Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"So…ich denke, wir sind nun alle. Ladies und Gentlemen, ich begrüße Sie in der PEM Centralhall und mein Name ist Peter Gowan. Anfangs möchte ich Sie ein wenig herumführen, letztlich werden Sie noch einige Instruktionen erhalten und in verschiedene Sektionen eingeteilt werden. Im Moment befinden Sie sich im Herzstück des Instituts, von wo aus man über DNA-Scans und Netzhautabtastung der Iris alle anderen Hallen erreichen kann. Die Liste, die Ihnen ausgeteilt wurde, erhält eine umfassende Aufbereitung möglicher Mutationen, alles andere sollten Sie sich lediglich merken. Folgen Sie mir nun bitte in die Developmenthall, die wir auch liebevoll die Q-Hall nennen."
Die Gruppe marschierte Gowan nach und Christabel sah von der Liste auf.
"Q-Hall?" zu Steven, der ihr einen Seitenblick schenkte.
"Nie James Bond gesehen?"
Allerdings beschränkte sich das Innenleben dieser Halle auf Techniker und Ingenieure, die weder plötzlich in Flammen aufgingen, noch etwas anderes unerwartet in die Luft jagten. Man widmete sich hier wohl eher dem Mikrokosmos, denn unzählige Mikrochips wurden hier entwickelt und getestet. An einer der Tafeln blieb Gowan stehen.
"Ladies und Gentlemen, die Schwierigkeit an Ihrer Arbeit wird hauptsächlich darin bestehen, Mutanten zu erkennen. Zu diesem Zweck wurde der HS – hier in dieser Ausführung in 3. Phase – entwickelt. Er wird in den Handballen implantiert und kann beispielsweise beim Händeschütteln oder Kontakt mit jeder Art menschlicher Substanz defekte DNA erkennen, wobei er für den Träger spürbare Signale aussendet. Der Nachteil besteht darin, etwas von einer Zielperson zu haben, wie beispielsweise Haar, Wimpern und Ähnliches, oder eben in nahen Kontakt zu treten."
"Wenn die mit uns fertig sind, gleichen wir einem Ersatzteillager, Tay", raunte Steven, aber Gowan führte sie bereits weiter an einen Waffentisch.
"Für jede Art von Mutation, die uns bekannt wird, entwickeln unsere Techniker Eliminationsmöglichkeiten, wie Sie hier beispielsweise unsere neuste T2 vor sich sehen. Diese Waffe ist ein Temporer, das heißt ihre tödlichen Geschosse fliegen nicht durch die Luft, sondern durch die Zeit, so dass sie keine Energie absondern. Gegen einen Temporamutanten natürlich vollkommen wertlos, aber bei Energieabsorbern durchaus wirksam. Ebenfalls viele Jahre bewährt sind die Impulskapseln, denn Energietransformer verfügen über die Fähigkeit, Energie, die von außen auf den Mutanten eindringt, aufzunehmen. Energie, die hingegen in eigener Materie – also im Körper des Mutanten – implodiert, kann nicht absorbiert werden. Die Zielperson verbrennt sozusagen innerlich, ohne etwas dagegen tun zu können. Die Schwierigkeit besteht lediglich darin, es dem Mutanten zu verabreichen.
Zu guter Letzt werden Sie sich natürlich einiger Implantationen unterziehen müssen, ebenso wie Sie im Umgang mit unseren Waffen geschult werden. Von unserer Spielwiese nun zur Einteilung in Sektionen."
Gowan hatte sie in einen runden Tribünenraum geführt, wo er dazu aufforderte, sich zu setzen.
"Hier in England verfügen wir über vier Trainingscamps, die Sie für die nächsten Wochen nun ihr Zuhause nennen dürfen, Ladies und Gentlemen. Ich werde bei der Einteilung nun die Codenummern vorlesen… G254B, I856V, W421N, …"
Christabel wurde schließlich mit Steven und 6 anderen PEMlern nach Cornwall eingeteilt. Und zu diesem Zeitpunkt glaubte Christabel noch, die nächsten Wochen in reinem Training zu verbringen. Wie sie sich da doch täuschen sollte.
