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nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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auf der neuen Plattform und hoffen
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Das stetige Klappern des Kugelschreibers auf der Papierunterlage bildete mittlerweile einen gleichmäßigen Rhythmus auf dem man problemlos einen Pop Song hätte kreieren können. Jean saß auf dem Lehrerpult und blätterte ihre Akten der Mutations-AG durch. Sie hatte diesen Termin mit Scott und Padraig angesetzt, damit sie über ihre Problemfälle sprechen konnten. Allen voran Karl Seiffert, dessen Umgang mit seiner Gabe etwas zu korrekt schien. Aber er wollte Hilfe und so war er zu diesem Gespräch in einer persönlichen Runde zitiert worden.
Ein Bein über das andere geschlagen, wippte sie mit dem Fuß und besah sich Karls bisher bekannte Daten.
Ähm...also...das war so... es war einmal ein Scott, der ständig diesen...BESCHEUERTEN Türabsatz übersah!! Aber er stolperte nie ernsthaft, es sah nur immer ziemlich ungelenk aus, wie er da ins Zimmer brach. Und wie immer bedachte er diesen Absatz mit einem vernichtenden Blick (so vernichtend nun auch wieder nicht, man sollte nicht immer alles wörtlich nehmen - er wollte ja kein Loch in den Boden stampfen) und fuhr sich das dunkelbraune Haar zurück, ehe er neben Jean trat und ihr einen Moment etwas dreist die Hand auf den Oberschenkel legte. War ja keiner da, sah auch keiner... und er war früher wirklich einmal sehr schüchtern gewesen! Das musste man ihm jetzt einfach mal glauben.
"Wo ist Padraig?"
Dass Karl noch dazu kommen würde, war ihm noch nicht mitgeteilt worden, aber er hatte keine Probleme damit. Sprachen sie eben zuerst über Karls Schwierigkeiten und kamen später dann zu den allgemeinen Abläufen in der AG.
„Padraig? Der kommt sicher gleich“, meinte sie, schließlich wusste sie es aber nicht genau, denn im Endeffekt war sie nicht Padraigs Mutter. Seine Eigenart seine Gedanken zu sperren machte es ihr auch schwer, ihn zu lokalisieren. „Ich habe Karl eingeladen... er wollte schon seit längerem mal mit uns sprechen.“
Ihre Hand strich über seine auf ihrem Oberschenkel und ihre grünen Augen fixierten ihre Spiegelung in seinen rubinroten Quarzgläsern. Durch seine Gedanken, sah sie sich selbst und selbst das, war für sie nichts ungewöhnliches.
"Verhalten", offen zugebend. Es war nicht ganz leicht, alle Schüler von der Notwendigkeit dieser AG zu überzeugen. Viele waren nicht ganz bei der Sache und sahen darin nur verschwendete Zeit. Aber man musste schließlich im Kleinen anfangen und die Schüler für das sensibilisieren, das sie sonst stets übersahen oder verdrängten. Das alles war noch ein hartes Stück Arbeit. "Und welche Erfahrungen hast du bisher gemacht?" Mit der freien Hand hangelte er an ihr vorbei zu seiner Kaffeetasse. Das würde doch gewiss wieder eine Besprechung von mindestens 2 Stunden. Auf ihre Worte hin, dass Karl auch dazu kommen würde, nickte Scott lediglich.
"Ich glaube, der Junge ist wirklich bemüht. Gerade weil man seine Fähigkeiten nicht wirklich fassen kann, sollten wir besonderes Augenmerk darauf legen." Er erwiderte ihren Blick und ein kaum merkliches Schmunzeln huschte über seine Lippen. Er konnte sich nicht annähernd vorstellen wie es war, sich selbst in einer Rückkoppelung zu sehen... oder manchmal sogar zu fühlen. Aber er wusste, dass Jean bewundernswert damit umging.
wie ein uhrwerk. bestellt zu einer uhrzeit und pünktlich, auf die minute klopft es an der tür. geduldig wartet er davor das jemand von drinnen sowas wie ein "herrein" hören lässt und überlegt derweil schonmal ob er überhaupt jemals schon in diesem raum gewesen ist. eigentlich nicht... also, noch eine interessante, neue erfahrung. darüber hinaus legt er sich vorab die worte zurecht die er hier anbringen könnte. die grundlegende thematik ist ihm wohl bekannt, aber was genau daran zu besprechen wäre eben doch nicht...
