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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sowohl die Tür zum Whiskykeller als auch die Tür zum Siegelzimmer war nicht verschlossen. Das Vibrieren des Siegels hatte abrupt aufgehört und auch das Brummen war jetzt nicht mehr zu hören. Stattdessen ging ein leichter Wind durch das Gemäuer. Es war einen Moment als würde jegliche Luft aus den Räumen gesogen. Wenn die Mädchen weiter in den Raum kamen, würden sie bemerkten, dass das Siegel wieder zu glühen begonnen hatten. Ach ja... sie hatten es ja noch nie gesehen. Es war ein mannshohes und rundes Siegel - es sah ein wenig wie eine Papstbulle aus (wie eine metallene Siegelkapsel bei Urkunden), aber dies würden nur Historiker bemerken. Was einem gleich ins Auge fallen würde, wäre die seltsame Farbgebung, die ein wenig an Bronze erinnerte, aber doch wiederum ganz anders schimmerte. Seltsame Ornamente, die keltisch wirkten, aber auch lateinische Inschriften zierten das runde Siegel, das direkt in die Wand dahinter verankert schien. Wozu verwandte man in der Vergangenheit überhaupt ein Siegel? Was zum Henker war ein Siegel eigentlich? All das waren Fragen, die sich die Mädchen in diesem Moment wohl überhaupt nicht stellten, doch seit es schriftlich festgehaltene Rechtsgeschäfte gab, gab es auch das Siegel. Sie beurkundeten die Rechtsgültigkeit einer Sache, die Unversehrtheit, sollte das Siegel noch nicht gebrochen sein und nicht zuletzt sagten die Siegel etwas über ihren Absender aus.
Aber das Siegel war gebrochen worden. Die Unversehrtheit der Sache war nicht länger gewährleistet. Das Schimmern im Gewölbekeller nahm zu, vielleicht tat es auch schon in den Augen weh, denn keine Feuerkugel war noch notwendig das Offensichtliche zu sehen. Auch dieser Sog hatte zugenommen, wenngleich er noch nicht so stark war, dass es keinen Halt mehr gab. Wer immer jedoch diesen Anhänger in der Hand hielt, sollte bemerken, dass es vom Siegel angezogen wurde, wie die Motte vom Mondlicht. Es würde nicht mehr lange dauern, und ein Ruck würde die Tür hinter ihnen mit einem lauten Knall zudonnern. Lediglich jetzt war noch Zeit genug, um fort zu rennen oder es war zu spät. Die letzten Zeugen, die wirklich etwas über dieses Zeittor gewusst hatten, waren schon vor langer Zeit gestorben. Und sie hatten dieses Geheimnis mit ins Grab genommen, weil sie angenommen hatten, dass nichts dieses Siegel noch einmal brechen konnte.
Curiosity kills the cat. Zwar hat das Brummen aufgehört, aber der Wind den Chui spürt ist ebenso ungewöhnlich... er bringt keine neuen Gerüche, denn er strebt zum Siegel hin. Genauer gesagt, da sie noch davor stehen, zum Whiskeykeller, aber Chui würde wetten, dass es von da dann weitergeht.
Also öffnet sie die Tür einfach mal. Unverschlossen, was wohl bedeutet, dass jemand da war. Oder hat Kassander gestern gar nicht mehr zugemacht? Möglich... aber da auch die zweite Tür, die vermeintlich verborgene, einladend dasteht, das Regal beiseitegerückt, tendiert sie zu Letzterem. "Jemand war hier." sagt sie den anderen über die Schulter und geht scheinbar furchtlos hinein, um auch die zweite, die geheimnisvollere Tür zu öffnen... und dann das Siegel anzustarren.
Was ja gar nicht so einfach ist. Erst kneift sie die Augen zusammen, wendet den Blick etwas ab, versucht sich mit der Hand vor der Helligkeit zu schützen... und kiebitzt langsam aber sicher immer wieder ein wenig mehr hin. "Was ist das?" flüstert sie, fasziniert, furchtsam, angezogen, vorsichtig... sie vergißt ganz, wie sie es eigentlich vorhatte, nach Geruchsspuren zu suchen, die der seltsame Sogwind vielleicht übriggelassen hat, sondern geht langsam auf dieses Ding zu...
