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Dieses Thema hat 28 Antworten
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 Institut-Area
Seiten 1 | 2
Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

24.05.2006 18:31
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Was sollte jetzt dieser Blick. Cait fröstelte es und nicht nur, weil sie lediglich einen weißen Kittel und Lederne Schuppen am Körper trug, auch weil sie übermüdet war und konzentriert arbeiten musste.
Und alles für einen undankbaren Blick.

Sie kannte Nolan nicht gut genug, aber jemanden das Leben retten, der sich eigentlich umbringen wollte, konnte man es eh nicht Recht machen.
Schön reden wir nicht mehr...
Lass mich mit ihm reden!
Ignorieren.

Das Dorian plötlzich den Raum verließ, machte sie allerdings unsicher....
sie hatte ihre Anweisung. Auswechseln, sobald die erste Infusion fertig war, also setzte sie sich auf einen der weißen Schraubschemel und legte die Beine übereinander.

Das Adrenalin, dass die Müdigkeit verscheucht hatte, war abgebaut. Aber dank Mr. Paracetamol hier, würde das noch eine lange nacht werden.

Lass mich mit ihm reden! Los!
Was wollte sie denn die ganze zeit von ihm? Cait winkte ab und schaute zu Nolan. "Mit Tabletten umbringen, ne ganzzzz tolle Idee" murmelte sie und prüfte kurz den Infusionsbeutel.
"Das hätte ihren Freund auch nicht wieder zurückgeholt."

Nein, Caitlynn Lydecker konnte nicht die Fresse halten. Pech gehabt. Und sie schloss einfach mal aus Nolans Überreaktionen heraus, dass der 'Selbstmordversuch' eher aus dem Affekt heraus passiert war.

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

24.05.2006 18:46
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Undank war der Welten Lohn!
Aber abgesehen davon ging sie Nolan genauso auf den Piss, sie musste sich also nichts darauf einbilden. Dass Scale das kleine Naivchen überhaupt noch raus und spielen lassen ließ, konnte nur bedeuten, dass sie sie entweder für ihre Zwecke benutzte oder aber einfach selbst zu schwach war. Das hatte er zuletzt gemerkt, als sie ihm den Finger abgetrennt hatte.

Er drehte sich wieder auf den Rücken und starrte eine Weile an die Zimmerdecke. Das hier waren also die Subs... wie war er noch mal hier runter gekommen? Er wusste es schon nicht mehr. Nicht einmal Dorian hatte ihm hiervon erzählt, auch wenn er sich jetzt nicht mehr annähernd so sehr dafür interessierte wie noch vor einigen Wochen. Konnte Cait endlich mal ihren Mund halten?! Ja, sicher, es war eine Affekthandlung gewesen, allerdings ernsthafter als sie jetzt glauben mochte.

Schließlich brummte er einfach etwas unwillig.
"Du hast doch absolut keine Ahnung... kannst du dich nicht einfach verpissen?" Ja, Nolan war eigentlich immer so charmant.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

24.05.2006 19:03
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Irgendwo in caits Kopf platzte eine Sicherung....
wieder einmal.
"Okay, das reicht... ich...ich musssss dir nicht dein Scheißleben retten, kay? Ich hatte auch nen verdammt schlechten Tag, ja... und dem folgen wahrscheinlich noch schlimmere! Ich hab mir nicht aussssgesucht deinen, mit Tabletten vollgepumpten Arsch hier rein zuschleifen und dir dassss Leben zu retten!"

Irgendwo hörte sie Scales Gelächter, aber das war ihr gleich.
Er wollte, dass sie sich verpisste? Konnte er haben.
"ich wechsel die Infusssion....dann bin ich weg." Sie wollte ihn ja nicht auf dem Gewissen haben, also versorgte sie ihn wenigstens soweit, dass...

Moment.

was war das eben.

"Tschuldige..." schob sie stotternd nach. Ihr wurde schlecht und irgendwie fühlte sie sich grauenhaft.
"Vergiss alles was ich gessssagt habe..."
Waren sie per Du?
"Vergessssen sie allesss...es tut mir leid. Ich....werde einfach nur still hier sitzzzzen und.... nichtsss weiter..."

