Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Cathy wartete auf Padraig, so wie sie es mit ihm abgemacht hatte: Unter einem der Bäume, im kühlen Schatten.
Julie hatte sie heute auf der Krankenstation getroffen und gleich mit eingeladen... ob diese nun allerdings auch kommen würde... Cathy hoffte es... es konnte ihnen beiden nur helfen... und dass Padraig ihr das hier alles anbot, um ihr zu helfen, rührte sie tief...
Pad wartete schon einige Zeit ruhig auf die beiden. Er war gespannt, ob Julie auch kommen würde, während er bei Cathy davon überzeugt war. Als er sie kommen sah, nutzte er eine der Techniken, damit sie von ihm keine Emotionen würde wahrnehmen können. Es kostete ihn Kraft dies zu tun und war auch kein Automatismus wie der Block gegen Telepathie. Leise verharrte er an seinem Platz und beobachtete sie. Er würde noch ein paar Augenblicke warten, und schauen, ob Julie auch kommen würde. Und wenn auch sie ihn nicht spüren konnte, dann sollte den beiden das schon zeigen, dass die Techniken zumindest in eine Richtung funktionierten.
Julie war Cathys Einladung natürlich gefolgt, hatte jedoch noch keinen blassen Schimmer, was sie hier erwarten würde. Es dauerte nicht lange bis sie sich aufmachte zu der Stelle, die Cathy ihr beschrieben hatte.
Aus kurzer Distanz konnte sie schon zwei Gestalten erkennen und lächelte innerlich, dass sie Cathy und Paidraig erkannte.
Cathy hatte ihr nur etwas von einer Blockade erzählt und dass Paidraig bereit war ihnen zu zeigen wie das funktionieren könnte.
Endlich war sie zu ihnen dazu gestoßen und lächelte beide freundlich, doch etwas zurückhaltend an.
Cathy blickte Julie freundlich entgegen, dann runzelte sie die Stirn als sie sah, wie Julie's Blie sich hinter ihr fokussierte... sie wirbelte erschrocken herum... "Padraig!"
Ohne es zu bemerken, hatte sie den Gedanken ausgesprochen. Dann musste sie auf einmal losprusten... irgendwie war es schon lustig... da spielte der erwachsene Lehrer mit seinen kaum minder erwachsenen Schülern Verstecken! Cathy war auf einmla iweder gut gelaunt und blickte freudig der Unterrichtsstunde entgegen.
"Ich habe dich gar nicht bemerkt..." Komisch... eigentlich hätte ich ihn zumindest spüren müssen... naja, nach dem ganzen durcheinander gestern Nacht... wird wohl immer noch seine Auswirkungen auf mich haben...
Pad hörte Cathys Lachen und grinste sie daraufhin an. Wenn Julie nicht aus der Richtung gekommen wäre, dann hätte er sie beide überraschen können.
"Ich bin froh, dass ich Dich überraschen konnte, denn immerhin geht es bei diesem Training darum, dass ihr lernt mit den Emotionen, die auf Euch einstürmen, umzugehen. Das war nur eine kleine Demonstration, die natürlich von der Wirkung her nicht das ist, was ihr braucht. Aber worum es dabei wirklich geht ist der Focus auf sich selbst. Zu Wissen, was die eigenen Gefühle und was die der anderen sind. Und deshalb werde ich euch auch einige Meditations- und Konzentrationsübungen zeigen, die Euch helfen können. Zumindest hoffe ich das." Er bedeutete den beiden ihm zu folgen. Sein Weg führte ihn zu einer kleinen Lichtung im Wald, die er während der Mittagszeit entdeckt hatte. Soweit er es überblicken konnte, war hier schon seit Tagen, außer ein paar Tieren, niemand mehr gewesen.
"Ihr werdet erst einmal an solchen abgelegenen Orten lernen, Euch zu konzentrieren. Hier seit ihr ziemlich sicher vor heftigen Emotionen und das dürfte gerade für den Anfang sehr vorteilhaft sein."
Auch für Julie war es ungewohnt keine fremden Gefühle zu empfangen, denn von Cathy wurden ja auch teils ihre eigenen zurück geworfen.
Julie folgte Paidraig brav und sah sich auf der Lichtung um. "Wow, es ist schön hier!", sagte sie leise.
Dann sah sie Paidraig fragend an. Wenn sie ehrlich war hatte sie ein klein wenig Angst, aber auch Respekt, vor dem Mann, der vor ihr stand.
Cathy nickte Julie noch einmal aufmunternd zu. Dann schenkte sie Padraig ein strahlendes Lächeln, ließ sich in den Schneidersitz nieder und atmete tief durch:
Tschschschschsch...
Sie schloss die Augen. Konzentrierte sich ganz darauf, mit jedem Atemzug ihr Gefühle hinauszutreiben, aus dem Körper zu verbannen... einen fast gefühlslosen Zustand einzunehmen...
