Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war kurz nach eins. Eigentlich eine Zeit, in der Mädchen in ihrem Alter längst im Bett liegen sollten, um zu schlafen. Vor allem, wenn morgen Schule war und sie eigentlich ausgeschlafen im Unterricht würde sitzen sollen.
Leider gab es dabei nur ein kleines Problem. Sie konnte nicht schlafen.
Ihr Rücken tat weh, ebenso Stellen an ihrer Hüfte und der Schulter. Wie sollte man da liegen können? Dort, wo Ragnars Schwingen sie getroffen hatten, wies ihre Haut mehrere tiefblaue Flecken auf. Doch nicht nur dieser Umstand raubte ihr den Schlaf. Nach der Schneeballschlacht, die sie erfolgreich abgelenkt hatte, waren die Ereignisse in der Küche wieder aufgetaucht, wie ein Gespenst, dass einen in einem Spukhaus verfolgte.
Nun saß sie im Schlafanzug am Klavier, dessen aufgeklappter Deckel die weißen und schwarzen Tasten freigab. Schatten tanzten auf der Tastatur von der Kerze, die sie angezündet hatte. Sonst war es im Zimmer still und dunkel.
Sie hatte den Engel nicht mehr gesehen, den ganzen Tag über und auch abends zum Abendessen war er nicht erschienen.
Sie betrachtete ihre Finger, die spielbereit auf den Tasten lagen, ohne jedoch auch nur einen Ton bisher erzeugt zu haben.
Was war, wenn er sich etwas angetan hatte, wenn seine Verletzungen sich entzündeten? Was war, wenn er nicht wiederkommen würde, was, wenn er nie wieder ein Wort mit ihr sprechen würde?
Konnte ihr der letzte Punkt nicht eigentlich egal sein? Warum war er ihr nicht egal? Die Antwort war einfach: Weil sie zusammenhalten mussten und, weil er ihr ähnlich war, so ähnlich, wie Falcon. War nicht gerade dieser Punkt, ihrer Mutation ein ausschlaggebender Punkt?
Sie seufzte und strich sich mit beiden Händen durch das offene Haar.
Schlaf wäre gut, aber ob sie diese Nacht überhaupt ein Auge zutun konnte?
Mit Eleanora schien auch irgendetwas nicht zu stimmen. Sie war vorhin aus dem Institut gestürmt und bei der Schneeballschlacht war sie unheimlich schnell weggewesen.
Was war heute nur für ein Tag gewesen...ach nein. Gestern...
Ob dieser Tag noch schlimmer werden würde?
gehüllt in einen trainingsanzug und seine hausschuhe mit fell trottet so leise wie es geht, jemand vor der tür zum musikzimmer vorbei. nun, leise ist da relativ denn in der stille der nacht hört man ziemlich deutlich das in den kopfhörern die da mit sichtbaren kabeln zu erkennen sind auch etwas dringt, das man als musik bezeichnen könnte. aus der ferne klingts wie ein rauschen, faktum ist allerdings das sonys beste stücke hier einen geist mit musik fluten der diese sichtlich ungerührt aufnimmt. das gesicht scheint müde und aus einem unerquicklichen schlaf gerissen zu sein, so schlurft er an der tür vorbei ohne sie zu bemerken... hält inne... und geht einen schritt zurück, um in ihr zimmer zu sehen.
weitere sekunden vergehen in denen er versucht a) einen klaren gedanken zu fassen was von der musik mehr oder minder erfolgreich verhindert wird, b) die person zu identifizieren und c) das normalerweise übliche prozedere einzuleiten. wie zum beispiel das neutral freundliche lächeln auf das gesicht zu zaubern und eine begrüßung zu formulieren. vorerst stagniert er noch bei punkt a) und sieht daher etwas verpeilt ashley an. sollte sie ihn so bemerken, kann sie sich im kalender ankreuzen den jungen noch nie in einem solchen zustand gesehen zu haben
Sie hörte die Schritte schon von Weitem, denn das Institut lag so ruhig da, dass es nicht zu überhören war, wenn jemand sich normal durch die Gänge bewegte, selbst mit Fellpuschen.
Sie wandte den Kopf zur offenen Tür. Hatte sie die Tür nicht geschlossen vorhin? Etwas verwirrt bemerkte sie, dass die Tür wirklich sperangelweit offen stand.
Wie gut, dass sie noch nicht Klavier gespielt hatte. Das wäre nicht so gut gewesen.
Anscheinend war sie doch müder, als sie gedacht hatte.
