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Dieses Thema hat 35 Antworten
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 Institut-Area
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Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 01:01
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Eigentlich löste sich die Materie lediglich ein wenig auf und wurde durchlässig. Man sah es kaum, wenn man nicht mit der Nase darauf gestoßen wurde. Aber wer lief schon mit hochgezogener Nase bis an die Decke durchs Institut? Gut... es gab da welche...

Der Kreuzanhänger war das Erste, das lautlos auf den Teppich vor dem Bett fiel. Er glitzerte unscheinbar in der Düsternis und doch war plötzlich etwas von Scott von der Decke gefallen, auch wenn es Noemie jahrelang am Hals getragen hatte. Der Grund dazu war ein weiteres Mysterium, das vielleicht noch einmal aufgelöst werden würde. Es dauerte allerdings nicht lange und etwas Größeres folgte diesem Anhänger. Diesmal kam es nicht so lautlos auf dem Teppich auf und wahrscheinlich hatte sich Nathan bei dem Sturz aus 3 Metern Höhe den Arm angebrochen.

Aber er sagte kein Wort. Er biss einfach nur die Zähne zusammen und verzog einen Moment das Gesicht. Wenn Noemie nun auf ihn drauf fiel, dann... wurde er uncharmant.

Noemie Offline

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Beiträge: 109

04.01.2006 01:20
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
War sie so ein Trampeltier wie Nathan? War die Erde ne Scheibe? Hatte sie sich schon oft genug durch irgendwelche Fenster gehangelt, um - UPS! Das sollte sie jetzt besser gar nicht denken, nicht mal im Eifer des Gefechtes.
Aber scheinbar war Noemie eines ganz klar: Wo es hoch ging, musste es auch wieder runter gehen!

Viel zu koordinieren gab es bei ihrem Sturz nicht gerade, denn Nathan hatte sie ja einfach mitgezogen, so dass kaum Zeit für Pläne blieb - ja, sie würde ihm genau das noch Jahre vorhalten! Der Sog hatte sie gepackt und nachdem sie Nathans Hand verloren hatte früher oder später auch wieder losgelassen. Keine Ahnung wo sie war und was es alles zu bedeuten hatte, schlug in Noemie nur eines durch: Ihre jahrelange Konditionierung auf das Dasein als X-odus.
Ihre Landung war nicht minder unelegant, denn seine (aber immerhin landete sie nicht auf ihm, nein! Diese Genugtuung würde sie ihm im Leben nicht gewähren!), aber selbst wenn dabei etwas in die Brüche gegangen war, rollte sie sich verhältnismässig geschmeidig ab und blieb wie eine Katze auf dem Sprung hocken.
Ihre Augen huschten in der Dunkelheit abschätzend über die Möbel, aber nach diesem Höllenritt war schwer zu sagen, ob nicht hinter jedem Schatten ein Angreifer wartete. ~How are you?~ Manchmal lobte sie es sich einen Telepathen zum Freund zu haben (nicht gerade wenn er sie in Gefahr brachte, aber sonst konnte er schon ab und an nützlich sein) und zum anderen lobte sie auch die recht alte Erfindung des Implantats (nur, liebe X-odus Mitglieder 2005/2006, sie hatte die neue Version!)

Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 01:32
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Nathan drehte den Kopf in ihre Richtung und rollte mit den Augen. "Musst du eigentlich immer so angeben?" kommentierte er ihre Abrollaktion. Außerdem war sie klar im Vorteil gewesen, immerhin hatte sie ja schon gesehen, dass er gefallen war... ehm, oder so. Jedenfalls streckte er die Hand nach dem Anhänger aus und nahm ihn an sich, bevor er sich langsam aufrappelte und erst jetzt einen Blick für seine Umgebung hatte.

Hier hatte sich ja wirklich so gut wie gar nichts verändert. Waren sie überhaupt irgendwohin gekommen? Oder besser gesagt: Waren sie eigentlich irgendWANN anders? Er fuhr sich das Haar zurück und drehte sich zu Noemie um. Konnte sie auch mal was dazu sagen? Immerhin sprach sehr viel dafür, dass sie in einer vollkommen falschen Zeit waren. Warum sollten sie ausgerechnet dort angekommen, wo sie hinwollten?

