Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Noch war sie allein auf der Etage aber die Post lag schon auf ihrem Schreibtisch. Ein Umschlag lag obenauf, Postversand, vertraulich an Dr. Eckhart, Laborleiter. Sie drehte ihn mehrmals in der Hand und überlegte. Wenn sie den jetzt öffnete musste sie ihn verschwinden lassen und sich ne gute Ausrede einfallen lassen, falls der Dok danach fragen würde. Sie konnte es auf die Post schieben, dass die es verbummelt hatten. Kurzentschlossen nahm sie den Brieföffner und riss den Umschlag auf.
Dann hielt sie für Sekunden die Luft an, Mastercards... 5 Stück. Ach du dicke Backe... das war ja ein Hauptgewinn. Sie musste sich setzen und überlegen. Mastercards hatten alles gespeichert, was es über einen Menschen zu wissen gab. Retinascann, Handscann, Stimmenerkennung... die Universaleintrittskarte für das ganze Haus.
Nach ca. 5 min steckte sie den Umschlag in den Schredder. Die Papierflocken würde sie später noch selbst in den Keller bringen und dem Ofen übergeben.
Ein, max. zwei Wochen würde es sicher dauern, bis jemand auf die Idee kam zu fragen, wo die Karten blieben. Dann musste sie sehen, ob iihre Ausrede mit der Post greifen würde. Wenn nicht... sollte sie vllt. schon mal ihre Koffer packen und ihr Auto auftanken für einen schnellen Abgang.
DIe karten steckte sie in ein kleines Fach in ihrer Handtasche. Heute abend war die Party, zu der Kass sie eingeladen hatte. Dort würde sie Miss Munroe suchen oder sie würde sie Kass geben. Ihm hatte sie von ihren Aktionen erzählt. Er würde wissen, wem er sie geben sollte.
Noch mal holte sie tief Luft und kümmerte sich dann um ihre Arbeit als auch schon die ersten Mitarbeiter aus dem Fahrstuhl stiegen.
Am Späten Abend schloss Carol ihren Schreibtisch ab, überprüfte wie immer mit einem kritischen Rundblick, ob sie alles gut weg- und aufgeräumt hatte. Dann deckte sie den Computer ab, griff ihre Handtasche und die Abfälle aus dem Papierkorb, wo sich auch die Überreste des Umschlages befanden. Dann ging sie hinaus und schloss die Tür.Sie musste sich ein bischen beeilen, wenn sie pünktlich fertig sein wollte. Und das wollte sie, schließlich kam Kass extra vom Institut um sie abzuholen.
Und in genau jenem Moment kam Doktor Eckhart den Gang entlang. Nach seiner Frage, warum sie den Müll selber in die Verbrennung bringen wollte, blieb ihr nur die Antwort, dass die Putzfrau nicht da war und sie den Müll nicht im Abfall liegen lassen wollte. Hastig verabschiedete sie sich von ihm und beeilte sich, zum Fahrstuhl zu kommen. Nachdem sie die Flammen frisch mit ihrem Müll gefütterte hatte und auch noch zugesehen hatte, wie alles verbrannte, flitzte sie hinaus zum Auto um dann in unzulässigem Tempo nach Hause zu rasen.
Während der Fahrt dachte sie nicht weiter an Doktor Eckhart und war nur froh, zeitig genug zu Hause zu sein.
Allerdings kam ihr dann beim späteren Nachdenken seine Frage etwas merkwürdig vor und sein relativ spätes Auftauchen auf dem Flur. Normalerweise war er so spät nie auf der Chefetage.
Dann verwarf sie die Gedanken, als sie sich für die Party fertig machte. So lange hatte sie noch nie im Bad zugebracht aber sie wollte gut aussehen, wie sie sich selbst eingestand. Als es dann pünktlich an der Tür klingelte, freute sie sich auf die Party und dachte nicht mit einer Silbe mehr an das Labor.
[04.08.05] (ooc. ich hab mal ganz dreist für dich das Datum eingefügt, Carol )
Die Party war ein absoluter Reinfall um nicht zu sagen ein Desaster. Noch während der Autofahrt zu ihrer Wohnung bekam sie Magenschmerzen und der Schweiß stand auf ihrer Stirn.
Nachdem sie wirklich noch einige Stunden hatte schlafen können, war sie unterwegs zurück in ihre Wohnung.
Sie würde tun, was Kass ihr geraten hatte. Sie würde nicht mehr ins Labor zurück gehen.
Die letzten Wochen waren ein Drahtseilakt geworden und sie hatte immer deutlicher gemerkt, dass sie die Arbeit dort nicht mochte, eben wegen der Forschungen.
