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Dieses Thema hat 14 Antworten
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Dany Offline

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Beiträge: 253

24.04.2005 21:06
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Tief in der Nacht.
Verwirrend. Wenn sie an das Gespräch mit Chui und Colum zurück dachte, dann war das genau der richtige Ausdruck dafür, was sie von dem Katzenmädchen gehört hatte. Vollkommen abgespannt und fertig mit der Welt rutschte Dany an der Tür entlang zu Boden, nachdem sie diese geschlossen hatte und sah von dort aus in das Zimmer hinein. Das Bett war so nahe und trotzdem erschien es ihr gerade wie eine Weltreise bis dahin zu kommen. Schon auf dem Weg vom Wohnzimmer hierher hatte sie gemerkt, wie müde sie wirklich war und schliesslich raffte sie sich dann doch hoch, schälte sich auf dem Weg zum Bett aus ihren Kleidern und schlüpfte dann unter die Decke. Sie hatte das Glück, dass ein traumloser, wenn auch kurzer Schlaf auf sie wartete, aber als sie schliesslich feststellte, dass sie nicht länger liegen konnte, fühlte sie sich wenigstens bedeutend erholter.

Früh morgens.
Zwei Kapuzenpullover, zwei Jeans, drei T-Shirts, Socken und etwas Unterwäsche stellten alles dar, was sie an Kleidern besass. Ihr Rucksack war nicht sonderlich gross und schliesslich hatten darin auch noch andere Dinge Platz haben müssen, so dass sie eben nicht mehr Anziehsachen hatte mitnehmen können und ihr Aufbruch war schneller gegangen, als sie es im Nachhinein gut fand, denn sie hätte gerne noch ein paar Dinge bei sich gehabt. Nun ja, auf dem Leib hatte sie ja ebenfalls noch etwas getragen, also würde sie erst einmal mit Kleidern auskommen und wie sie zu ihrem Leid hatte feststellen müssen, wuchs sie irgendwie nicht so schnell, wie sie es gerne gehabt hätte, so dass sie keine Angst haben musste, dass ihr die Sachen bald einmal zu klein sein würden. Wenn sie nach ihrer Mutter kam, dann würde sie nie grösser als 1,60 Meter werden und alleine die Vorstellung daran ärgerte sie schon.

Sie stand gerne früh auf, sie wollte nun einmal etwas von den Tagen haben, die sie erlebte und das ging dann am besten, wenn man sie von früh bis spät auskostete. Nun, gestern – oder schon heute – war es in der Tat spät geworden, aber nach einer Dusche und mit frischen Kleidern auf dem Leib, fühlte sie sich wirklich sehr wohl und die frühe Uhrzeit machte ihr nichts aus. Sie hatte das Fenster aufgerissen und genoss die frische Luft, hatte sogar grosse Lust, nach draussen zu gehen, um etwas durch die Gartenanlage zu spazieren. Dann aber kamen die Gedanken wieder. Dany beschloss schnell, dass sie es nicht zulassen würde, in Grüblereien zu verfallen und räumte deswegen erst ihr Zimmer auf, wusch dann ein T-Shirt im Waschbecken des Bads und hing es dann über der Heizung zum trocknen auf. Nun fehlte nur noch ein gutes Frühstück im Magen, dann war sie vielleicht bereit, über gestern nachzudenken. Sie stellte fest, dass sie ohnehin noch ein paar Dinge erfragen musste. Wo man Wäsche waschen konnte, generell, wo hier was war und vor allen Dingen, wann überhaupt der Unterricht anfing.

Nun, sie würde nicht den ganzen Tag auf ihrem Zimmer verbringen können und wenn sie ehrlich war, dann wollte sie auch gar nicht. Sie hatte das dringende Bedürfnis nach Gesellschaft, nach welcher wusste sie nicht, sie kannte hier ja so gut wie niemanden. Sie würde schon jemanden finden, auch wenn vermutlich noch viele schliefen. Aber wer weiss, vielleicht gab es nebst ihr ja noch einige andere Frühaufsteher.