Gott, war sie fertig. Cait sank wieder auf den Schemel und wog die Infusion in der Hand. Sie hatte genauso wenig recht ihn anzuschreien, wie er....mit dem untershcied, dass er unter Schmerzmitteln stand und nicht Zurechnungsfähig war.
Gut, sie war ohnehin nicht Zurechnungsfähig, aber das entschuldigte solch ein Verhalten nicht.

Scale stand wieder bei Nolan. Betrachtete ihn, die Arme vor dem Oberkörper verschränkt. Auch sie sagte nichts mehr.

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

24.05.2006 19:18
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
"Ich hab nicht danach gebettelt, dass du mir mein Scheiß Leben rettest, oder?" Er blinzelte träge zu ihr auf. Was machte sie jetzt eigentlich sone Welle? Und überhaupt; wie konnte man so unerträglich naiv sein? Er seufzte nur.

"Ich kann mir diese bescheuerten Infusionen selber setzen, also geh schlafen, du siehst so aus, als hättest du es nötig." Wozu hatte er eigentlich die ganzen Semester studiert, wenn er sich die Dosis letztlich nicht selbst setzen konnte... aber das wusste sie ja nicht. Sie schien so einiges nicht zu wissen. Dabei hatte er doch...

Wie bei Dorian packte er auch ihr Handgelenk. Mit der Ausnahme, dass er sie mit einem Ruck zu sich hinabzog und mit gedämpfter Stimme sagte: "Cait, hör auf, dich wie ein Kindergartenkind zu benehmen - vor allem, wenn du einen anzüngelst. Das ist so irritierend." Man könnte sie glatt mit Scale verwechseln. Dass er das aber trotz allem nicht tat, verriet sein herablassendes Schmunzeln. Natürlich waren sie beim per Du. Oder wollte er sie einfach nur ein bisschen ärgern?

"Zwei Herzen leben in meiner ach so zwiegepaltenen Brust... nicht wahr... Cait?"

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

24.05.2006 23:08
The green mile? [18.12. nachts] Antworten

"Wasss habe ich ihnen denn getan? ich habe ihnen nichtssss getan, dassss sie mich so behandeln können!"

Cait zitterte, als würde sie merken, wie Scale nur darauf gierte in sie hinein zu springen um wieder Kontrolle zu übernehmen. Aber diese Genugtuung wollte sie ihr nicht gönnen.

"Ja, du hasssst recht es ist dein Scheiß leben...und wenn du nicht willsssst das man sich darum kümmert, bitte schön! Von mir aussss verrecke hier."

Und dann sprach dieser verdammte mensch auch noch von ihrer Zunge, auf die sie sich, kaum angesprochen, automatisch biss.
Und von zwei Seelen. Woher wusste er davon?
Hatte Logan etwa...? Oder Remy....?
Wer wusste es schon alles?

Cait sah rot...konnte nicht mehr anders...rastete aus....Nein, wirklich....sie konnte nicht mehr.
Sie schleuderte mit einer Wucht das Infusionsbeutel zu Boden, dass dieser aufplatzte und dann begann sie mit ihrem Echsenschwanz die Oberfläche des Schrankes leerzufegen.
Ein Schlag mit der Klaue stieß die Statusmonitore um, ein weiterer zerfetzte das Trennlaken der Krankenbetten.
Eine Kaffeetasse flog gegen die verdammte Kamera in der oberen Zimmerecke.

Mehr als Nolan Ford hasste sie gerade eine andere Person... nämlich Caitlynn Lydecker und die Gestalt die sie trug und die Tatsache, dass sie wahnsinnig war und eine Mutantin....
das alles steigerte ihren Zorn dermaßpßen, dass sie sich erst wieder fing, als sie kurz davor war den 'Patienten' seine Infusion zu entreissen und von der Krankenbahre zu werfen.
Er wollte keine Hilfe...sie hatte keinen Eid geleistet!
Doch sie tat es nicht.

Tränen rannen über schuppige Wangen...diesmal presste sie der Ziorn und nicht die Verzweiflung aus den Augen. Dann sank sie auf die Knie. Sie hatte nicht einmal mehr die Kraft den Raum rasch zu verlassen.

