? Seana war eine von ihnen und das Neue an diesem Erlebnis zog sie mit sich und faszinierte sie. Der Tag war kühl, der Winter kündigte sich untrüglich an und selbst das Meerklima konnte nicht ewig trotzen. Ein eisiger Wind, der im ersten Moment jedoch gar nicht so schlimm war. Beinahe hätte sie ihn aus dem Sitz gezerrt, wenn er nicht noch angeschnallt gewesen wäre.

Dorian Hayward Offline

Besucher


Beiträge: 162

04.12.2005 17:02
[4.10.] Ostküste Antworten
Er hatte eine Verbindung mit dem Meer? Nein, das kam Raguel nur so vor... wie kam er denn nur auf diese Idee? Weil man ihn im Labor Poseidon gerufen hatte? Oder weil das Türkis in seinen Augen gerade die gleichen Wellenbewegungen vollführte, wie das Rauschen des Ozeans zu ihnen vordrang? Gut... das war natürlich ein Argument. Das leichte Aufblitzen und Irisfarbe, die alle Meerschattierungen annehmen konnte, hätten alles bedeuten können und doch lag es sehr nahe, dass es mit dem Wasser vor ihnen zutun hatte.

Als Seana aus dem Wagen sprang, sah er kurz zu Raguel und grinste leicht. Dass sie aber schon seine Wagentür aufriss, ließ ihn den Gurt lösen und ihre Hand ergreifen.

"Ist ja schon gut, Seana. Ich beeil mich ja schon."

Und dann war auch er aus dem Auto gestiegen, der Griff um ihre Hand wurde fester und seine Schritte schneller. Da war es wieder, diese hereinbrechende Euphorie, die er nicht wirklich offen zeigen wollte, aber er hörte das Rauschen in seinen Ohren wie beim ersten Mal, als er an der Küste gewesen war und er spürte jede einzelne Welle, die wie Blut durch seine Adern schoß. Seit damals hatte sich einiges verändert; er war nicht mehr krank - es war kein Abschied mehr, und diesmal hatte er sogar seine Tochter dabei.

Der Weg war nicht allzu weit. Nach einem kurzen Kieselsteinstrand und einigen Felsausläufern, standen sie auf feinerem Sand. Das Meer war an diesem Abend stürmisch, aber gerade das machte die Faszination über derartige Urgewalten ja erst aus. Der Himmel war bewölkter als vorhin auf der Fahrt zur Küste, aber noch regnete es nicht. Dorian ließ Seanas Hand los und ging ein wenig weiter vor zu den hereinbrechenden Wassermassen, bis er mit den Schuhen im feuchten Sand stand und ein paar hartnäckige Wellen seine Sohlen umspülten, ehe sie das Land wieder frei gaben und sich zurück zogen. Ja, der Wind war ab und an recht kühl, aber er konnte sich noch gut an den Tag erinnern, als er das letzte Mal hier gewesen war und er lächelte leicht.

Wahrscheinlich musste er sich regelrecht von diesem Anblick losreißen, um zurück zu sehen und nach Seana und Raguel Ausschau zu halten. Nur ein Meister würde diese Wassermassen beherrschen können und Dorian war gewiss noch nicht so gut - er konnte das Meer bitten, aber befehlen konnte er ihm noch nichts.

Vielleicht eines Tages. Aber bis dahin hatte er seinen Meister gefunden.

"Gefällt es dir, Seana?"

Dreamer Offline

Besucher


Beiträge: 101

05.12.2005 00:39
[4.10.] Ostküste Antworten
„Ja... es ist wunderschön“, erklang es von ihr. Sie lief durch den Sand, der anders war, als am Loch und beäugte sich die vielen Dinge, die darin versteckt zu sein schienen, indem sie sich immer wieder hinhockte und mit den Fingern etwas darin herumgrub. Irgendwann förderte sie eine Muschel zu Tage, nicht besonders groß und nicht besonders geformt, aber ihr Glanz war besonders hübsch anzusehen. Doch am hübschesten war diese Muschel wohl wirklich nur für Seana, die sie sorgfältig vom Sand befreite und dann in ihre Tasche steckte.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger aufgeregter, lief sie zu Dorian zurück und beobachtete ihn, wie er da stand, beinahe mit dem Meer zu reden schien und die Bewegung, die sie in seinen Augen kannte, hatte zum ersten Mal ihr Spiegelbild gefunden. Fasziniert schaute sie den Wellen zu, die sie sehr an Dorians Augen erinnerten.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

