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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Inverness-Area
Rat Offline

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Beiträge: 41

25.06.2005 21:10
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Rat schnippste die Kippe von sich und traf einen vorbeigehenden Passanten, der seiner Empörung sofort Luft machen wollte, mit einem Blick in Rats Gesicht jedoch augenblicklich das Weite suchte. Gut für ihn. Die fängeartigen Eckzähne blitzten einen Moment auf, als er sich mit der Zunge darüber fuhr und von der Wand abstieß.

Marhaban... Willkommen. In dieser scheiß Stadt war ihm rein gar nichts willkommen. Die Leute widerten ihn an, das Wetter widerte ihn an und bis vor einigen Monaten hätte ihn rein gar nichts nach Schottland bringen können. Jetzt lag die Sache allerdings schon wieder ganz anders.

Leise summte er eine Melodie vor sich her und ließ den Blick langsam über die Gebäude schweifen. Wenn einer dieser Mutanten gestern verletzt worden war, dann wäre das Krankenhaus der erste Ort, an dem er sie suchen müsste. Sands hatte mal wieder die leichtere Aufgabe bekommen, aber der kleine Depp konnte Rat ohnehin nicht das Wasser reichen. Auf einmal bemerkte er einen etwa 7jährigen Jungen neben sich stehen, der zu ihm aufsah und die Tätowierungen musterte, die den Hals hinab verliefen und im Shirt verschwanden.

Rat bedachte ihn mit eisigem Blick, doch als der Kleine nur einen unbedeutenden Schritt zurück ging, schnellte Rats Hand vor und ergriff den kleinen Kiefer wie ein Schraubstock, wobei er das Kind wie eine Fliege zu sich hochhob.

"Pack dich!"

Die eisernen Finger öffneten sich ruckhaft und der Junge fiel vollkommen verängstigt auf den Asphalt, ehe er sich weinend aufrappelte und seinen Schulranzen schnappte, um fort zu rennen.

Kinder waren ihm lästig. Wie kleine Schmeißfliegen surrten sie um einen herum und hatten tausend Fragen, wenn man ihnen nicht das Maul stopfte. Rat verstand nichts von kleinen Menschen, er übersah sie ohnehin ständig. Aus dem Alter war er raus. Er überquerte die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten und zündete sich währenddessen eine Zigarette an. Das Hupen der Autos ignorierte er schlichtweg. Sein Ziel war das Krankenhaus.

Storm Offline

Besucher

Beiträge: 1.584

27.06.2005 23:19
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Dieser Tag hatte es wirklich in sich!
Nun ja, wenn man es genau bedachte, hatte es von Anfang an im Institut genug Arbeit für Ro gegeben.
So übermüdet wie heute hatte sie sich allerdings selten gefühlt. Konnte sie sich überhaupt an eine Zeit erinnern, in der sie... Ja, stimmt. Es gab eine Zeit, mit der sich Parallelen ziehen liessen, aber an die wollte sie genauso wenig denken, wie an den heutigen Tag.
Selbst der Jeep kam ihr heute schwerfällig vor, wie er sich durch die engen, verschlungenen Feldwege vor Inverness geschlängelt hatte - und vom zähfliessendem Stadtverkehr wollte sie heute gar nicht sprechen. Vielleicht kam es ihr auch heute nur so voll vor auf den Strassen? Vielleicht machten nur die Tränen es aus, dass sich die Strassenverkehrsteilnehmer so vielfach darin brachen.
Vielleicht gab es an Tagen wie heute einfach zu viele Vielleicht - Nein, es war sogar ganz sicher so.

Erst als der Motor des Wagens erstarb, wurde Ro bewusst, dass sie an ihrem Ziel angekommen war. Das Krankenhaus ragte grau vor ihr auf. Grau, genauso grau wie die Gesichter der Kinder in den Subs. Unweigerlich trieb ihr der Gedanke wieder die salzige Bitternis in die Augen, die sie versuchte fortzublinzeln.
Verdammt, mit ihrer Stimmung konnte sie Rohey einfach nicht besuchen. Das Mädchen war schon immer Gefühlen über einfach empfindlich gewesen. Seitdem sie schwanger gewesen war, schien sich Roheys Kraft nur noch um ein vielfaches verstärkt zu haben. Aber vielleicht war der Spuk jetzt ja vorbei.
Vielleicht, da war schon wieder ein Vielleicht. Vielleicht sollte Miss Munroe 'Vielleicht' aus ihrem Wortschatz streichen. Dort, wo das 'Nein' gerade wieder Einzug gehalten hatte.

