Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Wie gesagt, Dinand war eigentlich sehr kinderlieb und wünschte sich mit der richtigen Partnerin ebenfalls Kinder, aber die Kinder im Institut waren ihm ein bisschen zu strange. Und das sagte gerade er, der den Whiskey und auch ein bisschen Gras in angemessenen Mengen nicht abgeneigt war.
Diese Kinder hier waren so vorwitzig, dass sie schon wieder nervten. Dinand schwang sich von der Arbeitsfläche und warf seine Apfelkippe fort. Er trat zum Kühlschrank und riss die zuvor befestigte Nachricht herunter und zerknüllte sie dann.
Nolan und Cath waren beide zu voreilig gewesen. In Richtung der Anderen meinte er. „Dr. Hayward hat das Institut gerade verlassen.“ Das war auch so ziemlich das einzige was er von sich hören ließ. Er hob die Hand zum Abschied und verließ die Küche auf der Suche nach Nolan.
Hoeflichkeit hiess nicht, jemandem um den Hals zu fallen, Hoeflichkeit hiess, wenigstens zur Begruessung zu nicken oder irgendein Wort zwischen den Zaehnen herauszubringen. Und wenn die Erwachsenen Respekt von den Kindern erwarteten, sollten sie zumindest doch auch ein Mindestmass an Respekt vor den Kindern haben? Respekt-Blanko-Schecks gab es fuer Tara nicht.
Was hier in der Kueche nun abging, war nicht mehr wirklich gute Stimmung. Ashley ging es nicht sonderlich gut, das konnte ein Blinder mit Krueckstock sehen; Dave kuemmerte sich aber wohl schon um sie. Nolan ging, Cathrina rauschte ab, dann Dinand -- wenigstens kam diesmal so etwas wie eine Verabschiedung --, und demnaechst wuerden wohl auch Ashley und Dave die Kueche wieder verlassen, wie sich aus einem Gespraechsfetzen ableiten liess.
Eines stellte Tara fest: Massenauflaeufe geschahen hier schnell und loesten sich auch ebenso fix wieder auf. Ein bisschen eigenartig war das schon.
Sie selbst blieb, wo sie war -- an die Arbeitsplatte gelehnt, mit dem Glas Sprudelzeug in der Hand, immer wieder einen Schluck davon trinkend.
Dave überlegte einen Moment. Noch wusste er nicht, was für einen Zwischenfall es bei Ashley ergeben hatte, doch wenn es mit ihrer Mutation zusammenhing, dann hieß das entweder Probleme bei der Verwandlung, oder etwas war bei der Pflanzenflüsterei schief gelaufen. Nach draußen gehen schied aus, denn da war es kalt, und das Gewächshaus war bezüglich Pflanzen wohl auch nicht der geeignete Ort. Wohin also? Die Frage war gut. In der Bibliothek war es warm, doch dort waren unter Umständen noch Leute. Lehrer, die den Unterricht vorbereiten mussten, Schüler, die noch eilige Hausaufgaben hatten oder etwas vorbereiteten... irgendwer. Der Aufenthaltsraum wurde um diese Zeit auch belagert, oder besser gesagt der Fernseher dort, also kam auch diese Örtlichkeit nicht in Frage.
"Wie wärs, wenn wir hoch gehen, in mein oder dein Zimmer, je nachdem, wo wir ungestört sind?"
Okay, das klang jetzt fast zweideutig.
"Das ist jetzt nicht so blöd gemeint wie es vielleicht klingt," grinste er. "Aber da kannst du dich mit Decken warm einpacken und wir haben unsere Ruhe."
Falcon war ein wenig erstaunt über das Gewusel in der Küche. Sie hatte solche "Aufläufe" bisher selten mitbekommen, weil sie meist dann zu Zeiten in der Küche erschien, wo diese Aufläufe sich schon wieder gelöst hatten. Einer nach dem anderen schien nun wieder zu gehen und auch Ashley schien gehen zu wollen. So schwieg das Falkenmädchen und ging an den Kühlschrank, um sich etwas zu trinken herauszuholen.
Sie griff nach einer Flasche, hob sie an, stieß mit den Fingerspitzen an die Flasche... und ließ sie mit einem Aufschrei fallen. Rasender Schmerz durchzuckte ihre Finger in jenem Moment, wie in Zeitlupe sah sie die Flasche fallen und dann auf dem Boden in tausend Scherben zerspringen.