~tbc: Erdgeschoss

Dany Offline

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Beiträge: 253

29.04.2005 16:37
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
~from: Küche


Ihre wenigen Sachen lagen immer noch kreuz und quer über dem Bett. Weil Dany nicht wusste, ob sie vielleicht noch eine Mitbewohnerin bekam, rührte sie das andere Bett gar nicht erst an und darüber, dass sie zu viel Platz im Schrank verbrauchte, musste sie sich ganz sicher keine Sorgen machen. Sie benutzte trotzdem nur die linke Schrankhälfte und räumte ihre Kleidung auf einem Regal in Griffweite ein, die restlichen Sachen kamen auf das Regal darunter. Wenn ich doch nur meine Modelle hier hätte. Aber na ja, den Teppich hier ruinier ich lieber nicht so wie den bei Mom. Es wird sicher irgendwo einen Bastelraum oder sowas geben - für den Fall, dass ich jemals einen Weg finde, wieder an etwas zu bauen.

Nachdem sie fertig geworden war, sah es doch schon ganz anders hier drin aus. Innerlich nahm sie sich vor, etwas weniger chaotisch zu sein, schliesslich war das so gesehen ja nicht ihr eigenes Zimmer und wenn sie schon hier sein durfte, konnte sie sich ruhig etwas Mühe geben. Schliesslich wollte sie nicht länger in ihrem Zimmer bleiben und beschloss, nun den Besuch bei Doktor Grey hinter sich zu bringen, damit diese eine Krankenakte über sie anlegen konnte.


~tbc: Krankenzimmer (Im Chat ausgespielt)

Dany Offline

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Beiträge: 253

06.05.2005 20:54
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Abends.
Dieser Tag unterschied sich so stark von dem gestrigen, dass es Dany kurzzeitig so vorkam, als wäre ihr schwindlig. Während sie sich gestern regelrecht dazu zwingen musste, nicht über das was geschehen war nachzudenken, tat sie das heute sogar gerne und als sie sich nach einer erfrischenden Dusche ins Bett legte, lächelte sie glücklich vor sich hin. Sie hatte kein schlechtes Gewissen dabei, warum auch? Dafür, was gestern passiert war, konnte sie schliesslich nichts und obschon ihr das alles andere als egal war, war heute so viel passiert, dass jeden Moment der Fröhlichkeit rechtfertigte, den sie gerade empfand.

Freundschaft. Carol hatte von Freundschaft gesprochen und Dany spürte wieder, wie glücklich sie die Bekanntschaft zu Miss Stone machte. Es kam ihr überhaupt nicht seltsam vor, dass es keine Gleichaltrige war, mit der sie Freundschaft geschlossen hatte, ihrer Meinung nach spielte das Alter bei sowas überhaupt keine Rolle. Sie konnte so viel von Miss Stone lernen und wenn es nur war, den Mut zu finden, endlich etwas gegen ihre Legasthenie zu tun. Wer weiss, vielleicht krieg ich ja wirklich mal auf etwas Patente. Der Gedanke erheiterte sie zusätzlich. Auf Einstein's und Disney's Spuren.

Was für ein Tag. Letzte Nacht war für sie eine Welt zusammengebrochen und heute blühten auf den Trümmern bereits die neuen Blumen. Nachdem sie erfolglos in der Werkstatt gewesen war, hatte sie im Büro von Miss Munroe Tyler Knight kennengelernt und schon kurz darauf hatte sie die Zusage, bei ihm als Hilfsmechanikerin arbeiten zu dürfen. Eine grosse Herausforderung, ja, aber sie nahm sie mit Freuden an. Genau so etwas wollte sie schon immer, für sie war das der Punkt der endgültig entschied, dass sie nun ein neues Leben begann. Mit Dreizehn war man nicht zu jung und auch noch nicht zu alt, um noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Nach und nach begleiteten sie die Gedanken in einen tiefen Schlaf, aber während sie letzte Nacht von Träumen verschont geblieben war, holten diese sie in dieser nur umso mehr ein. Es ist kalt, ich friere. Wo sind all die anderen hin? Wo kommt der Nebel her.... und der Geruch von Tee? Ich möchte nicht, dass Carol weint und warum sieht Colum mich so traurig an. Chui geht es nicht gut. Und er trägt ihn die Treppe hoch, der Arm hängt so leblos herunter, was ist passiert? Ich bin doch eine Kämpferin, warum kann ich niemandem helfen? Und egal, wie schnell ich renne, ich komme nie über die erste Treppenstufe hinweg. Ich fühle mich so gelähmt, der Tote hat kein Gesicht, nicht einmal einen Namen, trotzdem sieht er mich an und ich habe Angst. Was, wenn er versucht nach mir zu greifen? Nun hebt er schon den Arm, streckt die Finger nach mir aus und Schneeflocken tanzen um meinen Kopf, meine Nase ist sicher schon ganz rot und meine Augen tränen. Ich will nicht, dass das alles passiert. Das alles ist nicht wahr, das alles ist nicht wahr.... das alles ist nicht wahr!