Ein letzter Blick in den Rückspiegel. Sie wischte sich die Tränen fort und schüttelte langsam den Kopf. Einen Moment war ihr so gewesen, als hätte sie etwas wahrgenommen. Etwas, dass ihr einen kalten Schauer das Rückgrat hinab laufen liess.
Sie musste diese verdammten Bilder aus dem Kopf bekommen. So wurde das alles nichts.

"Na, herzlichen Glückwunsch!", murrte sie übellaunig, als sie sich über den Beifahrersitz lehnte und nach ihrer Tasche griff. Sie hatte die Geschenke für Rohey und die Kinder vergessen. Das hatte man davon, wenn man Superheldin spielen wollte und nebenbei noch ein anderes Leben führen.
Die Tür flog etwas zu wuchtig hinter ihr zu und Ro schloss den Wagen ab - ihre Gedanken waren jedoch Tage entfernt.
Sie war noch nie unachtsam gewesen - und heute hatte sie ihre erste Rechnung für ihre Unachtsamkeit zahlen müssen.
Sie war zu hoch gewesen, viel zu hoch!

Rat Offline

Besucher


Beiträge: 41

28.06.2005 00:21
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Helles Haar und dunkle Haut. Na, wenn das nicht sein Schoko-Vanille-Mix war. Da stieg sie aus und sah weder nach links, noch nach rechts. Armes Mutantenkind, so schnell tilgt dich die Erde von ihrem Antlitz. Eine Superheldin mit Superwachsamkeitsdefiziten. Rat jedenfalls empfand ihre Unachtsamkeit schon beinahe als persönliche Beleidigung. Wo waren sie denn hier?! Er war doch kein dahergelaufener Idiot. So war sie kein ernsthafter Gegner für jemanden wie ihn... und am liebsten würde er ihr geradewegs das Genick brechen und sie auf dem Asphalt liegen lassen.

Aber das war ja nicht Sinn der Übung. Lewis wollte diese afrikanische Wetterhexe für seine Experimente und Rat war es vollkommen gleichgültig, was mit dieser Frau passieren würde. Genauso wenig wie er Kinder leiden konnte, genauso sehr hasste er dieses schwache Geschlecht, das nur überlebensfähig war, weil es genug Idioten gab, die sich ihrer annahmen.

Während er auf sie zuging - sie hatte ihm sogar den Rücken gekehrt! - zog er das Chloroform durchtränkte Taschentuch hervor. Wenn das nichts half, würde er ihr einfach gleich das Genick brechen. Wer hörte schon auf Lewis? Dieser Typ war niemand, der ihm große Befehle erteilen konnte. Rat unterstellte sich nur solange, wie es ihm von Vorteil war. Er trat hinter sie.

Brutal hielt er ihr das Tuch gegen Mund und Nase - beinahe so, als wollte er sie vielmehr damit ersticken. Mit der anderen Hand drückte er sie an sich und stemmte dabei ein Bein zwischen ihre, so dass sie kaum die Gelegenheit hatte, wirklich zu einem Gegenschlag auszuholen (aber bei ihrem Elan, glaubte er ohnehin, kaum Gegenwehr zu erhalten). Sein Blick schweifte in der Umgebung, doch es war niemand da, der unmittelbar in ihre Richtung sah, was ihm ein diabolisches Schmunzeln auf die Lippen zauberte. Beinahe zeitgleich nahm er ihr die Wagenschlüssel ab.

Als sie in seinen Arm sank, schmiss er sie wie einen lästigen Sack auf die Rückbank ihres Autos, knallte die Tür zu und stieg auf der Fahrerseite ein. Nettes Fahrzeug. Er würde es behalten...

Mika Offline

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Beiträge: 810

02.07.2005 14:43
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Mika war nach der Ansage im Aufenthaltsraum des Instituts von dave gefolgt nach draussen gegangen und hatte den Weg in die Stadt eingeschlagen. Noch immer wirbelten mehr Gedanken in ihrem kopf herum, als irh selbst lieb war, und so schwieg sie gegenüber Dave. Sie racuhte ihre letzte Zigarette und sah dem Rauch nach, während er sich vor der Kulisse des wunderbar schottischen Grüns auflöste.

