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Dieses Thema hat 28 Antworten
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Tara Offline

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Beiträge: 297

22.06.2006 20:35
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Nachdem sie das besondere Fruehstueck genossen hatte, gab es nicht viel fuer Tara herum zu ueberlegen, was sie in der Zwischenzeit machen wollte; der Theaterfuehrer, den sie heute morgen vor der Tuer zu ihrem Zimmer gefunden hatte, ebenso wie der Leckereientopf brauchten dringend Zuwendung! Also fuellte sie sich die Jackentaschen mit Naschzeug, schnappte sich den Fuehrer und verzog sich damit in den Garten. In Irland hatte sie niemals viel von Schnee oder Winter gehabt, da diese Jahreszeit dort meist eher mild ausfiel, umso mehr nutzte sie die Gelegenheit nun hier.
Sie liess sich auf einer Bank im Garten nieder und begann, in dem Buch zu blaettern, waehrend sie sie sich ein Karamellbonbon in den Mund schob.

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

22.06.2006 20:44
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Mal wieder der Garten. Nirgends hatte er, auch an Weihnachten bis zum späten Abend, mehr Zeit gebracht. Nun saß er auf einer Bank, etwas entfernt von Tara und nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, und las in dem kleinen Handbuch, das seine Schwester ihm geschenkt hatte, und blätterte gemütlich darin rum, während der Schnee langsam seine Flügel bedeckte. Irgendwann sah er dann hoch - und bemerkte leichte Abnormitäten im Schnee. Fußabdrücke, der Schnee dort schien ihm etwas dunkler.

"Hallo?" rief er einfach mal in den Garten hinein. Tara konnte er nicht sehen; eine Hecke trennte sie beide.

Tara Offline

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Beiträge: 297

22.06.2006 20:52
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Sie hatte unbewusst leise vor sich hingesummt beim Lesen, sowas passierte ihr oefter, ohne dass sie es wirklich merkte. Ein Ruf jedoch riss sie aus ihrer Vertiefung, und sie hob den Kopf, mit einem laut gedachten "hm?". Niemand in Sichtweite, also stand sie auf und drehte sich um sich selbst -- bis sie auf die Idee kam, ueber die Hecke zu lugen.

"Oh hi!" entgegnete sie dann grinsend, als sie Ragnar auf seiner Bank erblickte. Kurz ueberlegte sie, dann klemmte sie einen Finger zwischen die aufgeschlagenen Seiten ihrer Lektuere und machte sich daran, die Hecke zu umrunden. Wenn er seine Ruhe haben wollte, wuerde er sie schon davon in Kenntnis setzen.

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

22.06.2006 21:28
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
"Hey!" meinte er dann und grinste zurück. Das Mädchen war ihm irgendwie sympathisch - wohl eine Seltenheit, denn mit den anderen hatte er zwar irgendwie Kontakt (man lebte ja im selben Gebäude), aber keine wirkliche Beziehung. Im Grunde genommen hatte er sowas auch nicht mit Tara, aber vielleicht konnte sich ja sowas wie Freundschaft entwickeln.

"Froher Weihnacht - stimmt das so?" fragte er und schmunzelte, als sie die Hecke umrundet hatte. Ihm war es im Moment recht egal, ob Ruhe oder nicht - lesen konnte er ja auch später.

Tara Offline

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Beiträge: 297

22.06.2006 21:47
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Fuer sie selbst war es nicht unbedingt selten, mit Leuten mehr als nur Begruessungen auszutauschen, allerdings war es nicht mehr ganz so typisch fuer sie, von sich aus, ohne Aufforderung, auf Menschen zu zu gehen. Sympathie war auch von ihrer Seite fuer Ragnar vorhanden, aber sie war ja auch immer noch darauf bedacht, ihm -- wie auch anderen Menschen -- nicht zu nahe zu treten. Sie machte sich nun nicht wirklich aktiv Gedanken darueber, aber bei manchen Menschen war diese Vorsicht vielleicht auch der bessere Weg, ein Verhaeltnis zu entwickeln, das ueber Small talk und gewohnheitsbedingtem Gruessen, wenn man sich ueber den Weg lief, hinausging.

"Frohe Weihnachten." sagte sie laechelnd, ohne berichtigend zu klingen, eben einfach als Erwiderung und Antwort in einem. Fuer ihre Verhaeltnisse fast schon frech, raeumte sie etwas Schnee von der Bank und setzte sich neben Ragnar. "Auch am lesen? Ein Weihnachtsgeschenk?" Sie lachte leise und wischte sich Schneeflocken aus einigen Haarstraehnen. "Uh, ich bin mal wieder reichlich neugierig."

