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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 411 mal aufgerufen
 Lowlands-Area
Caitlynn Lydecker Offline

Besucher

Beiträge: 1.259

01.04.2005 15:48
[Nacht vom 2.08 zum 3.08] Nachtzug Antworten
Ich habe einen Sohn im Alter von dreizehn Jahren, einen normalen Sohn...ein Menschenkind. Wollen sie es verantworten, meine Damen und Herren, dass er in der Schule von einem Mutant gleichem Alters angefallen wird, nur weil dieser seine „Kräfte“ nicht unter Kontrolle hat?
Senator Samuel Gordon, New York

Ich höre immer Mutantenproblem, Amerika hat kein Mutantenproblem! Ich meine, endlich haben wir mal wieder eine Minderheit die wir schikanieren können!
Bill Bridges, NBC Late Night

Wir sind im Begriff, Gegenmittel und Therapien für diese Krankheit zu entwickeln.
Dr. Duc Saintelle, Genetiker, Institut für genetische Krankheiten Versaille

Ich unterstütze dese Mutanten-Camps in keiner Weise. Das wäre, als würden wir ein Camp für Terroristen unterstützen! Nur das mir Terroristen mittlerweile weniger Angst machen.
General Martin Haley, US Army -Pressekonferenz

In Oklahoma haben sie jetzt eine gefunden, die vier Brüste hat? Mann, ich lass mir auch irgend ein Zeug spritzen, bekomme noch zwei Arme und wir heiraten!
Jeffrey Casey, Saturday Night Show

Gott…hat so Etwas mit Sicherheit nicht gewollt!
Bischof Luca Gandolini, Florenz

Diese verwirrten Kreaturen sollten nicht unter normalen Menschen leben. Sie gefährden damit das gesamte soziale System.
Dr. Ruth Gernheim, Psychologisches Institut - Aachen

Und meine Mom hat sich immer wegen mir beschwert: “ Du warst schrecklich in der Pubertät!” - „Hey, immerhin hab ich niemanden gefressen.“
Clifford Price, London Fun Night

Mutanten sind die neue, unbekannte Gefahr eines neuen, unbekannten Jahrtausends.
Familienminister Michail Yuri Destrowskja, St. Petersburg

Der Finger bewegte sich über das kleine Maus-Feld des LapTops, und die abgespeicherten Zeitungsausschnitte aus aller Welt, die sie im Internet über Jahre zusammengetragen hatte, scrollten über den Bildschirm hinweg.
Mittlerweile waren es 257 Artikel.
Meinungsmache...Krieg durch Medien... kein Wunder das uns so viele hassen.

Die neuste dieser angeblich friedlichen Vereinigung ist die Gruppe X-Odus, die den amerikanischen X-Men nachzueifern scheint. Ich sage euch schützt eure Kinder, die Meldepflicht für Mutanten muss endlich härter durchgesetzt werden.
Padraig O’Connor

Diesen Leserbrief aus dem Inverness –Courier in Schottland hatte sie zu der jetzigen Reise veranlasst.
Nach den drei Monaten in Südfrankreich hatte sie entschieden bis nach Paris zu trampen, einen Teil ihres Ersparten, viel war es nicht mehr, hatte sie dafür benutzt eine Passage nach Southhampton zu kaufen. Und nun saß sie im Nacht-Zug über London Glasgow bis nach Inverness.
Sie blickte vom LapTop auf, aus dem Fenster. Es dämmerte bereits.
Grau in grau lag die Wolkendecke über Mittelengland.
Ein trostloser Anblick und ein unangenehmes Klima für sie. Hier konnte man sich nicht einfach an den Strand legen und Sonne und Wärme tanken. Wärme die für sie so wichtig war.

Sie vermisste Hawaii, je länger sie in Europa weilte. In Boston war das alles noch nicht so schlimm gewesen.
Sie war in den Semesterferien ihren Vater besuchen gekommen. Sicher war es auch eine lange Strecke von der Ostküste bis nach Hawaii, aber jetzt...schien es so unglaublich weit entfernt.
Sie vermisste das Surfen nach der Schule, die Partys bei ihren Freundinnen, das Capoeira im Sand des Luhakela-Beach. Und ihren Vater... Sie schaffte es ihm gerade mal eine Postkarte im Monat zu senden...sie hatten seit fast einem Jahr nicht mehr miteinander telefoniert. Er hätte sie nie weggegeben...sie war von sich aus gegangen.
Eigentlich vermisste sie nicht direkt Maui, gestand sie sich ein...sondern eher dass, was mit Hawaii verbunden war: eine unbeschwerte Kindheit.

Ihr Blick wanderte zu dem Sitzplatz gegenüber, auf dem ein kleiner Junge saß, der sie schon geschlagene zehn Minuten anstarrte. Wahrscheinlich brannte in ihm die Frage, warum sie denn immer noch die Sonnenbrille trug, obwohl weder im, noch außerhalb des Zuges keine Sonne schien und außerdem sowieso bald die Nacht hereinbrechen würde. Sie versuchte es zu ignorieren und senkte den Blick wieder auf den Bildschirm.
Noch zwei Stunden bis Glasgow. Sie wusste ja nicht einmal, wie man sie aufnehmen würde. Vielleicht war das Ganze doch eine Schnapsidee. Falls sie keine Arbeit in diesem Institut bekommen würde, müsste sie sich in Inverness einen Job suchen. Vielleicht war die Stadt ja mutantenfreundlicher... wohl kaum.
Es handelte sich bei diesem Institut offenbar um eine Schule für junge Mutanten, die mit ihren Kräften nicht fertig wurden, oder ziemlich alleine durch die Welt der „Normalen“ gingen.
Beides traf auf Cate zu. Wenn sie dort nicht unterkommen würde, wer weiß...vielleicht Irland? Oder zurück nach Frankreich. Italien wollte sie nicht, sie wusste wie stark die Kirche gegen Mutanten hetzte.
Aber über so etwas würde sie sich auch noch später Gedanken machen können.

„Warum hast du all die Zeitungsausschnitte im Computer?“ fragte ein Kinderstimme neben ihr. Das rothaarige Mädchen hatte ihr anscheinend die ganze Zeit au den Bildschirm geschaut. Ihre Mutter saß gegenüber neben dem Jungen und blätterte in einer Zeitschrift.
Hastig klickte Cate das Dokument weg und lächelte verlegen: „Ich bin Reporterin, weißt du? Gehört zu meiner Arbeit“ log sie.
„Und du kämpfst Karate!“ das Mädchen, sie war vielleicht 10, starrte immer noch auf ihren LapTop, auf dem nun der Desktophintergrund einen Capoeira-Kampf zeigte.
„Nein, das ist nicht Karate, das kommt aus Brasilien und hat mehr Rhythmus“ erklärte Cate und schloss den LapTop. Sie konnte irgendwie nicht mit Kindern umgehen. Manchmal waren Kinder noch grausamer als Politiker.
„Schreibst du über Mutanten?“ war die nächste Frage des Kindes. Nun schaute die Mutter von ihrer Zeitschrift auf und griff ein: „ Sandra! Belästige die junge Frau nicht! Entschuldigung, Miss.“
Cate nickte nur stumm und verstaute den LapTop in ihrer Tasche.
Noch zwei Stunden!
„Du bist hübsch.“ Bemerkte das Mädchen neben ihr nach einer Pause. Aber nicht immer! Cate überlegte kurz, ob sie das gerade laut gesagt hatte und antwortete knapp: „ Lieb von dir, danke...“ und nun beschloss sie die Konversation mit dem Kind entgültig abzubrechen. Unter zu Hilfenahme ihrer Kopfhörer und ihres DiskMans.
Sie lehnte sich bei vertrauten Klängen hawaiianischer Musik zurück und schloss die Augen hinter der Sonnenbrille.

Von der Lautsprecherstimme des Zugführers wurde sie wieder geweckt. Der Zug steuerte Glasgow an. Von dort musste sie umsteigen und noch eine kurze Strecke nach Inverness zurücklegen. Es war mitten in der Nacht, wie ihre Uhr verriet und es schien nicht gerade verlockend noch weitere 20 Minuten auf dem kalten Bahnsteig auf den Anschlusszug zu warten.
Viel Gepäck hatte Cate nicht dabei. Den LapTop, ihren Rucksack und die Sporttasche. Viel mehr besaß sie ja auch nicht, was sich lohnen würde herumzuschleppen. Die Mutter mit den zwei Kinder schien schon vorher ausgestiegen, denn nun saß ein älterer Herr ihr gegenüber, welcher ebenfalls in Glasgow ausstieg.
Nach einer halben Stunde in der Kälte, denn auch wenn es Hochsommer war, die Nächte hier waren wirklich unangenehm für Cate, wechselte sie Bahnsteig und Zug und setzte sich in ein Nichtraucher-Abteil der zweiten Klasse.

Der Morgen zog mit einem roten Band vorbei und machte Hoffnung auf ein wenig Sonne. Cate blinzelte hinter ihrer Sonnenbrille hervor. Sie war wieder eingeschlafen, doch der Zugbegleiter neben ihr hatte sie sanft an der Schulter gerüttelt. „Miss...in 5 Minuten erreichen wir Inverness Station.“ Informierte er sie. Cate nickte stumm und machte sich fertig zum Ausstieg. Sie sah schrecklich aus, wie sie im Spiegel der Zugtoilette feststellen musste. Verschlafen und zerzaust. Aber viel Zeit zum herrichten gab es nicht mehr.

Nur wenige Minuten später, es war mittlerweile fünf Uhr morgens, stand sie samt Gepäck in Inverness-Station und suchte die Fahrpläne ab, um ihr Weiterkommen zu planen. Die Möglichkeit des Taxis angesichts ihrer knappen Ersparnisse schob sie beiseite und erwog einen der stündlich pendelnden Busse zu nehmen, der die benachbarten, kleineren Ortschaften ansteuerte. Von dort aus, würde sie dann zu Fuß zum Institut finden.

tbc
(im chat wurde das Treffen gespielt weiter hier im Forum)

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