Sie lief scheinbar ziellos durch die Vorstadt in die Stadt selbst hinein, bis sie in ein Pub einbog und dort den Barkeeper ansprach, ob er Zigaretten da hätte. Eine andere Möglichkeit, sich welche zu beschaffen, gab es nicht, da sonntags die meisten supermärkte doch nur bis Mittag geöffnet hatten.Nach zwei Minuten tauschten Geld und Zigaretten ihren Besitzer, und Mika verließ mit einem doch eher zufriedenem gesichtsaudruck das Pub und sah Dave an.

"Brauchst du noch was? Ansonsten würde ich gerne nochmal zum Bahnhof, nen paar Sachen aus einem der Schließfächer holen..."

Der Blick aus Marylins hellen, grünen Augen schien imer noch verdunkelt durch ihre Gedankengänge.

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

03.07.2005 23:21
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Dave merkte, dass Mika sich ihre Gedanken machte, denn so still war sie sonst eigentlich nie. Doch obwohl er furchtbar neugierig war, was in ihrem kopf vorging, sprach er sie nicht darauf an. Wenn sie sich ihm mitteilen wollte so würde sie das schon von alleine tun. Irgendwann driftete er ab in seine eigenen Gedanken, über die Nachrichten, die Konsequenzen und alles... doch als er irgendwann merkte, dass er irgendwie nur "im KReis" dachte, sprich auf keine Lösung kam, weil das Ganze schlicht außerhalb seines Universums lag, gab er es auf und schüttelte die Gedanken ab.

Als sie in die Stadt gelangen änderte er seine grüne Hautfarbe, sodass er nun vollkommen normal aussah. Er seufzte leise und ein wenig genervt, als er merkte, wie ihm in der Fußgängerzone ein paar Mädchen hinterherkicherten. Wie jedes Mal, wenn ihm so etwas passierte, fragte er sich recht zynisch, ob sie ihn wohl auch so süß finden würden, wenn sie wüssten, wie er wirklich aussah. Doch er beschloss, dass es ihm egal war. Er würde sie nicht wiedersehen.

Als sie den Pub betraten schnürten sich seine Eingeweide kurz zusammen, Hier hatte er schon einmal mit Caitlynn gesessen, und damals war das Ganze recht turbulent verlaufen... bis er nach einer spektakulären Flucht im Institut gelandet war.

"Nein, ich brauch nichts," meinte er. "Gehen wir lieber zum bahnhof." Er grinste. "Da bin ich ne ganz lange Zeit rumgehangen, weißt du."

Mika Offline

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Beiträge: 810

04.07.2005 12:22
[06.08] Innenstadt - MARHABAN Antworten
Mika erwiederte das Grinsen halbherzig, während sie zum Bahnhof ging. Kurz betrachtete sie Daves Gestalt aus den Augenwinkeln, fragte sie, wie es ist, in der Öffentlichkeit nicht zeigen zu können, wie man war.

" Ich mag Bahnhöfe icht. zu viele Menschen, zuviel Hektik; auf Bahnhöfen denken die Leute immer nur an ihre eigenen egoistischen Ziele. Dafür, dass ich in ner Großstadt aufgewachsen bin, hab ich nen ziemliches Problem mit Menschenmassen."

Sie drückte die Tür zum Bahnhofsgebäude auf und ging auf die Schließfächer zu.Mka zog einen kleinen Schlüssel aus der Tasche ihrer Jeans, um eines der oberen Schlösser zu öffnen.Den Schlüssel stecken lassend, zog Mika einen dunkelblauen Schlafsack und eine Kapuzenjacke heraus. Diese Sachen hatte sie im Schließfach gelassen, da sie nicht zu den Nötigsten gehörten und Mika , wäre das Institut nicht das gewesen, was sie vermutet hatte, sowieso zum Bahnhof zurück gemusst hätte.

Den Pullover um den Schlafsack gebunden und beides unter den arm geklemmt, schaute Mika Dave an.

"Morgen gehts mit Schule los...und ich frage mich, ob es wirklich so cool wird, wie ich dachte...2

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