Vollständiger Name: Robin Turlough Cinnseallach /
Robin Terence Kinsella
Spitzname: Rob
Codename: -
Mutation:
Hypersensation: Quanteninformation - Psychometrie (verwandt mit Vision) [
vollkommen unkontrolliert]
Rob kann durch direkten Hautkontakt Eindrücke von einem Gegenstand, einer Person oder auch einem Ort erhalten. Dies geschieht, indem er die (Sub-)Quanteninformationen abruft, die jedes Ereignis hinterlässt – und nicht, wie man vermutlich eher vermuten würde, durch Tempokratie. Er könnte zum Beispiel ‚sehen’ wie ein Bild gemalt wurde, wie die vor ihm liegende Leiche zu Tode kam oder was vor wenigen Minuten im Badezimmer, in dem er sich aufhält, passiert ist. Diese Eindrücke manifestieren sich in Form normaler sinneswahrnehmungen, d.h. er sieht, riecht und hört was geschah, jedoch fehlt die habtische Komponente. Jede dieser ‚Visionen’ erzeugt körperlichen Stress, der umso größer ist, je aufregender die wahrgenommene Szene ist. Bei äußerst brutalen oder anderweitig aufregenden Szenen könnte es durchaus zu Herzversagen o.ä. kommen.
Möglicherweise mündet seine Mutation eines fernen Tages in eine allgemeine Form der Informationskontrolle, jedoch ist dies höchst theoretisch, da er derzeit nicht einmal seine psychometrische Begabung kontrollieren kann. Die ‚Visionen’ tauchen einfach auf und zeigen ihm irgendwelche Bilder, ohne dass er dies beeinflussen könnte.
Dass er etwas sah, was passieren wird, geschah erst einmal, kurz vor dem Tod seiner Mutter (s.u.). Es ist unbekannt, warum dies geschah. Möglicherweise lag es an einer anderen Interpretation der wahrgenommenen Quanteninformation, doch da selbst diese Mutation vermutlich von niemandem theoretisiert wird, gibt es derzeit keine Erklärung dafür. Da dieser Vorgang bisher nicht noch einmal auftrat bleibt es möglicherweise ein Einzelfall, ausgelöst durch den Stress den die Information über den baldigen Tod der nahestehendsten Person in seinem Leben erzeugte.
Alter: 12
Geburtstag: 15. September
Geburtsort: Tuam, Galway, Irland
Beruf: Schüler
Aussehen: schmal, helle Haut, 151cm
Haarfarbe: hellrot, im Sommer auch mal teilweise blond
Augenfarbe: grün-braun
Besondere Kennzeichen: ängstlich, von Mama selbstgestrickte Wollhandschuhe
Charakter:
Rob ist zurückhaltend, scheu und schnell zu ängstigen. Er versteht seine Mutationen nicht und ihm fällt es schwer sie zu akzeptieren. Er leidet sehr unter dem Allein sein und trauert um seine Mutter. Gleichzeitig fällt es ihm aber auch schwer, sich an jemand anderen zu binden, fürchtet er doch, dass diese Personen dann eines Tages plötzlich auch nicht mehr da sind.
Vorlieben: Lesen, Hunde, Süßigkeiten, Natur, seinen Schmuseteddy
Abneigungen: Allein Sein, Gefühlsausbrüche, Spinat, Albträume
Hobbies: wechselnd
Freunde: keine wirklichen. Eher ein Außenseiter
Familie: Vater: Niall Cinnseallach / Neil Kinsella, Polizist; + 1998
Mutter: Aine Ciara Mac Aonghusa / Hannah Kira Guiness; +2005
Von der Familie väterlicherseits existiert nur noch ein Onkel, der jedoch vor Jahren nach Chile ausgewandert ist. Die Familie mütterlicherseits will nichts mit Rob zu tun haben, da Aine gegen deren Willen geheiratet hat. Der Kontakt ist seit Jahren abgebrochen, so dass Rob niemanden hat, der sich um ihn kümmert.
Bildung und Fähigkeiten
Robin ging vor dem Tod seiner Mutter in die letzte Klasse der Primary School und hatte durchschnittlich gute Noten, nur die Mitarbeitsnote ließ zu wünschen übrig.
Neben den üblichen gelehrten Sprachen spricht er auch ein paar Brocken Gälisch, die ihm seine Mutter beigebracht hat.