Aber Nathan öffnete die Hand und betrachtete den Anhänger. Sie waren hier genau richtig.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 01:32
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Something is wrong...

Sie ging gerade die letzten Schritte über den Flur. Das Gespräch mit Marinja war noch nicht allzu lange vorbei und obwohl es noch nicht allzu spät war, hatte sie dieser Tag mehr als alles andere ausgelaugt und sie sehnte sich nur noch danach in ihr Zimmer zu gehen, zu duschen, sich ein Buch zu schnappen, etwas lesen und dann einzuschlafen.

Aber aus irgendeinem Grund stand sie eine ganze Weile vor ihrer Tür und zögerte. Ihr Kopf fühlte sich an, als würde er gleich platzen und zu allem Überfluss hatte sie eine ganze Dosis von Raguels furchtbarer Samaritergabe abbekommen, so dass sie zusätzlich zu dem ihr unbewussten Schock herumlief wie ein Drogensüchtiger. Seltsamerweise kam der Entzug plötzlich, als würden zwei schwere Gegenstände auf den Boden fallen, so dass das ganze Institut etwas von der folgenden Vibration abbekam.

Was wollte sie? Ach ja, in ihr Zimmer.

Ihre Finger schlossen sich um die Türklinke und obwohl ihr Geist sich vehement gegen diese Aktion wehrte, siegte die Gewohnheit und öffnete die Tür, wie es Brauch war. Ein leises Klicken folgte, Jean schob sich durch den entstandenen Türschlitz, mit dem Rücken zum Zimmer schloss sie die Tür leise wieder und schaltete das Licht ein. Jedoch erhellte sich das Badezimmer, in dem sogleich das Wasser in der Dusche losging und wenn man nicht Augenmerk darauf legte, dass Jean gerade ihren Wollpullover am Bund aufraffte, um ihn sich über den Kopf zu ziehen. Dann bemerkte man einzelne Lichtfunken, die durch den Raum blitzten. Seit dem Vorfall mit dem Spiegel hatte sie noch nicht den Gedanken gefunden die Splitter aufzusammeln und nun, erledigte es sich beinahe wie von selbst.

Sie war so abgelenkt, dass sie im ersten Moment nichts zu bemerken schien. Allerdings erwartete man nicht unbedingt Besuch aus der Zukunft in seinem allerheiligsten Zimmer, oder? Doch dann... stockte sie.

Nathan Offline

Besucher


Beiträge: 91

04.01.2006 01:48
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Argh...

Auch Nathan stand nicht der Tür zugekehrt, sondern sah sich nach Noemie um. Allerdings wusste er sofort, wer dort ins Zimmer gekommen war. Und das Seltsame daran war, dass er jeden einzelnen Gedanken, den sie aufschnappte, ebenso mitbekam. Sein Kopf drohte einen Moment zu zerspringen. Eigentlich besaß er seine Gabe schon von Geburt an - anders als die Mutanten erster Generation - und wusste damit umzugehen (wenn er nicht gerade in einer Massendemonstration in Edinburgh stand). Zudem war die Jean Grey seiner Gegenwart eine Frau, die ihre eigene Mutation absolut beherrschte. Hier und jetzt allerdings schien sie mehr als abwesend zu sein, auch wenn sie gerade versuchte, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren.

Mit einem dumpfen Schnaufen schottete er seine Wahrnehmung von der ihren ab und die Rückkoppelungen hörten auf, der Kopfschmerz blieb allerdings präsent und ein dünnes Blutrinnsal schoß ihm aus der Nase. Gott... ja, wahrlich. Something's wrong. Er wandte den Blick in ihre Richtung und starrte zu ihr hinüber. Miss Jean Grey war eine schöne Frau. Das war sie immer gewesen.

