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auf der neuen Plattform und hoffen
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bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Mika hatte auch diese Nacht nicht sonderlich gut geschlafen, aber ihre Laune hielt sich auf einem gewissen Mittelmaß, so dass niemand unter ihrenStimmungsschwankungen zu leiden hatte. Und nachdem sie erfahren hatte, dass es einen neuen Mathelehrer gab,würde sie morgen sogar an diesen stunden teilnehmen. Obwohl es noch Klausurem zu schreiben galt, hatte Mika nur ihre Hefter durchgeblättert. Alles, was sie wissen konnte und was ihr Hefter beinhaltete, wusste sie auch, so dass sie nun ihre Zeit mit Training verbringen konnte.
Ihre Schritte hinterließen Spuren im Schnee, während sie den von laternen beleuchteten Weg zu Turnhalle entlangjoggte. Ihre Turnschuhe sowie ihre Sportkleidung befand sich in ihrem rucksack. Mika schob ihre Kapuze vom kopf, nachdem sie die Tür zur Sporthalle aufgeschoben und wieder geschlossen hatte, und ging in die Umkleide, um sich umzuziehen. Sie lief sich noch einige Runden ein und wärmte sich auf, bevor sie ihre Turnschuhe wieder auszog und begann, ihre füße und Hände sowie die jeweiligen Gelenke mit einem Verband zu umwickeln.
Mika band sie die unkontrollierbaren Locken zusammen, so dass sie ihr nicht ständig ins Gesicht fielen, und begann dann mit einfachen Tritten und Schlägen auf den Sandsack. Sie genoß die Stille in dem großen raum, welche nur von den Geräuschen ihres eigenen Atems unterbrochen wurde, und konzentrierte sich voll und ganz auf den imaginären Gegner. Low- und highkicks wechselten sich ab mit Schlägen auf gesichts- und Brusthöhe oder Niere. Ihre ganze Konzentration lag bei der Ausführung der jeweiligen Bewegungen.
Es war schon merkwürdig, wieder an eine Schule zusein, nicht als Schüler, aber auch nicht als Lehrer, sondern mit einem ganz einfachen Job. Aber hey - er beschwerte sich nicht. Mit den Menschen konnte er kaum noch - obwohl, doch - er konnte mit ihnen noch recht gut zusammen leben, aber zuviele Brücken hatte er abgerissen. Zuviel verloren und deswegen zurück schauen und heulen, dass brachte auch rein gar nichts.
Er nutzte die Zeit, die Gunst der Stunde um sich um zuschauen, um einfach die Ortschaften, die Sehenswürdigenkeiten kennen zulernen, er studierte Alles was er sah, fast unbewusst mit einer gewissen Faszination und Neugierde. Aber es stand etwas auf dem Spiel, sein Körper - er sah was passiert, wenn Leistungssportler sofort aufhören Sport zutreiben, sie gehen aus einander wie ein Kuchen der aufbäckt. Das musste er sich nicht antun, weil er den Sport sogar liebte, auf eine gewisse Art und Weise hatte es ihn total ruhig gemacht, vielleicht auch zusehr abgestumpft. Er ging in die Sporthalle, er wollte sich die einmal ansehen und erkannte auch das Feuermädchen wieder, er blinzelte leicht und betrachtete sie erst einmal eine Weile, stumm - musternd, studierend und analysierend. Achtete auf ihre Körperhaltung und erhob dann die männliche markante ruhige Stimme.
Deons Stimme riss Mika aus ihrer Konzentration und sie versteifte sich, bevor sie die Fäuste herunternahm und sich herumdrehte. Auch wenn dies ein öffentlich zugänglicher Ort war, mochte Mika es nicht, beim Training gestört zu werden, da sie es wie einen unerlaubten Eintritt in ihre Privatsphäre ansah. Der Sport war ihre Art, mit Problemen umzugehen und Selbstbeherrschung zu üben, die sie so nötig für ihre Mutation benötigte.