Dany Offline

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Beiträge: 253

06.05.2005 21:12
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Von Albträumen geplagt wachte sie schliesslich schweissgebadet auf und fühlte sich so elend, dass sie es kaum wagte, sich zu bewegen. Ihre Kehle war ausgetrocknet und ihre Lippen brannten, als wären sie wund, das Kopfkissen war feucht von ihren Tränen und ihr Magen krampfte sich zusammen, als hätte sie etwas Schlechtes gegessen oder eben schon sehr lange nichts mehr. Das Wohlgefühl, welches sie vor dem Einschlafen noch gehabt hatte, hatte sie vollends verlassen und stattdessen stieg eine Übelkeit in ihr hoch, die sie sich nicht erklären konnte. Bestimmt würde es helfen, wenn sie etwas trank, also kroch sie aus dem Bett und ging unsicheren Schrittes zum Bad hinüber.

Sie brauchte einige Anläufe, bis sie den Lichtschalter fand und kniff die Augenlider zusammen, als sie dann von der aufflackernden Leuchtstoffröhre geblendet wurde. Nur etwas trinken, mehr wollte sie gar nicht, aber sie kam nicht einmal bis zum Waschbecken. Die Übelkeit, die sie im Bett schon überkommen hatte ergriff sie nun vollends, ihr war fürchterlich schwindlig und kaum, dass sie wusste wie ihr geschah, erbrach sie sich heftig und unter Tränen in die Toilettenschüssel.

Es war ein widerlicher Geschmack, der in ihrem Mund zurückblieb und auch nicht weichen wollte, als sie sich den Mund mit Wasser ausspülte. Daran, zurück ins Bett zu gehen, konnte sie nicht einmal denken. Immer wieder wischte sie sich mit einem feuchten Lappen über den Mund, aber es half nichts, ihr wurde einfach nicht besser und der Drang sich ein weiteres Mal zu übergeben wollte einfach nicht von ihr ablassen. Fertig mit sich und der Welt liess sie sich schliesslich gänzlich auf den Boden sinken, lehnte sich mit dem Rücken an die kalte Fliesenwand und ergab sich den Tränen, die sich einfach nicht länger zurückhalten lassen wollten.

Chui Offline

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Beiträge: 936

10.05.2005 21:29
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Mission accomplished. Heimlich, still und leise hat Chui gerade einen Arztkittel zurückgebracht, an dem nicht mehr zu merken ist, ob einmal Knöpfe abgerissen waren oder nicht. Dann ist sie noch ein wenig in den Wald gegangen... nicht weit, schließlich hat sie ja noch was vor, morgen vormittag. Da will sie ausgeruht sein. Bisher hat das zwar auch ganz gut geklappt, nachts herumtollen, vormittags Schule, mittags oder nachmittags ein Nickerchen, aber sie will kein Risiko eingehen. Sie will nicht müde sein, wenn sie mit Colum zusammen ist. Darum schleicht sie durch den Gang des Mädchentrakts und ist schon gar nicht mehr weit von ihrem und Calans Zimmer entfernt, als sie etwas merkwürdiges hört.

Sie bleibt stehen und lauscht... furchtbare Geräusche, Würgen und Verkrampfen... sie bekommt schon beim Hören eine Gänsehaut. Lautlos kommt sie näher an die entsprechende Zimmertür. Die Geräusche sind trotz allem leise... vielleicht ist die Bewohnerin im Bad? Wer wohnt hier überhaupt? Sie muß zu ihrer Schande gestehen, dass sie es nicht weiß, nicht darauf geachtet hat und die anderen Schülerinnen auf dem Gang auch meist nicht antrifft. Aber ihre Nase ist gut genug, um manches zu erfahren was sie vielleicht gar nicht wissen wollte. Dany wohnt hier! Und der saure Geruch hat wohl mit den Geräuschen von vorhin zu tun.