Scale hatte ihre Ecke nicht verlassen, sie stand immer noch in Caitlynns Menschengestalt da, die Arme vor der Brust verschränkt und schüttelte den Kopf.
Du kommst mit diesem leben nicht mehr klar, Caity? Ich kann uns beide retten...denk mal drüber nach. Oh...und nimm dir Diazepan mit...scheint echt dringend zu werden bei dir....

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

24.05.2006 23:46
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
"Wie behandle ich dich denn? Ist es etwa ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen?" Aber sie sollte sich abregen, denn zu seinen Freunden war er nicht weniger zynisch - sah man mal davon ab, dass er nur wenig Freunde hatte. Woran das wohl lag? Sie steigerte sich da ein bisschen rein, konnte das sein? Nolan selbst war noch immer etwas eingeschränkt in seiner Bewegungsmotorik, so dass seine Reaktionen darauf etwas zu wünschen übrig ließen. Solange sie ihn nicht anfasste...

Nolan konnte ihr regelrecht an der Stirn ablesen, was sie gerade dachte, so dass er sich aufsetzte und meinte: "Ich bin Arzt, alles klar? Man muss schon ziemlich blöd oder übermüdet sein, um dein Problem nicht zu erkennen..." Dorian war wohl Letzteres gewesen, ansonsten war er doch soo ein cleveres Bürschchen. Ihre blinde Zerstörungswut, die kurz darauf folgte, erstaunte ihn etwas. Sie wusste, dass es das alles nicht besser machte, oder?

"Hey!"
Konnte sie mal aufhören, so einen Lärm zu fabrizieren?! Das tat ihm in den Ohren weh und außerdem glaubte doch jeder, dass er wieder für diesen Scheiß verantwortlich war. Das Dumme war, er konnte jetzt wirklich noch nicht aufstehen. Allerdings ließ er sich letztlich neben Cait auf den Boden sinken und schüttelte leicht den Kopf. Mitleid war etwas, das er im Moment so gar nicht übrig hatte - auch wenn er allgemein sparsam damit umging. Er packte ihren Kiefer und fixierte sie, auch wenn seine Iris noch immer leicht verschleiert wirkte.

"Glaub mir, dein Leben ist nicht annähernd so beschissen wie meins. Also reiß dich Gott verdammt nochmal zusammen." Seine Worte klangen hart und verständnislos, sein Blick war nicht minder bohrend, aber als er die Hand sinken ließ, streiften einige Federn eines Flügels ihre Wange. Es musste ein ziemlich beruhigendes Gefühl auslösen.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

25.05.2006 00:01
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
"Scheisssse, ein bisschen feinfühliger könntessst du schon sein. Du machssst Logan Konkurrenz, mann. Mach nur ssssso weiter und ich bin die Nächssste, die den magen ausgepumopt bekommen mussss..."" zischte sie und bemühte sich dabei nicht in seine Richtung zu züngeln.
Sie hatte keine Lust sich von ihm belehren zu lassen und wie beschissen sein Leben gerade war, konnte sie nicht einschätzen, aber irgendetwas musste den Selbstmord-Gedanken wohl ausgelöst haben.

Schwäche vermutlich.

Und plötzlich empfand Caitlynn sogar Mitleid mit ihm. Das Mitleid, dass er momentan eher für sich in Selbstmitleid umwandelte. Genau wie sie...die auch langsam im Selbstmitleid erstickte.

Sie wusste nicht genau woher diese gefühl kam, aber Ford tat ihr mit einem Mal leid. Es tat ihr leid, dass sie sich nicht kannten, es tat ihr leid, dass er sich das Leben nehmen wollte....es tat ihr leid, um diese Schwäche, die er sich wohl selbst eingestehen musste und es tat ihr leid, um ihr Benehmen.

Dieses ständige auf und ab, hin und her...zwischen Schuldgefühle und Raserei konnte ganz schön schlauchen.
Und mit einem mal kehrte Ruhe in Caits Verstand und Körper.
Die Echsenform wich der menschlichen.
Die Gestalt, welche Nolan schon heute Morgen besucht hatte, als die Welt noch in Ordnung war für beide.