Sie spürte Mikas nahen, Feuer hatte auf sie ja nun mal eine Wirkung wie ein Magnet der genau entgegengesetzt zu ihr selber gepolt war oder so. Ihr Hirn allerdings war mit anderen dingen beschäftigt. Die Eisprinzessin war wie weggetreten gewesen, in der Betrachtung des kleinen Gegenstandes auf ihrer Handfläche versunken. Far away from reality.
Mikas Bemerkung zu der Kette entlockte ihr nicht mehr als ein abwesendes Nicken. Es musste so sein. Sie erinnerte sich noch als wäre diese letzte Begegnung mit Sariel hier im Keller gerade eben erst passiert. Und doch schien es so lange her zu sein. Sagte dieser Schwachkopf nicht die Kette würde IHM gehören? Idiotisch. Genau. Sie musste irgendwem aus dem Insti gehören. Jemand musste hier unten gewesen sein und war es jetzt nicht mehr.
Auch als Andere noch hier untern Eintrudeln schien das blonde Mädchen, das einer Puppe so zum verwechseln ähnlich sehen konnte es nicht für nötig zu halten auch nur ein einziges Wort zu sagen.
Mit einem Ruck schloss sich schließlich ihre Hand um den Anhänger und Chuis Bemerkung ist gar nicht mehr von Nöten um ihr zu zeigen wo es lang geht. Mit jedem Schritt den sie tat wurde ihre Aura eisiger und der blick, so kalt und klar und ohne Emotion konnte einem angst machen. Wo sie hier war gab es kein zurück. Oder leitete die Kette sie? Mit jeder Sekunde wurde dieser Eindruck ein wenig stärker. Kein Maulen, wieso so viele Leute auf einmal auftauchten, kein Wort was se vorhatte. Nichts. Sie verfolgt stur ihren Weg.
Das brummen hörte auf und die stille hatte im ersten Moment etwas beängstigend lautes an sich. Brooke blinzelte. Der leichte wind der sie Streifte lies ein paar Strähnen ihres langen Haares, das sie offen trug, nach vorne in ihr Gesicht wehen.
Sie fand sich schließlich vor dem Siegel wieder. Geblendet kniff sie die Augen zusammen und schirmte mit der Freien Hand ihre Augen ab. Das Feuerzeug, mit dem sie sich zu Anfang den Weg geleuchtete hatte lag längst irgendwo vergessen auf dem Kellerboden. WAS war das… Selbst ihr klappte nun doch die Kinnlade fast runter und sie verlor für einen Moment die Beherrschung. Faszinierend würde ein Gewisser Vulkanier jetzt sagen und Brookes Gesichtsausdruck konnte man ebenso nicht anders deuten.
Sie begann leicht zu lächeln. Wärme durchfluteten sie immer stärker je näher sie dieser Lichtquelle kam. Gefährlich. Sehr Gefährlich wenn man ihre Affinität zu Wärmequellen kannte. Was sollte sie da noch der Sogkraft des Amuletts entgegensetzen? Sie wandte sie kurz das erste Mal wirklich direkt zu den Anderen um, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, wie man es von ihr kaum kannte, bevor sie sich wieder dem Siegel zuwandte. Wie warm es wohl sein würde, wenn sie direkt vor dieser Quelle von Licht und Wärme stand? Ja, sie wollte es wissen. Angst verspürte sie komischer Weise gar nicht. Ehr ein angenehmes Kribbeln. Und das sie gerne mit dem Feuer spielte hatte sie ja schon mehrmals beweisen, nicht wahr?
Vielleicht hörte man ein ganz leises "wunderschön" wenn man so gute Ohren hatte wie Chui, doch ihre Lippen bewegten sich kaum.
Was zur Hölle ist das???? Auch Mika war den anderen beiden Mädchen gefolgt, und ihr überraschter Gesichtsausdruck sagtre mehr als tausend Worte. Das rationale Denken des rothaarigen Mädchens verschwand für einige Augenblicke, und stattdessen durchfluteten sie futuristisch anmutende Bilder aus Filmen, Gedankenfetzen der letzten Tage und, aus welöchem Grund auch immer, Angst. Dieses Ding flößte Mika Respekt, fast schon Angst ein. Sie blinzelte und verdrängte den Trieb, sofort von hier bzu verschwinden. Ihre natürliche NMeugierde übernahm wieder die Oberhand über ihre Gedanken, und so trat sie näher an das Sigel, um es zu begutachten, jedoch hielt sie sich noch immer in einem respektvoll zu nenendem Abstand.Ob das Ding etwas mit dem komischen Scott in Mönchsgestalt zu tun hatte? Und wer zur Hölle war hier gewesen? Warum war das DING hier? Und nicht zuletzt- warum hatte es sie hergelockt?
