Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war ja bestimmt nicht so, dass Chui noch nie einen Wald gesehen hatte, aber kaum hatten sie die Grenze zum Waldstück erreicht, hatte Zoey Max freien Lauf gelassen. Chui dürfte erschnuppern, dass es hier vor Fährten von fremden Tieren nur so wimmelte. Zugegeben so gehörte sich das ja auch für einen Wald. Unglaublich zielsicher wie man es Zoey nicht zugetraut hätte, ging sie ihrer Wege, Chui noch immer am Handgelenk gefasst. Umso tiefer sie in den Wald gelangten, desto stärker wurden die Gerüche und Fährten und schlussendlich hielt Zoey mitten an einem umgefallenen Baumstamm inne und sah erneut gewichtig nach links und rechts wo es eigentlich nur Buschwerk zu erspähen gab.
Na gut, sie gibt es zu, zumindest vor sich selbst... bei dieser seltsamen Froschhopserei an der Treppe mußte sie ihre ganzen Reserven an Selbstbeherrschung zusammenkratzen, um nicht hörbar loszukichern. Der eine oder andere Laut der glucksenden oder sonstwie heiterkeitsgeborenen Art kommt ihr trotzdem aus, das läßt sich nicht verhindern. Zum Glück ist die besorgte Frosch.. äh, Wolfsmutter viel zu beschäftigt mit ihrem Kleinen, um viel davon mitzukriegen.
Brav läßt sie sich an der Hand mitzerren als wäre sie ein kleines Kind... auch wenn es ihr nicht behagt, aber sie läßt der Frau ihre Schrullen... außerdem ist sie noch viel zu gehemmt, um sich da einfach zu wehren und zu sagen, wie wenig Bock sie auf eine solche Behandlung hat. Sie wird ja auch gleich abgelenkt durch den Teil des Waldes, in den sie nun gehen und in dem sie die letzten Monate lang noch nicht war... sie hat sich immer zur vom Anwesen gesehen anderen Seite hin orientiert. So ist es zu erklären, dass ihr die ganzen Tiergerüche hier bisher entgangen sind, von denen einige, soweit sie das beurteilen kann, nicht wirklich in einen Wald dieser Breitengrade passen... auch wenn sie sie nicht identifizieren kann. Als Zoey sich umschaut, macht Chui es ihr nach und spitzt dabei die Ohren, ob es auch etwas zu erlauschen gibt.
"Hebe die Hand" forderte Zoey und machte es ihr vor, indem sie sich selbst eine Hand auf ihr Herz legte, die andere Hand feierlich zum Schwur erhoben. Die ungewöhnlichen Falkenaugen sahen in die ungewöhnlichen Katzenaugen des Mädchens. "Du musst mir versprechen, dass du niemanden, aber auch wirklich NIEMANDEN hiervon etwas erzählst." Chui dürfte sich schon geehrt vorkommen, dass Zoey sie in ihre Geheimnisse einweihte, aber es war ganz einfach so, dass Zoey in Chui eine verwandte Seele zu erkennen glaubte und genau deshalb vertraute sie dem Mädchen auch sofort und ohne Kompromisse.
Chui würde so einiges hören, kreuchen, fleuchen, kratzen, röcheln, fiepen und piepsen und von Max fehlte jede Spur.
Ohje, jetzt kommts... jetzt werde ich in den Geheimbund der tierlieben, aber verwirrten Mutanten aufgenommen, eine Sekte der ich nie mehr entkommen werde. Neinnein... so gemeine Gedanken, sie sollte sowas nicht denken. Und eigentlich meint sie es sowieso nicht ernst. Mit immer noch verwundertem Blinzeln hin und wieder hebt sie eine Hand hoch und die andere zum Herzen, ganz so wie es ihr vorgemacht wird. Dabei ist sie nur noch halb anwesend, denn sie hört schon dass es da eine gehörige Sammlung an Tieren gibt, die hier ganz in der Nähe sind... sie würde sie sie jetzt auch ganz von allein finden.
Dennoch antwortet sie mit relativ fester Stimme: "Ich schwöre!" Dann schaut sie Zoey extragespannt an und bemerkt zum erstenmal deren ungewöhnliche Augen. Also doch... auch eine Mutantin... sie wußte es ja. Oder ahnte es. Sie hat es sich halt gedacht. "Was, ähm... sind denn das alles für Tiere und wieso versteckst du sie?" Na, so eine Mitverschwörerin kann frau doch jetzt wohl duzen...
Wieder blinzelte Zoey auch wenn es noch immer nicht richtig klappte und sie beide Augen zu kniff. "Ich kümmere mich um sie." und ehe Chuinoch eine weitere Frage hätte stellen können, ging Zoey in die Knie und krauchte auf dem Waldboden herum.
Erst jetzt dürfte Chui auffallen, dass die Äste und das Blattwerk zu ihrer rechten SO niemals wirklich wachsen würden und ja, es stimmte. Zoey hatte das abgestorbene Laub so drapiert, dass der Eingang zur Höhle gut versteckt lag. Eigentlich würde man es Zoey ja gar nicht zutrauen, aber hier hatte sie gute Arbeit geleistet. Klein Max war übrigends schon vorgetrottet, er wusste ja bereits genaustens Bescheid.
Die Höhle war nicht sonderlich hoch, so das Chui und Zoey es so gerade eben schafften sich nicht beugen zu müssen um in der Höhle herum zu spazieren. Zoey ging voraus, wartete bis Chui ihr folgte und verrieglte den Eingang erneut. Schnell war klar, dass sie hier an der richtigen Adresse waren. Chui würde in der Dunkelheit doch bestimmt genauso gut sehen wie Zoey und so führte sie sie rund 150 Meter weiter in den Bauch der Höhle.
Na klar, sie kümmert sich um sie. Aber Wildtiere kriegen das doch im Allgemeinen auch alleine hin? Von Wölfen zumindest glaubt sie das, ein Panther hätte hier in dieser Gegend schon eher Probleme. Sie nimmt es erstmal so hin und schaut Zoey nach, folgt ihr dann auch auf alle Viere und unter dem Laub durch den versteckten Eingang zu einer Höhle... und was für einer. Die Länge kann sich sehen lassen, das erkennt Chui gleich, auch wenn selbst ihre lichtempfindlichen Augen Schwierigkeiten haben mit Räumen, in die nicht mal geringstes Restlicht von draussen eindringen kann.
Die Gerüche werden um einiges intensiver. Die Geräusche auch. Hier sind mehrere Tiere, die vielen Stimmen kann sie schon bald unterscheiden, auch wenn sie bei einigen davon immer noch nicht sicher ist, um was für eine Art Tier es sich dabei eigentlich handelt. Na, sie wird ja sehen... neugierig folgt sie Max und Zoey ins Innere dieses Tunnels...