Aber da war noch etwas anderes.
Vielleicht erkannte er es nicht gleich... vielleicht wollte er es auch nicht wahrhaben.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 02:03
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Langsam strich sie den Pullover wieder glatt nach unten, wandte den Kopf etwas und schließlich den ganzen Körper, bis sie den Besuch aus dem Augenwinkel sehen konnte. Was auch immer an den Beiden vertraut sein mochte, in diesem Moment drang es nicht zu ihr durch. Schließlich hatten die Vorfälle in der letzten Zeit für eine erhöhte Alarmbereitschaft innerhalb der Gruppe geführt. Gründe dafür waren der Überfall auf Karl, der einen entscheidenden blauen Fleck im Nacken gehabt hatte. Erlebnisse von Padraig und der Survival-AG, Genetiks, der Mann, der sich Rat nennt, Carol Stones ganzes Leben und JETZT DAS HIER!

Mit einer einzigen Bewegung hatte sie sich den Beiden ganz zugewandt und in eben diesem Moment da die Tür zur Außenwelt geschlossen worden war, sie nicht länger gefasst sein musste und zu guter Letzt Eindringlinge in ihrem Zimmer waren, brach es einfach aus ihr heraus.

Knirschendes Holz aus der Richtung in der das Fenster angesiedelt war, dass im nächsten Atemzug regelrecht aufplatzte und einen eisigen Hauch ins Zimmer einsog. „How dare you“, zischte sie, hob nicht einmal ihre Hände und konzentrierte die eisige Nachtluft zwischen ihnen. Der Sog, ungleich stärker der Zeitspalte, ergriff auch die Glassplitter die einen Moment reglos in der Luft geschwebt hatten und im nächsten Moment galten ihre Gedanken nur noch einer Aufgabe.

Alles, was nicht im entferntesten in dieses Zimmer gehörte würde sie herausspülen und wenn sie danach KO gehen und für den Rest der Nacht durchschlafen würde.

Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 02:21
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Fuck...

Aber das drang nicht zu ihr durch. Es drang nicht einmal gänzlich in sein eigenes Bewusstsein - oder war es Noemies Gedanke? Dennoch; er beschrieb genau diese Situation. Es war nicht so, dass sie nicht ihr Leben lang trainiert hatten, um derartig unerwarteten Angriffen zu begegnen, aber wenn einen die Person angriff, der man immer am meisten vertraut hatte, dann reagierte man einfach etwas zeitverzögert.

Wenn Jean selbst nicht die Hände hob, doch Nathan tat es - wenngleich nur, um sich vor den berstenden Fenstern zu schützen, so dass die Glasscherben nicht nur allein durch Jeans Willen in der kalten Winterluft schwebten. Es schien sogar einen Moment so, als würden sie bedrohlich durch die Luft schlittern und nicht wissen, welcher Macht sie gehorchen sollten. Wollte sie wirklich ein Kräftemessen? Ihre Wut gab ihr Auftrieb und Nathan wusste das. Aber er war besser als die Jean von 2005! Auch er selbst brauchte seinem Willen keine Geste folgen lassen, aber diesmal schien es angebracht, es verschaffte ihm die totale Kontrolle über sein Handeln.

Der Sog der Nachtluft, der zuvor Barriere gewesen war, verwandelte sich nun in einen Strudel, der sowohl die Scherben des Fensters als auch die Scherben des Badezimmerspiegels anzog und glitzern ließ. Nathan hatte in dieser neuen Situation allerdings auch Noemies Anhänger losgelassen, der sich unter die Scherben gemischt hatte und ab und an leicht rötlich funkelte. Gut, er nahm die Herausforderung an, auch wenn er nicht das gleiche Ziel verfolgte wie sie. Er würde sie niemals verletzen. Aber er war gespannt, wie lange ihre Kräfte anhalten würden.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 02:35
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Wenn sie eines aus den endlosen Trainingsstunden in den Subs gelernt hatte, dann ob ein Gegner dich verletzen will oder nicht. Eine ganze Weile hielt der Raum regelrecht den Atem an und dann setzte sich die Frau auch noch in Bewegung, geradewegs auf den Fremden zu, der nicht nur eine hervorragende Reaktion und ihre Kräfte hatte, sondern vielmehr auch noch aussah wie...