Doch diese Fragen waren alle nichtmehr wichtig, als der Blick der Rothaarigen auf Brooke fiel. Zur Hölle, es war warm hier drin!!! Und natürlich kannte Mika Brookes Affinität zur Wärme, was der kleinen Eisprinzessin durchaus nochmal zum Verhängnis werden konnte. MIt wenigen Schritten war sie bei ihrer besten Freundin udn packte sie nicht sonderlich sanft am Arm, ob´wohl es ihr leid tat, denn sie wusste, das Brooke körperliche Berührungen nicht mochte.Trotz allem wurde das blonde Mädchen von dem Sigel weggezogen, und Mika sah sie scharf an.
"Du solltest da trotz aller Wärme nicht zu nah rangehen, Brooke. Das Ding ist mir nicht geheuer und es hatte sicher einen Grund, warum wir bisher nichts davon wussten beziehungsweise es vor uns versteckt wurde."
Mika hatte wieder ihr ratio9nales Denken zurück, und daher ging ihr nächster Blick zu Chui, wobei sie aus den Augenwinkeln heraus noch immer Brooke beobachtete.
"Chui, hol irgendwen von dieser verdammten Schulleitung, denn dies hier wird sicher nicht ihr Werk sein. Sie wären nicht so unachtsam und würden die Tür offenlassen. Such Logan oder irgendwen..."
Die ganze Sache hier gefiel ihr ganz und garnicht. Was als ein kleiner Spaß und ein bisschen Abenteuerdrang angefangen hatte, war ihnen nun definitiv über den Kopf gewachsen. Sie wollte das Siegel nicht auf eigene Faust erkunden, sie wollte Antworten.
Megan war sicher in Chuis Jackentasche, so dass sie wieder nichts von dem Wind mitbekam, aber das helle Licht stach ihr in die Augen, so dass sie sie zukneifen musste. Sie verkroch sich ganz in der Tasche, aber dadurch dämpfte der Stoff die Stimmen der Anderen, was Megan auch nicht recht war, also steckte sie den Kopf wieder heraus und blinzelte Richtung Siegel.
Ihre Augen würden sich zwar nie ganz an diese Helligkeit gewöhnen, aber nun erkannte sie leicht den Umriss des Siegels. Jetzt war sie viel zu abgelenkt und auf diese Licht fixiert, dass sie niemanden verstand, nur Gemurmel, das im Hintergrund blieb und somit nicht ihre Aufmerksamkeit erregte. Megan würde sogar aus Chuis Tasche klettern, aber eine leise Stimme, die sie nicht ignorieren konnte, hielt sie von diesem Vorhaben ab - vorerst.
Und doch war es schlichtweg zu spät. Vielleicht hatte Mika noch zur Tür gehen wollen, doch sie waren kaum in dieser Siegelkammer, als sie Tür donnernd ins Schloss fiel und der Wind sofort stärker wurde, bis er eine spürbare Sogwirkung erreicht hatte. Hatten sie sich schon gefragt, warum dieser Raum vollkommen leer war? Wahrscheinlich nicht. Oder warum einige Mauersteine wirkten, als seien sie heraus gebrochen worden? Hier war vor einiger Zeit noch eine Wand gewesen, die das Siegel vor aller Augen verborgen hatte. Natürlich hatte diese Wand nichts gegen die Macht des Zeittores ausrichten können, da eigentlich das Siegel selbst etwas hatte schützen sollen, das nun hervor gekrochen war und das Siegel gebrochen hatte. Vor einigen hundert Jahren war versucht worden, dieses Tor für immer zu schließen. Damals war ein englischer Geistlicher aus York maßgeblich daran beteiligt gewesen - seine Insignien konnte man noch heute auf diesem Siegel lesen... wenngleich eher der Auftraggeber darauf verewigt worden war (es handelte sich dabei um den Bischof von York). Aber irgendjemand hatte das Siegel gebrochen - natürlich konnten die Schüler nicht wissen, dass es Scott gewesen war, der es unwissentlich geöffnet hatte. Scott selbst wusste ja nicht einmal, welche Dimensionen er so im Kopf hatte (im wahrsten Sinne des Wortes).