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

22.06.2006 21:57
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
"Wusst ich doch. Klingt alles gleich." meinte er lächelnd und rutschte etwas zur Seite, damit die Schwingen weder Sicht noch Platz raubten. Auf ihre Frage hin reichte er ihr das kleine Buch und schmunzelte schonmal im Vorraus - es war komplett auf Schwedisch.

"Versuch es mal. Vielleicht gefällt es dir ja."

Für andere Personen war es mit Sicherheit langweilig, wenn man es denn lesen konnte. Informationen über Luftströmungen, Flügelstellung, Aufwinde ... all der langweilige Flug-Krams halt.

Tara Offline

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Beiträge: 297

22.06.2006 22:11
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Sie nahm das Buechlein in die Hand und oeffnete es, und dann lachte sie wieder auf, in ihrer ueblichen eher leisen Art. "Oh je. Verstehen kann ich das schon mal nicht! Das hab ich von der Neugierde." Ebenfalls schmunzelnd betrachtete sie die erste beschriebene Seite dennoch, offensichtlich tatsaechlich bemueht, zumindest die Buchstaben aneinander zu reihen. "Schwedisch, ja? Ich kann ein oder zwei Saetze Norwegisch, das ist dann aber auch schon alles..."

Ein wenig blaetterte sie noch -- achtsam, um keine Knicke zu hinterlassen -- herum, bevor sie Ragnar das Buch zurueck reichte. "Verraetst du mir trotzdem, worum's geht?" Sie grinste schelmisch.

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

25.06.2006 13:48
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Er konnte nicht aufhören, zu lächeln und nahm das Buch entgegen. Dann zuckte er mit den Achseln, um daurauf hinzuweisen, dass es nicht besonders interessant war.

"Alles rund ums Fliegen. Luftströmungen, Flügelstellung ... von meiner Schwester geschrieben. Sie hat dasselbe kleine Problem wie ich."

Er deutete auf seine Flügel. Obwohl er sie gerade als Problem bezeichnet hatte, konnte er sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

"Aber ... ich glaube, ihre sind noch ein gutes Stück größer. Als wir das letzte Mal nachgemessen haben, waren es zehn Meter. Ich schaff' das auch noch." meinte er und lachte verschmitzt. In der letzten Zeit hatten sich seine Probleme mit der englischen Sprache etwas gelegt - aber sein Akzent stach immer noch heraus.

Tara Offline

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Beiträge: 297

25.06.2006 14:52
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
"Hm, alles andere als unnuetz, vorausgesetzt, man hat Fluegel." erwiderte sie schmunzelnd, bevor sie, seiner Handbewegung folgend, auf seine Fluegel sah.

"Problem...hm. Ist irgendwie vertrackt. Auf der einen Seite sind Fluegel was schoenes, manchmal wuensche ich mir auch, ich koennte fliegen... auf der anderen Seite -" ihr Gesicht wurde fuer einen Moment von einem Schatten des Missmuts ueberzogen "- stoesst man auf so viele Menschen, die fuerchten und hassen, was sie nicht verstehen. Oder worauf sie neidisch sind..."
Der Schatten verschwand jedoch schnell wieder von ihren Zuegen.

"Zehn Meter!? Wow!" Grinsend fuegte sie noch an: "Wieviel fehlt dir da noch?"

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

25.06.2006 15:05
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
"Richtig."

Nicht ganze ohne Stolz sah er noch einmal auf seine Flügel. Es war ihm egal, ob ihn andere dafür hassten oder ihn beneideten.

"So ... an die vier Meter. Mittlerweile eher drei."

Er lächelte und spannte die Flügel leicht. Nichts Abgehacktes war an dieser Bewegung, wie es anfangs gewesen war. Mit der Zeit hatte er gelernt, seine Flügel genauso fließend wie seine anderen Extremitäten zu bewegen.

"Was ist dir passiert?"

Von einem Moment auf den anderen schlug seine Stimme um. Auch Ragnar hatte einiges erlebt, wahrscheinlich mehr als die meisten hier, und wenn er eines wirklich gut konnte, dann war es Zuhören.

Tara Offline

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Beiträge: 297

25.06.2006 15:22
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Dass er Stolz empfand, konnte sie mehr als nachvollziehen, das wuerde ihm wohl auch niemand verdenken wollen. Sie fand, seine Fluegel waren etwas prachtvolles.
Laechelnd nickte sie leicht und betrachtete kurz, wie er die Fluegel ein wenig ausbreitete.

Ihr Blick huschte zurueck auf sein Gesicht, als er seine Frage stellte.
"Nicht direkt passiert. Aber so eine Einstellung macht mir zu schaffen, vor allem... da sie meine Eltern genauso trifft wie mich. Da, wo ich herkomme, hat nach dem ersten Auftreten meiner Kraft die ganze Provinz meine Familie gekannt. Und gehasst. Ich kann es noch, hm, verstehen, wenn man mich so ansieht, als waere ich krank. Auch wenn es weh tut. Aber meine Eltern und meinen kleinen Bruder dafuer zu strafen, dass ich am Leben bin, ist einfach nur... ungerecht." Ein wenig verzweifelt klangen die letzten Worte, aber sonst -- in Haltung, Blick, Gesichtsausdruck -- wahrte sie ihre Fassung, wie so oft. Es ging ihr nicht einmal darum, keine Schwaeche zu zeigen; sie war schlicht nicht der Typ, der Empfindungen freien Lauf liess.