Sorge breitet sich in ihr aus. Ist Dany krank? Oder... da hört sie das Schluchzen. Auf jeden Fall geht es ihr nicht gut, sie braucht vielleicht Hilfe! Ohne anzuklopfen öffnet Chui die Tür und macht sie hinter sich wieder zu, geht auch weiterhin leise zum Badezimmer, oder was sich halt so nennen läßt. Sie weiß ja, dass sie das eigentlich nicht tun sollte, aber sie weiß auch, dass sie einfach nicht hätte weitergehen können. Sie geht an der Badtür in die Hocke und klopft an den Türrahmen, ohne hineinzuschauen. "Dany?" fragt ihre leise, besorgte Stimme. "Was ist mit dir? Darf ich... reinkommen?" Wahrscheinlich wird sie gleich angeschrien, dass sie verschwinden soll... naja, es wäre nicht unverdient.

Dany Offline

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Beiträge: 253

10.05.2005 21:49
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Dany sackte das Herz in die Hose. Hatte sie sich wirklich so gehen lassen oder war das schon wieder ein Albtraum. Das Brennen in ihrer Kehle und die feuchten Wangen beantworteten ihr diese Frage rascher, als ihr lieb war und sie schluckte ein unangenehmes Gefühl herunter. Sie hatte gar nicht gehört, dass es geklopft hatte. Es war Chui's Stimme, die nach ihr fragte.

Erst dachte sie darüber nach, einfach nicht zu antworten, aber sie mochte Chui und wollte nicht so unhöflich zu ihr sein. Und sie mit harschen Worten verjagen, nein, das war einfach nicht Dany's Art. Was also sollte sie tun, wenn nicht einfach in den sauren Apfel beissen und sich nun Chui gegenüber zu stellen? Der Gedanke daran bereitete ihr Mühe, aber schliesslich raffte sie sich auf und schob sich an der Wand entlang nach oben, bis sie wieder stand. Der Blick in den Spiegel gegenüber bereitete ihr wenig Freude, sie sah einfach fürchterlich aus und dass das einem so wenig eitlen Mädchen wie ihr etwas ausmachte, das sprach für sich. Sie war blasser als das weisse Laken auf ihrem Bett und ihre Augen waren rot von den vielen Tränen, ihre Lippen gereizt von der Magensäure. Nachdem sie sich einige Momente so angesehen hatte, trat sie näher an das Waschbecken heran und wusch sich erst die Hände, dann das Gesicht mit kalten Wasser. Es half ein wenig, auch wenn sie das schlechte Gefühl nicht mit dem Handtuch wegwischen konnte, mit dem sie sich abtrocknete. Noch einmal atmete sie tief durch, dann ging sie zur Tür und zog sie auf.

"Hallo, Chui.... entschuldige, bitte, ich wollte mir noch, ahm.... die Hände waschen."

Etwas nervös strich sie sich ein paar der vom Gesicht waschen feuchten Haarsträhnen aus der Stirn und versuchte sich erfolglos an einem Lächeln.

"Was gibts denn?"

Chui Offline

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Beiträge: 936

10.05.2005 22:32
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Eine zeitlang ist es einfach still. Chui ist allein mit ihren Spekulationen darüber, was Dany gerade denkt. Wahrscheinlich einfach darüber nach, wie sie die uneingeladene Besucherin am schnellsten wieder loswird. Sie braucht sich nur mal in ihre Vergangenheit zu versetzen... das letzte was sie gewollt hätte, wäre jemand gewesen der es mitbekommt, wenn sie weint. Nach einer Weile hat sie es einfach gelernt, dass es ihr einfach nichts hilft sondern nur noch alles schwieriger macht mit den anderen. Aber sie würde Dany gern helfen... wenn die sich helfen läßt. Wenn nicht, ist es besser, schnell wieder einen Rückzieher zu machen.

Es tut sich was, drinnen, und Chuis feine Ohren lauschen alles mit. Aufstehen... verharren... Wasserhahn... Handtuch. Ja, beim Einschlafen ist das wirklich nicht leicht mit ihrem Gehör, aber sie hat sich im Laufe der Zeit daran gewöhnt, dass es nie wirklich leise ist. Wenn es keine allzu alarmierenden Geräusche gibt, kann sie recht gut schlafen. Momentan aber horcht sie, weil sie ja sonst nichts tun kann, und erhebt sich ebenfalls, als die Schritte zur Tür kommen.