Das Siegel verschwamm wie eine Straße, die im Sommer in der Ferne flimmerte. Es wurde noch wärmer und das leise Brummen setzte wieder ein - jetzt allerdings wurde der Ton allmählich immer höher, bis ein grelles Licht die Anwesenden blendete. Vielleicht hatte man das Gefühl, dass sich alles Innere nach außen kehrte oder dass man in diesem Moment wirklich starb. Für jeden mochte es wohl ein wenig anders sein, aber keiner würde von sich sagen können, dass es ein angenehmes Gefühl war, durch ein Zeittor zu gehen. Die Luft blieb aus, ein beklemmendes Gefühl setzte ein, ehe einem gänzlich schwarz vor Augen wurde und man dafür dankbar sein musste, dass man bewusstlos wurde.
Die Schüler waren ebenfalls durch die Zeit gereist, wenngleich sie noch weniger wussten als das Team, das den Auftrag hatte, Scott Summers zu finden. Sie würden sich am Ufer eines Sees wiederfinden - ein See, der mitten im Wald lag und von einigen Tannen eingefasst war. Es war ruhig, beinahe schon unnatürlich ruhig, so als handelte es sich um die Ruhe vor einem gewaltigen Sturm. Aber bis jetzt nieselte es nur leicht und was sofort auffiel, war die Jahreszeit. Hier lag kein Schnee, es musste vielmehr Sommer sein.
Was zur Hölle ist hier los? Das rothaarige Mädchen hatte wirklich noch versucht, wieder zur Tür zurück zu kehren, aber es nichtmehr geschafft. Mit steigender Temperatur in dem Raum stieg auch Mikas Panik. Das fand sie jetzt absolut nichtmehr lustig, im Gegenteil, die Grelligkeit des Lichts, welches vom Siegel ausging, brannte in ihren Augen, und sie fühlte sich, als hätte sie definitiv einen Whiskey zu viel getrunken, denn alles drehte sich und ihr Kopf fühlte sich an, als würde er platzen.Fühlte sich so ein schlechter LSD-trip an? Mika jedenfalls würde sich diese Frage stellen, wenn sie nicht viel zu sehr damit zu tun hätte, wenigstens mit dem letzten Rest ihrer Logik das Vernünftigste zu tun, was in dieser Siuation noch möglich war: Sie schrie in Gedanken laut Jean nach Hilfe an, denn diese musste sie einfach hören. Doc, irgendwas stimmt hier nicht, wir brauchen sie!!! Zwischen den einzelnen, panisch klingenden Worten sah man Gedankenfetzen von Mika, das Siegel, wie es sich veränderte, die zuschlagende Tür...
Dieser Hilfeschrei war das letzte, was Mika tun konnte, bevor ihr schwarz vor Augen wurde und die Panik- dank der Ohnmacht- von ihr abfiel.
Das, was sie wachwerden ließ, waren die hämmernden Kopfschmerzen, die sie dazu zwangen, die Augen zu öffnen, kurz bevor die Bilder der letzten Minuten, Stunden? auf sie einprasselten. Das Siegel war verschwunden, und stattdessen fand Mika sich am Ufer eines Sees liegend wieder. Was für einen Horrortrip machten sie hier durch? Mit wackligen Knien stand die Rothaarige auf und sah sich um. Eine Zigarette fand den Weg zwischen ihre Lippen und begann mit dem ersten teifen Atemzug Mikas an zu glühen.Das hier konnte alles nur ein schlechter Traum sein, dachte sie immer und immer wieder. Zu etwas anderem war sie gerade nicht fähig.
Garnicht so einfach Brooke überhaupt festzuhalten wenn sie es nicht wollte. Ihre Fähigkeiten hatten auch ihre guten Seiten. Mika dürfte ein kalter Schauer über den Rücken laufen als Brookes Arm geradezu durch ihre Hand glitt. Panik leuchtete in den blauen Augen auf als hätte sie nicht mitbekommen wer sie da berührte und würde sich bedroht fühlen. War sie so weggetreten gewesen? Allem Anschein nach ja. Wie erleichtert sie war als sie wieder frei war. Diese Erleichterung währte allerdings nur kurze Zeit.