Zwar hatte das Mädchen damit gerechnet, dass der durchtrainierte junge Mann von gestern sicher einmal in der Sporthalle auftauchen würde, aber sie hatte diesen Gedanken einfach nicht bedacht, als sie zum Traing losgegangen war. Kurz blitzten ihre Augen wegen dieser Störung auf, dann strich sie sich eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht und sah Deon kühl an.
"Seit ich hier im Institut bin mindestens dreimal die woche, davor war es eher...notwendig. Wie lange stehst du schon hier?"
notwendig... Die Rothaarige hatte keine Lust, einem Wildfremden zu erklären, warum es für sie damals notwenig war, sich selbst verteidigen zu können. Seit ihrer Zeit im Institut hatte sie sich viele einige Techniken angeeignet, meist aufgrund theoretischer Werke über Kampfsportarten aus der Bibliothek. Sie blickte Deon an und muserte ihn erneut unauffällig, fasziniert von den druchtrainierten Muskeln, die sich unter seiner Kleidung verbarg. Unter keinen Umständen ließ sie es sich jedoch anmerken, welche Gedankengänge durch ihr Gehirn rasten.
Der junge Mann trug seinen schwarzen Mantel, einen Schal um den Hals und Handschuhe, die er aber mit einer geübten Geste auszog. Auch seinen Mantel öffnete er mit einer geometrischen Perfektion und zum Vorschein kam der schwarze Pulli, der seine Muskeln leicht betonte, sowie die schwarze Hose mit dem Silbergürtel. Ingesamt war er in schwarz gekleidet und erinnerte wirklich an einen Götterbote, an einen Erzengel auf Rachemission. Nur etwas schimmerte an ihm hervor, es war ein goldener Ring den er am Ringfinger trug.
Seine Schritte waren ruhig, für einen Mann sehr elegant, raubtierhaft und irgendwie beneidenswert. Er hatte sehr viel Zeit in seinen Körper investiert, da Ereignisse auch ihn - prägten, oder weil die Lust am Sport ihn übermannten, damals schon mit 5 Jahren. Er suchte sich eine ruhige Ecke, legte den Mantel, den Schal, sowie die Handschuhe ordentlich auf den Boden und bewegte sich dann langsam zu Mika. Ein abschätzender Blick von Oben nach Unten, als er etwas lächelt.
"Nicht lange. Schuldige das ich dich gestört habe. Sport erfordert Konzentration, aus dieser wollte ich dich nicht reißen."
Er umrundete Mika ein wenig, betrachtete die wichtigsten Stellen ihres Körpers, wo die Muskeln besonders gefördert werden, oder wenn man es so nimmt, Muskeln entstehen überall. Er tastete über Sandsack, fühlte - was er sich wohl dabei dachte? Sagen wir es so, er überprüfte die Qualität und blickte dann wieder zu Mika.
"Was für Sport betreibst du noch? Sicherlich nicht nur für deinen Körper, sondern auch für deinen Geist und für deine Seele."
War sie ein Vieh auf einer Verstiegerung oder warum hatte sie gerade das unbestimmte Gefühl, Deon sah sie gaerde nur als Haut, Muskelmaße und Knochen vor sich, als würde er ihre Qualität prüfen? Was auch immer er damit beabsichtige, es gefiel ihr nicht. Auch wenn sie für ein Mädchen recht durchtrainert war und dies sich vor allem an den Oberarmen und bei der Bauchmuskulatur zeigte, so schien sie jedoch nicht burschikos.Sie mochte diese intensive Musterung nicht und verschränkte so die arme vor der Brust.
Trotz allem stand Deons Art im krassen Gegensatz zu der Höflichkeit siner Entschuldigung, was bei ihr für Verwirrung sorgte.Trotz allem kam die Antwort auf seine Frage in einem nicht gerade nach Zustimmung heischendem Ton und gab Mikas ablehnde Haltung wieder.
"was interessiert es dich, du wurdest heir ja sicher nicht als Fitnesstrainer eingestellt..."
