Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Lächelnd ergriff sie seine Hand und folgte ihm in die Küche.
"Sport ist nicht so ganz mein Ding..hab nur immer wieder Probleme bekommen, wenn ich irgendeinen Sport getrieben hab.Liegt wohl mit daran das meine mutter mich immer dazu gezwungen hat."
Sie wog ihren Kopf hin und her und eine leicht steile Falte bildete sich zwischen ihren Augen.
"Ich glaube dann als erstes, nach der Honigmilch, Bücherrei und dann Musikraum. Gelesen hab ich schon lang nicht mehr...abgesehen von den Schullektüren, aber das ist immer wieder das Gleiche.
Tom umschloss ihre hand sanft und zog sie leicht mit sich mit aus dem Raum hinaus und dann hinüber in die Küche.
"Naja sport ist auch nicht wirklich mein Ding, vorhin wollte ich auch gerade in die Bücherrei gehen um mir ein Buch über die Geschichte von Schottland zu holen"
Bevor die beiden aus dem Raum gehen dreht sich Tom nochmal um.
" Ciao ihr Beiden "
Nachdem Lilly die Türe geöffnet hatte folgt er ihr aus dem Speisesaal und geht ihr hinterher
Er aß etwas von der kalten Kartoffel und dem kalten Fleisch, dann schob er den Teller von sich. Zu warm. Ein bisschen warten musste er wohl noch. Dann musterte er die drei anderen Personen im Raum - ein kleines Mädchen, ein Junge und eine junge Frau. Manchmal hasste er seine Augen. Nur Schemen konnte er erkennen. Doch es reichte dafür, dass er das Ankommen der jungen Frau bemerkte. Ohne eine Gesichtsregungsah er zu ihr auf. Die Begrüßung sparte er sich schlichtweg.
"Kann man dir helfen?"
Seine Stimme war mindestens so kalt wie sein Äußeres. Er erkannte sie nicht, aber ein besonderes Interesse an einer Unterhaltung hatte er wirklich nicht - sogar Tiere schienen hier Mist zu bauen, wenn er in der Nähe war, da wollte er nicht mehr riskieren als nötig.
Sie biss sich auf die Lippe. Besonders freundlich war der junge Mann ja nicht gerade. Ob er so war, weil er sie nicht kannte oder gerade weil er sie erkannte und sauer auf sie war?
Ach Quatsch. Er konnte nicht wissen, dass sie das Falkenmädchen von vorhin war. Er hatte sie noch nie vorher gesehen, also sollte sie sich darüber keine Gedanken machen.
"Helfen", murmelte sie leise. "Geholfen hast du mir vorhin auf dem Eis schon...ich wollte mich nur noch einmal dafür entschuldigen, dass ich dich als Falke errschreckt habe und für alles, was wegen mir danach noch passiert ist."
Ihre Stimme klang überraschend klar, obwohl sie innerlich etwas aufgewühlt war.
Eine weiße Augenbraue wanderte ein Stück nach oben. Dieses Mädchen sollte der Falke und das Zwitterwesen gewesen sein? Na, dann hatte sie sich zum Besseren zurückverwandelt.
"Dann warst du also der Falke und das Wesen."
Auf die Entschuldigung ging er noch nicht ein. Er wusste sowieso nicht, was er von den Leuten hier halten sollte - diese Fraser kam ihm am Anfang ganz nett vor, war ihm aber dann seiner Ansicht nach in den Rücken gefallen. Nun verfiel er wieder in seine stille, fast schon unhöfliche Art zurück.
Sie ließ sich auf einen Stuhl ihm gegenüber sinken und stellte den Teller auf den Tisch vor sich. Wirklich Hunger hatte sie gerade nicht.
Das Wesen....so könnte man es auch bezeichnen.
Sie nickte zaghaft.
"Ja, meine eine Mutation ist die, dass ich in der Lage bin mich in einen Falken zu verwandeln. Eigentlich habe ich sie bisher sehr gut beherrscht, weil ich seit einigen Jahren viel Zeit in dieser Gestalt verbracht habe, aber das heute...das war dann irgendwie ein Schock", sie lächelte flüchtig.
"Mittlerweile bin ich aber wieder zurückverwandelt. Auch wenn ich festgestellt habe, dass ich in der Zwischenform auch fliegen kann..."
Okay. Das war wahrscheinlich viel mehr, als er wissen wollte. Brems dich ein bißchen...
Er aß einen Bissen von dem Fleisch. Fast war gefroren, und es knackte seltsam, als darauf kaute. Das war die richtige Temperatur. Es vergingen einige Augenblicke, bis er antwortete.