Sie taumelte einen Schritt von Mika weg, Rückwärts auf das Siegel zu um geradezu hinein zu fallen bevor sie wusste was geschah. Alles geschah so furchtbar schnell. Die ansteigende wärme war für sie noch einigermaßen angenehm und das brummen ja schon altbekannt bis es anschwoll und beinahe anfing in ihren sensiblen Musikerohren weh zu tun. Sie kniff die Augen zu als sie regelrecht von dem Licht eingehüllt wurde. Ihr Magen wollte sich entleeren und jeglichen Inhalt wieder loswerden und sie presste die Lippen aufeinander. Krampfhaft hielt sie die Kette fest in ihrer Hand eingeschlossen als wäre sie ein Rettungsanker. Sie öffnetet ihren mund doch wieder, weil sie keine Luft mehr bekam aber auch das half nichts. Das Gefühl, zu ersticken war mehr als unangenehm und die Schwärze, die sie umfing beinahe willkommen. Ruhe kehrte ein in ihrem Inneren und auf ihren Zügen, als ihr das Bewusstsein gänzlich schwand.
Wie lange es so schwarz gewesen war wusste sie nicht als sie mit Kopfbrummen wieder erwachte. Ihre Eisblauen Augen blinzelten und das Sonnenlicht welches sich im See spiegelte auf den sie direkt schaute blendetet im ersten Moment. Oder waren sie noch geblendet von dem gleißenden Licht des Siegels? Orientierungslos kämpfte sie sich in eine Aufrechte Position hoch und sah sich um. Wildnis. Keine Mauern mehr. Waren sie nicht eben noch im Keller gewesen. Träumte sie? DAS war das Abgedrehteste was sie je erlebt hatte. In ihrer einene Hand fand sie die Kette wieder, die sie schmerzhaft fest umfasst hatte und auch während ihrer Ohnmacht nicht losgelassen zu haben schien.
Neben sich entdeckte sie Mika, die noch ohnmächtig zu sein schien. Ohne groß zu überlege begann sie Mika zu rütteln. Der Feuerteufel war hier eindeutig der Survivalfreak von ihnen Beiden. Ausserdem wollte sie wissen, obs ihr gut ging, wie sie so dalag gefiel ihr gar nicht… Genau so wie die anderen die sie auch hier rum liegen sah. Sie MUSSTE einfach jemanden wach bekommen schon damit sie nicht mehr auf sich gestellt war mit den Erkenntnissen die der Anblick der Umgebung bot. Sie brauchte jemandne der ihr bestätigte, dass sie nicht von Sinnen war. Naja, zumindest nicht so sehr das sie so eine Halluzination hatte. „Mika. Wach auf und sieh dir DAS an…“ Das hätte sich wohl keiner von ihnen träumen lassen das ihre Erkundungstour im Keller sie geradewegs in die Natur hinaus führte. Während sie auf eine raktion wartete sah sie sich noch einmal um. Gespenstisch diese Stille. Und überhaupt. Es war doch gerade Winter... Wobei sie sich über das warme Wetter icht beschweren würde. Wo kämen wir denn da hin wenn sie sich nicht mehr über jedes Grad mehr auf demThermometer freuen würde? Dann würde endgültig die Welt kopfstehen. Aber tat sie das nicht bereits?
Als Mika endlich wach war stand Brooke einen Moment einfach nur schweigend neben ihr, bevor sie sie Urplötzlich und ohne Vorwarnung ziemlich rabiat in die Seite kniff "Tut das weh?"
Mika erwachte aus ihrer Wiederholungsschleife und stieß reflexmäßig Brookes Arm zu Seite. Dann sah sie Brooke an und schüttelte entschuldigend den Kopf.
"Tut mir leid, ich....bin irgendwie verwirrt. Und verdammt, ich habe keine Ahnung wo wir sind und was wir hier machen und wie wir hier wieder wegkommen....Gehts dir gut?"
