Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sie hastete den Gang entlang, rannte an den Jungenzimmern vorüber und ins Treppenhaus. Wer ihr entgegenkam, wurde entweder umgerannt oder ihm wurde versucht auszuweichen, was mit den Schwingen, in die sich ihre Arme verwandelt hatten, nicht ganz einfach war.
Ein Falkenmädchen mit Federn am gesamten Körper im Institut. Die Frage, ob sie aus einem Zoo ausgebrochen war, lag nahe.
An der Tür zum Trepenhaus blieb sie ruckartig stehen und sah zurück. Das Krankenzimmer. Mrs. Grey war vielleicht dort. Es war wahrscheinlich keine so gute Idee hinunter ins Erdgeschoss zu gehen. Wenn sie hier niemanden fand oder von niemandem gefunden wurde, konnte sie diesen Schritt immer noch tun.
Also wieder zurück.
Sie klopfte an, wartete jedoch nicht ab, ob sie vielleicht jemand hereinbitten würde.
"Mrs. Grey? Mrs. Grey", ihre Stimme klang leicht panisch.
Was war, wenn sie niemanden fand?
Um den Geruch zu identifizieren bräuchte sie ja schon ein paar Herzschläge, aber das Wesen, das da den Gang entlangrauscht und dem sie reflexiv ausweicht, hat sie noch nie gesehen. Erst als sie ihm verblüfft nachschaut, merkt sie auch, mit wem sie es zu tun hat... der Geruch ist eine Mischung zwischen Ashley-Mensch und Ashley-Falke, wie wohl auch die Gestalt.
Die Verwandlung ist irgendwie schiefgegangen, da muß sie nicht lange kombinieren, um darauf zu kommen. Kurz entschlossen geht sie ihr nach zum Krankenzimmer und schaut, ob jemand da ist. "Ashley, warte... beruhig dich bitte." sagt sie dabei in nicht allzu lautem Tonfall
Sie stand mitten im leeren Raum. Mrs. Grey war nicht da. Enttäuscht legte sie die Schwingen um ihren Körper und sah aus dem Fenster. Wo waren denn alle hin?
Sie spürte Mutlosigkeit in sich aufsteigen. Panik hatte sie irgendwie gerade nicht mehr. Sie war schlagartig abgeklungen, als ihr klar wurde, dass niemand da war, der ihr helfen konnte, jedenfalls nicht sofort.
Was war es dann...Resignation?
Sie drehte sich langsam zu Chui um, als diese hinter ihr den Raum betrat. Sie brauchte einen Moment, bis sie ihrer gewahr wurde und der Ausdruck in ihren Augen den abwesenden Schimmer verlor.
Jetzt erinnerte sie sich auch daran, Chui im Gang beinahe umgerannt zu haben.
Sie senkte den Blick, nur um danach wieder zu Chui zu sehen.
Zwei Mischwesen in einem Raum, nur dass die eine sich noch nicht daran gewöhnt hatte, was sie wohl nun war oder schon immer gewesen war.
Beruhigen war gut gesagt, nur einfach war es nicht wirklich.
Sie seufzte.
"Beruhigen...", sie stieß einen Laut aus, der nach einem Schnauben klang, doch der Falke in ihr ließ den laut eher tierisch wirken.
"Wie kann ich mich beruhigen...wenn ich so aussehe?", fragte sie dann doch und zwang sich nicht wieder loszuheulen.
Es tat ihr noch im selben Moment leid, in Chuis Gegenwart so zu sprechen, denn schließlich war das Katzenmädchen immer in ihrer jetzigen Gestalt und es war ja auch nicht schlimm...
"Entschuldige...", sie hob eine Schwingen hoch, wie um sich durch die Haare zu raufen, doch der federne Vorhang verharrte nur einen Augenblick vor ihrem Gesicht, bis sie ihn wieder sinken ließ und sich gegen die Schwankwand mit den Medikamenten zu lehnen und an ihr herunterzurutschen, bis sie auf dem Fußboden angelangt war.