„Scott“, formten ihre Lippen, als sie durch die schwebenden Scheiben ging, die sich in seichten Wellenbewegungen von ihnen ausbreiteten. Langsam hob Jean ihre Hand, vorsichtig näherte sie sich dem Gesicht des Mannes und erst dann setzte ihr Verstand vollends ein. Ein wütendes Funkeln durchfuhr ihre bis eben noch matt, verschwommenen grünen Augen. Ihre Brauen senkten sich gefährlich und sie biss die Zähne zusammen, bevor sie die nächsten Worte sprach. „Why do you look exactly like someone I lost...“

Dieser Mann war Scott wie aus dem Gesicht geschnitten, bis auf die Augen. Diese dunkelgrünen Augen.

Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 02:55
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Konnte sie sich mal entscheiden, was sie tun wollte? Aber warum fragte er sich das überhaupt, er kannte sie doch gut genug um zu wissen, dass sie oft nicht das tat, was er erwartete. Er ließ die Scherben auseinander driften, als er erkannte, dass sie auf ihn zukam. Wieder war irgendetwas merkwürdig und Jeans Worte ließen ihn das langsam auch realisieren.

Scott. Noch nie hatte ihn jemand so direkt Scott genannt, auch wenn man oft gesagt hatte, dass er so aussah. Aber dieses Scott ließ ihn doch schlucken und er starrte Jean regelrecht an. Diesmal tat er nichts, um auf ihre Bewegungen zu reagieren. Und selbst wenn sie ihm ins Gesicht geschlagen hätte, diesmal hätte er nichts getan, um es zu verhindern. Aber das, was sie sagte, war viel schimmer als jeder Schlag ins Gesicht.

Noemie, ich bin zu spät gekommen. Manchmal sollte sie einfach Gedanken lesen können. Aber vielleicht tat sie das auch in diesem Moment, immerhin kannte sie ihn und wusste seine Körpersprache zu deuten. Er zog die Brauen zusammen und erinnerte dabei noch mehr an Scott. Wie sollte er seine Herkunft eigentlich verbergen? Welche bescheuerte Idee war das, Noemie? Jeder wusste doch sofort, wer er war.

Er hatte es jetzt zwar verstanden, aber noch immer nicht realisiert. "Nein... ", sagte er darum. "Ich bin nicht zu spät gekommen." Um wie viel zu spät? Ein Jahr? Zwei Jahre? Einen Monat? Einen Tag? Es spielte keine Rolle, er wollte es nicht wahrhaben. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. "Ich bin nicht zu spät gekommen!!"

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 03:06
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Langsam ließ sie ihre Hand sinken, sie kannte diesen Mann doch nicht und sein Ausbruch entstellte die Wunschvorstellung in ihrem Kopf mit einem Mal, wie ein Sprung im Spiegel das eigene Spiegelbild. Plötzlich dämmerte es ihr, verdammt noch mal, wieso kam dieser Gedanke gerade erst jetzt auf? Sie war doch sonst nie so begriffsstutzig! Mit zwei Händen und zwei Armen drängte sie sich an ihm vorbei, hin zu ihrem Schreibtisch, noch einen Moment spürte sie die Wärme und dann begann sie auch schon wie von Sinnen eine Schublade aufzureißen, etwas herauszunehmen und dann starrte sie etwas an.

„Oh... my... God“, waren ihre ersten Worte. An ihrer Handbewegung erkannte man nur, dass sie den Gegenstand umdrehte und wieder darauf starrte. „Why on earth are you here?” Aber was bedeutete schon hier? Eigentlich hieß es doch ‚jetzt’ nicht wahr? Um einiges ruhiger verstaute sie das Objekt wieder in der Schublade, schob sie zu und wandte sich dann zu den Beiden um. Im ersten Moment spukte ihr jeder schlecht gemachte Zeitreiseschinken im Hirn herum und doch stand dort...

Ihre Fingerspitzen schoben sich vor ihre Lippen, als wollten die Flut an Fragen zurückdrängen.

Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 03:20
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Wenn sie glaubte, er sah aus wie Scott, dann kam sie jetzt in den Genuss seines jeanschen Charakters. Er war ihr in einigen Dingen nämlich ziemlich ähnlich; manchmal reagierte er gar nicht und manchmal einfach zu heftig. Er war nicht der Mr. "über jede Situation Erhabene" Scott Summers. Er war manchmal genauso hitzig wie Jean. Natürlich... das Foto. Sie hielt das Foto in ihren Händen. In seiner Zeit würde es weniger gut aussehen, es wäre an den Ecken ein wenig verblichen, weil es Jean in ihrer Kommode aufbewahrt hatte, bis sie es ihm letzlich geben würde, wenn er von seiner Reise zurück kam.

"Gott, Mutter! Fragst du mich das allen Ernstes?! DU warst doch all die Jahre diejenige, die nie daran gezweifelt hat, dass es eine Möglichkeit gibt, ihn zurück zu holen. DU warst es, die mir sagte, dass er noch da sein muss. DU! Und jetzt fragst du mich, was ich hier will? Ich bin NICHT zu spät gekommen."

Oder war es ein Auftritt ganz loganlike, als er die Scherben mit einer Handbewegung in die nächste Wand rammte? Immerhin war Logan jemand, der ihm so vertraut geworden war, wie es sein Vater hätte sein sollen. Aber es war Jeans Temperament, das gerade mit ihm durchschlug... und genauso schnell wieder abklang. "Bitte sag mir, dass er noch hier ist..." Und diesmal klang seine Stimme nicht mehr so fest, wie er das gewollt hätte.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 03:36
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Mutter...

Temperament a la Jean sollte das sein? Das seltsame Geräusch, als das Glas in die Wand eindrang ließ sie blinzeln, vor allem weil dieser Mann es wagte ihr Zimmer noch mehr zu demolieren. Es würde Tage dauernd, bis das hier wieder einigermaßen nach etwas aussah. Die Fenster schlossen sich und durch die entstandenen Löcher pfiff der Wind sein mitternächtliches Ständchen. Dann brach es auch mit Jean durch.

„Du wagst es mich anzublaffen! Scheiße, wer gibt euch das Recht hier einzudringen!? Scheiße, wieso demolierst du mein Zimmer!? Scheiße!! Scheiße... sch“, sie biss sich auf die Unterlippe. Es gab noch um einiges mehr Fragen, aber für den Moment kam sie sich verdammt dämlich vor jemanden anzuschreien, der sie ‚Mutter’ genannt hatte, als wäre sie eine alte Schachtel.

Ruhig Blut Jeannie, was würde Scott jetzt tun?

„Scott...“, ihr Blick ging durch die Beiden hindurch. „Seit dieser Nacht“, setzte sie an, doch sie kam nicht weiter. Es war dieser Widerspruch. Dass sie ihn nicht in ihrem Kopf spürte und doch war er irgendwie noch da, irgendwo oder vielmehr irgendwann. Jean lehnte noch immer am Schreibtisch, die Finger um die Tischkante gespannt und der Blick an die Wand mit den Glassplittern gerichtet. „Das alles ist nur ein Traum gewesen. Er kommt zurück, das spüre ich deutlich“, und das war wohl das erste Auftreten einer Meinung, die ihr immer erhalten bleiben würde und Dank dem sie von vielen in der Zukunft missverstanden würde.

Nathan Offline

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Beiträge: 91

04.01.2006 03:54
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Hallo hallo... tock tock
War das gerade angekommen?! Was interessierte ihn ihre Einrichtung?!! Aber er konnte sie beruhigen, es WÜRDE wieder so aussiehen wie zuvor. Immerhin kam er aus der VERDAMMTEN ZUKUNFT. ER musste es schließlich wissen. Sie sollte ihn jetzt bloß nicht nach den Derby-Ergebnissen der letzten 10 Jahre fragen.

