Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Cathy schlug die Augen auf... Es war noch früh am Morgen, die Dämmerung hatte war noch nicht angebrochen... vielliecht Fünf Uhr, halb 6.
Verstohlen sah sie sich im Zimmer um...Elayne und Julie schienen noch tief und fest zu schlafen.
Cathy lehnte sich einen Moment in ihrem Bett zurück und schloss glücklich die Augen. Es schien ein ganz neues Leben für sie angebrochen zu sein!
Leise schlug sie die Decke zurück, setzte die Füße auf den Boden, schnappte sich ihre Klamotten und schlich aus dem Zimmer.
Ihr morgendlicher Dauerlauf rief.
(...)
Frisch geduscht öfnnete Cathy etwa eineinhalb stunden später die Tür recht geräuschvoll. Ihr dunkles Haar hing ihr immer noch in nassen Strähnen an den Wangen, sie trug saubere Jeans und ein schwarzes Shirt - vom Institut.
Der Lauf hatte ihr gut getan, und die Dusche ebenfalls, aber nun war es Zeit, den Tag in die Hand zu nehmen,
"Mädels, ich weiß, ihr werdet mich dafür hassen, aber AUFSTEHEN!"
rief sie aus vollem Hals in den Raum und grinste Elayne und Julie dabei an.
Julie schreckte auf und saß mit einem Male kerzengrade im Bett. Durch den Schrecken, hatte sie ihre Armbanduhr (mit ihren Kräften) von dem kleinen Schränkchen neben sich gefegt.
Sie funkelte Cathy verschlafen an.
"Du...", murmelte sie. "Mach das nie wieder!"
Das meinte sie jedoch nicht böse.
Sie gähnte herzhaft und ließ sich wieder zurück fallen.
Die Nacht war für sie nicht besonders ruhig verlaufen, anscheinend wurde sie von Albträumen geplagt.
Als Spy gegangen war, hatte sie sie gehört, aber noch weiter gedöst.
Sie war so müde...
Nur langsam stützt sie sich im Bett auf und schaut beide verschlafen an.
"Guten Morgen." Meint sie etwas leise, und keineswegs fröhlich.Sie reibt sich die Augen.
Cathy setzte sich sacht an das Fußende von Elayne's Bett, streifte die Schuhe von den Füßen und zog die Beine an.
Sie blickte ihre neue Freundin nur schweigend an... wenn die reden wollte, würde sie zuhören, wenn sie einfach nur die Nähe eines Freundes brauchte, würde sie wortlos bleiben...
"Es....es ist nur..."
Sie murmelt leise, nicht wissend, wo genau sie anfangen soll.
Das Juliece geht, empfindet sie fast schon als schade, gehörte sie denn nicht auch zum Kreis.
Sie zieht beide Knie an sich.
Cathy blickte ihr lange ins Gesicht. Schwieg. Verhielt sich still.
Ob es einfach nur ein schlechter Traum war? Oder verarbeitet sie was?
Ob das vielleicht der Grund war, aus dem sie von daheim weg gelaufen war, der sie nun quälte?
Die junge Irin schlug den Blick nieder und blickte auf die zerwühlte Bettdeckt zu ihren Füßen... es war immer schwer, auf so ein Thema zu sprechen zu kommen, ohne aufdringlich zu wirken... vor allem wenn man nicht wusste, worum es eigentlich ging...
Sollte sie weiter darauf warten, dass Elayne von sich aus anfing? Ihr eine Brücke bauen, um es ihr leichter zu machen? Oder einfach nur die Tatsache totschweigen, und versuchen, mit ihr einen schönen Tag zu verleben?
"Ich...ähm... sehe tote Menschen.
Wie sie gestorben sind."
Sie spricht leise, sehr vorsichtig.
Es war schwer, so etwas anzuvertrauen. Schwer, sich so etwas überhaupt vorzustellen.
Lange, viele Jahre, kämpfte sie damit schon.
Cathy blickte immer noch auf die Decke, holte tief Luft, hielt sie einen Augenblick an... ließ sie dann langsam wieder aus.
Sie beißt sich mal wieder auf die vollen Lippen, als sie endlich zu Elayne aufblickt, glitzern Tränen in den Augen.
Fast zögernd, allzeit erwartend, zurückgestoßen zu werden, nimmt sie Elayne in die Arme und streichelt ihr das Haar...
Julie kam mit einem Handtuch um die Haare gewickelt zurück ins Zimmer und sah zu Elayne und Cathy.
Einfach, ohne drüber nachzudenken ging sie zu den beiden, setzte sich neben sie und umarmte sie.
Warum sie dies genau tat wusste sie selbst nicht. Vielleicht weil sie ihnen einfach vertraute und ihnen zeigen wollte, dass sie für sie da war.
Und mit einem Mal beginnt sie zu weinen. Es ist still, fast lautlos.
Nie hatte sie sich getraut zu weinen, über das, was sie so sehr bewegte.
Sie war so froh um die beiden, die sie gefunden hatte, und ließ die Umarmung zu.
Es tat so gut, war sie doch schon seit Kindstagen nicht mehr umarmt worden.
Sanft streichelte sie weiter Elaynes Haare, warf Julie dabei einen Blick zu, aus dem tiefste Dankbarkeit sprach.
Endlich konnte Elayne loslassen, ihren Schmerz zeigen und somit verarbeiten... das war unheimlich wichtig!
Mehrere Minuten saßen die drei Mädchen nur da, in der Umarmung und dem Moment gefangen.
Cathy wollte gar nicht bohren, oder Elayne dazu bringen, weiter zu erzählen. Das einzige, das zählte, war die Tatsache, dass jetzt alles gut war. Hier hatte Elayne zumindest zwei Freunde, die sie verstanden und für sie da waren.
Nach einigen Minuten hob Cathy Elaynes Kopf mit sachten Berührungen ihrer Hände an.
Zwei flinke Finger wischten ihr die Tränen von den Wangen.
Mit gespielt ernster Stimme sprach Cathy ihre Freundin an:
"Elayne, Liebes, du solltest nie in der Öffentlichkeit weinen, du hast nicht die richtige Gesichtsfarbe dazu."
Sie versuchte aufmunternd zu lächeln, aber die eigentlich aufmuntern witzige Wirkund ihrer Worte wurde durch die eigenen Tränen, die ihr über die Wangen liefen, verdorben...
Sie musste darüber jedoch lächeln, und drückt beide noch einmal fest.
Man musste ihnen ja nicht sagen, dass man mit dieser Gabe vielleicht leben konnte, aber niemals richtig glücklich werden konnte.
"Mein Teint war eh nie der Beste."
Ein wenig scherzhaft, aber nicht so gelungen.
Dann kommt es leise, aber aus dem Herzen: