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Irgend etwas stimmte im Institut nicht. Er konnte das förmlich riechen. Und dann noch diese Nachrichten...
Es wurde Zeit, dass er sich mit Ororo mal über seine Begegnung mit Sarah unterhielt. Wenn seine Vermutung nämlich stimmte, dann konnte es für das Institut gefährlich werden. Die britische Regierung schien in der letzten Zeit verstärkt Aktionen gegen Mutanten zu fahren. Und sollte PEM oder Psi Force involviert werden, dann war das bedenklich. Dummerweise war es selbst Killian nicht gelungen mehr Informationen über PEM zu besorgen, außer das es sie gab und das sie über ein umfangreiches Arsenal verfügten. Aber selbst dem Geist in der Maschine war es nicht möglich in deren System einzudringen. Und das bedeutete doch schon ein extrem hohes Maß an Sicherheitsbarrieren. Er konnte keinerlei Informationen über die Agenten vor Ort herausbekommen und das Labor in das er sich eingeschlichen hatte, war auch nur ein kleiner Baustein des Ganzen. Und schon was er dort erfahren hatte, war alles andere als beruhigend. Es galt auf der Hut zu sein. Und nach der letzten Nacht fand er es einfach für sinnvoll, wenn er mit der Schulleitung über etwaige Schutzmaßnahmen sprach. Und eben auch Sarah erwähnte.
Wahrscheinlich würde er ihr dann doch ein wenig mehr von sich preis geben müssen als er so früh beabsichtigt hatte, aber jetzt galt es sich bestmöglich auf etwaige Schwierigkeiten vorzubereiten.
Nachdem er an ihrer Tür geklopft hatte, wartete er.
"Ja?" Die Akte hatte sie nun schon zum fünften Mal in der Hand gehalten - und zum fünften Mal, wanderte sie unbesehen wieder auf den Schreibtisch zurück. Es war an der Zeit, dass ein wenig mehr Ordnung in das Institut kam. Aber sobald die Sache mit dem Labor überstanden war, sollte das ja auch endlich möglich werden.
Ein kurzes Lächeln huschte bei dem Gedanken über ihre Züge. Wenn Rohey erstmal wieder mit den Kindern zu Hause war. Mit den Kindern...
"Ah, Padraig..." Einen Moment zogen sich ihre feinen Augenbrauen nachdenklich zusammen. "Setz dich doch."
Ororo sah abgespannt aus. Nun, kein Wunder, wenn man bedachte, dass sie zum einen mit dem Stress einer gerade eröffneten Schule und nebenbei noch mit solchen Aktionen wie letzte Nacht zu tun hatte.
"Ich hoffe ich störe nicht, aber ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass ich mit Dir rede. Es geht da ein wenig auch um die Sache von letzter Nacht."
Er würde warten, wie sie reagierte, bevor er sich entschied, wie viel er ihr verraten konnte. Natürlich würde er das Nötigste erzählen, aber eben vielleicht auch nur das. Und eigentlich hätte er ohnehin nichts verraten, wenn es nicht um die Sicherheit der Kinder gehen würde. Und es gab wenig, was ihm mehr bedeutete. Nicht etwa, weil er so ein großer Kinderfreund war. Auch nicht, weil er ihnen eine unbeschwerte Kindheit und Jugend wünschte, denn auch das tat er nicht, weil er selbst so etwas nicht kennen gelernt hatte. Nein, er tat es einzig und allein in Erinnerung an Fiona und ihre Liebe zu Kindern.
"Und es gibt da ein paar Sachen, von denen ich glaube, dass Du ein Recht hat sie zu erfahren. Sachen, die Dir vielleicht nicht gefallen werden."
Die Sache von gestern Nacht? Wie meinte er denn, dass Ororo darauf reagieren würde? Geständig sein und geheime Identitäten Preis geben? Wohl kaum. Stattdessen blieb ihr Blick undeutbar und ihre Miene wurde alleine von einem kurzen Lächeln erhellt. Nur nie die Kontenance verlieren, selbst wenn Ororos Herz bei der Erwähnung der letzten Nacht wieder zu bluten begann - es waren Dinge geschehen, die nicht verzeilich waren und ihr gesamtes Denken auf den Kopf gestellt hatten.
"Setz dich", und obwohl sie selbstsicher klang und auftrat - Logan oder Scott, die sie schon so lange kannten, würden erkennen, wie leise ihre Stimme war und wie etwas im Hintergrund mitzuschwingen schien, wie ein unheilvolles Echo.
"Worum geht es denn, Padraig?"
Padraig setzte sich. Jetzt galt es. Wenn Ororo das in den falschen Hals bekam, dann konnte das noch sehr unschön enden. Immerhin hatte er ihr beim Bewerbungsgespräch nicht die ganze Wahrheit gesagt… ok, sie hatte auch nicht explizit gefragt, ob er ein Mutant sei... und er hatte Logan schon gesagt, dass er über besondere Gaben verfügte, und auch Jean hatte er es verraten. Daher ging er davon aus, dass Ororo auch darüber Bescheid wusste.
„Ich weiß jetzt nicht, wie ich anfangen soll…. Diese Aktion gestern hat doch einiges an Unruhe in die Schüler gebracht. Heute morgen konnte ich Dany gerade noch davon überzeugen, dass ihr richtig gehandelt habt. Und ich glaube auch selbst, dass ihr richtig gehandelt habt. Allerdings befürchte ich nun, dass ihr in ein Wespennest gestochen habt. Es würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen, oder gar Stunden einige Spezialeinheiten der Regierung hier auftauchen. Also, nicht im Institut aber in Inverness… und sie werden unangenehme Fragen stellen.“
Natürlich erst den Bewohnern von Inverness. Aber mit Sicherheit würde die Sprache auch auf das Institut kommen. Und sollten die richtigen Personen fragen, dann würden sie eins und eins zusammenzählen und hier vorbeischauen.
„Und ich weiß mit Sicherheit, dass mindestens eine dieser Spezialeinheiten auf Mutantenbekämpfung spezialisiert ist. Immerhin war ich selbst ein Teil dieses Projektes während meiner Jugend. Und das bringt mich zu meinem nächsten Punkt. Ich hab Logan schon davon erzählt. Vor einigen Tagen traf ich im Wald, nicht weit vom Institut, eine Frau. Das ist ja erst einmal nichts besonderes, aber irgendetwas an ihr stimmte nicht. Ich hatte das Gefühl, als ob sie irgendwelche technischen Implantate hätte. Und ihr Mann wirkte auf mich genauso. Allerdings kann ich es nicht wirklich an etwas bestimmten festmachen, aber mein Gefühl sagt mir, dass mit den beiden etwas nicht stimmt.“
Jetzt würde er sehen, wie sie darauf reagierte. Und dann würde er ihr vielleicht noch mehr erzählen.
Pardon, aber das war wirklich selbst für Ororo ein harter Brocken, der ihr da vor die Füsse geworfen wurde.
Sie sah Padraig einen Moment lang an, ohne auch nur zu blinzeln - ganz so als hätte sie es vergessen. Schliesslich plumpste sie einfach auf ihren Stuhl und senkte den Blick auf eine Akte vor sich.
"Eine Spezialeinheit?" Und damit meinte sie nun fast weniger, dass diese Leute vielleicht hier aufschlagen würden (hey, sie hatten auch in New York all diese verrückten gut genug abgewimmelt!), sondern dass einer ihrer Lehrer Teil dieser Einheiten gewesen war.
"Hat sie das Institut gesucht?" Hast du uns nur aufgesucht, um uns auszuspionieren?
Sie konnte nicht unbedingt behaupten, dass Padraig und sie die dicksten Freunde waren, aber er hatte in ihr keine Hintergedanken erweckt. War ihre gute Menschenkenntnis etwa in Schottland einfach abhanden gekommen?
Hat sie das Institut gesucht? Was meinte Ro damit? Ob die Spezialeinheit das Institut gesucht hatte?
„Ich weiß nicht, ob diese spezielle Einheit bisher auf der Suche nach dem Institut war oder ist. Als ich sie verließ gab es dieses Institut noch gar nicht. Und was ich in der letzten Zeit habe herausfinden können, so waren sie nicht hinter Euch her. Diese Einheit gehört zum militärischen Geheimdienst….Wie soll ich das jetzt erklären…. Es handelte sich um ein geheimes Langzeitprojekt des Militärs…. Und mit Langzeit meine ich wirklich eine lange Zeit... Ich war ein Teil des Projektes. Wir wurden ausgebildet und indoktriniert…. Nein, keine Sorge, ich habe diese Gehirnwäsche nicht mehr.“
Er hatte gesehen, wie sich Storms Augen scheinbar verengten. Nun ja, wundern würde es ihn nicht, immerhin verriet er ihr gerade, dass er früher beim Militär gewesen war und seine alte Einheit heutzutage Mutanten jagte. Das war für sie garantiert nichts, womit man sich brüsten konnte, aber das tat er ja auch nicht. Wahrscheinlich würde sie ihm nicht wirklich großes Vertrauen entgegenbringen, aber das war ihm egal, solange sie auf seinen Hinweis ab jetzt vorsichtig zu sein reagieren würde.
„Zumindest haben wir eine besondere Ausbildung erhalten, und dabei auch gelernt mit unseren Kräften umzugehen. Das liegt jetzt allerdings schon einige Jahre zurück, daher weiß ich nicht, wie es jetzt genau um diese Spezialeinheit bestellt ist. Ehrlich gesagt, hoffe ich, dass sie nicht hierher kommen. Dennoch sollten wir Vorkehrungen treffen. Aber wem erzähle ich das, ich glaube, ihr wisst durchaus mi9t so etwas umzugehen. Solltet ihr noch zusätzliche Hilfe brauchen, ich helfe gern.“