Sie sah Karl ins Blickfeld kommen und brauchte einen Moment, bis sie ihn erkannte. So zerstrubbelt hatte sie ihn noch nicht gesehen.
Kopfhörer im Ohr? Was tat er denn um diese Zeit mit Kopfhörern in den Gängen des Instituts, wenn er so müde aussah und wahrscheinlich bis eben noch geschlafen hatte - jedenfalls sah er so aus, als sei er gerade aus dem Bett gefallen.
Der Gesichtsausdruck, mit dem er sie musterte, hätte sie an einem anderen Tag grinsen lassen, denn so verpeilt hatte sie ihn wirklich noch nicht zu Gesicht bekommen. Sonst war er eher kühl und beherrscht.
Genau aus dem Grund und wegen der Tatsache, dass ihr gerade nicht zum Lachen zu Mute war, nickte sie nur und wartete, ob er irgendetwas sagen würde.
er sieht sie noch einen weiteren moment an, dann sieht man etwas einrasten in seinem gesicht. klick. guten morgen, idenfifizierung abgeschlossen. er zupft sich einen kopfhörer aus dem ohr und setzt das für ihn übliche, freundlich neutrale lächeln auf. die tatsache das seine abheilende krankheit ihn noch immer ein wenig zeichnet, ignoriert er so oder so geflissentlich.
"guten morgen ashley."
war es schon morgens? oder noch abends? egal, gute nacht klingt immer ätzend.
"ich gehe mir einen kaffee machen, wenn du möchtest bringe ich dir einen mit?"
da isser wieder. in alter frische, hellwach. die musik in den kopfhörern wird etwas leiser, es scheitn sich hier um kraftvolle musik wie z.b. metal zu handeln und sie scheint instrumental zu sein. denn einen sänger konnte man in dem geräuschpegel bislang noch nicht ausmachen
Guten Morgen...
Ashley musste lächeln, auch wenn sie sich miserabel fühlte.
Karl hatte irgendwie immer das Händchen jemanden zum Lächeln zu bringen, auch wenn er es vielleicht nicht beabsichtigte.
"Kaffee...klingt warm...nur leider...mag ich keinen Kaffee...danke trotzdem für die Frage"
Sie nickte kurz. Wirklich glücklich sah sie nicht aus, trotz des Lächelns, dass immer noch auf ihrem Gesicht lag.
oh doch, bis eben konnte er wunderbar schlafen, sage dir meinen dank. nur die gesichter die dann aufgetaucht sind haben mich etwas gestört... hrm. bevor er dann zu so einer vllt. doch etwas verstörenden antwort ansetzt lächelt er weiter und hebt kurz die schultern.
"ich bin nicht der freund von nächten mit langem schlaf."
eine milde untertreibung durchaus, aber irgendwie musste man so ein thema ja mal diplomatisch anbringen ohne hier gleich wie einer von vielen psychos da zu stehen. wo wir dabei sind... im geist macht er sich ein kleines memo - die psychologin und der passende besuch dazu waren noch überfällig. jene welche die mal in den oberen etagen gewohnt hat schien ausgeflogen zu sein.
"du spielst klavier?"
Sie sah ihn einen Moment irritiert an. Kein Freund von langen Nächten? Hieß das, dass er jede Nacht wach war und mit Ohrstöpseln, durch die die Musik hinausschallte durch das Institut wanderte im Warten darauf, dass der nächste Morgen begann?
Sie nickte und sah auf die Tasten, schüttelte kurz darauf wieder den Kopf auf seine Frage hin.
"Jein...ich habe es nie gelernt, falls du das meinst. Ich kann spielen, aber eher eigene Sachen. Mit Noten hab ichs noch nicht so...leider."
"ich habe ein talent für tasten, wenn ich meiner erzeugerin glauben schenken darf. wenn du möchtest zeige ich dir ein paar einfache stücke mit noten."
er lehnt sich im türrahmen an, noch ein zeichen dafür das er nicht ganz auf der höhe war. solche legeren gesten waren ja normalerweise so garnicht seine art. letztlich muss aber irgendwann auch die kontrolle mal dem faktum weichen, das er noch ein "kind" war... und demzufolge sich auch wie eines verhalten durfte, wenn es die umstände erforderten.
Seine Erzeugerin. Das klang so steril, so völlig ohne Emotionen, so wie Karl ein Mensch ohne Emotionen zu sein schien. Bei ihm wusste man nie, ob er sich jetzt freute oder nicht. Sein Gesichtsausdruck war immer neutral.