Immer diese Termine auf dem letzten Drücker. Manchmal wünschte er sich, dass man ihn rechtzeitiger informierte. Er hatte den Zettel mit dem Termin vorhin in seinem Fach gefunden und jetzt musste er sich beeilen. Immerhin hatte er noch ein Chemie-Experiment aufbauen wollen. Eine Besprechung über die Mutations-AGs sollte also stattfinden. Nun, was hatte er zu berichten? Seine Schüler waren eigentlich recht gut dabei, Brooke trainierte sehr fleißig und Mika und Marinja zeigten sich überaus sozial, wenn es um Brooke ging. Er hatte auch keine Probleme damit, dass sie ihre Kräfte zum Aufheizen für Brooke nutzten. Immerhin trainierten sie so die Kontrolle darüber.
Über Tara und Corban konnte er noch nicht so viel sagen, sie schienen recht zögerlich zu sein, was den Gebrauch ihrer Gaben anging. Nicolas war eigentlich nicht so das Problem, er war zuverlässig, manchmal ein wenig widerspenstig aber das hielt sich im Rahmen. Außerdem konnte Pad ihm öfters ein wenig Energie abzapfen, damit er sich nicht überlud. Und mit Stan ging es weiter wie bisher, er hatte ihm mal ein wenig ins gewissen geredet wegen der Sache mit den beiden jungen Frauen. Und zu Noah gab es auch wenig zu sagen.
Also, im Großen und Ganzen konnte er sich nicht beschweren. Seine Schüler sahen die Notwendigkeit der AG ein.
Ohne anzuklopfen stürmte er herein und hätte fast Karl über den Haufen gerannt. „Sorry, dass ich ein wenig spät bin, ich hab die Nachricht etwas spät erhalten.“
Jean entzog sich Scotts Hand, erhob sich und trat auf Karl zu, den sie kurz in Augenschein nahm und dann platzte auch schon Padraig herein. „Kein Grund sich zu entschuldigen Mister Diarmuid, schließlich war es sehr kurzfristig“, meinte sie und bot Beiden an sich zu setzen. „Ich habe dieses Treffen angesetzt, um einen ersten Überblick über die Fortschritte der Kinder zu bekommen, aber in erster Linie, um über Karl zu sprechen.“ Langsam ging sie durch den Raum und blieb dann vor Karl und seinem Sitzplatz stehen. „Schließlich wissen wir nicht wirklich, was genau seine Gabe ist, aber ich dachte, dass eine kleine Besprechung uns dabei helfen würde, eine Möglichkeit zu finden, wie er die benötigte Kontrolle darüber erlangen kann. Er hat mir anvertraut, dass er sich unsicher fühlt, solange er nicht wirklich weiß, wie er sie kontrollieren kann.“
Ihr Blick lag währenddessen auf Karls blauen Augen und erst jetzt wandte sie sich wieder an ihre beiden Mitstreiter. Hatten sie Vorschläge?
sein blick wird für einen moment unruhig. hereingebeten zu werden ist ja okay. aber diese hektik dann bringt selbst einen geübten gesellschafter wie ihn aus dem plan. ein etwas verrutschtes lächeln ziert das gesicht, während er alle anwesenden mit namen begrüßt. dann setzen... dann umhersehen...
und als jean dann so lapidar über das spricht was er für sie aufgearbeitet hat fühlt er sich ein klein wenig belanglos bei der sache. natürlich geht es um die mutation, aber irgendwie fühlt er sich bei dieser art über ihn zu sprechen nur als... irgendwer der ein ergebnis liefert, mit dem hier alle irgendwie klar kommen sollen. seine haltung ist nüchtern, kontrolliert und hellwach. er weis nicht was ihn erwartet.