"Ich...ich geh jetzt schlafen..." meinte Cait und schnürte hastig den Arztkittel zu "zwei Türen nebenan...im Aufwachraum...und sie 'Doktor' legen sich wieder auf die Pritsche und...."
Tolle Idee, lass ihn alleine hier und steck ihn noch ein wenig Schmerzmittel zu!

"Ich schlafe hier..." berichtigte sie sich selbst und da konnte er sooft Augenrollen und rumknurren, wie er wollte.

Die Kälte kroch an ihr hoch und sie schlang die Arme um die angezogenen Beine., ihr Blick fiel auf die aufgeplatzte Infusion....
"Ich muss den Beutel noch auswechseln...."stellte sie trocken fest.
Sie blickte auf, in die Ecke, in der ihre persönliche innere Nemesis gestanden hatte. Doch Scale war nicht mehr zu sehen.

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

25.05.2006 00:27
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Er selbst hatte kein Mitleid.
Aber das hatte er irgendwie noch nie gehabt, mit einigen besonderen Ausnahmen. Trotzdem nahm er ihre Worte ernst, auch wenn er sie eher als Arzt registrierte als ein Zuhörer in einem Gespräch. Hatte man ihr schon mal gesagt, dass sie zu einem Psychiater gehen sollte? Nolan würde es auch nicht. Aber immerhin hielt er diesmal seine Klappe. Wenn sie ihm Schwäche vorwarf, die zu dieser Reaktion geführt hatte, so hatte sie in gewisser Weise Recht, auch wenn sie darum noch nichts von den Begebenheiten wusste. Im Moment war es offensichtlich, dass sie ohnehin mit sich selbst beschäftigt war.

Und irgendwie war das gut, denn es lenkte ihn selbst von etwas ab, das ihn glattweg in den Wahnsinn treiben könnte. Er sah ihr bei ihrer Verwandlung zu, wie auch schon vor nicht allzu langer Zeit. Dazwischen schienen auf einmal aber Jahrhunderte zu liegen, so dass er sich den Handballen einen Augenblick gegen die Stirn presste. Das alles bereitete ihm nicht nur sprichwörtlich Kopfschmerzen.

Ja, sie sollte gehen, sie sollte ihn endlich in Ruhe lassen. Er wollte nichts und niemanden hören oder sehen. Das alles hier war so unwirklich. Wo hatte Raguel Dinand nur hingebracht? Bis eben war es ihm gleichgültig gewesen, doch jetzt wäre er ihm am liebsten gefolgt. War sie immer noch nicht fort?? Musste er sie aus dem Zimmer schmeißen? Hatte er sie noch immer nicht genug provoziert?! Konnte er endlich mal ALLEIN sein?

Aber sie wollte bleiben.
Was war es, das sie hielt? Verantwortung? Mitleid? Beruhigung des eigenen Gewissens? Oder schlichtweg Unentschlossenheit und Verzweiflung? So wie sie aussah... musste er sich eher um sie kümmern. Würde es sie erstaunen, wenn er dazu gar nicht in der Lage war? Dinand war tot...

"Komm her."
Es hörte sich nach Befehl an, aber dennoch war dort etwas, das dem Ganzen die Schärfe nahm. Er streckte den Arm aus und griff ihr in den Nacken, so dass sie schneller bei ihm war, als sie möglicherweise reagieren konnte. Der Kuss, den er ihr aufzwang, war weniger beruhigend, dafür schlossen sie seine Schwingen ein, die sowohl Schutz wie auch sanftes Gefängnis waren. Würde sie nun gehen?

Caitlynn Lydecker Offline

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25.05.2006 10:32
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Der Griff im nacken war äußerst unangenehm, wenn auch irgendwie unheimlich vertraut und das was darauf folgte, war überraschend noch dazu.

Cait wich erschrocken zurück. Was erdreistete sich Doc Ford eigentlich. Sie prallte zurück, soweit es sein Griff zuließ und spürte die weichen Federn an Rücken und Hinterkopf. Er hatte sie mit den Schwingen umschlossen?

Im ersten Moment der Überraschung fand sie keinen driftigen Grund für sein verhalten.
Spätreaktion der Überdosis?