Chui betrachtet Ashley eingehend, als sie sich so gegenüberstehen. Irgendwie erschreckend, ja, auch für sie... denn Ashley sollte so nicht aussehen, zumindest nicht wenn person weiß, wie sie vorher aussah. Sie ist sich auch bewußt, dass ein Vergleich mit ihr selbst nicht ganz richtig wäre... Ashleys Mutation ist anders als ihre, in einer Zwischenform gefangen zu sein (was sie jetzt einfach mal vermutet) gehört nicht dazu. Zumindest bisher nicht.
Sie kommt näher, als sie spürt, wie nahe Ashley den Tränen ist. "Schon gut." sagt sie leise, als das Falkenmädchen sich entschuldigt und geht vor ihr in die Hocke, wo sie niedergesunken ist. "Hörmal... vielleicht... bleibst du hier und ich such Doctor Grey... ich find sie bestimmt schneller." Ein kurzes Lächeln. "Und du... legst dich auf eine Liege und ruhst dich aus, bis sie kommt. Du kannst dich gerade nicht zurückverwandeln, oder? Aber das klappt wieder... das ist schließlich deine Fähigkeit, und Fähigkeiten verschwinden nicht einfach so. Okay?"
es sind leise schritte und sie kommen aus dem bettenzimmer. für chuis ohren sollte ziemlich rasch klar sein, das man hier nicht wirklich alleine ist... vor allem dann nicht, wenn karl zwar gerade sein bett räumt - aber dennoch so viel geraffel hat das er transportieren muss, so das dies schon einige zeit in anspruch nimmt. und so kann man es ihm kaum verübeln wenn er etwas irritiert in der tür steht und angesichts der hysterischen geräusche sich eilig müht einen neutralen gesichtsausdruck zu wahren. oh.. mein.. gott? sekunde. er hat schon scale gesehen und die ist auch ein hübsches mädchen wenn sie eben nicht so ist wie sie ist... nur... äh... federn? das lächeln verunglückt einen kurzen moment bevor es dann sitzt. er hat übung darin, vermutlich w+ürde er damit besser klarkommen, wenn ashley in diesem moment eine tobende erwachsene wäre.
"auch wenn ich nicht wüsste wie, kann ich helfen?"
Ele hatte Ash in Belles Obhut zurück gelassen und war schnell in ihr Büro gegangen um zu schauen, was dort anlag. Nichts, gut, dann zurück zu Ash.
Sie nahm zwei Stufen auf einmal und blieb dann im Treppenflur stehen um zu lauschen.
War sie noch im Mädchentrakt?
Nein, scheinbar nicht... da war alles ruhig. Bis sie dann aus Richtung Krankenstation das Gemurmel hörte und dorthin flitzte.
Immerhin war Ashley ihr Mündel und sie mochte das Mädchen sehr, schon klar, dass sie sich Sorgen machte oder?
"Ash... " sie nickte Chui und Karl grüßend zu und blieb einen Schritt vor Ashley stehen. Am liebsten hätte sie das Mädchen in die Arme genommen aber sie hatte keine Ahnung, ob sie das überhaupt wollte.
"na mein kleiner Falke... " sie lächelte, obwohl es ihr schwer fiel. Aber Sorgenfalten waren schlecht für die Schönheit und würden Ashley auch nicht weiter helfen.
"Der Doktor nicht hier?" so strich sie ihr nur sacht über die dunklen Haare.
"Das glaub ich nicht." antwortet sie Ashley zuerst nur, während sie schon hört dass Karl ganz in der Nähe ist. "Naja... dass du jetzt so bist... das heißt halt bloß, dass du nicht nur zwei Formen hast, denke ich... nicht nur Mädchen und Falke, sondern auch dazwischen... und wie das Zurückverwandeln geht, weißt du halt noch nicht. Das kannst du sicher genauso lernen wie das andere." Reine Spekulation, natürlich... aber solange es halbwegs plausibel klingt.