"Nett."
Sie hatte Recht, das war mehr, als er wissen wollte. Er stach in die Kartoffel, die er sich aufgeladen hatte, legte die Gabel aber beiseite und sah Ashley aus den eisigen Augen an.
"Rate doch mal, was für eine Gabe ich hab."
Seine Stimme hatte einen Hauch Sarkasmus und eine Prise Wut in sich. Schwer herauszufiltern, aber vorhanden. Es musste einfach sein, nicht die ganze Zeit mit Flügeln herumzulaufen, sondern sie sich immer zu holen, wenn man Lust dazu hatte.
Sie wich seinem Blick nicht aus, als Ragnar sie fast feindselig, wie es ihr schien, ansah. Oder war es nur die Tatsache, dass seine Augen so hell waren und sie an Winter erinnerten?
Vorhin auf dem Eis war er ihr so anders erschienen. Engel hatte sie ihn genannt, aber waren Engel so abweisend?
Ashley...hallo? Worüber machst du dir eigentlich gerade Gedanken?
"Ich finde deine Flügel...schön", brachte sie leise hervor und senkte nun doch den Blick. Natürlich war es für sie einfacher, als für ihn. Falcon hatte auch die ganze Zeit Flügel und konnte sie nicht verschwinden lassen. Aber machte nicht gerade das einen Menschen aus? Gut, sie waren keine Menschen, nicht im richtigen Sinne, aber für sie galt das doch auch...
Ihre Hand griff nach der Gabel, die sie neben den Teller abgelegt hatte und stocherte damit im Essen herum.
Warum war er eigentlich so unfreundlich zu ihr. Nahm er es ihr am Ende wirklich so übel, dass sie ihn mit Belle hatte zusammenstoßen lassen, was sie ja nicht einmal mit Absicht getan hatte oder war er wütend auf sie, weil sie ihre Mutation verstecken konnte?
Ihre Augen sahen wieder zu ihm hoch und sie legte den Kopf schief. War er am Ende so wie Falcon, die viel mitgemacht hatte und die am Anfang sich vor jedem zurückgezogen hatte.
Vielleicht war es ja eine Art Selbstschutz, die dieser Engel aufgebaut hatte.
"Es tut mir leid....ich wollte dich nicht stören...nur nochmal danke eben sagen..."
Sie griff nach ihrem Teller und schob den Stuhl zurück.
Im Aufstehen sah sie ihn wieder an.
"Willkommen hier im Institut...und du bist übrigens nicht der Einzige, dessen Mutation zu sehen ist...es gibt noch ein Mädchen mit Falkenschwingen, die auch nicht einfach verschwinden und trotzdem mag ich sie gern...." Sie machte eine Pause. Der Junge hatte nicht wirklich Lust auf ein Gespräch gezeigt und sie hoffte irgendwie, dass sie sich nicht die Chance kaputtmachte, ihn näher kennenzulernen, wenn sie nun weitersprach, aber sie konnte nicht anders.
"Hier zählt nicht, wie man aussieht...wir haben ein Katzenmädchen hier und andere, die ihre Mutation nicht verstecken können und.... ich ....habe mir meine Mutation nicht ausgesucht..."
Sie biss sich auf die Lippe. Sicher...für sie war es einfach, ebenso wie für die Anderen, die normal wirkten. Aber auch sie hatten ihre Erlebnisse durchgemacht.
"Tut mir leid....", murmelte sie, ehe sie in Richtung der Küche ging, um ihren Teller abzuspülen. Sie hätte gar nicht das sagen sollen. Hatte sie überhaupt ein Recht dazu gehabt?
Er ließ ihre Worte einen Moment lang auf sich wirken. Fand er es am Ende hier schlimmer als irgendwo anders? Gott, nirgendwo hatte er sich je so fremd gefühlt, so anders. Seine Flügel waren schön? Sie hatte sich ihre Mutation nicht ausgesucht. Er zitterte vor Wut, griff nach der Gabel und biss in die Kartoffel. Er spuckte die eisigen Teile direkt wieder aus - sie waren so gefrostet, dass es ihm nur die Speiseröhre zerkratzt hätte. Einen Moment lang starrte er eine Hand. Die Kälte, die von ihr ausging, machte sich in einer Aura aus winzigen Eispartikeln bemerkbar, die sich auf den Tisch, auf den Stuhl, sogar auf den Boden gelegt hatten. Er stand langsam auf, nahm den Teller und rauschte an Ashley vorbei in die Küche.