Er kann ein wenig Schach und hat auch schon ein paar Mal Snooker gespielt.
Mit Mannschaftssportarten hat er wenig am Hut - vor allem wegen dem möglichen Körperkontakt - war aber 3 Jahre lang im Schwimmverein.
(Zum Schulsystem siehe
http://www.euroeducation.net/prof/irco.html)
Geschichte
Robin sah von seinem Buch auf, als seine Mutter den kleinen Raum betrat, den er sein Zimmer nannte. Wie immer trug er die Handschuhe, die seine Mutter für ihn gestrickt hatte. Sie brachten ihm den Spott seine Mitschüler ein, doch das war immer noch besser, als jene ‚Bilder’ zu sehen, die ihn sonst öfter überkamen, wenn er etwas berührte. Es hatte kurz nach seinem 10. Geburtstag angefangen – er war auf einem Fußballspiel gewesen, mit seiner Mutter. Er hatte die Karte geschenkt bekommen und durfte in einer der vorderen Reihen stehen. Es war nur der Ortsverein und so geschah es, dass nach einer Flanke der Ball versehentlich über den Feldrand flog und durch die Zuschauermenge rollte. Rob hatte es kaum fassen können, als er vor ihm liegen blieb. Voller Stolz hatte er ihn aufgehoben, um ihn zurück zu werfen... und ihm nächsten Moment hatte er das Gefühl der Ball zu sein, der von einem Spieler auf das Tor zu getreten wurde. Es war alles so real gewesen, das Gesicht des Torwarts, die Schreie... Als er wieder aufwachte, hatte sich bereits der Notarzt über ihn gebeugt.
„Ich geh schnell einkaufen, Schatz. Brauchst du was?“
„Bringst du mir etwas Süßes mit, Mama?“
„Du weißt doch, das...“
„Bitte“
Seine Mutter seufzte und kam zu ihm. „Na gut.“ Sie lächelte ihn aus ihren grünen Augen warm an und strich ihm mütterlich über die Wange.
Rob erstarrte. Seine Augen weiteten sich, als sein Blick gläsern wurde, doch seine Mutter konnte dies nicht sehen. Rob wollte etwas sagen, doch kein Laut kam über seine Lippen. Es war ihm, als wolle sein Herz schier in der Brust zerspringen, als wäre die Luft in seinen Lungen flüssiges Feuer.
„Bin gleich zurück“
„Geh... nicht“ jappste Rob, doch klangen seine Worte in seinen Ohren furchtbar leise und hohl.
„Aber mein Schatz, du brauchst doch keien Angst zu haben. Ich bin gleich wieder da, es ist nicht weit. Du bist doch schon ein großer Junge.“
Sie glaubte, er habe wieder einen seiner Angstanfälle. Sie konnte es verstehen, aber das Leben musste weiter gehen und schließlich war ihr Rob schon 12. Er würde damit schon fertig werden. Vorsichtshalber würde sie sich beeilen.
Wie sollte sie auch wissen, dass Rob einen Verkehrsunfall gesehen hatte? Der Unfall der sie töten würde...
Robin wurde am 15. September 1993 als einzigstes Kind des jungen Ehepaars Cinnseallach geboren. Die junge Familie hatte es nicht einfach, hieß Aines Damilie doch die Verbindung mit dem Polizisten aus armen Verhältnissen nicht gut. Das sorgte für eine gewisse Isolierung von der Verwandschaft, vor allem, da Nialls Eltern früh starben und sein einziger Bruder – von der Abenteuerlust gepackt – nach Chile auswanderte.
Trotzdem verliefen Robs erste Jahre ruhig und glücklich, da sich seine Eltern rührend um ihn kümmerten. Er war ihr Traumkind und sie waren zufrieden mit dem, was sie hatten. Dann jedoch starb Robins Vater 1998 im Dienst, während eines Mutanten’aufstandes’ - in Wahrheit hatten einige Mutanten friedlich gegen die geplante Einschränkung von Mutantenrechten demonstriert, bis die Situation durch das Auftauchen gewaltbereiter Mutantenhasser eskalierte - und riss die Familie in eine schwere Krise. Der kleine Rob brauchte eine ganze Weile, bis er den Tod seines Vaters verstand und sowohl er alsauch seine Mutter verbrachten etliche durchweinte Nächte.