Sie hob die Schultern und liess sich leicht gegen die Rueckenlehne der Bank fallen. "Ich komme einfach nicht drauf klar, dass meine Familie so behandelt wird. Wo sie doch alles fuer mich tun, was ihnen moeglich ist."

Ragnar Kohonnen Offline

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Beiträge: 161

25.06.2006 15:46
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Er nickte. Dass, was sie sagte, kam ihm durchaus bekannt vor. Dennoch bewunderte er ihre Einstellung zu der Sache, wie gefasst sie es sagte, wenngleich ihre Stimme nicht die kräftigste war. Aber darüber konnte man durchaus hinweg sehen; kein Mutant war besonders gern mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

"Das kann ich verstehen. Ich wurde jahrelang versteckt, damit man mich nicht aufgriff. So kuliviert Schweden sein mag - wir werden dort eingesperrt. Zwar gut behandelt, aber eingesperrt. Die Menschen haben Angst vor uns. Deine Familie ist sehr mutig, sich gegen den Mob zu stellen."

Tara Offline

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Beiträge: 297

25.06.2006 15:54
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Sie atmete einmal etwas tiefer durch, versuchte, ihre Gedanken an die Vergangenheit wieder zurueck zu draengen. Es half niemandem, staendig darueber zu brueten. Man setzte sich damit auseinander, und dann schob man seine negativen Erinnerungen hinter die positiven -- das war zumindest fuer Tara die einzige Loesung, die sie dafuer fand.

Unwillkuerlich schuettelte sie den Kopf. "Ueberall haben sie Angst vor uns. In manchen Faellen kann ich es sogar irgendwie noch ein wenig nachvollziehen -- aber warum wird immer gleich unterstellt, dass alle Mutanten ihre 'Macht' missbrauchen? Machtmissbrauch passiert in der Welt jeden Tag auf viel schlimmere Weise." Sie runzelte kurz die Stirn. "Was mich ja so aergert, ist, dass ich wegen dieser Einstellung meine Familie erst einmal nicht mehr sehen sollte. Solange das Monster weg ist, muss man nicht dran denken... Dorfbewohner."
Schliesslich nickte sie zu Ragnar's letzter Bemerkung. "Ja... das ist sie. Ich hoffe immer, dass ich etwas von diesem Mut geerbt habe." Und ein bisschen lachte sie nun doch wieder.

Ragnar Kohonnen Offline

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25.06.2006 16:05
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
"Liegt wohl daran, dass es immer wieder jemanden gibt, der diese 'Macht' missbraucht. Ich habe etwas nachgeforscht. Manche Menschen nennen und Homo superior. Der überlegene Mensch. Allein schon diese Bezeichnung zeigt, was sie von uns halten - sie haben Angst vor uns, weil sie uns als etwas Höheres ansehen. Als ... Über-Wesen. Und was stärker ist als man selbst, davor hat man Angst. Da erscheinen die Vergehen der eigenen Art nebensächlich."

Er lehnte sich ein bisschen nach vorne und legte die Flügel eng an den Rücken, bevor er sich wieder zurücklehnte. So war es halbwegs gemütlich.

"Wer sagt denn, dass du ihn nicht geerbt hast?"

Tara Offline

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25.06.2006 16:11
[25. 12. vormittags] im Garten Antworten
Da hatte er ihr definitiv Infos voraus, dementsprechend ueberrascht schaute sie nun, zog eine Augenbraue in die Hoehe.

"Homo superior? Ach du Schande. Alles nur wegen ungewollter, ungeahnter, aber voellig natuerlicher genetischer Abwandelungen." Wieder musste sie den Kopf schuetteln. Sie konnte sich vorstellen, dass es aber wohl auch Mutanten geben musste, die diese Bezeichnung gerne annahmen und sich entsprechend verhielten. "Naja, mit Galgenhumor ausgedrueckt sollte ja der Machtmissbrauch ein ziemlich eindeutiger Beweis dafuer sein, dass Mutanten auch Menschen sind." sagte sie trocken und winkte dann ab.

"Hm. Niemand." Ein Schmunzeln. "Aber Gewissheit habe ich darueber nicht -- noch gab es keine Situation, in der ich haette Mut oder Feigheit haette unter Beweis stellen koennen. Wie gesagt... ich hoffe es einfach und versuche, mutig zu sein."

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