Sie schaut sich um, als Karl gerade im Sichtfeld auftaucht und erhebt sich. Seine Frage überlegt sie sich kurz. "Vielleicht könntest du kurz bei ihr bleiben, während ich Dr. Grey suche?" ist ihre halb-Gegenfrage-halb-Vorschlag. Es klingt ein wenig abwesend, denn jetzt kommt Eleanora angelaufen. "Hallo." wird sie begrüßt, bevor Chui einen Schritt zur Seite geht um Ele zu Ash zu lassen. "Ich wollte sie gerade suchen." kommt es dann auf die Frage nach dem Doc.
Und das sollte sie dann auch mal so langsam tun, nicht wahr? Mit einem letzten leichten Nicken gen Ash geht sie zur Tür und hinaus... es wird mal wieder Zeit für ihr Spürnäschen, aber am besten beginnt sie einfach mal vor Dr. Greys Zimmertür.
Ashley hob den Kopf, als Karl herein kam. Sein Gesichtsausdruck sagte alles, was sie im Moment fühlte. Seine Mimik, die zunächst von Überraschung zu Schock umschwenkte verursachte ein Stechen in ihrem Herzen. Würde sie nun jeder so ansehen, wenn er sie zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Zum ersten Mal in ihrem Leben glaubte sie zu ahnen, was Chui in ihrem Leben durchgemacht hatte.
Sie sah Karl ohne Regung an, einzig ihre Augen zeigten das Chaos an Gefühlen, dass auch in ihr gerade vorging.
"Hallo..Karl", murmelte sie nur und wandte den Blick zur Tür, die sich gerade öffnete.
Ele zu sehen war beruhigend. Als ihr Vormund hätte es niemanden sonst geben können, den sie gewollt hätte. Sie lächelte sogar, als Ele sie kleiner Falke nannte. Irgendwie tat es gut. Auch das, was Chui sagte, klang gut.
Hoffnung tauchte in ihren Augen auf. Wenn es wirklich so war, dass dies nur eine weitere Zwischengestalt war, etwas, was zu ihrer Mutation dazu gehörte, dann wäre es nicht mehr schlimm. Vielleicht würde sie sich dann sogar an diese Gestalt gewöhnen können.
Nur erst einmal hier heraus kommen...
Sie schloss die Augen und konzentrierte sich. Wenn sie sich selbst willentlich verwandeln konnte, warum nicht jetzt wieder zurück? Sie versuchte es, doch allein das neue Gefühl, dass sie in ihrem Körper spürte, machte sie so nervös, dass ihr Willen zurückgedrängt wurde.
Sie öffnete die Augen wieder.Mit aufkommender Wut ließ sie ihren Flügel sich auffalten und stieß einen Stuhl um, der polternd zu Fall kam.
"Sachte, schön sachte."
Sie stellte den Stuhl wieder auf.
"Kann ich etwas für dich tun Ash?" sie setzte sich zu ihr auf den Boden, legte ihr den Arm um die Schultern und nachdem sie sich mit den Schwingen arangiert hatte, zog sie die Kleine sacht an sich.
Mehr konnte sie im Moment nicht tun. Leere Phrasen waren das letzte, was sie von sich geben würde.
Sie hatte sich selbst über sich errschrocken, als sie den Stuhl hatte umstürzen lassen. Sie war zornig darüber, dass sie es nicht geschafft hatte, sich zurückzuverwandeln, aber dass sie soviel Kraft mit ihrer Schwinge entfesseln konnte, war ihr nicht bewusst gewesen.
Ob sie in dieser Gestalt auch fliegen konnte, wenn ihre Schwingen so stark waren? Der Gedanke hatte etwas beruhigendes und auch die Arme, die sich um sie legten.
Ashley blickte Ele an und lächelte dann kurz.
"Bleibst du bei mir?", fragte sie leise und kuschelte sich an Ele.
Wo Chui blieb...es erschien ihr eine Ewigkeit, dass das Katzenmädchen verschwunden war. Dabei waren wahrscheinlich noch nicht einmal wenige Minuten vergangen.