Padraig musste über den Cathys Eifer schmunzeln. Sie wußte gar nicht, welche Techniken er ihnen zeigen wollte. Irgendwo hatte sie wohl gehört oder gesehen, dass Meditation nur auf diese Weise funktionieren konnte. Diesen Fehler machten die meisten Menschen.
"Sag mir bitte, Cathy, wenn Du soweit bist, dass ich mit dem Unterricht beginnen kann." Seine Stimme klang freundlich und auch die Gefühle, die die beiden nun wahrnehmen konnten, waren angenehmer Art.
"So, Julie, setz Dich bitte mit dem Rücken zu Cathy und beobachte den Baum vor Dir. Und Cathy, Du wirst Dich ganz intensiv in Julies Gefühle dabei vertiefen."
Wahrscheinlich würde sie diese Übung sehr verwirren, immerhin wollten sie ja lernen, Gefühle der anderen draußen zu halten. Doch war dies ein Teil der Konzentrationsübungen.
Cathy nickte zögernd, aber zu Julie und Pad hatte sie Vertrauen.
Ihre eigenen Gefühle schienen für sie selbst zu verblassen... Aufregung, Freude, Freundschaft, Interesse, eine Prise Angst vor dem Unbekannten... Vertrauen...
Dann begannen ihre Gedanken auch schon in den Gefühlen Julie's zu suchen...
Julie setzte sich hin und sah den Baum, der wenige Meter vor ihr stand.
Es war seltsam für sie, dass jemand in ihren Gefühlen herum schlich, selbst wenn es Cathy war, und sich darauf konzentrierte.
Jedoch blieb sie ganz ruhig sitzen, und versuchte darauf zu achten. nicht etwas bestimmtes zu fühlen, oder zu denken.
Cathy drang in Julie's Emotionen ein, war sich der Intimität dieser geistigen Berührung bewusst und tastete mit vorsichtigen mentalen Fingern durch Julie's Gefühlswelt...
Padraig sah, dass sich Julie aber auch Cathy etwas verkrampften.
"Bleibt ruhig, diese Übung soll Euch helfen, Euch auf Eure Gefühle zu konzentrieren und dadurch die Gefühle der anderen ignorieren zu können."
Es klang vielleicht paradox, aber gerade die Gabe gezielt in den Gedanken oder Gefühlen anderer suchen zu können, erleichterte die eigene Abschottung vor dem auf einen Einstürzen der außenseitigen Impulse. Zumindest hatte Fiona das gesagt und er vertraute ihr in diesen Dingen.
Alleine für ihren Tod musste er Kevin zur Strecke bringen.
Cathy war zwar tief in Julie's Emotionen versunken, doch die Intensität der Gefühle Padraigs drangen bis zu ihr.
Erschrocken zuckte sie aus Julie's Kopf zurück. Verkrampfte kurz und blickte Pad erschrocken an.
Verschämt schloss sie den Mund.
"Entschuldigung, ich war unkonzentriert..."
Dann versenkte sie sich weiter in Julie's Gefühle, bis sie erneut nichts mehr um sich herum mitbekam. Langsam versuchte sie sich dabei zu entspannen... sie spürte Julie's Verkrampfen... und wie ihre Freundin dann voller Vertrauen locker ließ...
Auch Julie war aufgeschreckt. Sie hatte Cathy in ihren Gefühlen gespürt und als diese so je aus ihren Gedanken verschwunden war, zuckte Julie zusammen und wurde unsicher.
Sie drehte sich kurz zu ihr um und sah dann zu Paidraig.
Es war alles in Ordnung, also setzte sie sich wieder mit dem Rücken zu Cathy und atmete tief ein. Zuerst war sie wie immer etwas unsicher, aber dann beruhigte sie sich und konzentrierte sich wieder auf den Baum und dachte über die Situation nach und freute sich, in der Schule zu sein, aber ebenso machte sie sich Sorgen um Elayne...
Padraig beobachtete die beiden. In vielerlei Hinsicht war ihre Gabe wohl eine der gefährlichsten überhaupt. Er wusste, dass selbst er sich nur sehr schwer, trotz des jahrelangen Trainings und Psychoblocks, gegen ihre Fähigkeit würde wehren können. Sollten ihre Kräfte mit ihnen durchgehen, dann war ein absolutes Gefühlschaos vorprogrammiert. Und die Gefahr bestand, dass vielleicht einmal eine Manipulation in eine sehr depressive Richtung ging oder jemanden in Raserei versetzte. Natürlich waren auch die Gefahren für die beiden nicht außer Acht zu lassen. Schizophrenie, Depression, Gefühlskälte, es gab unzählige Gefahren, und nur, wenn sie lernten mit ihrer Kraft umzugehen, würden sie eine Chance haben.
Die ganze Zeit versuchte er seine eigenen Gefühle zu kontrollieren, doch irgendwann begann er sich in ein Gefühl hereinzusteigern. Es war ein fröhliches Gefühl, eines, dass einen zum Lachen animierte. Jetzt würde er sehen, ob Cathy sich genügend auf Julie konzentriert und ob diese wirklich mit der Konzentration beim Baum war.