Doch so hart es klingt – das Leben ging weiter, auch wenn es nie wieder wie vorher war. Die Rente seitens der Regierung half, sie beide über die Runden zu bringen, bis Aine halbtags arbeiten gehen konnte. So wuchs Rob größtenteils selbstständig zu einem stillen, melancholischen Knaben heran. Er besuchte die Schule und zeigte sich als guter Schüler, der jedoch auf Grund seiner Art zum Außenseiter wurde.
Der nächste Schicksalsschlag traf kurz nach seinem 10. Geburtstag, als sich während eines Fußballspiels seine Mutation manifestierte. Zum Glück gab es keine äußerlichen Zeichen, so dass die Zuschauer des Spiels dies für einen epileptischen Anfall hielten. Auch Robs Mutter wollte es lange nicht wahr haben, dass ihr Sohn einer jener Kreaturen sein sollte, die ihren Mann auf dem Gewissen hatten. Jedoch überwog die Liebe zu ihrem Sohn und so arrangierten sie sich damit, stets bemüht, dass es niemand mitbekam. Bald fanden sie heraus, dass sich Robins ‚Gabe’ nur bei Hautkontakt manifestierte und so musste er eben Handschuhe tragen.
Der Tod seiner Mutter lastet schwer auf ihn, vor allem da er sich Vorwürfe macht, dass er ihn vielleicht hätte verhindern können. Seitdem ist er noch zurückgezogener und stiller, was ihm im Waisenhaus, in das er nach dem Tod seiner Mutter kam, nicht unbedingt integrierte.
Leidglich eine der Betreuerinnen, Jenna Abbot, hatte Mitleid mit dem Jungen, von dem sie ahnte, dass etwas nicht stimmte. Doch sie konnte keinen Zugang zu Robin finden, da dieser niemanden an sich heran lassen wollte. So konnte Jenna nichts weiter tun, als ihn im Auge zu behalten. Und das war gut so., denn Robins 'Gabe' manifestierte sich wieder und das öffentlicher als gut war.
Wenige Tage vor Weihnachten kam es zu einem kleinen Brand in einem der Nebengebäuden - nichts großes und er konnte schnell gelöscht werden, doch ausreichend um ein Teil des Gebäudes zu sperren. Die Brandursache war unbekannt, die Polizei schloss Brandstiftung nicht aus.
Am nächsten Tage sahen sich einige Kinder den Brandort an, heimlich natürlich. Unter Ihnen war - nicht ganz freiwillig - Robin, den die Kinder ein wenig foppen wollten. Sie zerrten ihn umher und stießen ihn in die Asche... in dem Moment als seine Wange diese berührte, wurde Robins Blick glasig.
Er sah zwei der größeren Jungen des Waisenhaus, wie sie sich heimlich in den abgebrannten Raum schlichen und sich Zigaretten drehten. Er sah, wie sie rauchten und er sah die unachtsam fallengelassene Zigarettenkippe, deren Glut den Teppich unbemerkt zum schwelen brachte. Er sagte noch laut zwei Namen, bevor er schreiend die Hände vor das Gesicht hob, als die Zeit in seinem geist einen Sprung machte und er das Feuer erblickte, welches sich durch den Raum fraß...
Zum Glück für ihn hörte Jenna, die Erzieherin, den Lärm und kam hinzu, nahm Robin beiseite. Er erzählte ihr zitternd und stockend, total verängstigt, was er gesehen hatte - den Rest reimte sie sich zusammen. Sie hieß ihn sitzen zu bleiben und ging hinaus, packte seine Sachen. Hier konnte er nicht bleiben, nicht nachdem was vor gefallen war, nicht nachdem, was die Kinder untereinander tuschelten.
Sie erledigte den Papierkram, nahm sich die benötigte Zeit frei, führte Robin sanft in Ihr Auto und fuhr in fort. Nach Inverness. Die Fahrt dauerte lange, schließlich mussten sie auch mit der Fähre von Irland nach Schottland - und weiter.
"Hier bist du sicher. Ich habe gehört, dass man dir hier helfen kann" sagte sie noch sanft, als sie ihm half auszusteigen.
Was sollte sie noch mehr tun? Sie hatte irgendwie Mitleid mit dem Jungen, doch er machte ihr auch Angst. Von Freunden hatte sie Gerüchte gehört, dass hier... für Robin hoffte sie, dass sie stimmten.
Schnell fuhr sie davon und ließ Robin vor der Tür des Instituts zurück. Das war der 17.12.2005