Im Zimmer ist es dunkel, aber selbst ohne das aus dem Bad dringende Licht wäre es nicht dunkel genug, um zu sehen wie schlimm Dany aussieht. Und dass ihre Worte eine glatte Lüge sind. Was jetzt? Sie kann doch nicht einfach sagen 'Ich hab dich weinen gehört'. Sie versucht sich in einem scheuen Lächeln, das genauso mißglückt wie das von Dany. "Ich dachte... ich hätte was gehört." sagt sie, womit sie sich behutsam an die Wahrheit herantastet. "E-entschuldige, dass ich einfach so reingekommen bin... ich hab mir Sorgen..." (falsch! Ganz falscher Satz!) "ähm, und ich wollt dich noch fragen, weil ich mit Colum morgen ja Rohey besuchen gehe... und vorher will er mir noch das Gut zeigen wo er wohnt, das heißt uns, wenn du mitkommen willst." sprudelt sie hervor, zum Glück flüsternderweise, gerade noch für Dany verständlich.

Chui Offline

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Beiträge: 936

11.05.2005 00:50
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Chui hat ja keine Ahnung wie sie das hier jetzt richtig hinbekommen soll, aber wenn sie eines weiß, dann dass sie sich in voller Montur und mit Schwimmreifen und Schlauchboot in ein Fettnäpfchen von swimmingpoolgleichen Ausmaßen wirft, wenn sie jetzt fragt was da vorhin los war, oder Dany anderweitig darauf anspricht. Etwas schlägt der Mitschülerin mehr als schwer aufs Gemüt, aber Chui hält den Mund, so schwer es auch fällt. Ohne zu wissen was los ist, kann sie schließlich keine Hilfe anbieten. Und sie mag Dany, sie freut sich darauf, mit anderen Mädchen in eine Klasse zu gehen, die sie ansehen und lächeln anstatt pikiert wieder wegzuschauen. Sie wird einfach tun, was sie kann und dabei behutsam sein.

Daher lächelt sie leicht und nickt, als Dany die Kinder erwähnt. Das ist ein gutes Thema. "Ja genau." sagt sie mit einer Ahnung ihrer freudigen Aufregung wegen des Ereignisses. Und nicht nur deswegen. Etwas ist immer noch da, von dem Schub von gestern abend, und macht sich hin und wieder bemerkbar. Natürlich kommt da noch der Colum-Faktor hinzu und sorgt dafür, dass die grundsätzlich gute Laune dieses Mädchens mit den Katzenaugen gerade kaum zu erschüttern ist. "Es sind zwei wunderhübsche Mädchen, hat Colum gesagt." muß sie einfach diese wichtige Neuigkeit schon im Voraus weitergeben.

Sie folgt Dany mit dem Blick und dann auch in persona, als diese zum nächsten Bett geht und auch sie einlädt. Das erleichtert sie... wenn kein Rauswurf erfolgt wird sie wohl auch nicht über das Eindringen erzürnt sein. Sie setzt sich neben ihr hin und sagt auf die Anmerkung harmlos: "Er ist gestern nicht mehr weggefahren." Und nichtmal sie denkt sich jetzt viel dabei, lächelt nur innerlich über die Nacht zu zweit im Wohnzimmer. "Naja, die werden wohl alle da wohnen. Das Gut gehört seinem Vater, Ian McNara." Ich bin ihm nur einmal begegnet, aber er hatte genauso traurige Augen wie Colum später... dass mir das erst jetzt auffällt... ist denn der ganzen Familie was passiert?

Zwar wäre Chui wahrscheinlich ganz Feuer und Flamme für die Idee, mit Colum allein Zeit zu verbringen, aber deswegen die Einladung an Dany nur in der Hoffnung auszusprechen, sie möge sie ausschlagen, käme ihr nicht in den Sinn. Außerdem war es das Lächeln allein schon wert. Was auch immer die Kleine da im Badezimmer so fertiggemacht hat, sie scheint erfolgreich davon abgelenkt zu sein. "Okay.. danke." sagt sie nochmal erleichtert als ihr Eindringen ihr verziehen wird, dann überlegt sie. "Hmmm... eine Uhrzeit hat er nicht gesagt... aber er wollte gegen Mittag zu Rohey... davor zum Gut... und davor muß er noch mit seiner Krankenakte zu Dr. Grey. Ich schätze mal, so um Zehn... auf keinen Fall vor Neun." mutmaßt sie ein wenig im Zeitstrom herum.