Sie sah sich noch einmal genauer in der Gegend um. Den Klimaverhältnissen und den Pflanzen nach zu urteilen waren sie noch immer auf einer der britischen Inseln, aber mehr konnte sie den natürlichen Umständen auch nicht entnehmen. Aber es beunruhigte den Feuerteufel doch, dass es hier so still war.Erneut nahm sie einen Zug aus ihrer Zigarette, bevor sie Brooke die schachtel hinhielt und sich neben der scheinbar noch ohnmächtigen Chui niederkniete. Sie wusste, wie sehr das Kätzchen Zigarettenrauch hasste, aber es gab fiesere Wege, Chui zu wecken. So blies Mika ihr den Zigarettenrauch ins gesicht und hoffte insgeheim, dass das Katzenmädchen ihnen hier weiterhelfen konnte.Immerhin musste vor kurzem noch jemand hier gelandet sein, ansonsten wäre die Tür zu dem Raum mit dem Siegel nicht offen gewesen.
„Okay, es tut dir weh…. Also isses kein Traum… Und wenn ja, dann hätten wir wohl alle den selben“ Stellte Brooke mit trockenem Tonfall fest. Die Situation behagte ihr ganz und gar nicht, das merkte man ihr an. Ihre langen blonden Haare waren verwuschelt und in ihnen hatten sich ein paar Blätter und Tannennadeln vom Waldboden verfangen. Einen ziemlich ramponierten Rauschgoldengel gab sie gerade ab, was allerdings momentan ihre geringste Sorge war. Abwinkend schüttelte sie den Kopf „Spar dir die Kippen lieber auf und teil sie gut ein, wer weiß wo hier der nächste Automat is. Scheint nich unbedingt so das wir hier um die Ecke einen finden…“ Ein gut gemeinter Tipp mit einem unangenehmen Beigeschmack in Form des Gedanken, dass sie hier vielleicht irgendwo mitten in der Pampa für was weiß ich wie lange festsaßen ohne Essen, Kompass, Karte oder sonst irgendwas. Dieser Gedanke veranlasste sie, die Wärmezufuhr ihres Anzugs etwas herunter zu schrauben, soviel wie eben möglich ohne das es für sie komplett unangenehm wurde. Wenn es warm genug war drehte sie es sogar ganz aus, in der Hoffnung nicht all zu sehr zu frösteln. Steckdosen wuchsen ja leider auch nicht auf Bäumen und sie wollte kein Risiko eingehen.
Wie ging es ihr? Verwirrt war sie und ziemlich perplex, aber das musste ja nicht weiter erwähnt werden „Soweit ist alles okay, bis auf n bisschen Kopfbrummen. Stürze durch die Decke härten wohl ab“ Dann wurde sie etwas Kleinlauter, wenn sie das auch recht gut verbarg und nach außen ziemlich gefasst und kühl wie immer bleib „Wegen eben… Ich weiß auch nicht, ich war wie weggetreten bevor das hier passiert is. Weiß auch nicht wieso…“ Eine indirekte Entschuldigung weil ihr alles in Erinnerungsfetzen noch einmal durch den Kopf ging, was kurz vor dieser unfreiwilligen Reise passiert war.
Dann hielt sie die Klappe und beobachtete Mikas Treiben Chui betreffend.
Zuerst diese Helligkeit, dann die willkommene Dunkelheit, als Megan bewusstlos wurde, so ein kleines Persönchen hält nun mal nicht viel aus.
Nass? Wieso war es hier so feucht? Megan schlug langsam die Augen auf, aber wohl doch zu schnell, sie übergab sich gleich. Sie lag am Ufer des Sees, ihre Füße im Wasser ... ihre großen Füße. Sie musste aus Chuis Tasche geflogen sein, und noch dazu wieder gewachsen.
Als sie nur noch würgte, wusch sie sich erst mal das Gesicht im Wasser und richtete sich dann ganz langsam auf. Sie strich die Haare aus dem Gesicht, dabei wurde ihr gewahr, dass sie nichts mehr an hatte - leider wuchsen ihre Kleider nicht mit (etwas, was unbedingt gelernt werden sollte). Sie ging auf wackeligen Beinen auf Mika und Brooke zu, die neben Chui standen, dabei versuchte sie so gut es ging, ihre Nacktheit mit ihren Händen zu bedecken.