Sonst hätte sie sich nicht weiter dafür interessiert, ob ihre Reaktion vielleicht nicht sonderlich freundlich war, aber immerhin hatte sie genug Benehmen, um doch auf seine frage zu antworten, wenn auch sehr kurz angebunden.
There's a time for us to let go
There's a time for holding on
A time to speak, a time to listen
There's a time for us to grow
Der Mann besaß trotz seiner markanten Erscheinung eine sehr sanfte ruhige Ader, er hob etwas den Finger und wackelte mit jenem - fast so als würde er sagen : tzzz - aber er sprach es nicht aus, nur sein Lächeln wurde ungemein ehrlicher und sanfter.
There's a time for laying low down
There's a time for getting high
A time for peace, a time for fighting
A time to live, a time to die
"Reagierst du so aus Trotz, oder bist du missmutig? Vielleicht war mein Verhalten nicht in Ordnung, aber stattdessen mir so patzig entgegen zukommen, solltest du vielleicht ruhig sagen, was dich gestört hat, ich kann nur dazu lernen und nehme es dir nicht übel."
A time to scream, a time for silence
A time for truth against the lie
A time for faith, a time for science
There's a time for us to shine
Er verschränkte nicht seine Arme vor der Brust, er präsentierte sich ruhig und offen ihr gegenüber, bot sogar Angriffsfläche und zeigte damit auch verbundenes Vertrauen.
"Weißt du, es ist auch nicht nett, jemanden nach seinem Job zu beurteilen, weißt du was ich noch für Qualitäten besitze? Und was es mich interessiert? Mich interessiert die Jugend, die neue Generation der Mutanten, besonders jene, die meine Faszination teilen."
Damit meinte er durchaus den Sport, noch immer stand er da, wie eine ruhige Statur, wie von Da Vinci gezeichnet.
There is a time for mixed believing
There's a time to understand
A time for hurt, a time for healing
A time to run, and to make a stand
"Ach und bevor ich es vergesse, mein Name ist Deon, verzeih meine Unhöflichkeit am letzten Tag, ich hatte nicht mehr die Kraft, geschweige denn die Lust mich nach einem anstrengendem Flug vor zustellen."
Er spannte nun die Muskeln an, die richtig deutlich sichtbar wurden und trotz seiner ruhigen Worte, sollten sie Ernsthaftigkeit in den Gedanken des Mädchens auslöschen. Sie sollte nachdenken, dann erst handeln oder sprechen.
Kurz zeigte sich ein Anschein von Überraschung auf ihrem Gesicht, bevor sie ihre Mimik wieder insoweit unter Kontrolle hatte, dass sie keine Ablehnung mehr ausdrückte, sondern entspannter wirkte. Sie ließ die Arme sinken, denn ihre Überraschung stammte weniger von dem, was er gesagt hatte, sondern wurde vielmehr durch die unausgesprochenen Worte verursacht, die seine Körperhaltung ausdrückte.
"Mein Name ist Marylin, wobei ich eher die Kurzform Mika bevorzuge. Und nein, ich bin nicht missmutig, ich mag es nur nicht, taxiert zu werden, sei es wegen meinem Äußeren oder weil die Menschen wissen, dass ich Mutantin bin und denken, irgendwo an mir würde sich etwas zeigen, was diese Mutation ausdrückt."
Mich interessiert die Jugend, die neue Generation der Mutation, besonders jene, die meine Faszination teilen." Faszination an der Jugend...dabei schien er selbst nicht um vieles älter zu sein als das rothaarige Mädchen. Faszination wofür? Für Außergewöhnliches, Sport, Jugend? Sie wusste es nicht, doch es schien ihr, als könnte alles möglich sein. Noch immer wirkte sie auf gewisse Art reserviert, immerhin konnte sie nicht so einfach die aufgebauten Mauern ihres Selbstschutzes einreissen und sich einem Mensche öffnen, der ihre Selbstsicherheit zwar zum Schwanken gebracht hatte, ihr aber trotz allem unbekannt war.