Als sie die Augen langsam öffnete, blickte sie geradewegs in gedämmtes Laborlicht, so dass sie noch einmal blinzelte und schließlich Steven vor dem Gesicht hatte, der sich etwas zu ihr hinabneigte und ihr die Hand hinstreckte.
„Bewege deinen süßen Arsch, Tay.“
„Gott, Steve, schrei doch nicht so.“ Christabel dröhnte der Kopf und sie fühlte sich wie von einer Dampfwalze zweimal überfahren. Ihr tat jeder Knochen weh, aber letztlich griff sie nach gebotener Hand und setzte sich auf.
„Du wirst dich dran gewöhnen. Die haben uns tolle Implantate gesetzt, da fühlt man sich am Anfang wie auf Drogen. Hast du Victor Irving bereits kennen gelernt? Mann, der Typ ist mir so unsympathisch wie ein Scheißhaufen vor meiner Wohnungstür.“
„Verschone mich mit deinen Geschichten, Steven. Wer und was ist Irving?“ Langsam fühlte sie sich besser, so dass sie vom Labortisch stieg und Richtung Ausgang ging. Jede noch so kleine Bewegung hörte sie überdeutlich, was durchaus gewöhnungsbedürftig war. Steven ging bereits neben ihr und klärte sie auf: „Victor Irving ist der Leiter dieser Sektion und derjenige, der uns sehen will, sobald du fit bist.“
„Schön, also lass uns gehen.“
Ein paar Minuten später wurde Christabel und Steven eine Akte gereicht, die Informationen über eine gewisse Caythlynn Ryan beinhaltete. Außerdem wurde ihnen nun der Grund für dieses Treffen genannt.
„Guten Morgen, Mrs. Nightingale, Mr. Broderick. Vor einigen Tagen griffen wir dieses Mädchen auf. Wir ließen die Information durchsickern, dass die Mutantin nach London gebracht und dort verhört werden sollte, so dass das Mädchen von jemandem mitgenommen wurde, der Ihnen gewiss bekannt sein dürfte. Unsere Späher konnten den Flüchtigen folgen – so wie wir es beabsichtigt hatten. Vor einigen Tagen nun ist sicher, dass in Schottland ein Institut für Mutanten besteht. Es befindet sich in der Nähe von Inverness und ist… wie soll man sagen? Wohl ein Ableger des Xavier-Instituts. Ich möchte, dass Sie dorthin fahren und sich als Lehrkraft bewerben, Mrs. Nightingale.“
„Und was, wenn ich abgelehnt werde, Mr. Irving?“ Steven hatte Recht, Irving war so sympathisch wie ein Scheißhaufen.
„Das spielt keine Rolle, machen sie sich einfach einen Eindruck vom Inneren des Gebäudes und den Begebenheiten. Ach ja… und töten sie das Mädchen. Einer unserer Überläufer hat ihr einen Chip implantiert, was eines unserer Projekte gefährden könnte. Bringen Sie ihn mir zurück. Ich wünsche eine gute Reise.“
Irving steckte sich eine Zigarre an und für ihn schien das Gespräch nun beendet. Christabel sah Steven an, als sie wieder draußen auf dem Gang standen. Einem Mutanten einen Chip zu implantieren – und war er auch inaktiv – konnte nur heißen, dass brisante Informationen auf dem Chip waren und Irving diesen unter allen Umständen wiederhaben wollte. Auch Steven schien gerade darüber nachgedacht zu haben, denn er meinte:
„Wo und wie würdest du jemandem einen Chip implantieren, der es nicht merken darf? Es muss im Schlaf oder unachtsamen Moment passiert sein, wahrscheinlich mit einem verdammt guten Scanburner und irgendwo am Arm oder Nacken – jedenfalls an einer Stelle, die freiliegt.“
„Ja. Aber weißt du, das ist nicht unbedingt das, was die Sache irgendwie faul macht. Warum will Irving, dass dieses Kind stirbt? Der voreilige Tod des Mädchens könnte die ganze Aktion gefährden.“