05.12.2005 01:07
[4.10.] Ostküste Antworten
Raguel selber war laenger im uto sitzen geblieben, ehe er den beiden letztendlich auch gefolgt war. Trotzdem war das Gefuehl niederstreckend, dass er fehl am Platz war und in der ZUsammenfindung von Vater und Tochter nur im Wege stand.
So war er da und versuchte doch so zu wirken, als sei er es eben nicht. Dezent im Hintergrund halten war die goldene Regel fuer heute. Und das konnte er ja eigentlich ganz gut. (Oder zumindest kam es ihm selber so vor. Aber war es ihm zu veruebeln, wo er zwei so schillernde Gestalten von Bruedern hatte, die stets im Rampenlicht standen. Und er wollte es ja auch gar nicht anders, nein!)

Verdammt, er haette wirklich mehr schlafen sollen. Seitdem er Fuss auf schottischen Boden gesetzt hatte, ging seine Schlafgewohnheit endgueltig den Bach runter. Etwas uebermuedet wirkte somit auch die Geste, seine Nasenwurzel zu massieren und dabei recht unbemerkt die Augen schliessen zu koennen.
So ein verdammter Mist, er hatte was im Auge! Auch das noch. Sand war echt ein unbeliebtes Element, seit er dieses Zusammentreffen mit einem der Labormutanten hatte.

Nachdem die letzte Traene auch erfolgreich aus dem Augenwinkel beseitigt war, wagte Raguel es noch einmal einen Blick auf Vater und Tochter zu werden. Wirklich, da konnte man ja fast eifersuechtig werden (wo war sein Dad nochmal gewesen waehrend Sariels und seiner Kindheit? Ach ja...).
Sollte er sie spaeter wieder abholen? Er wuerde so lange einfach einen Kaffee trinken gehen.

Scheisse, Meeresrauschen machte ihn einfach nur noch sentimental!

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

05.12.2005 19:23
[4.10.] Ostküste Antworten
Dorian sah zu Seana hinab und strich ihr das Haar zurück, ehe er fragte: "Was hast du denn im Sand gefunden, hm?" Tatsächlich hatten sich die Bewegungen in seiner Iris dem Rhythmus des Meeres angepasst und schienen sogar fast die gleiche Farbe zu haben. Er legte ihr die Hand auf die Schulter und warf kurz einen Blick zurück zu Raguel.

Was zum Henker tat denn der andere da drüben? Natürlich, ihm war Sand in die Augen gekommen...ja, klar. Allerdings konnte Dorian dessen Tränen nicht wirklich einordnen, darum sah er einen Moment etwas fragend zu Raguel zurück. Er schien zu warten, denn anders als der andere glaubte, wollte Dorian nicht, dass er sich im Hintergrund hielt. Hätte er gedacht, dass Raguel im Weg stand, wäre er mit Seana einfach mal allein an die Küste gewandert.

"Gehen wir ein Stück", forderte er Seana auf und winkte auch Raguel her. Irgendwo Kaffee trinken... so ein Unsinn. Raguel würde schön mitgehen. Ohne dass er darüber nachdachte, griff er erneut nach Seanas Hand.

"Bist du warm genug angezogen, Seana? Hier ist es recht windig."

Aber wenn er ganz ehrlich war, dann wäre er sogar bei diesem Wetter ins Meer gegangen. Allerdings wollte er dem Mädchen kein schlechtes Beispiel sein, auch wenn er selbst in gleicher Aufruhr war wie das Meer. Er musste jetzt einfach irgendwas tun.