Einen Moment ließ sie die Einleitung wirken, bevor sie sich zum Schreibtisch umwandte und die gesammelten Notizen über Karl zur Hand nahm und aufschlug. „Bisher haben wir einige Hinweise darauf gefunden, dass Karl seinen Geist von seinem Körper lösen kann und mit diesem bisher schon einige beachtliche Reisen unternommen hat. Augenscheinlich wird sein Geist von Energiemustern angezogen, die ausgelöst durch Wut, Hass oder aber auch gleichwertigen positiven Gefühlen ihm wahrscheinlich auch dazu dienen, Energie zu gewinnen.“ Sorgfältig blätterte sie um und warf Karl einen kurzen, freundlichen Blick zu. „Von den wenigen Zusammenbrüchen die wir bisher hatten, vermute ich, dass sein Körper in eine Art Koma versetzt wird, wobei sein Körper auf einen minimalen Energieverbrauch heruntergestuft wird, so dass er auch die längere Zeit der Trennung ohne Folgeschäden überstanden hat. Aber genau kann ich das nicht sagen.“ Wieder blätterte sie weiter und hatte sich mittlerweile auf den Schreibtisch gesetzt. „Soweit meine Vermutungen, dass alles ist noch ziemlich vage, auch weil wir schlecht Tests machen können“, meinte sie abschließend.
Sicherlich fühlte sich Karl etwas theoretisch behandelt, aber eigentlich bevorzugte er oft selbst diese Vorgehensweise und jetzt kam er sich dabei komisch vor. Jean selbst bemerkte es beiläufig, dass er sich gerade nicht allzu sehr wohl fühlte, aber innerhalb der Mutations-AG Leitung musste man durchaus Klartext sprechen, sonst käme man nicht auf einen gemeinsamen Nenner.
„Mir persönlich ist nichts eingefallen, wie wir diese Zusammenbrüche unter Kontrolle bringen könnten. Auch, weil sie seit geraumer Zeit nicht mehr aufgetreten sind. Wobei ich von den wenigen Zwischenfällen aus nur sagen kann, dass es bisher bei enormen Stresssituationen aufgetreten ist“, was wiederum ein vertrauter Auslöser für Mutationen war.
niemand hat behauptet das karl in seinem inneren ein logisches wesen ist geschweigedenn wie mit den vielen anderen leuten das äußere und nach außen gezeigte mit dem nach innen angewandten übereinstimmt. aber irgendwo löst sich das gefühl auch wieder, denn sich so professionell diagnostiziert zu sehen beruhigt ihn. man weis was mit ihm los ist. und das beste daran ist, die dr. hat anscheinend alles unter kontrolle... er lehnt sich etwas zurück. er lässt ungesagt, das er oftmals wenn er schläft ähnliche erinnerungen sammelt... wahrscheinlich wird jean das eh schon wissen.
Wenn die Zusammenbrüche durch Stress ausgelöst wurden, oder besser bei Stresssituationen auftreten konnten, dann bedeutete das doch eigentlich, dass Karl lernen musste seinen Stresspegel möglichst niedrig zu halten. Autogenes Training oder ähnliche Entspannungsmethoden konnten dabei helfen, so wie sie es auch bei den anderen getan hatten.
„Ich kenne mich mit dieser Art der Mutation zu wenig aus, aber könnten wir nicht, wenn Karl dem zustimmt natürlich, versuchen, ihn in eine kontrollierte Stresssituation zu bringen und das Dr. Grey versucht auf telepathischem Wege mit ihm in Kontakt zu bleiben? Einen Versuch, ob das überhaupt geht wäre es sicher Wert, finde ich.
Eine andere Möglichkeit besteht vielleicht, dass er lernt bewusst zu träumen. Immerhin könnte es dann ja sein, dass er selbst in den Zeiten seines Zusammenbruchs noch aktiv das Geschehen beeinflussen kann und sich dabei nicht mehr so hilflos fühlt. Ich hatte Mal einen Artikel gelesen über eine Studie in Österreich, allerdings ging es dabei hauptsächlich um die Bewältigung von Albträumen.“
Er hatte Karl bei seinen Ausführungen genau beobachtet. Und dann fiel ihm wieder ein, dass er Scott hatte fragen wollen, ob er sich bei Ian McNara sen. Erkundigt hatte, was der über die Geschichte des Anwesens und seiner Umgebung wusste.
Scott hatte Karl und Padraig ebenso begrüßt und sich mit ihnen an den Tisch gesetzt. Er hörte sich Jeans Ausführungen an und dachte selbst darüber nach, wie man mit Karls Mutation umgehen könnte.
"Ich muss Padraig zustimmen, wenn wir kontrollierte Situationen schaffen, in denen Karl lernen kann, seine Fähigkeiten bewusst zu lenken, wird er sie auch in Stresssituationen kontrollieren können."
