Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Malcom konzentrierte sich auf die Straße. Die Straßenbeeuchtung war ziemlich schlecht, nachdem man Inverness verlassen hatte un sich auf der gewundenen Landstraße befand.
Bald verblassten die Lichter von Inverness im Rückspiegel.
Tasha hatte sich auf die Rückbank gelegt und schien zu dösen.
Gelbe Schilder kündigten Ortschaften an, aus denen man so schnell hinausgefahren war, wie man hineinfuhr.
"Ich bin Kanadier..." sagte er , nicht ohne einen hochgezogenen Mundwinkel in Marinjas Richtung "Montreal...ein kleines Kaff davor." er hatte diese klein ist die Welt-Stimme aufgelegt.
"Und mein Name ist Malcom..." warum auch immer er jetzt diesem Feuerteufelchen auf der beifahrerseite vertraute, es half ja nichts, weiter den Maskierten zu spielen.
Dennoch fragte er sich, ob er ihr helfen würde, wenn er sie den Mutanten 'auslieferte' oder nicht.
"Das du dort bleiben sollst, hatte ich nicht im Sinn. Ich dahcte nur...es würde dich mal interessieren, andere zu sehen...oder so." fadenscheinige Begründung. Er wusste selbst nicht, warum er das tat.
Sie sah die ganze Zeit über aus dem Seitenfenster, sah wie die Lichter an ihr vorbei rasten. "Malcom ... und sogar Kanadier ... ja, ja, die Welt ist klein", sie grinste leicht, sah dabei auch wieder in Malcoms Richtung. "Wieso tust du das? Du kannst doch solche wie mich ... also Mutanten ... nicht ausstehen, also warum? Aus reinster Nächstenliebe kann es wohl nicht sein. Ich hab diese Fähigkeit übrigens nicht erst seit ein paar Jahren. Meine Mutter sagte, ich hätte schon mit 4 Jahren meine Spielsachen eingeschmolzen. Danach sind wir aufs Land gezogen."
Wieder wollte sie einfach nur die Stille vermeiden, aber auch sie musste ab und zu schweigen, denn wann sollte Malcom sonst antworten.
Immernoch starrte er geradeaus auf die Straße, mittlerweile fuhren sie in einen kleinen Wald ein. Nur noch alle 100 meter war eine Laterne zu sehen.
"Warum mach ich das...?" wiederholte er Marinjas Frage
"Zunächst mal...ich kann nicht nur Mutanten nicht ausstehen...ich kann auch die meisten Menschen nicht leiden..." stellte er richtig.
"Vielleicht bring ich dich zu denen, weil ich weiß, dass es noch Schlimmere als mich gibt. Leute die nicht nur reden, sondern handeln...wie dieses andere..." er brach den Satz ab."Ich denke du bist besser dort aufgehoben, als auf dem Campingplatz, okay? Jedenfalls für die Zeit, in der du noch in Schottland bist. Lange ist das sowieso nicht mehr, hast du gesagt. Urlaub vorbei...zurück zur Familie."
Er stellte das Radio an, um die Stille, die sich gerad wieder ereignete zu übertönen. Sting sang from "Stolen Car"
"Sorry, dass ich dich vorhin ein Ausreisser-Kind genannt hab. Du wärst eben nicht die erste gewesen. Schön zu wissen, dass es noch intakte Familien gibt. Sogar in kanada. " er grinste kurz.
"Sorg immer dafür, dass irgendwer da ist, der sich um dich kümmert...und um den du dich kümmern kannst, klar? Das ist extrem wichtig. Niemals allein sein... Einsamkeit sucks..."
"Da bin ich ja beruhigt, dass du nicht nur Mutanten nicht ausstehen kannst." Sie sah ihn kurz an, wie er so verbissen gerade aus starrte. Ich hätte einfach nicht so übertreiben sollen.
"Die Anderen?" Diese Frage war fast so leise gestellt, dass Sting sie übertönte. Aber sie wiederholte sie nicht nochmal ... später vielleicht, wenn sie noch Gelegenheit dazu hatte.
"Intakte Familie ... ja, so könnte man es nennen, auch wenn meiner Mutter diese ständigen Umzüge langsam leid sind. Wir sind in den letzten Jahren immer weiter westlicher gezogen, aber ich glaub, mein Vater hat jetzt DEN Ort gefunden, denn wir sind schon seit ... wow, es sind jetzt schon 5 Jahre, nicht mehr umgezogen. Normalerweise zogen wir alle 2 bis 3 Jahre um."
