Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Carol stand am Fenster und schaute blicklos in die Weite. Eigentlich sah sie gar nicht richtig was draußen war. Ihr ging das Gespräch mit Ro nicht aus dem Kopf und auch ihre derzeitige Situation sauste als Problem durch ihre Gedanken. Dazu die Schmerzen bei jeder Bewegung.
Sie musste an Geld kommen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, wenn sie sich die ersten neuen Sachen gekauft hatte, würde sie den ersten Schritt getan haben um sich ein neues Leben aufzubauen.
Ms Munroe schien das nicht verstanden zu haben und nun lief sie mit ihren Klamotten rum.
Die Zurückweisung war schmerzhaft gewesen und hatte nur ein eisiges Verschließen zur Folge.
Der Brief an Ms Munroe war schnell geschrieben und sie war fest entschlossen, an der Sache mitzuwirken. Am liebsten würde sie Eckhardt selbst den Hals umdrehen.
Irgendwie sah sie kein Licht am Ende des Tunnels.
Sie drehte sich um und ließ ihren Blick durchs Zimmer schweifen. Was nun?
Ein kurzer Spaziergang sollte sie ins Erdeschoss führen in die Küche. Aber schon eine halbe Stunde später war sie zurück und verschloss die Tür hinter sich und drehte auch den Schlüssel rum.
Dann setzte sie sicha auf ihr Bett und ließ die halbe Stunde Revue passieren. Sie war wütend gewesen und hatte eine Tassen zerdeppert. Und sie hatte einiges gesagt, was sie vllt. doch nicht so gemeint hatte... aber nun war es zu spät und der Bruch nicht mehr zu kitten. Vllt. war es besser so als immer zu warten, ob da nicht etwas zurück kommt, was dann doch nicht ist. Und wie sie ihm gesagt hatte, sie war nicht der Typ, der im stillen vor sich hin leidet.
Still liefen ihre Tränen über die Wangen und letztendlich legte sie sich auf ihr Kissen und starrte an die Wand.
Nach einigen Stunden, die sie die Wand angestarrt hatte, richtete sie sich auf und holte nochmal tief Luft. Es nützte nichts, Tränen würden es auch nicht ändern, dass sie Kassander verloren hatte.
Hatte sie ihn eigentlich jemals besessen? Ok, er war von Anfang an ehrlich zu ihr gewesen und hatte ihr gesagt, dass er ihr nicht das zurück geben konnte, was sie erwartete. So war das eben, wenn plötzlich drei Personen im Spiel waren und nicht zwei, wie es normalerweise war.
Sie stand auf und biss die Zähne zusammen als ihre geschundenen Knochen ihr meldeten, dass sie eigentlich noch bischen Ruhe haben wollten.
Aber sie musste sich ablenken, zuviel Grübeln schadete nur.
Warum nicht den Stier bei den Hörnern packen und das Ganze gleich klären.
Sie machte sich auf zu Ro´s Büro um die Fakten über ihren weiteren Verbleib und ihre Nützlichkeit zu klären.
Wenn sie schon hier wohnen bleiben würde, brauchte sie eine Beschäftigung. Um so eher kam sie zurück in ihr Leben, was mit einem heftigen Schlag in tausende Einzelteile zerbrochen war.
Ein kräftiger Schwapp kaltes Wasser sollte die letzten Tränenspuren tilgen und ein Strich mit den Händen brachte die braunen Haare einigermaßen zum liegen.
"Dann los, langes Aufschieben hilft nichts." murmelte sie leise ihrem Spiegelbild zu.
Also drehte sie sich um, lief zur Tür und machte sich auf den Weg zu Ro´s Büro.
Carol hatte Dany noch nachgesehen, als sie aus der Küche verschwand und war dann in ihr Zimmer zurück gegangen. Die Bücher lagen noch auf dem Tisch und sie betrachtete sie nachdenklich, ließ sie dann aber liegen und packte sich ins Bett.
Mit Wucht kamen die Schmerzen zurück und zeigten ihr, dass alles erst am Morgen geschehen war und sie noch lange nicht so fit war, wie es ihr das Adrenalin vorgegaukelt hatte.
Aber ein Anfang war gemacht, die Verwaltung lag in ihren Händen und sie würde alles tun, was möglich war, um Ro zu entlasten.
Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu Kass. Sie würde versuchen, dass ganze auf freundschaftlicher Basis laufen zu lassen. Ob das allerdings klappen würde, stand auf einem anderen Blatt. Aber wer konnte schon etwas für seine Gefühle.
Die Verletzungen forderten ihr Recht und langsam fielen ihr die Augen zu.