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Vollständiger Name: Dorian Gabriel Hayward
Spitzname: Poseidon
Codename: keinen
Mutation:
Aquakinese: Lenken von Wassermassen, sowohl von Salz- als auch von Süßwasser
Aquagenese:
A) Er braucht einen gewissen Wasservorrat, um Wasser zu erschaffen, was nicht heißt, dass er eben dieses Wasser als erschaffenes Wasser nutzt - sondern das Wasser in seinem Körper lediglich als Energiequelle dient, die für die Wassererschaffung notwendig ist.
B) Dorian benötigt natürlich ein Umfeld (sprich: genug Luftfeuchtigkeit), das es ihm erlaubt, Wasser zu erschaffen. In einer Wüste z. B. würde er kaum genug Wasser erschaffen können, selbst wenn sein eigener Energievorrat dazu ausreichen würde.
Alter: 27
Geburtstag: 12.10.1977
Geburtsort: Nairn/ Schottland
Beruf: Arzt für Humanmedizin und Mutationsbedingte Veränderungen
Aussehen: Dorian ist recht schlank, irgendwie auch schmächtig zu nennen, obwohl er sportlicher Betätigung nicht abgeneigt ist.
Haarfarbe: dunkelblond
Augenfarbe: wasserblau
Besondere Kennzeichen: Das Blau seiner Iris ist meist in Bewegung, so wie die Gezeiten des Meeres, manchmal wirkt es sogar schäumend. Im Nacken trägt er einen eintätowierten Zahlencode, von dem er nicht weiß, was er bedeutet.
Charakter: Er hat ein ruhiges, meist sehr ausgeglichenes Wesen und legt großen Wert auf korrektes Benehmen. Zudem tritt er immer sehr gepflegt auf und achtet auf sein Äußeres.
Vorlieben: Dorian liebt das Meer, aber auch jede andere Art von Gewässer.
Abneigungen: Gerüchte kann er nicht leiden, ebenso wenig Vorurteile und Intoleranz. Dorian ist ein Idealist.
Hobbies: Natürlich geht Dorian gern Schwimmen, denn Wasser ist sein Element. Er verträgt Salz- wie Süßwasser, wenngleich er das Meer bevorzugt.
Freunde: Er ist nicht wirklich zurückgezogen, geht sogar auf Menschen offen zu – als Arzt ja unabdingbar. Dorian hat keine Berührungsängste, aber dennoch scheint er sich schwer zu tun, Kontakte zu knüpfen, aus denen Freundschaften werden könnten.
Familie: Vater: Thomas Dorian Hayward, Mutter: Helen Beatrice Hayward
Geschichte:
„Wenn ich mich an die Tage meiner Kindheit erinnere, so ist es wie ein Schleier, der über allem liegt. Nicht, dass mir meine Kindheit nicht gefallen hätte – jedenfalls nicht, soweit ich mich daran erinnern kann –, doch ist mir zuweilen so, als hätte nicht ich diese Zeit erlebt, sondern ein anderer. Ich war ein Kind, das nie gern auf hohe Bäume kletterte, auch kann ich mich nicht erinnern, dass ich je auf einem hohen Turm gewesen bin. Meine Eltern lebten in einem Vorort von… lassen Sie mich nachdenken… ja, von Nairn und direkt an der Küste. Es war eines dieser Häuser, die heutzutage die Touristen fotografieren – Sie wissen schon, diese bunten Häuser, die wie Soldaten in einer Reihe an der Küstenstraße stehen und vor allem vom Meer aus nett anzusehen sind. Nun, wir Kinder waren jedenfalls so gut wie jeden Tag bei den Felsen am Strand und haben uns die Zehen an den scharfen Steinen aufgeschlagen und Treibgut zurück ins Meer geworfen. Aber Sie wären erstaunt, was der Ozean so alles wiedergibt, wenn er es lange genug blank geschliffen hat.
Als ich dann älter wurde, half ich einigen Seeleuten auf einem Fischkutter, obwohl ich diese Arbeit gehasst habe. Grinsen Sie nicht, aber manchmal habe ich die Fische sogar zurück ins Meer geworfen. Ich empfand es als bestialisch, dem Ozean in solch großen Mengen das Leben zu rauben; ihm den Atem zu nehmen. Aber lassen Sie mich fortfahren, bevor ich allzu sehr abweiche. Irgendwann suchte ich mir Arbeit im Inland, was sich als nicht sonderlich leicht herausstellte, denn zu dieser Zeit herrschte überall Arbeitslosigkeit. Ich muss ungefähr 15 Jahre alt gewesen sein, als ich in dieser Leichenhalle anfing. Anfangs nur als Laufbursche und für das Herumreichen von mir damals unbekannten Gerätschaften. Es war Dr. Adam Lewis, der mein Potential für die Medizin erkannte, noch bevor ich es selbst zu erkennen glaubte. Ich erinnere mich, wie es damals zu einer großen Diskussion kam, als eben dieser Mann – den ich heute als meinen großen Mentor ansehe – mit meinen Eltern sprach, um mir ein Studium in der Medizin zu ermöglichen. Adam Lewis war nicht nur ein Mann von äußerst erstaunlichem Fachwissen, sondern auch ein Mensch, den zu schätzen und zu bewundern keiner leugnen konnte, der ihm je begegnet war.
Aber ich habe vorgegriffen, denn meine Mutation äußerte sich in eben dieser Zeit, als ich in der Leichenhalle anfing. Ich konnte Wasser die Wände hinauf rinnen lassen – sehr zur Belustigung auf der einen Seite und zur Verteufelung auf der anderen. Seit damals sagt man mir den Spitznamen Poseidon nach. Später, als ich auch mit Lebenden in medizinischer Hinsicht zutun hatte, konnte ich den Wasserhaushalt eines Körpers exakt bestimmen und etwaige Diagnosen auf Wassereinlagerungen stellen. Vor einigen Jahren im Sommer dann starb meine Mutter an Krebs und mein Vater folgte ihr nur wenige Monate nach. So ist das mit alten Leuten, nicht wahr? Ich finde es seltsam, doch die Trennung durch den Tod können nur wenige Paare über eine längere Zeit hinweg verkraften. Jedenfalls… ich glaube, ich habe dieses Haus an der Küste verkauft. Ja, Sie runzeln zu Recht die Stirn, aber ich weiß es nicht mehr genau. Vor zwei Jahren hatte ich einen Autounfall, bei dem Teile meines Gedächtnisses ausgelöscht wurden, und wenn ich heute an die Küste fahren würde, könnte ich nicht einmal sagen, welches Haus es war, in dem ich aufgewachsen bin.
Im Moment arbeite ich im Genforschungslabor von Inverness und, Mr. Haynes, sollte dort irgendetwas vorfallen, so gehen Sie mit meiner Einverständniserklärung zu jenem Bankfach, das ich Ihnen nannte. Jedoch nur, wenn ich zum nächsten Treffpunkt nicht erscheine. Wollen Sie meinen Kaffee? Ich muss jetzt leider weiter…“
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