Das mit der Einsamkeit überging sie. "Kannst du mir mehr über dieses Institut erzählen, was genau machen die da?"
"Wir sind auch aus Kanada weggezoigen, als ich zehn war...nach Boston udn später dann nach New York.
In den Moloch der Menschlichkeit. Hab dort die Schule beendet und bin Cop geworden."
er unterbrach sich. Genug von der Vergangenheit.
Er bog in eine kleine Seitenstraße ab und folgte dem Schotterweg durch den Wald.
Dann kam er wieder auf eine Landstraße. Am nördlichen Horizon konnte Marinja eine weitere Reihe dichter Nadelhölzer erkennen. Links und rechts säumten große Wiesen und Felder, die wahrscheinlich Schafherden tagsüber zum Futter dienten, den Weg.
" Naja, sie tarnen es als Schule für Hochbegabte, so ein Internat, wie es in Groß Britanien mehrere gibt.
Nur das die meisten Eltern davon wahrscheinlich nichts wissen.
Ausreisserkinder...Weggebene...wirst da ein echtes Unikat sein, Flämmchen." er schmunzelte.
"Drüben in den Staaten gab es so etwas ähnliches. Hat für viel Aufsehen gesorgt und wurde dann brav von der Regierung und dem Militär vertuscht."
Er schaltete Fernlicht ein und fuhr langsamer als ein Hase die Fahrbahn überquerte. " Was genau die da drin treiben weiß ich noch nicht. Aber ich bin mir sicher, sie belegen keine Hausarbeitskurse." Okay, das klang jetzt wieder sehr nach Verschwörungstheorien.
"Du bist Cop?" Irgendwie konnte sie sich nicht auf den Weg konzentrieren, dabei wollte sie sich diesen doch einprägen, falls sie wieder zurück gehen musste. Sie hätte nicht gedacht, dass es so weit weg ist, oder fährt der Kerl absichtlich Umwege?
"Eine Schule für Hochbegabte? Klingt interessant." Und dazu noch ein Internat ... ob dieser Patrick auch dorthin wollte, aber er sah nicht wie ein Mutant ... moment, du selbst siehst auch nicht wie ein Mutant aus. Also möglich wäre es wohl schon ... Sie schüttelte leicht den Kopf.
"Du glaubst doch nicht wirklich, dass die da drin über Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft sitzen." Bei sowas dachte sie immer an zwei kleine weiße Mäuse. Auch wenn sie selbst keinen Fernseher hatte, aber sie hatte so etwas schon mal bei einer Freundin - eine von sehr wenigen - gesehen.
"Du bist also ein Cop ... und warum arbeitest du nicht mehr als solcher?"
"Ich war ein Cop..." klärte er sie auf.
"Es ist was passiert...hat mich Marke, Frau und Tochter gekostet....und ne Menge Nerven." mehr würde er dazu nicht sagen, er würde nicht erzählen, dass er damals zwei offensichtlich unschuldige Mutanten erschossen hatte.
Sie fuhren in das nächste Waldstück und folgtem dem Pfad bis zu einem großen Gittertor, welches mitten im Wald lag.
Dort hielt Malcom an.
"Endstation...das ist das äußere Tor...ab hier gehört das Gebiet zum Inverness Institute. Hinter dem Zaun beginnt das Grundstück...ist echt groß."
Er stieg aus. Tasha hob nur kurz den Kopf, blieb aber liegen.
Malcom stand an der Motorhaube und rieb sich den Nacken.
"Wenn man dem beleuchteten Weg folgt, erreicht man ein zweites Tor und eine Mauer...da ist dann auch eine Klingel."
Weiter war er noch nie hineingekommen.
Marinja fragte auch nicht weiter, denn offensichtlich wollte er nicht über seine Vergangeheit reden und das akzeptierte sie. Als der Wagen hielt und Malcom ausstieg, schnallte sie sich ab und stieg ebenfalls aus, sah zum Tor.
"Glaubst du, dass um diese Zeit," sie warf kurz einen Blick auf ihre Armbanduhr, "noch jemand auf ist? Ich möchte ungern mitten in der Nacht da reinplatzen und sagen, Hallo, ich bin Marinja ... und ich bin ein Mutant ... so was wie bei den AA. Vielleicht wären wir doch besser im Hellen gefahren." Sie umklammerte ihre Tasche wieder etwas fester.