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

07.12.2005 13:40
[4.10.] Ostküste Antworten
Er wollte sehen, was sie gefunden hatte? Seana grub ihre Hand kurz in ihre Tasche und förderte die kleine, schimmernde Muschel hervor. Vorsichtig balancierte sie diese auf ihrer Handfläche und hielt sie Dorian vor das Gesicht. „Hier, sie ist hübsch“, meint sie lächelnd und folgte seinem Blick zu Raguel. Was auch immer er tat, es war nichts ungewöhnliches, oder?

Erst Dorians warme Hand ließ sie wieder zu ihm hochsehen. Gerne konnten sie ein Stückchen gehen, war doch schön hier, etwas windig zwar, aber sie war schon in weniger Kleidung bei diesem Wetter gejoggt und vor Unwetter machte ihre kleine Nachmittagssportrunde auch nicht Stopp. In der einen Hand hielt sie die Muschel in ihrer Jackentasche umfasst, in der anderen hielt sie Dorian und dann war da noch das Meer... es war wirklich schön.

„Hm...“, war ihre einfache Antwort, als er sich nach ihrer Kleidung erkundigte. Bei so viel zu Sehen, dachte niemand an die Kleidung und sie fror auch gar nicht.

Dorian Hayward Offline

Besucher


Beiträge: 162

07.12.2005 16:29
[4.10.] Ostküste Antworten
"Ja, stimmt", erwiderte er und nahm ihr die Muschel einen Moment aus der Hand, um sie zu betrachten. Nichts Ungewöhnliches hier am Strand, aber Seana hatte Recht; sie war hübsch. Sowohl die Muschel als auch sein kleines Mädchen. Kurz grinste er und gab sie ihr wieder in die Hand, damit sie sie einstecken konnte. "Pass gut darauf auf."

Dorian ging tatsächlich ein paar Schritte über den nassen Strand, in dem ab und an ein paar Quallen wie große durchsichtige, aber glibbrige Teller lagen. "Die solltest du nicht anfassen, sie brennen auf der Haut." Viele Dinge, die mit dem Meer zutun hatten, kannte er und er wusste auch woher. Er hatte oft in Büchern gelesen. Anders als er früher geglaubt hatte, war er nicht an der Küste aufgewachsen, aber es schien ihm so, als wäre er es.

Wieder sah er zu Raguel zurück und winkte ihn her. Ein leichtes Lächeln war auf seinen Lippen, während er dem anderen entgegen sah. Das erste Mal, dass er in seinem Leben wirklich an der Küste gewesen war, war mit Raguel gewesen - damals unbewusst, heute wusste er es besser. Zu jener Zeit hatte er das Meer mit anderen Augen gesehen (dieses Sprichwort hatte angesichts der Tatsachen irgendetwas Komisches), aber heute wie damals gab es in all der Bewegung - sei es nun der Wind oder das Wasser - eine Konstante.

Er hatte nicht vor, das zu ändern.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

09.12.2005 15:11
[4.10.] Ostküste Antworten
Hmpf, nun war wohl jede billige Ausrede gestorben fuer ihn, oder? Er haette ja sonst behaupten koennen er wollte Dorian und Seana nicht stoeren, ihnen ein wenig Ruhe goennen, endlich mal alleine und abseits des ganzen Institutstrubels... Aber stattdessen hatte Dorian ihn ja einfach mit Blicken eingeladen.
Puuuuuuh, dann musste er jetzt wohl in den sauren Apfel beissen.
Familienzusammenfuehrungen. In sowas war er ja mal ganz schlecht - war er sogar bei seiner eigenen Familie gewesen. Andererseits konnte er sich ja hier auf der sicheren Seite wiegen, da er nur stiller Beobachter und nicht Mitglied der Kleinfamilie war.
Die Haende auf dem Ruecken verschraenkt, so dass es aussah als haette er zu viel Zeit mit Scott verbracht, trat er zu den beiden heran und schenkte ihnen ein kurzes Laecheln.

Sand!
Er hatte noch eine weitere offene Rechnung, das viel ihm jetzt erst wieder richtig auf. Und er hatte bisher stets seine Rechnungen beglichen...