Dany Offline

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Beiträge: 253

11.05.2005 11:44
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
"Heavenly und Liadan" murmelte Dany und dachte dabei an Liam's überglückliches Strahlen zurück. Wie sehr ihr ihr eigener Dad fehlte merkte sie immer dann, wenn sie sah, wie vernarrt ein anderer in seine Kinder war. Ob er sich wohl auch so gefreut hatte, als sie zur Welt gekommen war? Doch, das hatte er bestimmt. Sonst würde er ihr doch nicht zu jedem Geburtstag und zu Weihnachten immer etwas schicken und manchmal rief er ja auch einfach nur so an. Was, wenn er jetzt anruft und meine Mom ihm sagen muss, dass ich gar nicht mehr da bin? Immerhin wusste sie, wie froh ihr Dad darüber war, dass sie kein Mädchen war, das mit Barbiepuppen spielen wollte und immer gleich weinte, denn so konnte er bedeutend mehr mit ihr anfangen und Dany freute sich immer, wenn sie mit ihm über die Dinge sprechen konnte, die ihn genauso interessierten wie sie. Ja, die Kinder waren wirklich ein gutes Thema gewesen und abgelenkt von ihrem Gemütszustand von vorhin lebte Dany schliesslich auch wieder etwas auf.

"Ich denke, spätestens um sieben werde ich ohnehin wieder wach sein, lange schlafen konnte ich noch nie wirklich."

Sie freute sich jetzt schon auf den Ausflug und war gespannt, wie es auf dem Gut war. Dany war ein absolutes Stadtkind. Zwar ging es nicht so weit, dass sie die Annahme hegte, Milch entstünde durch ein weisses Pulver, das man mit Wasser mischt, aber dass Menschen dafür hart arbeiten mussten, dass die Hausfrauen bequem im Supermarkt einkaufen konnten, das war ihr noch nicht ganz bewusst. Sie hatte keine Ahnung, was es genau auf so einem Gut war, aber genau deswegen freute sie sich ja darauf, dorthin mitfahren zu dürfen, denn sie war sehr neugierig darauf.

"Ich überlege gerade, was wir Rohey als Geschenk mitbringen könnten. Denkst Du, es wachsen irgendwo hübsche Blumen, die wir ihr pflücken können?"

Chui Offline

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Beiträge: 936

12.05.2005 00:58
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Chui stutzt als Dany zwei Worte sagt die wohl Namen sein könnten... und durchaus auch für neugeborene Zwillingsschwestern. Sie wußte das also schon. Warum auch nicht, wird sie halt mit jemandem von den Lehrern geredet haben, es ist schließlich kein Staatsgeheimnis. Heavenly und Liadan also. "Hübsche Namen." bemerkt sie und sieht Dany dabei an, leicht fragend, ob es denn wirklich die Namen der Kinder sind. Manchmal vergißt sie halt, dass ihre Blicke und ihre Mimik nicht so leicht zu deuten sind.

Sie lächelt und nickt zu den Schlafzeiten. "Geht mir genauso." sagt sie. Dass sie dennoch gern bis zum letzten Moment liegenbleibt und meist Nachmittags noch ein Nickerchen einlegt liegt daran, dass sie des Nachts gern in der freien Natur herumtobt und die Zeit vergißt. Das kann sogar soweit gehen dass sie durchmacht wenn sie am nächsten Tag in die Schule muß, was ihren Schulnoten damals alles andere als förderlich war. Diesmal, so hat sie sich vorgenommen, will sie das besser alles unter einen Hut bekommen.

Da das Heim in einer ländlichen Gegend stand, hat sie wohl ein wenig mehr Ahnung davon wie Gras zu Milch wird und was zuviel Regen für die Felder bedeutet, vor allem kannte sie jede Scheunenkatze in drei Meilen Umkreis mit Namen. Natürlich macht sie das keineswegs zur kompetenten Bäurin, aber Erntehilfe für einen kleinen Zuverdienst bei einem Bauern der sogar Mutanten einstellt war schonmal drin. Dany ist nicht die einzige, die schonmal gespannt ist, wie es auf Colums (eigentlich ja Ians, aber an den denkt sie nicht halb so oft...) Gut aussieht. Die nächsten Worte der Zimmerinhaberin überraschen sie wieder. "Oh... ja, bestimmt." Schließlich ist August. "Das ist ne tolle Idee. Das machen wir." lächelt sie.