"Ich muss da wohl alleine rein, richtig?" Marinja sah immer noch zum Tor, versuchte das, was dahinter lag zu erkennen, aber sie konnte nicht viel sehen.
Oh Mann, auf was hab ich mich da nur eingelassen? Ich wollte doch eingentlich nur nach dem Ungeheuer aus Loch Ness forschen und eindeutig beweisen, dass es es nicht gibt ... oder falls doch, halt das Gegenteil, aber nun ... Mutanten. Naja, es kann ja nur besser werden. Und vielleicht darf ich bleiben, ich wüsste gern, wie ich meine Fähigkeit sinnvoller einsetzen kann. Ansonsten flieg ich zurück und versuche daheim meinen Abschluss zu machen, irgendwie kann man den Direktor bestimmt umstimmen.
Marinja machte einige zögerliche Schritte auf das erste Tor zu.
"Ja, schätze du musst da alleine rein..."
Malcom biss sich auf die Unterlippe, blieb aber beim Wagen.
"Kannst du klettern?"
Das Tor war nicht besonders hoch und mit Hilfe der Bäume kam man mit Sicherheit darüber.
"Dann...Alles Gute, Marinja...und falls da drin irgendwas nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast."
er gab ihr einen kleinen Zettel, auf den eine Nummer geschrieben war. "Komm ich und hol dich da wieder raus..."
Als er Marinja den Zettel übergab, konnte sie merken, das auch einige Pfundnoten unter den Zettel geklemmt waren.
"Klettern? Ich denke schon, aber wäre das dann nicht wie Einbruch? ... aber darin hab ich ja jetzt Übung" Sie grinste Malcom an. "Aber es macht doch bestimmt keinen guten Eindruck, wenn ich da einbreche ... gibts hier nicht schon ne Klingel oder sowas? Das ist doch ein großes Anwesen, sowas hat bestimmt Überwachungskameras" Sie blickte sich suchend um.
Als Malcom ihr den Zettel in die Hand drückte, sah sie ihn überrascht an. Sie spürte, dass es noch mehr war, als nur der Zettel und das verwirrte sie noch viel mehr. "Aber ..." Sie brach ab, dass hätte sie wirklich nicht von ihm erwartet. "Danke" sagte sie stattdessen und sie meinte es ehrlich. "Es tut mir leid, dass ich eben so 'hitzig' reagiert habe, normalerweise hab ich es unter Kontrolle."
Sie steckte den Zettel nebst Pfundnoten in ihre Tasche, strich sich die Haarsträhne aus dem Gesicht und trat entschlossen auf das Tor zu. Mit den Augen suchte sie weiterhin nach einer Klingel oder derartigem, womit sie sich bemerkbar machen konnte.
"Nichts zu danken...hast ja gesagt, deine Reisekasse ist nicht mehr so voll, ich weiß nicht was die hier für Gebühren haben." er shcmunzelte..." aber du versprichst mir, mich anzurufen wenn was schief geht."
Er verschränkte die Amre und sah ihr daei zu...
"Nope,. keine Klingel...nach zehn Uhr wird das hier abgeschlossen. Das nächste Tor, bei der Mauer hat eine Klingel und Kameras etc. Hier musst du einbrechen..."
"Und jetzt schwing dich darüber...sonts fang ich an sentimental zu werden."
"Ja, ich werde anrufen." Marinja lächelte und steckte dann ihre Tasche durch die Stäbe des Tors, sie würde nur beim klettern stören. Dann machte sie sich daran rüber zuklettern, auch wenn sie dabei kein gutes Gefühl hatte.
Hoffentlich gibts hier keine Hunde oder sonst irgendwas ... sowas kennt man doch aus dem Kino ...
Sie war schneller oben, als man denken konnte, aber sie war schon früher gerne geklettert und hatte es noch nicht verlernt. Beim Runterklettern spürte sie einen leichten Schmerz an der rechten Hand, den sie aber nicht weiter beachtete. Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, nahm sie erst mal ihre Tasche auf und drehte sich dann noch mal zur Straße um, um zu sehen, ob Malcom noch immer dasteht und sie beobachtete.