Deshalb auch die ganzen Diebstähle, deshalb dieses Suchen nach Beweisen, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zuging.
Nun, sobald sie zu Hause war, würde sie nachdenken was zu tun war.
Kass schien von ihrem Vorschlag, die Verwaltung der Schule zu übernehmen ganz angetan, nur hatte sie noch mit niemandem weiter gesprochen und die Schulleitung wußte auch noch nichts davon.
Was, wenn das nicht machbar war? dann würde sie aus Inverness verschwinden müssen, sehr schnell sogar.
Dr. Eckhardt war nicht zu unterschätzen und die Wachtruppe des Labors auch nicht.
Während sie Inverness immer näher kam, rasten ihre Gedanken.
Carol blieb wie angewurzelt stehen und starrte einige Sekunden die offene Wohnungstür an.
Dann ging sie vorsichtig hinein und lugte in den Flur. Was, zum Henker war hier los? wer war in ihrer Wohnung?
Leise pirschte sie sich durch die Wohnung und fühlte,wie das Chaos schon wieder nach ihr griff.
Und zum erstenmal versuchte sie gewollt, das Quecksilber zu aktiivieren.
Ihre Wohnung befand sich in einem katastrophalen Zustand. Genaugenommen sah es aus, als wäre sie mittenweg in einen schlechten Hollywoodfilm gestolpert. Gut, so sah momentan ihr ganzes Leben aus, aber das hier war leider dennoch die Realität.
Sämtliche Schubladen der Kommode auf dem Flur waren aufgerissen, der Inhalt lag auf dem Boden verstreut. Im Wohnzimmer sah es nicht anders aus und auch im Schlafzimmer lag ihre Kleidung rundherum verstreut. Das Geschirr n der Küche hatte dem Ansturm nicht Stand gehalten und war in tausenden Scherben auf den Fliesen verteilt. Hier hatte jemand etwas gesucht, das war eindeutig. Und mit ein bisschen kühlem Kopf in dieser Situation, lag wohl auch sehr nahe wer was bei ihr suchen konnte und vor allem was.
Ein Geräusch im Badezimmer liess nichts Gutes verheissen. Es klang, als würde jemand einen Badezimmerschrank über die Fliesen schieben.
"Oh Scheiße..." mehr konnte sie zu ihrer Wohnung nicht sagen.
Ihr Fuss stieß gegen eine zerbrochene Vase... und sie fuhr herum, als sie im Bad das Geräusch hörte.
Na toll, hat ja nicht lange gedauert.
Eckhardt und seine Spießgesellen haben doch nicht so lange gebraucht, wie sie dachte. Oder hatte sie nur einen Einbrecher zu Gast.?
Sie konzentrierte sich, wie Kass es ihr beigebracht hatte und verwünschte ihre Nervosität.
Doch dann sah sie die Tropfen auf ihren Händen und fühlte den kalten Luftzug auf ihren Armen und verschwand.
Schleichen? Nach dem Krach, der ein totes Rhinozeros hätte aufscheuchen können? Egal wieviel sie nach einem Fluch und dem Umrennen einer Vase schlich, ihre neuen Freunde schienen längst eine eingebaute Alarmglocke im Kopf schrillen zu haben.
Hätten autonormal-Einbrecher Schusswaffen dabei? Würden sie in Kleidung des laboreigenen Securityservice herum laufen? Wohl kaum.
Die beiden Uniformierten, die beide ihre Hand auf dem Pistolenhalfter liegen hatten konnten also nur tatsächlich die Antwort auf ihre insgeheime Frage sein: Sie war aufgeflogen! Aber hatte sie wirklich allen Ernstes erwartet, dass das Verschwinden von so wichtigen Mastercards unentdeckt bleiben würde? Grade sie, in ihrer Position, hätte wissen müssen, dass es nicht der Fall sein würde.
Und nun standen diese beiden Bullen von Männern in ihrer Wohnung, die aussah, als hätte mindestens eine Bombe eingeschlagen, und sahen sich aufmerksam um. Wenn man sehr genau auf sie achtete, konnte man erkennen, wie sie sogar ihren Atem möglichst flach hielten, um auf jedes verdächtige Geräusch zu achten.
Carol brach der Schweiß aus und in diesem einen Moment war sie dankbar für ihre Mutation, die sie vor diesen Typen verbarg.
Ihre Gedanken rasten und sie hatte keine Ahnung, was sie tun sollte. Einfach stehen bleiben? weglaufen?
Himmel, solch eine Situation hätte sie nie im Leben mal für möglich gehalten.
Sie ging millimeterweise zur Wand und blieb dann stehen. Carol hoffte nur, sie könnte durch ihr Stillschweigen die Typen zum Gehen veranlassen.