Trotzdem lächelte sie leicht, während ihre hellgrünen Augen Deon fragend anblickten.Sie unterdrückte den Impuls, ihre Blick über seinen Körper schweifen zu lassen, und sah ihm daher direkt ins Gesicht
"Die Entschuldigung ist angenommen. Darf ich fragen, ob du nur hier bist, um deine Interessen auszuleben, oder gehst du hier einer Beschäftigung nach?"
An Lehrern hatte sie keinen Mangel, und so fragte sich Mika, auf welche Stelle deon sich hier beworben hatte.
"Weißt du Mika, mit mir kann man reden, ich werde deswegen niemanden zerfleischen, dass ist nicht meine Art. Ich wollte dich auch nicht angreifen, durch meine Blicke, durch meine Musterung, ich war schlicht ergreifend neugierig."
Er entschuldigte sich, wieder - er hatte damit kein Problem, es fiel ihm nicht schwer, Fehler zu erkennen und sich selbst ein zu gestehen, er wollte niemanden auf die Füße treten. Ja, in einer Gemeinschaft ist man nur zusammen stark, er wollte weder aus der Reihe tanzen, geschweige denn wollte er im Weg stehen, er wollte an einem Seil, gemeinsam ziehen. Er wollte auch niemanden etwas rauben, was er sich hart angeeignet und erkämpft hat, denn das - würde er bei sich selbst, auch nicht wollen.
"Ja, ich bin neu hier. In diesem Moment, wo ich bei dir bin, gehe ich meinem Hobby nach und meinem Interesse, wenn ich die Gelegenheit habe, werde ich sie auch ausleben. - Und tja, momentan fühle ich mich nicht zwingend in der Lage, einen Lehrerjob zu meistern - deswegen habe ich mich auf die Stelle des Blockwarts beworben, ein recht neuer Beruf für mich, aber ich weiß - mir wird nie langweilig und ich lerne Neues kennen, bin immer beschäftigt und werde gefordert. Es gibt mir ein Gefühl, gebraucht zuwerden."
Und da sprach er nicht mit Engelszungen, geschweige denn mit der Zunge einer Schlange, sondern war fast gnadenlos ehrlich zu ihr. Er erwiderte ihren Blick mit Sanftmut und beneidenswerter Ruhe, eher wurde es als Gelassenheit bei ihm bezeichnet. Er hob etwas die Arme, zog den Pulli aus, darunter kam ein weisses Hemd zum Vorschein, nun absolut deutlich - seine athletische Statur. Seine Bewegungen waren rasch, nicht zögernd, als er den Pulli zu den anderen Sachen legte und sich wieder geschmeidig in Mika's Aufmerksamkeit einreihte.
"Krafttrainung, laufen? Wie sieht es aus mit schwimmen? - Und in welcher Art absolvierst du dein Krafftraining?"
Er fragte fast leise, sanft und dennoch unterstrich seine Erscheinung ein charismatisches Lächeln, welches man manchmal nur schwer widerstehen konnte, denn so kam er etwas aus sich heraus, wurde lockerer und seine ganze Haltung war sogar immer noch offen, nicht distanziert oder unfreundlich, eher neugierig.
Neugierde und Fehler eingestehen, mh? Da stand ja wirklich ein gefestigter Mensch vor ihr.Mikas Neugierde war auch nicht gerade gering, nur versuchte sie diese in einem Maß auszuleben, die andere Leute nicht verunsicherte, geschweige denn angriff. Und Fehler einzugestehen war nicht gerade ihr Stärke, aber nun gut, Mika war noch jung und hatte so auch noch genug Zeit, ihr hitziges Wesen und die daraus resultiernde Sturheit vielleicht eines Tages in den Griff zu kriegen.
Sie speicherte alles, was Deon sagte, mit genau der selben, wenn auch teilweise chaotisch wirkenden Präzision ab, mit der sie auch andere Dinge in ihrem Kopf behielt. Irgendwie wirkte er immer symphatischer, um so mehr er von sich preisgab. Aber das war ja auch beabsichtigt. Mi8kas Hände fanden den Weg ion die Taschen ihrer Sporthose und sie sah Deon ruhig dabei zu, wie er seinen Pullover auszog, bevor sie auf seine Frage antwortete. Und wieder seine Art, zu fragen, neugierig an sich, und doch klang es vom Ton her wie eine Einladung zum Abendessen. Ihre erneute Verwirrung ließ sie sich jedoch nicht anmerken.