"Ist alles in Ordnung mit euch?" fragt sie mit zittriger Stimme. "Wo sind wir hier eigentlich?" Fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu, als sie sich langsam neben Chui hockte und ihr vorsichtig die Hand auf den Arm legte.
Brooke bekommt nur einen Seitenblick, als sie gemeinsam auf das Siegel zuzugehen scheinen... dann schaut sie über die Schulter Mika an. Ja richtig, was tun sie da eigentlich? Vielleicht ist das Ding ja gefährlich. Sie verharrt und will schon umdrehen und der Rothaarigen zustimmen... da hört sie etwas von der Tür. Genauer gesagt: sie hört die Tür. Wie sie sich bewegt... schließt! "Achtung!" ruft sie und zeigt darauf. Aber zu spät. Mit einem für ihre Ohren schmerzhaften Krachen schlägt die Tür in den Rahmen.
Und das ist noch das Harmloseste... diese dämonische Lichtquelle kommt jetzt erst richtig in Fahrt. Sie wirbelt wieder zu dem Siegel herum und hält sich sofort ihre lichtempfindlichen Augen zu... was zuviel ist, ist zuviel. Sie hört jemanden schreien und ein kleiner Teil in ihr ist verwirrt, weil sie die Stimme nicht zuordnen kann, wo sie doch sonst alles hört... bis ihr aufgeht, dass sie das ist. Nicht lange, denn die Luft scheint ihr auszugehen. Und wenn jemand auf ihre Gedanken Wert legt: Da regiert die nackte Panik. Jedenfalls, bis das grelle Licht ausgeknipst wird... und ihr Bewußtsein gleich mit.
Von allen braucht Chui am längsten, um wieder wach zu werden, und das wohl auch nur, weil Mika sie da anpackt, wo es sie zum Husten reizt. Wasser aus dem See hätte es auch getan, aber welche von beiden Methoden gemeiner wäre, würde Chui im Nachhinein nicht beurteilen wollen. Jedenfalls hat sie Erfolg... das Katzenmädchen rollt sich weg und fängt an zu husten, noch bevor sie die Augen geöffnet hat. Dann blinzelt sie und sieht erstmal Waldboden... schnuppert auch Waldboden (und die Reste von Zigarettenrauch, die sie gleich nochmal zum Husten bringen). "Was ist... passiert?" würgt sie hervor und hebt dann den Blick. "Seid ihr.. in Ordnung?"
Sie schaut sich ihre Mitentdecker (die sich wohl nicht hätten träumen lassen, was sie so alles entdecken, genausowenig wie sie) der Reihe nach an und versucht, sich aufzurappeln. Es geht langsam, da ihr nochmal schwarz vor Augen wird. Schließlich bleibt sie lieber erstmal sitzen, so schwummrig wie sie sich fühlt. Auch Mikas Zigarette registriert sie wohl, sagt aber nichts dazu, während sie ein wenig verharrt und die Mosaiksteine ihrer letzten Erinnerungen ein wenig sortiert.
Stattdessen betrachtet sie mit großen Augen die Umgebung. Wald... ein See... nichts davon kommt ihr bekannt vor. Sie zieht tief die Luft ein und steht nun unwillkürlich doch auf (und das ohne Probleme, so ist das.. lass dein Unterbewußtsein nur machen!). Bekannte Gerüche? Irgendwelche Geräusche? Sie kennt doch eigentlich jeden Baum im Wald um das Institut, und jeden zweiten mit Vornamen.
Abgelenkt wird sie durch Megans Unpäßlichkeit. Auch wenn es nicht Winter zu sein scheint (warum nicht??), muß es doch kühl sein. Sie schaut zu Boden, suchend. "Wenn wir deinen Anzug finden... kannst du wieder klein werden und hineinschlüpfen." sagt sie leise. Außer er ist zerrissen. "Oder du wirst so klein und kommst in meine Jackentasche... oder.. ich geb dir die Jacke." Naja, sie ist halt nicht allzu lang.
Megan sah erleichtert aus, als Chui wieder aufwachte. Was so ein Gestank doch bewirken kann, dass ist ja schon fast besser als Riechsalz. Megan stand nicht wieder auf, sie setzte sich hin, winkelte die Knie an und umschlang diese dann mit ihren Armen. Sie blickte hoch und ... Irgendwer fehlte? Sie sah sich kurz um, aber da Chui sie ansprach, sah sie sie an.