Sie schloss die Augen und versuchte sich zu beruhigen.
Das fremde Gefühl in ihr machte ihr immer noch Angst, auch wenn etwas Vertrautes da war, dass ihr sagte,dass sie nicht alles von ihrem alten Ich verloren hatte.
"sicher, jetzt lass ich dich nicht allein." hier würden sie keine Feuerrösser oder Drachen wegbringen, sie hatte die Verantwortung für das Mädchen und so etwas nahm sie sehr ernst. Nicht nur, weil sie Ash so gern hatte.
"Kennst du die Feensagen aus Schottland?... nein, dazu bist du noch nicht lange genug hier glaub ich. Grandma hat sie mir erzählt."
Sie schloss Ash noch ein wenig fester in ihre Arme und begann zu erzählen... Ablenkung ist das beste Mittel.
"Nun, meist geht es um verschmähte Liebe oder verratende Liebe... und immer sind es wunderschöne Frauen.. die sich in Tiere verwandeln können, sobald sie enttäuscht wurden. Und du wirst lachen, meist sind es weiße Schwäne oder Falken oder Adler... was denkst du, bist du auch eine schottische Fee?" sie lächelt und streich Ash über den dunklen Schopf.
Eles Worte drangen in ihre fremde Welt, die sie betreten hatte,als sich ihre Augen schlossen. Dunkelheit herrschte vor ihren Lidern und nur die raschelnden Geräusche, die ihre Federn verursachten und Eles beruhigende Stille waren zu hören.
Sie öffnete die Augen wieder. Dort war sie allein, allein mit sich und der Fremde. Wenn sie geistig hier blieb, dann konnte ihr nichts geschehen. Ele würde auf sie aufpassen.
Wo war Dave? Ob er schon aufgewacht war? Sicherlich, schließlich machte er jeden Morgen seine Meditationsübungen. Ob das Scheitern ihrer Verwandlung daran lag?
Sie hatte ihn angelogen, als er sie gefragt hatte, ob sie die Übungen noch regelmäßig machte. In den letzten drei Tagen hatte sie keine Übungen gemacht und davor hatte sie auch eher die Ruhe genossen, die die Frühe des Tages mit sich brachte.
Feensagen... nein....
Sie schüttelte sachte den Kopf.
Sie war keine Fee...
Dorian tauchte mit Chui einige Minuten später auf. Vielleicht hatten die beiden ja Jean erwartet, aber dann musste sie Dorian enttäuschen. Er hoffte nicht, dass es dem Mädchen unangenehm war, nicht von Jean Grey untersucht zu werden, aber wo die Telepathin gerade abgeblieben war, wusste Dorian ehrlich gesagt auch nicht. Er hatte auch nicht so ein Ding im Nacken, denn er gehörte ja gar nicht zum Team. Er war nur der Wissenschaftler in den Subs.
"Guten Morgen, ich hörte, hier gibt es ein kleines Problem."
Wobei er Ashley bereits im Blick hatte und leicht lächelte. "Na, so schlimm sieht es doch gar nicht aus, hm?" Er konnte regelrecht sehen, dass sie noch immer starr vor Angst war. In seiner Iris waren leichte Wellenbewegungen auszumachen, die einen schon seekrank werden lassen konnten, wenn man das Meer nicht mochte. Dorian versuchte, sie nicht allzu lange anzusehen. "Wie ist denn das passiert, Ashley?"
Vielleicht sollte sie sich von Eleanora lösen, auch wenn die Sekretärin natürlich noch dabei bleiben konnte. Die anderen Schüler sollten allerdings ein paar Minuten draußen warten. Dorian zog sich einen der Arztkittel über, als er in der Krankenstation angekommen war, und wusch sich erst einmal die Hände. Schließlich ließ er sich auf einen dieser kleinen Drehhocker nieder und bedeutete Ashley sich auch irgendwo hinzusetzen.