"Ja, gern...ich wusste gar nicht, dass du Klavier spielen kannst", sagte sie überrascht.
Das wäre natürlich toll, wenn er ihr ein paar Stücke geben konnte, die nicht so schwer waren, damit sie die Noten lernen konnte.Nicht, dass sie gar keine Noten konnte. Vom Singen her war sie natürlicherweise mit Noten konfrontiert worden, aber gerade der Bassschlüssel war nicht ihre Stärke.
Die Akkorde waren wiederrum auch kein Problem...
er lächelt ihr freundlich (und ein kleines stück ehrlicher) zu, schließt die tür hinter sich und kommt in den raum.
"ich müsste nachsehen wo die noten sind, wenn du welche lesen möchtest zu den stücken. das kann noch eine weile dauern, ich würde dich damit lieber auf morgen vertrösten. es ist auch einfacher ein lied erstmal nach gehör zu spielen und hinterher die noten als solche zu erkennen. willst du meine zweite hand spielen? ich kenne einen kanon mit vier stimmen, von denen du eine übernehmen kannst. zum intuitiven verständnis sollte das helfen."
er nähert sich weiter und verstaut die kabel der kopfhörer irgendwo unter dem trainingsanzug. unter dem er noch ein t-shirt trägt
"Nein...klar. das hat Zeit bis morgen.", sie rutschte ein Stück mit dem Hocker beiseite und stand auf, um einen anderen Stühl ans Klavier dazuzustellen.
Sie versuchte möglichst leise zu sein, denn aufwecken wollte sie dann doch niemanden.
"Was für ein Kanon ist das?", fragte sie, während sie wartete, dass Karl ihn ihr vielleicht vorspielen würde.
"er hat vier unterschiedliche strophen, für jede oktave wenn man so will. ich spiel dir einfach mal das komplette stück vor, dann spiele ich die zweite hand und du kommst mit der dritten dazu."
er setzt sich neben ihr hin und legt die finger auf die tastatur, krempelt dafür die ärmel etwas hoch. so kann sie an seinem linken handgelenk das armband sehen, an dem der mp3 player befestigt ist. die übung am klavier macht sich vorerst nicht bemerkbar, denn er braucht zwei, drei anläufe bis die melodie passt. dann fließt sie als würde es das normalste sein überhaupt. die tonfolge bewegt sich über zwei oktaven und als er mit der zweiten hand einsetzt ist die melodie schon so eingängig das man sie eigentlich leichtens mitsingen könnte.
"ich kenne den text leider nicht mehr, aber du kannst versuchen einzusetzen."
Sie rückte den Hocker neben ihn und ließ sich rittlings darauf nieder. Die Hände stützte sie vor dem Körper ab, während sie mit schiefgelegtem Kopf dem lauschte, was er spielte.
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Das, was er spielte klang schön, einfache Melodieführung, aber schön.
Bereits beim ersten Hören fiel ihr eine passende Begleitung dazu ein, aber sie wartete erst einmal, bis er zu End gespielt hatte.
Dann setzte sie zunächst mit der rechten Hand ein, eine weitere Melodie, die sie leise hinzufügte und die sich der zweiten annäherte. Die linke Hand kam irgendwann dazu.
Das war ihre Stärke, Improvisation und ein hervorragendes Gehör für Harmonien, auch wenn sie keine Noten konnte.
er kommt nicht umhin, das zu würdigen. soviel also zu sie kann nicht klavier spielen, mh? da hat ihn aber jemand gehörig aufs glatteis geführt. während er stücke zwar nach gehör und gefühl nachspielen kann, sich dabei aber strickt an die vorgegebenen melodien hält, scheint sie hier gänzlich neue zu erfinden. das ist eine gabe die ihm so völlig abgeht.
"ich sehe schon, das ist zu einfach für dich, mh? ich kenne noch einen boogey zu dem du die zweite und dritte hand spielen kannst, ich kann dir die melodiefolge zeigen.. auch wenn ich vermute das du eine neue finden wirst. "
nur so eine vermutung.
Zu einfach?
Verwirrt sah sie ihn an. Hieß das, sie war recht gut?
Nein, sie hatte keine Ahnung, dass sie wirklich recht gut war. Sie redete sich ja immer geschickt ein, dass sie es nicht konnte.
"Ein Boogie?"
Was war ein Boogie? Diese Stilrichtung kannte sie nicht. Von Theorie hatte sie eben nicht wirklich Ahnung. Sie wusste, dass es verschiedene klassische Stilarten gab, Walzer, Sonaten und so ein Kram,aber Boogie?