"Ich denke, das hat der Anzug nicht heil überstanden. Und zu schrumpfen klappt gerade auch irgendwie nicht, weiß nicht warum, ich konnte sonst immer schrumpfen und besonders, wenn ich nervös oder aufgeregt bin, vielleicht klappts ja in ein paar Minuten wieder. Die Jacke würde ich aber doch gerne nehmen, auch wenns nicht wirklich kalt hier ist ... Hatten wir eigentlich nicht gerade Winter?" Megan verstummte. Sie hatte noch so viele Fragen, aber sie wollte sie lieber nicht alle auf einmal stellen, denn vielleicht hielten sie dann Brooke und Mika für ein nervendes Plappermaul.
Sie sah sich dann wieder um und versuchte Skye ausfindig zu machen.
Mika sah in Brookes Richtung und lächelte leicht. "hey, schon vergessen...außerdem haben wir ja jetzt echt andere Probleme, um die wir uns kümmern müssen." Und leider waren die Probleme nicht gerade überschaubar.MIt einem kurzen Schulterzucken steckte die Rothaarige ihre Zigaretten wieder ein und sah dann überrascht zu Megan.Sie hatte das Mädchen fast vergessen, und wurde sich daher recht plötzlich ihrer Anwesenheit bewusst. "uns gehts den Umständen entsprechend, und ich denke mal, niemand hat die gernigste Ahnung, wo wir sind...Bevor wir alle ohnmächtig geworden sind, hab ich irgendwie versucht, Doc Grey zu erreichen. Vielleicht weiß sie irgendne Möglichkeit, uns hier wegzuholen."
Klar, hoffen konnten sie darauf, dass die Ärztin sie gehört hatte, aber woher sollte sie wissen, wo die Mädchen waren?Mika verdrängte den rest der Gedanken und zog wortlos ihren Pullover aus, um ihn Megan zu reichen. Dann stand sie auf, warf Chui für ihre doch recht unangenehme Weckmethode einen entschuldigenden Blick zu und zog an ihrer Zigarette.
"Was machen wir jetzt? Wir können hier nicht bleiben und darauf warten, dass hier jemand auftaucht....Chui, wenns deiner Nase wieder besser geht, könntest du dann mal herausfinden, ob hier vor uns schon Leute waren?"
"Oh." macht die Katze, als Megan zugibt, dass ihre besondere Fähigkeit gerade nicht funktioniert. Na gut, den Anzug können sie abschreiben, das war zu erwarten. Und zum Glück muß Megan jetzt auch nicht die ganze Zeit nackt herumlaufen, solange sie hier sind. Auch wenn Mika ihren Pullover spendet, zieht Chui ihre Jacke aus und reicht sie rüber. "Du kannst sie dir vielleicht so um die Hüfte binden." schlägt sie vor. Das mag ein wenig seltsam aussehen, aber wird wohl seinen Zweck erfüllen.
Mikas Ruf an Dr. Grey weckt Hoffnung in ihr. Bestimmt findet die sie bald... sie können schließlich nicht weit weg sein, oder? Naja... andererseits... Megan hat recht. "Es ist nicht Winter. Es riecht nichtmal nach Winter." murmelt sie und schaut sich wieder verwirrt um. Wo sind sie? Auf der anderen Hemisphäre? Dort sind die Jahreszeiten doch verschoben... müßte es dann dort nicht Sommer sein?
Sie gibt nicht zu erkennen, ob sie an die Zigarette überhaupt noch denkt, als sie Mika ansieht. "Ja, okay." sagt sie und schaut sich nochmal die Bäume in der Nähe an. Keiner, der ihr bekannt vorkommt? Bäume können recht alt werden... und jeder von ihnen riecht anders... aber vielleicht muß sie auch näher heran, um da möglicherweise etwas zu erkennen. "Ich werde dann auch auf einen Baum klettern und mich von oben umsehen." kündigt sie an. Aber erstmal umgekehrte Richtung... auf alle Viere, Nase auf den Boden, und ein ähnliches Bild abgeben wie ein Jagdhund bei der Suche nach einer Spur... schnuppern und mal hierhin, mal dorthin ein wenig bewegen...