Die Frage war natürlich, wie man derartige Situationen bewusst herbeiführen konnte. Aber diese Frage stellte sich nicht nur bei Karl, eigentlich stellte sie sich für alle Mutationsschüler. Und Scott dachte das erste Mal darüber nach, den Dangerroom auch für Schüler frei zu geben. Immerhin war dort das Unfallrisiko am geringsten.
"Du könntest ihn doch gewiss in einen Traumzustand versetzen, oder Jean?"
Pad fragte sich, ob sie heute nur Karl besprechen wollten, oder ob es auch die Möglichkeit gab, über einige Dinge in den Gruppen selbst zu reden Immerhin wollte er Scott fragen, ob es noch einen Raum gab, den er nutzen konte, damit er mit den Schülern langsam mal aktiv an den Umgang mit ihren Kräften gehen konnte. Er spürte deren Ungeduld und damit sie nicht unkontrolliert anfingen mit ihren Kräften zu experimentieren, wäre es vielleicht angebracht, wenn man mit ihnen einige leichtere Übungen machen konnte. Und gerade bei seinen Schülern könnte ein schiefgelaufenes Selbstexperiment einen größeren Schaden nach sich ziehen.
Vielleicht wussten die beiden ja nen Ort, den er nutzen konnte und an dem ein paar Brandspuren nicht so dramatisch wären.
Scott meinte also, ein künstlicher Traumzustand würde Karl helfen? Bei dem Vorschlag sah sie ihn an, aber vielmehr wollte sie wissen, wie ihm die Idee gefiel. Es war ein Anfang, auch wenn kontrollierte Stresssituationen etwas anderes sind und es ist immerhin kontrollierter Stress. Am Ende reagiert jeder anders in einer richtigen Stresssituation. Allerdings nickte sie daraufhin bestätigend und versuchen konnten sie es ja mal, nicht?
„Hm, da fällt mir ein.“ Damit wandte sie sich zu Padraig. „Bei unserem letzten Gespräch, hatten sie doch um einen gesicherten Platz gebeten, an dem sie mit ihren Schülern trainieren können. Ich hab darüber nachgedacht und heute würde ich ihnen vorschlagen, mit den Kindern einfach ins Freie zu gehen. Wir haben genügen Plätzchen auf dem Gelände, wo zu dieser Jahreszeit genügend Platz ist und darüber hinaus können wir ein paar abgefackelte Büsche oder dergleichen sehr gut verkraften.“ Soweit ihre Meinung und so etwas wie einen brandsicheren Raum gab es sowieso nicht. Am Ende müssten die Schüler mehr darauf achten sich gegenseitig nicht abzufackeln, als auf irgendwelche Botanik Rücksicht zu nehmen. So sehr es Ro auch unter Umständen weh tun sollte, am Ende haben sie alle ihre Kräfte einfach an Ort und Stelle geübt, als ständig in einen abgeriegelten Raum zu staksen und sich dort eingeengt zu fühlen.
Auch Scott musste Jean zustimmen. Am Anfang war es gut, wenn Pad mit seinen Schülern nach draußen ging, so wie er es getan hatte. Später, wenn sie ihre Mutation einmal verstanden und sie ein wenig lenken konnten, konnte man jene mit ihnen trainieren. Und vielleicht war der Dangerroom dann eine gute Möglichkeit. Aber das musste er mit dem gesamten Team besprechen.
Er wusste natürlich nicht, ob Karl ein künstlicher Traumzustand wirklich helfen würde, aber wie sollten sie seine Fähigkeiten sonst in einen Rahmen bringen? Erst einmal war es wichtig, dass sich Jean ein umfassendes Bild seiner Mutation machte - inwieweit sich Karls Geist vom Körper entfernen konnte und welche Möglichkeiten sich ihm dann boten. Sie würden es nie herausfinden, wenn sie es nicht versuchten. Scott sah in die Runde. Eigentlich hatte er schon vor, noch über die anderen Schüler zu sprechen und Karl sollte sich auch nicht langweilen müssen, so dass er zu jenem sagte: "Dr. Grey wird dann also an einem Abend Zeit für dich haben. Stell dich darauf ein, Karl." Obwohl es wohl mehrere Traumversuche bedurfte. Aber Jean war die Einzige, die Karl trainieren konnte.