Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Ach so...das beantwortete die Frage, wie sie hierher gekommen war.
Also war sie auch in Inverness umhergeirrt, bis man sie gefunden hatte. Die Erinnerungen an diese scheißliche, kalte, verregnete Nacht im Park kamen wieder in ihr hoch, als sie vor Kälte bibbernd unter den Sträuchern gesessen hatte und vergeblich auf den Schlaf gewartet hatte, der nicht gekommen war.
Sie richtete sich auf und schob die dunklen Gedanken beiseite. Das war Vergangenheit, eine Zeit, die so nie wieder kommen würde.
"Ja, lass uns wieder reingehen. Wir könnten ja nachher nochmal raus und etwas fliegen, wenn du magst. Bei dem Wetter sieht es am See bestimmt wunderschön aus."
Sie lächelte.
"Was ist eigentlich mit deinen Händen und Füßen? Ich habe schon öfter gesehen, wie vorsichtig du Dinge berührst."
Die Sache mit der zerbrochenen Flasche in der Küche kam ihr in den Sinn.
"Bist du an den Stellen sehr empfindlich? - Das mit dem Tee kriegen wir hin. Wenn nicht, dann mache ich uns welchen"
"Irgendwie bin ich da besonders empfindlich, weiss auch nicht." meinte Falcon leise und blickte kurz auf ihre Hände mit den langen, recht scharfen Nägeln herunter.
"Und fliegen.. gerne. Sobald wir uns aufgewärmt haben und ich ein bisschen ausgeruht habe." sagte sie lächelnd. Langsam schlug sie mit ihren Schritten einen Halbkreis, der die Mädchen letzten Endes zum Institut zurückführen würde.
Einige Minuten schwieg Falcon und blickte auf den Schnee zu ihren Füßen, in welchem sie immerzu einsanken, so das ihre Schritte nicht zu übersehen waren.
"Hat deine Familie dich auch weg gesperrt, weil du anders warst?" Leise erklang die Frage, während sich das Gebäude vor den beiden Mädchen bereits aufbaute und sie in dessen Schatten traten.
Ashley sah einen Moment lang auf Layleens Hände. Die Nägel waren wirklich lang, eben wie die eines Raubvogels. Wenn sie so empfindlich war, dann musste es höllisch wehtun, egal was sie anfasste.
Sie folgte Layleens Wendemanöver. Das Institut lag nun wieder vor ihnen. So eingeschneit wie es war, wirkte es, wie ein schlafender Riese mit seinen alten Mauern und hohen Fenstern.
Nachher würde sie mit Layleen ein wenig üben. Es würde sicherlich toll werden, wenn sie von nun an eine Begleitung beim Fliegen hatte.
Layleens Frage nach ihren Eltern ließ sie kurz in ihrem Gehen stocken. Sie fühlte einen harten Kloß in ihrer Kehle.
"Nein", sagte sie leise, "meine Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als ich fünf war."
Doch war sie deshalb schlechter dran, als Layleen? Was war schlimmer? Seine Eltern zu verlieren oder von ihnen nicht geliebt zu werden?
Ashley fand, dass beides sich in nichts nachstand.
Sie vergrub ihre Hände tiefer in ihren Manteltaschen und sah zu Layleen hinüber. Sie lächelte leicht, um ihr Gesagtes etwas abzuschwächen.