Vollständiger Name: Chui Iijima
Spitzname: allerlei unschöne Bezeichnungen aus ihrer Kindheit, die sie verschweigt
Codename: noch nicht vorhanden
Mutation: Animalismus (Katze)
D.h. im Einzelnen: Sichtbare katzenähnliche Entstellungen (jedenfalls bezeichnen das die meisten Leute so), ausfahrbare (Katzen-)Krallen an Fingern und Zehen, zur Restlichtverstärkung fähige Augen, feiner Geruchssinn und sehr gutes Gehör, außergewöhnliche Balance, Gewandtheit, Biegsamkeit und Reflexe, instinktives Verständnis bei und Sympathie von allen feliden Lebewesen ('eine von uns'-Effekt, egal ob bei Hauskatzen oder sibirischen Tigern; vermutlich durch Pheromone hervorgerufen), eine Art Sechster Sinn (in Wahrheit nur ihre im Vergleich zu Menschen bessere Wahrnehmung und 'lautere' Instinkte). Ihre Fähigkeit zur lautlosen Bewegung ist ihrem Gehör angepaßt und kann manchmal sogar echte Katzen täuschen.
Geburtstag: 20. August 1988
Geburtsort: ein kleines Küstenkaff nahe Newcastle upon Tyne
Beruf: Schülerin
Aussehen, Größe, Augen- und Haarfarbe, Besondere Merkmale:
Chui ist 165 cm groß und ihre Hautfarbe läßt afrikanische Herkunft vermuten. Ungewöhnlicher und sogleich auffallend sind die bernsteingelben Augen mit senkrechten Schlitzpupillen, sowie die recht platte Nase, die in Verbindung mit den Lippen ebenfalls schwer an eine Katze erinnert - und viele Menschen abschreckt, noch bevor sie die tendenziell spitzeren und schärferen Zähne gesehen haben. Die recht kurzen schwarzen Haare stehen ziemlich wirr zu allen Seiten ab. Ihre Statur ist äußerst schlank, dabei aber nicht schwächlich sondern eher schon athletisch. Sie hat zwar menschlich wirkende Fingernägel, aber wer ihre Finger- oder Zehenspitzen genauer ansieht, kann einen verschließbaren Spalt erkennen, der 'echte' Krallen beherbergt.
Geschichte, Familie, Freunde:
Chui wurde am 20. August 1988 als zweites Kind einer ruandischen Einwandererfamilie in einer Kleinstadt an der Ostküste Englands geboren, sie hat einen älteren Bruder. Keines ihrer Familienmitglieder teilt ihre Mutation, die bereits nach der Geburt sichtbar war. Wie sie später erfahren sollte, glaubte ihre Mutter an einen Fluch der Götter aus der afrikanischen Heimat, ihr Vater nicht an seine Vaterschaft und dass sie nach den ersten beiden Lebensjahren aus der zerbrechenden und negativ eingestellten Familie geholt und in ein Heim gesteckt wurde, ist dem Jugendamt zu verdanken. Seitdem hat sie nur ihren Bruder Kanwe noch einmal gesehen und von ihm genug gehört um der Familie für immer den Rücken zu kehren.
Aber auch im Heim, einer kirchlichen Einrichtung, hatte sie es nicht leicht. Von den anderen Kindern wurde sie gemieden und/oder verspottet, und alle christliche Barmherzigkeit konnten das Unbehagen der Betreuer nicht verbergen. Vor dem Rest der Welt wurde sie mehr oder weniger abgeschottet, aber eingedenk der Reaktionen im Heim hatte sie bald auch gar kein Interesse mehr daran, noch mehr Menschen kennenzulernen. Geholfen hat es auch nicht, dass sie neben ihren sichtbaren 'Deformationen' auch bald als wunderlich galt... ihre schärferen Sinne, der Hörbereich bis in den Ultraschall hinein, die Nachtsicht und die verschobene Wahrnehmung des Farbspektrums führten irgendwann zur Auffassung, sie sei auch geistig behindert, zumal sie sich als Kind der Unterschiede lange nicht bewußt war. Ihre schulischen Leistungen waren deswegen auch immer sehr schwankend(Lehrer: 'Zähl die roten und die blauen Autos zusammen.' Chui: 'Auch die blauleuchtenden?').
All das führte dazu, dass sie sich immer verschlossener zeigte und immer wieder von depressiven Stimmungen heimgesucht wurde. Freunde die es verdienen, so bezeichnet zu werden, hatte sie kaum, auch nicht viel Sinn für Gemeinschaftsaktionen (bei denen sie sowieso nie freiwillig mit einbezogen wurde), lieber hat sie im Alleingang den nahegelegenen Wald erkundet oder ist geklettert. Dies, nächtliche Waldwanderungen und das Zusammensein mit Katzen wurden ihre liebsten Stunden, die sie von ihrem sonstigen Leben ablenken konnten. Jedenfalls bis zur Pubertät, wo sich alles nochmal verschärfte.