"Gewichte stemmen, wenn auch nicht allzu oft, weil es langweilig ist, außerdem die alltäglichern Übungen wie Liegestütze oder Rumpfbeugen, wie man sie aus jedem Sportunterricht kennt."
Sie grinste kurz, würde Deon auf so etwas achten so würde er feststellen, dass sich ein leichter Cockney-Akzent bei Mika bemerkbar machte.
" Schwimmen eher weniger, da ich früher dafür nicht die Möglichkeit hatte und in Schwimmhallen zudem immer zu viele Menschen sind. Aber soviel ich weiß, gibts in Inverness eine Schwimmhalle."
Der "junge" Mann blickte Mika an, mit einem ruhigen Gesicht, er wirkte nicht distanziert oder desinteressiert, sondern hörte ihr aufmerksam zu. Sacht strich er sich eine rabenschwarze Strähne aus dem Gesicht, sein Haar war born to be wild, ebenfalls seine Eisgletscher, aber diese besaßen Neugierde und einen ungeschlagenen Sanftmut, keine Härte, keine Strenge - nicht in diesem Moment. Er war gelassen und er empfand ein Wohlbefinden in ihrer Gegenwart, er brauchte also sein Schneckenhaus nicht. Harte Schale, weicher Kern? Vielleicht.
"Oh in Inverness gibt es eine Schwimmhalle, die werde ich wahrscheinlich bald besuchen."
Er meinte es ernst, es war gut das sie es erwähnt hat, es stimmte ihn sogar noch gemütlicher und glücklicher, denn diese Laune, diese Stimmung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, trotzdem war es markant, besaß jetzt aber den warmen Charme und das goldene Charisma des Mannes.
"So wie ich mitbekommen habe, nutzt du die Ruhe und die Stille für deinen Sport. Hast du es schon mit Musik versucht? Musik ändert unsere Stimmung, dass ist dir sicherlich schon aufgefallen."
Er ging auf den Sandsack zu, spannte seine Muskeln an, ballte die Faust, sie war voll und zeugte von Stärke, als er in den Sandsack haute, er genoss es, wie sich der Widerstand bewegte, Schwingungen erzeugte und er blickte dann zu Mika, ein wenig nachdenklich.
"Vielleicht klingt es lächerlich, aber wusstest du das Leute mit niedrigem Körpergewicht 'Welten" stemmen können, nur Aufgrund von innerlicher Ruhe? Menschen mit 50 Kilogramm können 600 Kilo stemmen, dass finde ich sehr beachtlich."
Er lächelte, einen gewissen Stolz erkannte man schon, als er sprach. Er klang immer noch ruhig, aber wesentlich freundlich, immer noch so neugierig ihr gegenüber und sie würde sicherlich bemerken, dass er anders war - wenn man ihn näher kennen lernt. Er war manchmal vielleicht ein wenig kompliziert, vielleicht in vielen Augen ein arrogantes Arschloch weil er eine 'göttliche" Erhabenheit besaß, aber sonst - war er doch schwer in Ordnung.
" Oh, glaub mir, die einzige Musik, die ich höre, ist ziemlich schnell und nur fürs Laufen oder dafür geeignet, schlechte Laune noch zu vertiefen. Der englische Punkrock ist nun einmal nicht für seine beruhigende Wirkung bekannt."
Wieder lächelte sie, einerseits, weil sie langsam ruhiger wurde, andererseits, weil sie amüsiert war.
"Glaub mir, innere Ruhe ist etwas, was ich nie besitzen werde. Jedenfalls nicht, solange mein Herz noch schlägt. Ich gehöre nicht gerade zu den ausgeglichensten Menschen, ein weiterer Grund, warum ich soviel Sport treibe.Dahger hat sicher jeder, der durch innere Balace Extremleistungen erbringt, meinen Respekt."