Ach Scheiß doch auf deine Zukunftsveränderungshorrorszenarien, Noemie. Das hier war seine Mutter, ob sie das nun toll fand oder nicht, aber er war Sohn genug, einfach auf sie zuzugehen und sie in die Arme zu ziehen. Er war sich sogar ziemlich sicher, dass sie sich im ersten Moment dagegen wehren würde, aber Nathan war nicht umsonst mit ihrem Dickkopf gesegnet.

"Sch... ist okay. Beruhige dich. Jetzt atme tief durch und beruhige dich. Ich helfe dir, das alles wieder in Ordnung zu bringen." Aufgeräumtes Zimmer, aufgeräumte Gedanken. War es nicht das, was sie jetzt am nötigsten hatte? Ordnung in ihren Gedanken. Genau das würde Scott tun, auch wenn nicht er vor ihr stand, aber Scott hatte ihr mehr hinterlassen als die letzten Worte, die er ihr vor seinem Verschwinden gesandt hatte.

"Wir werden ihn wiederfinden, Mutter", meinte er etwas leiser. Allerdings hatte er absolut keine Ahnung, wie er das anstellen wollte. Wie sollte er es jetzt wissen, wenn er es schon in der Zukunft nicht gewusst hatte? Wenn dies so gewesen wäre, dann hätte er sich nicht die Mühe machen müssen, HIERHER zu kommen. Dass er sie schon wieder Mutter nannte, fiel ihm gar nicht wirklich auf. Natürlich musste ihr das befremdlich sein, denn er war nur ein paar Jahre jünger als sie, aber er hatte sie doch immer so genannt.

Karl Seiffert Offline

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Beiträge: 552

04.01.2006 12:42
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
lodernde flammen, feurige glut... er ist ja nun eine ganze weile in ihrer gleißenden korona geschwommen und als sie aus dem krankenzimmer ging, blieb er ebenso eine weile über seinem leblosen leib zurück.
was ihn hier hinauf lockte war dieses ziehen, diese hitze. dieses gespür für eine große flamme die stärker war als einfach nur die von jean wenn sie ruhig war... und wieder wurde der geist von der gier übernommen sich daran zu nähen und schießt regelrecht durch wände und hindernisse hindurch.
nur wenig später, ohne einen wirklichen blick für die situation... schwebt die geistergestalt des schlafenden an der decke von jeans zimmer im auftrieb der glut. mit einem verzückten lächeln badet er darin, schwimmt träge dort ohne direkten halt umher...

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.01.2006 13:32
[11.12.] Jeans und Scotts Zimmer (abends) Antworten
Im ersten Moment begriff sie nicht ganz, was der Mann dort tat. Selbst als sie die Wärme seiner Arme und Hände spürte, sein Haar das ihre Wange kitzelte und der Bereich des Halses, unter dem sie seinen Herzschlag beinahe sehen konnte. Es brauchte eine Weile, in der sie an die malträtierte Wand starrte, bevor sie sich endlich lockerte und ihre Stirn in die Mulde zwischen Hals und Schulter lehnte.

Mutter, wie das klingt...

Jeans Hände klammerten sich in den Hemdstoff, der sich über seinen Rücken spannte und sie nahm die Eindrücke dieses Mannes in sich auf. Am seltsamsten war die Frage, die sie eben ereilte. Langsam lockerte sie ihren Griff, es war Zeit die Umarmung zu lösen, sonst würde sie wohl nie wieder aufhören. Vorsichtig schmiegte sie ihre Hände erst an seine Schultern, schob ihn etwas von sich, berührte sein Gesicht und betrachtete es aufmerksam. „Wie habe ich dich genannt? Christopher? Nach Scotts Vater? Oder Charles? Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber das kann es nicht sein, oder?“ Korrekterweise lag Jean nicht ganz falsch. Das Kind, welches sie im frühen Sommer bekommen würde, sollte den Namen ‚Nathan Christopher Charles Summers’ erhalten, aber das Team würde ihn neckisch immer Nate Grey nennen, nicht zuletzt, weil Jean in seiner unveränderten Zukunft nicht verheiratet gewesen sein wird.

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