Gerade erst zurückverwandelt, fiel es ihr nicht schwer, die anstehende Verwandlung zu unterdrücken. Zudem war sie zu ausgepowertt, als dass sie heute Nacht noch einmal die kraft aufgebracht hätte, ihm eine zu scheuern.
Auf die obligatorische Ohrfeige, die eher einem missverständlichen Streicheln nahe gekommen wäre, verzichtete sie....erst einmal....denn alles was jetzt folgen würde, war bedeutungslos für das, was eh passiert war.

Ihr Puls raste zu sehr, ähnlich wie ihre gedanken, als dass ihr aufgefallen wäre, dass die hand, die sie gerade im nacken hielt nur über vier Fingerglieder verfügte.

"Lass mich los..." forderte sie ziemlich leise und drehrte ihren in seinen Griff seitlich von ihm weg.

Nolan Ford Offline

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25.05.2006 14:07
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Alle Fingerglieder besaß er noch... oder besser gesagt wieder. Immerhin hatten die bei Genethics saubere Arbeit geleistet. Was Cait vielleicht dennoch spürte, war die Narbe, die recht unschön zurück geblieben war. Aber auch das würde sich irgendwann noch verändern lassen. Er konnte den Finger sogar fast wieder so bewegen wie zuvor.

Als sie zurückwich, legte er den Kopf leicht in den Nacken und einen Moment blitzte es in seiner Iris auf. Nein, er war nicht Rat, aber man sollte ihn auch nicht unterschätzen. Und jetzt hatte er immerhin rein gar nichts mehr zu verlieren. Gänzlich schlechte Ausgangsvoraussetzungen ...für sie. Auf der anderen Seite wollte er sie einfach nur loswerden und war zu down, um es anderweitig zu tun.

Als sie an seine Federn kam, wurde sein Griff in ihrem Nacken etwas fester. "Du solltest ein wenig vorsichtiger sein... es könnte mir gefallen." Und? Hatte er sie nun soweit, dass sie aus dem Zimmer rannte? Nein? Er drehte den Kopf mit ihr, bis seine Lippen an ihrem Ohr waren und er ihr leise zuflüsterte:

"Ich an deiner Stelle würde heute Nacht nicht in einem Raum einschlafen wollen, in dem ich auf der Krankenliege liege. Man sagt... Ärzte wären die schlechtesten Patienten."

Und damit hatten die Leute wohl oder übel Recht.
Seine Schwingen glitten auf und sein Griff löste sich langsam. Musste er ihr jetzt noch einen Stoß versetzen? Aber irgendwas hielt ihn davon zurück.

Caitlynn Lydecker Offline

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25.05.2006 14:30
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Cait stolperte etwas zurück und richtete sich auf.
Jetzt bedrohte dieser Bastard sie auch noch.
Sie fragte sich wirklich langsam, wer hier geistesgestört war.
Am liebsten hätte sie zugetreten. bis kein verdammter Spruch mehr über seine Lippen kam.
Und so etwas war Arzt? Er hatte sie verletzt, gedemütigt, bedroht und war wahrscheinlich noch zu Schlimmeren in der Lage.

Ich rede mit Logan...und Scott...gleich morgen!
Wer wird dir schon glauben...
Die Videoaufnahmen der Kamera...
In denen du die Einrichtung hier zerstört hast?

Der Dialog spulte sich in ihrem Kopf ab und brachte die Erkenntnis, dass sie nichts machen konnte.
Sie hasste sich nach wie vor, für den Gedanken, dass es ein fehler war, Ford das Leben zu retten, aber hätte sie gewusst, was für ein Mensch Ford war...

Sie hätte ihm trotzdem geholfen.
Und das frustete sie noch viel mehr.

Cait rieb sich den schmerzenden Nacken und schaute anschätzig auf den 'Patienten' herunter. Die andere Hand zur Faust geballt, die stechend gelben Augen ins einem glühenden Blick ruhend.
Lange hielt sie das nicht aus und drehte sich weg. Es kamen keine Tränen mehr. Nur noch dumpfer Hass pochte.