Er ging langsam auf das Feuermädchen zu, trat hinter sie und legte sacht seine Hände auf ihre Schultern. Wuschelte ihr kurz durch die Haarspitzen und trat dann wieder schmunzelnd vor sie.
"Ich könnte dir zeigen, wie du innerliche Ruhe bekommst, aber ich habe das Gefühl, du kennst dich sehr genau und möchtest es indirekt auch nicht?"
Fragend, als er etwas den Kopf schief legte, sie anschaute und etwas blinzelte. Er fand ein gewisses Maß an Temperament schon attraktiv, aber er bevorzugte die ruhige Art und Weise des Lebens, er ist nichts mehr anderes gewöhnt.
oh, das war keine gute Idee. Definitiv nicht. Auch wenn Mika nicht so empfindlich auf Berührungen reagierte wie ihre Eisprinzessin, so dauerte es doch einige Zeit, bevor sie Berührungen zu ließ. Immerhin hatte sie in dieser Hinsicht in ihrer Jugend nicht unbedingt gute Erfahrungen gemacht, vor allem, wenn es um Männer ging.
Daher wich sie Deon aus und lehnte sich mit dem Rücken leicht gegen den Boxsack, als würde dieser ihr Halt geben.
"Sorry, aber so etwas führt mich sicher nicht zu innerer Ruhe, im Gegenteil. Und ja, vielleicht ist es mir mein Temperament wer, darauf zu verzichten, jemals 600 kilo zu stemmen."
Da war es wieder, diese Kühlheit in ihrer Stimme, die Anspannung in ihrer Körper. Auch wenn Deon das Gegenteil von dem erreicht hatte, was er bewirken wollte, und Mika sich dies denken konnte, so war ihr verwurzeltes Misstrauen doch nicht einfach wegzudenken.
Interessante Reaktion, durchaus - er besah sich jene, aufmerksam, studierend, analysierend und musternd - es störte ihn nicht zwingend, denn wenn sie es nicht wollte, so wollte sie es nicht, daran konnte er nichts ändern, würde er auch nicht. Die Würde des Menschen ist unertastbar.
Er ließ sich auf dem Boden nieder, im Schneidersitzt, legte die Fingerspitzen aristokratisch an einander und blickte über den Rand der Fingerkuppeln zu ihr, bzw. auch etwas zu ihr auf, ein sinnierender Blick, - ja es stimmte ihn durchaus nachdenkt, dann erhob er leise und langsam die Stimme.
"Möchtest du mir vielleicht verraten, warum du mir ausgewichen bist, Mika? Warum meine Handlung, dich zu dieser Reaktion trieb?"
Menschen mit solch einem Verhalten haben durchaus etwas erlebt, was sie kennzeichnet und es ist schwer an sie heran zukommen, dass weiß ich. Deswegen - frage ich nach dem Grund, nach der Ursache.
Okay, wenn sie nen Psychologen brauchte würde sie sich schon melden, aber Deon ging gerade echt in die falsche Richtung. Kurz blitzen Mikas Augen wütend auf, immerhin verlief das Gepräch jetzt wirklich nicht gerade so, wie sie es sich erhofft hatte. Im Gegenteil.
"Ich denke nicht, dass dich das etwas angeht..."
Oh, sie wusste, dass sie trotzig reagierte, aber immerhin ging es Deon einfach mal nichts an. So gar nicht. der Rotschopf bewegte sich weiter von Deon weg und ging zur Bank, auf der sie ihre Sachen abgelegt hatte. Ihren Pullover überziehend, drehte sie sich noch einmal zu Deon.
"Viel Spaß noch bei der Arbeit hier als Blockwart."
diese eigentöich höfliche Floskel kam steif und wurde von keiner Bweegung ihrer Miene begleitet. Sie packte den rest ihrer Sache in den Rucksack und verschwand ohne einen weiteren Blick aus der Turnhalle.