Dany Offline

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12.05.2005 16:55
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Chui's Mimik konnte sie wirklich nicht so recht deuten, aber die Frage in ihrer Stimme, die hatte sie nicht überhört.

"Schön und ungewöhnlich, ja."

Sie lächelte vor sich hin und dass sie das tat, war erstaunlich, denn eigentlich war ihr alles andere als danach und sie sah auch nicht so aus, als würde es ihr leicht fallen. Dennoch kam es tief aus ihr heraus und drückte die Freude aus, die sie so leicht für andere empfinden konnte. Missgunst und Neid waren dem burschikosen Mädchen seit jeher fremd, im Grunde war sie viel zu lieb für diese Welt.

"Als ich heute Morgen wegen der Krankenakte bei Doktor Grey war, waren Liam und Miss Stone auch dort. Sie haben sich...." wegen Liam's Auto gestritten, das Carol zu Schrott gefahren hat. "....unterhalten. Und dabei hat Liam erwähnt, dass Rohey ihre Kinder zur Welt gebracht hat und hat auch erzählt, wie sie heissen."

Sie war unglaublich erschöpft, ihre Speiseröhre brannte und ihre Lippen fühlten sich an, als hätte sie zu stark darauf gebissen und dann etwas Salziges gegessen. Ihre Augenlider schwer an und wie es in ihr drinnen aussah, das wollte sie gar nicht erst überdenken. Der Krieg, den ihr Gemüt ausfocht, machte ihr zu schaffen und doch konnte sie sich nicht überwinden, irgendetwas dazu zu sagen. Nicht einmal zu fragen, ob Chui für sich behalten würde, was sie da mitbekommen hatte. Einfach nicht daran denken, es verdrängen und vergessen. Kurz dachte sie an ihren Traum, daran, dass sie den herabbaumelnden Arm immer wieder sah. Dann wischte sie alles mit einem Lächeln fort.

"Rohey wird sich bestimmt freuen. Ich bin gespannt, wem die Kleinen ähnlich sehen.... hast Du eigentlich schon einen Treffpunkt mit Colum ausgemacht? Sonst komme ich morgen früh einfach runter ins Erdgeschoss und halte nach Euch Ausschau."

Chui Offline

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12.05.2005 18:58
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Das Katzenmädchen nickt auf die erste Feststellung und hört zu, wie Dany von den Namen erfahren hat. "Liam, ja... er ist bestimmt glücklich." sagt sie mit weichem Unterton. Sie könnte sich jedenfalls kaum vorstellen, dass er das nicht ist. "Ähm... einen Treffpunkt haben wir nicht. Ich denke, wir werden uns unten irgendwo treffen, genau. Wir werden uns schon finden." Da zeigt sie sich optimistisch, schließlich hat sie von allen die besten Chancen, irgendwen zu finden.

Chui läßt sich keinen Augenblick darüber hinwegtäuschen, dass Dany eigentlich gar nicht so gut drauf ist... sicher, sie konnte ihr vielleicht einen Moment Ablenkung verschaffen, vielleicht sogar ein wenig aufmuntern, zumindest würde sie sich das wünschen, aber eigentlich hätte sie gar nicht erst so lange dableiben sollen. Sie ist ja auch nur noch da, weil Dany sie mit einer Geste eingeladen hat, jetzt aber beschleicht sie das Gefühl, dass es langsam an der Zeit ist, zu gehen. "Okay, ähm... dann lass ich ich besser weiterschlafen." sagt sie leise und erhebt sich vom Bett. "Schlaf gut, ja? Bis morgen..."

Dany Offline

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12.05.2005 20:57
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Weiterschlafen. Konnte sie das überhaupt? Ihr Magen zog sich immer noch zusammen und rumorte, aber es fühlte sich nicht so an, als müsste sie sich noch einmal übergeben. Da war nun ohnehin nichts mehr drin, das sie hätte ausspeien können. Dany strich sich die strubbeligen Haarsträhnen aus der Stirn und nickte, während sie seitlich zu Chui sah.