Natürlich hat sie sich in einen älteren Mitschüler verknallt, Charly Watts, Captain des Soccer-Teams der überhaupt keine Notiz von ihr nahm, hat allen Mut zusammengekratzt und die richtige Gelegenheit abgewartet, ihn mal anzusprechen und... bekam kein Happy End. Mit seinem ungläubigen Gelächter wollte er nur überspielen, was sie einen Wimpernschlag vorher trotzdem bemerkt hatte: Das Entsetzen und die Abscheu bei dem Gedanken, sich mit ihr abzugeben.
Danach wechselte sie mit ihren Mitschülern kaum noch irgendwelche Worte. Sie verbesserte intensiver ihre Laufzeiten und Leichtathletikübungen (angefangen hatte sie damit, weil sie wenigstens hier ein wenig Anerkennung erheischen konnte) und rettete sich mehr schlecht als recht noch durch die Abschlußprüfung der High School und dann machte sie, dass sie wegkam. Seitdem wandert sie ein wenig ziellos umher und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Den besten davon hatte sie bisher bei einem Wanderzirkus... nicht nur kamen ihr ihre sportlichen Fähigkeiten zugute, sie konnte auch gut mit den zwei Löwen umgehen und war mindestens genauso eine Attraktion - gerade WEGEN ihres Aussehens, nicht trotz. Für den Alltag änderte sich allerdings nicht viel, und darum hat sie den Zirkus vor kurzem wieder verlassen, gerade als er in Glasgow gastierte...
Charakter, Vorlieben, Abneigungen, Hobbies:
Die Angst, dass sie niemals jemanden finden wird er die so akzeptiert wie sie ist, ist jederzeit gegenwärtig und stellt den Motor ihres Handelns dar. Chui wird von einer Rastlosigkeit getrieben, deren Ziel sie nicht wirklich kennt. Sie hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen will oder wen, was oder ob überhaupt sie sucht. Vielleicht ja das, was sie ihr ganzes Leben lang nie wirklich hatte, die Geborgenheit einer Familie. Selbst wenn sie das selbst anerkennen würde, wäre sie noch weit entfernt davon, es zuzugeben. Mal abgesehen davon, dass sie sowieso sehr verschlossen ist und völlig verlernt (eigentlich nie richtig gelernt) hat, ungezwungen mit anderen Menschen zu reden.
Bitterlich geweint hat sie das letztemal bei der Reaktion Charlys auf ihre Annäherung, ansonsten war sie bestürzte Blicke und sich bekreuzigende Passanten ja schon gewohnt und nimmt sie kaum mehr wahr (zumindest redet sie sich das ein). Allerdings macht sie auch weiterhin jeder Blick in einen Spiegel nicht gerade glücklich. Sporadisch entlädt sich die angestaute Frustration in einem nicht vorhersehbaren Wutanfall, dem manchmal irgendwelche nicht rechtzeitig geflüchtete Gegenstände zum Opfer fallen. Da sie es ist, die fehlerhaft ist, hat sie ansonsten die Ungerechtigkeit der Welt von klein auf akzeptiert und es aufgegeben, dagegen anzukämpfen.
Ihr Leben ist dennoch nicht ohne Freuden, wenn auch getrübt dadurch, dass sie sie mit niemandem teilen kann außer gewissen Vierbeinern. Wo auch immer sie hinkommt freundet sie sich mit den Katzen an und die Zeit mit den beiden Zirkuslöwen hat ihr ebenfalls hauptsächlich wegen diesen gefallen. Sie läuft gern und klettert noch viel lieber (auch ohne Krallen wäre sie wohl schon eine veritable Freeclimberin). Nach stundenlangen Streicheleien, der Ankunft an einem schwierigen Gipfel oder einer hohen Baumkrone, dem schnellen hakenschlagenden Lauf durch den nächtlichen Wald, das sind die Momente, in denen sie fast sowas wie glücklich ist.
Zudem ist sie im Gegensatz zu den Schlüssen der Heimbetreuer intelligent genug, um Gefallen an Büchern zu finden, besonders Fantasy (wo die Protagonisten auch mal sehr seltsam aussehen können und dennoch die Anerkennung bekommen, die sie verdienen). Musikalisch ist sie recht breit gestreut und nirgendwo richtig 'zuhause', Bässe und Breakbeats scheinen ihr aber besonders zu gefallen. Manche allzuhohen Töne in Musikstücken können sie anscheinend geradezu elektrisieren (tja, was den einen Fingernägel an der Schiefertafel ist ihr ein gewisser Ultraschallbereich - und zwar hoch zehn).
Wenn sie etwas haßt, dann dass jemand einer Katze etwas zuleide tut. Sie hat schon Leute angefallen die ungewollte Kätzchen ertränken wollten und die Leute im Zirkus mußten sich auch erstmal eine Standpauke anhören (eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen sie mehr spricht als einzelne Wörter). Bemerkenswert ist auch, dass Hunde ein Problem mit ihr haben und zu knurren anfangen, sobald sie in die Nähe kommt. Es scheint, dass die Pheromone, die ihr die Freundschaft der Katzen sichern, den Wuffis nicht gefallen. Das ist auch der Grund, warum sie bei aller Lautlosigkeit von einem Hund wohl immer entdeckt wird.
Hier übrigens noch ein Link zum vollständigen Bild:
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