"Im Kühlschrank liegt eine weitere Infusion...die setzen sie sich selbst..." meinte sie tonlos und nahm sich selbst zwei Tabletten Diazepan aus dem Schrank und ließ es in die Tasche des Arztkittel wandern. Sie siezte ihn wieder...das schuf Distanz, die sie dringend brauchte.
Dann hob sie die Reste ihres Schlafanzugs auf und stellte den umgeworfenen Monitor wieder aufrecht.

"Verlassen sie sich drauf... ich werde das jemanden erzählen. Das was heute Abend hier..." Tyler...fiel ihr sofort ein. Tyler würde ihr glauben.
Hier unten war er erst einmal ein gefangener, wie sie auch, der aus eigenen Antrieb nicht mehr nach oben kam, da er die Kombination der Röhren nicht kannte.

Cait ging an Nolan, der immer noch auf dem Boden saß vorbei, Richtung Tür. "Falls sie etwas brauchen.,...ich bin zwei Türen weiter..."
Ob ich dann tatscählich komme, ist eine andere Sache.

Nolan Ford Offline

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25.05.2006 23:06
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Im Moment war er eher zu gar nichts in der Lage, aber dass Cait das nicht merkte, war nur ein Vorteil für Nolan. In ihm herrschte gähnende Leere und Gleichgültigkeit gegenüber seinem Umfeld. Nur langsam beseelte ihn der Gedanken nach Rache und Vergeltung, auch wenn dieser Wunsch noch nicht so übermächtig war, dass er nicht einfach hier sitzen bleiben konnte und abwarten, wie lange er es noch machte. Vielleicht blitzte kurz etwas wie Triumph in seinen Augen, als sie Anstalten machte zu gehen, aber Miss Caitlynn musste ja noch große Sprüche klopfen, so dass er ihr einfach dreist ins Wort fiel.

„Ich zittere vor Angst… und jetzt verschwinden Sie endlich.“

Ja, er hatte mitbekommen, wo die Infusionen waren, er war ja nicht unterbemittelt. Wer hatte je gesagt, dass er zu den guten Jungs zählte? Und wer sagte, dass er fair spielen musste? Falsch zu spielen hatte er früh genug gelernt. Am eigenen Leib. Nolan konnte nahezu sehen, wie es in ihrem Hirn ratterte. Was? Spielte sie mögliche Konsequenzen für ihn durch? Es beeindruckte ihn ja zutiefst.

„Wenn ich etwas brauche, dann komme ich ganz gewiss zu Ihnen, Caitlynn.“

Er folgte ihr mit dem Blick, als sie an ihm vorbei zur Tür ging. Schmeckte sie seinen Kuss noch? Es war der Hauch von Aloe Vera, der seinen Lippen stets anhaftete. Die Milch eines Wüstenkaktus’. Eine außergewöhnliche Pflanze, die sich der Wüste angepasst hatte. Vielleicht brannten ihre Lippen aber auch einfach nur, ohne dass sie es definieren konnte. Nolan war es gleichgültig, er war endlich allein.

Allein.
Gott, lass mich endlich erwachen…

Caitlynn Lydecker Offline

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26.05.2006 00:12
The green mile? [18.12. nachts] Antworten
Die Tür zur Krankenstation schloss sich hinter ihr.
Auch Cait wollte aufwachen, doch sie wusste zu gut, dass dies keiner ihrer Alpträume war. Alles war real.
Und während Nolan das Glück hatte wirklich alleine zu sein, war es Cait nicht vergönnt.

Du hast ihn geküssssst, du kleine Schlampe

Cait hörte nur die Stimme, aber das war schon zuviel. Sie beschleunigte ihre Schritte zum Aufwachraum und stolperte hinein.
Shcnell hatte sie ein Glas leitungswasser gefüllt.
Ihre Hand langte in die Tasche des Arztkittels. drei Tabletten - ein Schluck Wasser...noch einer zum Nachspülen. Heute Nacht würde sie schlafen.

Das rettet dich nicht, weisssst du

Egal.
Sie legte sich auf die Pritsche, vier Decken übereinander, denn sie fror furchtbar.

Gute Nacht...Cait...schlaf gut...wir sssehen uns morgen früh...

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