"Ja, schlafen wäre wirklich gut."

Wenn nur die Träume nicht wiederkamen. Eigentlich hatte sie keine Probleme mit Albträumen, jeder träumte mal schlecht, aber in Verbindung mit den Erlebnissen des vergangenen Tages waren die Bilder, die sie im Schlaf heimsuchten, einfach nur schrecklich und sie wusste nicht, wie sie das alles wegstecken sollte. Immer wieder sagte sie sich, dass sie doch gar nicht betroffen war, dass sie den Mann, der gestorben war noch nicht einmal kannte und trotzdem fühlte sie sich hundeehlend.

"Danke, dass Du Bescheid gesagt hast, Chui."

Sie lächelte dem Katzenmädchen aufrichtig zu. Auch wenn sie sich nicht gut fühlte, freute es sie sehr, dass sie ihr Bescheid gesagt hatte. Diese Ablenkung würde ihr gut tun, dessen war sie sich sicher.

"Schlaf Du auch gut.... und bis morgen dann."

Chui Offline

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Beiträge: 936

12.05.2005 22:19
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Nach allem was Chui sich denkt (und wohl irgendwie unterbewußt wahrnimmt) wird es für Dany nicht allzu leicht mit dem Schlaf... aber ihr fällt nichts ein, was sie da tun könnte. Sie ist hier nur zufällig hereingestolpert, und genauso stolpert sie auch wieder heraus. Nicht gerade zufriedenstellend, aber in den Sekunden, die sie bis zur Tür braucht, kommt ihr auch kein zündender Gedanke. Heute Nacht ist wohl nichts mehr zu machen, wenn sie nicht frontal werden und endgültig in Danys Privatsphäre einbrechen will. Und das ist einfach nicht ihre Natur.

"Keine Ursache." sagt sie noch leise und zieht die Tür auf, nur einen genügend großen Spalt dass sie hindurchpaßt (also nicht mal halb offen). "Und..." wenn du mit jemand reden willst... Nein, der Mut verläßt sie schon beim ersten Wort. Möglicherweise verharrt ihr Blick aber noch lange genug auf der (in ihren Augen) irgendwie verloren wirkenden Dany, damit diese sich den Rest selber denken kann. "Bis morgen." flüstert sie nochmal, dann huscht sie hinaus und schließt leise die Tür.

Dany Offline

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12.05.2005 22:42
[04.08.2005] Dany's Zimmer Antworten
Dany sass noch Minuten lang auf dem Bett und betrachtete die Tür, die sich ja doch nicht mehr bewegte. Chui's Blick hatte alles gesagt und liess doch viele Fragen offen. Hätte sie sie nicht doch darum bitten sollen, niemandem etwas von dem zu sagen, was hier geschehen war? Es war ja nicht schlimm, es war ihr nur fürchterlich unangenehm und sie wollte nicht, dass irgend jemand von ihr dachte, sie sei krank. Sie war nur.... verwirrt, durcheinander, verloren, aber das würde sich wieder legen. Schliesslich atmete sie leise auf und liess sich nach hinten auf das Bett sinken. Es hatte ihr gut getan, dass einfach jemand da gewesen war und sie schätzte Chui nicht so ein, dass diese gleich brühwarm weiter plapperte, was sie mitbekommen hatte.

Sie hätte sich gerne bei dem Katzenmädchen bedankt, aber die Chance hatte sie verpasst. Morgen war ja auch noch ein Tag. Ihre Gedanken kehrten zurück zu Liam, zu Rohey und den Zwillingen, sie fragte sich, ob die Eltern denn auch eine Gabe besassen und ob diese an Kinder vererbt werden konnten. Vielleicht sollte sie einmal Doktor Grey oder Carol dazu befragen, vielleicht wusste das eine von den beiden Frauen. Wie sie so nachdachte, bemerkte sie gar nicht, wie müde sie noch immer war und schliesslich überfiel sie der Schlaf, ohne dass sie sich zurück in ihr eigenes Bett bewegen konnte. Kalt war ihr trotz ihrem Zustand nicht und sie hatte das Glück, dass sie den Rest der Nacht tief schlafend und ohne Albträume verbrachte. Die Freude auf etwas Schönes konnte manchmal so viel bewirken.

~tbc: Ab in den nächsten Tag

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