Dann wirbelte Falcon herum und eilte gen des Küchenausgangs, wohl selbst völlig geschockt darüber, das die Flasche ihr runtergefallen war.
Sie nickte. Ja, eines der Zimmer wäre wohl am Ruhigsten.
Zweideutig? Sie sah ihn verwirrt an.
Oh...das hatte er gemeint. Selbst die längste Leitung hatte ein Ende. Sie wurde rot und grinste dann auch.
Nein, an das hatte sie überhaupt nicht gedacht.
"Ich weiß nicht, ob Belle im Zimmer ist und vielleicht schon schläft.", sagte sie nachdenklich, während sie sich zu ihrem Eisbecher umdrehte und ihn auszuspülen begann.
"Ihr geht es ja auch immer noch nicht so gut...nicht das wir sie stören..."
Sie genoss einen Moment das warme Wasser, dass über ihre Finger rann. Ihr war zwar nicht mehr so kalt, aber Wärme tat immer noch gut.
Sie sah Falcon aus den Augenwinkeln zum Kühlschrank gehen. Ob sie das Falkenmädchen fragen sollte, ob sie mitwollte?
Das Klirren des Glases ließ sie zusammenzucken und herumfahren. Fast hätte sie ihr eigenes Glas fallen lassen.
Sie sah Falcon zum Ausgang laufen. Irgendetwas musste sie errschreckt haben, dass sie die Flasche umgestoßen hatte.
"Falcon", rief sie ihr hinterher. Es war doch nicht schlimm, was sie getan hatte.
Sie warf Dave einen Blick zu, der soviel hieß, wie hilf- mir-mal und stellte ihren Eisbecher auf die Spüle.
Dann ging sie zum Kühlschrank und begann die Scherben aufzusammeln.
Dave zuckte zusammen, als er das Klirren einer herunterfallenden Flasche hörte. Gleich darauf schoss Layleen wie ein geölter Blitz aus der Küche, ohne dass er oder Ashley etwas hatten tun können. Er blinzelte verwirrt. Was war denn das eben? Er sah sich um, ob sie sich vielleicht wegen irgendetwas erschreckt haben könnte, doch er konnte nichts sehen. Okayyyyy... er zuckte leicht mit den Schultern und machte sich dann daran, Ashley beim Aufräumen zu helfen.
"Lass mal," meinte er, als sie anfing, die Scherben mit der bloßen Hand aufzusammeln. Nicht, dass sie sich noch shcneiden würde. Er öffnete den kleinen Schrank unter dem Spülbecken und holte eine Kehrschaufel und Bürste heraus, mit denen er die Scherben zusammekehrte und in den Mülleimer warf. Das verschüttete Wasser wischte er mit einem Lappen auf.
"Das hätten wir... "
Er überlegte einen Augenblick, ob sie Layleen nachgehen sollte und fragen, was los war. Doch zwei Leuten gleichzeitig helfen konnte er beim besten Willen nicht.
Ashley hatte schon die erste Scherbe in die Hand genommen ohne sich zu Schneiden, legte sie dann aber wieder zurück und nickte.
Ja, mit einem Tuch war es sicherlich besser.
Sie half ihm dabei, den Boden aufzuwischen. Sie würde Layleen einfach nachher oder morgen früh nochmal versuchen zu fragen, was los gewesen war.
Beinahe waere Tara ihr eigenes Glas herunter gefallen, als die Flasche zu Boden schepperte. Sie sah Layleen verwundert hinterher, aber die war schon laengst aus der Tuere hinaus.
Sie half noch beim Wasser aufwischen, das mit den Scherben konnte eben nur einer machen.
Dann blickte sie auch schon den letzten beiden hinterher und sah in ihr noch halbvolles Glas. Waere sie einen Tick sorgloser, haette einen Tick weniger Angst davor, was bei Nichteinhaltung ihrer Auflagen passieren koennte, haette sie den Rest des Sprudelzeugs jetzt in die Spuele gekippt. Aber ihr waren die moeglichen Folgen so gruendlich eingebleut worden (auch von ihr selbst), dass sie noch eine geschlagene Viertelstunde in der Kueche stand und wie jedesmal einmal in der Woche das eklig schmeckende Getraenk tapfer hinunter brachte.
Schliesslich spuelte sie das Glas kurz aus, stellte es in die Spuelmaschine und ging aus der Kueche, das Licht loeschend und die Tuer hinter sich schliessend.