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

12.12.2005 19:15
[4.10.] Ostküste Antworten
In den sauren Apfel beißen?
Stiller Beobachter?

Was dachte Raguel da eigentlich für einen kompletten Unfug? Wie gut, dass Dorian es nicht wusste. Er wartete auf Raguel, ehe er mit Seana weiterging. Raguel sollte sich jetzt aber nicht einfallen lassen, fünf Schritte hinter ihnen zu gehen. Hallo? Musste er sonst böse werden und Raguel ersäufen? Allerdings lächelte auch er kurz und ließ den Blick schweifen. Er verdiente zwar überhaupt nichts im Institut, aber er hatte noch ein wenig Geld vom Labor, so dass er in die Ferne deutete.

"Wir könnten ja noch einen Kaffee trinken gehen. Und eine Schokolade."

Das Café schien nämlich über hohe Glasfenster zu verfügen, damit man hinaus auf das Meer sehen konnte. Allerdings war es noch ein kleiner Spaziergang dahin. Und auf einmal wurde der Händedruck um Seanas Hand fester und Dorian rannte plötzlich los. Wahrscheinlich war er verrückt geworden... aber das Meer schien auch gerade ein klein wenig übermütig.

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

12.12.2005 19:55
[4.10.] Ostküste Antworten
Das Gefühl der Muscheln in ihrer Hand, in ihrer Tasche hatte etwas fröhliches für sich. Sie würde sie fortan immer bei sich haben, wie einen Glücksbringer und ehe sie sich in ihrer langsamen Art und Weise zu Denken darauf besonnen hatte, dass Raguel immer noch hier war, zog sie Dorian auch schon quer über den Strand.

Es fühlte sich an, als würde sie mehr fliegen, als rennen. Der kühle Wind in ihrem Gesicht, die warme Hand in ihrer Hand und der sanfte Druck, mit dem er sie neben sich her zieht. Kakao klang gut, sagte eine Stimme in ihrem Kopf und Seana musste lachen.

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

14.12.2005 21:20
[4.10.] Ostküste Antworten
Seanas Lachen ließ ihn grinsen. Sie hatten schon eine gute Strecke hinter sich gebracht, ehe er langsamer wurde, sich umdrehte und einen Arm ausstreckte. Diesmal gewährte ihm das Meer seinen Wunsch und preschte in einer Welle aufs Festland, so dass Raguel eine schöne Ladung Wasser ins Gesicht klatschte. Selbst Schuld, wenn der andere so lahm war. Dorians Grinsen wurde ein wenig breiter und er wusste jetzt nicht, wie Raguel reagieren würde, so dass er zu Seana sagte: "Ich glaube, wir müssen gleich noch einmal rennen. Bist du bereit?"

Raguel Offline

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Beiträge: 263

14.12.2005 23:49
[4.10.] Ostküste Antworten
Hey! Was sollte das denn werden, wenn es mal gross war? Wollte da jemand eine Rebellion anzetteln? Man man man, SOWAS passierte, wenn man mal freundlich war und die freien Tage aufgab, um andere Leute durch die Gegend zu kutschieren. Und ja, sie sollten jetzt lieber die Beine in die Hand nehmen und um ihr Leben laufen.
Vor einem Wutausbruch, stand Raguel aber erstmal ziemlich ueberrascht am Strand herum und schaute dumm, na, wie ein begossener Pudel eben, aus der Waesche.
"Lauft um euer Leben!" Und so knurrig es auch klang, das sein blaues Auge so viel heller wirkte, als das gruene, nahm ihm irgendwie was von seiner uebellaunigen Brummeligkeit wieder weg. Allerdings verhinderte es nicht, dass der Ire den beiden Vorausgaengern tatsaechlich mit grossen Schritten nachsetzte. Wen immer er von den Beiden erwischen wuerde, er wuerde ihnen den Hosenboden langziehen.
Ja, das gab sicher ein sehr lustiges Bild mit Dorian ab. Auf den schien er es ohnehin mehr abgesehen zu haben...

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