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nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Wie am Aushang zu lesen war traf sich die Überlebens-AG draußen im Wald auf einer kleinen Lichtung. Padraig hatte diese AG eigentlich für alle angedacht und war daher gespannt, wer alles kommen würde. Ein wenig war er verwundert, dass das Angebot nur für die älteren Schüler im Stundenplan aufgelistet war, aber das sollte ihn für das Erste nicht weiter stören.
Zumindest mit denen, die kommen würden, würde er ein doch recht intensives und umfassendes Programm fahren. Und wenn er es der Schulleitung noch verklickern konnte, dann würde es gegen Ende des Halbjahres noch eine Winterexkursion geben, bei der die Schüler zum ersten Mal die erlernten Fähigkeiten würden einsetzen müssen. Natürlich nur, wenn dem Institut genügend finanzielle Ressourcen für eine solche Aktion zur Verfügung standen.
Aber fürs Erste würde er sich mit kleineren Aktionen begnügen. Einen kleinen Waldlauf zum Beispiel. Allerdings mit kleinen Hindernissen. Und er meinte für den Anfang wirklich nur kleine Hindernisse. Den Waldbrand und den Blizzard würde er erst als Abschluss einplanen.
Die AG sollte spielerische Elemente mit dem Ernst der Situation verbinden und gleichzeitig Teamgeist und Überlebensinstinkte fördern. Die Übungen dazu hatte er schon im Kopf, denn immerhin konnte er ja aus 15 Jahren Militärausbildung für die Special Forces zurückgreifen. So Spiele wie capture the flag waren wunderbare Teamspiele, während Last Stand den Überlebensinstinkt wecken konnte. Außer natürlich bei denen, die sich ohnehin selbst aufgegeben hatten. Aber er ging nicht davon aus, dass unter den Schülern ein solcher dabei sein würde.
Marinja hatte das Schwarze Brett studiert und den Aushang über die Überlebens-AG gefunden. Im Wald ... kleine Lichtung ... na, da bin ich mal gespannt Sie sah sich um, um zu sehen, ob noch jemand zu dieser AG will. Momentan war wohl niemand da, also machte sie sich auf die Suche nach dem Treffpunkt und kam sogar noch rechtzeitig an.
Auch hier war scheinbar noch niemand, außer dem Lehrer natürlich, da. Marinja grüßte Padraig und sah sich die Lichtung genauer an, aber es war nur eine gewöhnliche Lichtung mit einem gewöhnlichen Wald, also auch schnell uninterressant, also wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Padraig zu, sprach aber kein Wort. Sie wartete und hoffte, dass bald ein paar mehr Schüler hier auftauchten.
"Ok, Du hast immerhin den Weg hierher schon gefunden. Das ist gut und spricht für Dich... es kann sein, dass wir uns in ein paar Minuten an die Rettung der Anderen machen müssen." Er lächelte sie vergnügt an. Keine Spur von Unruhe oder Hektik. Er schien alle Zeit der Welt zu haben. Dem war zwar nicht so, aber das sollte ihn fürs Erste nicht stören. Die Schüler würden noch lernen, dass Pünktlichkeit ewas sehr wichtiges war.
"Die Anderen retten?" Marinja sah Padraig fragend an. "Vor wen? Vor sich selbst?" Sie grinste leicht, aber auch das verschwand schnell. Sie sah weiter in die Richtung, aus der sie selbst gekommen war, dann sah sie wieder zu Padraig und fragte: "Es haben sich doch mehr angemeldet, oder? Das wird doch hoffentlich kein 'Privatunterricht'?" Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und stellte anschließend ihre Tasche, die sie immer bei sich hatte, auf dem Boden ab.
Chui ist längst da, hat sich aber noch nicht gezeigt. Sie ist ein wenig höher, auf einem Baum nämlich, und will eigentlich Trisha überraschen sobald sie kommt, auf die sie schon ungeduldig wartet. Darum kommt ihr der Gedanke auch ziemlich spät, dass sie mit Lehrern während des Unterrichts eigentlich keinen solchen Schabernack treiben sollte. Spät genug, nachdem sie schon die ersten Worte zwischen Mr. O'Diarmuid und der neuen Schülerin (die sie noch gar nicht kennt) mitgehört hat, raschelt sie absichtlich mit ein paar Blättern, bevor sie aus diesen hervorschaut.
"Ähm... ich bin auch hier." läßt sie verlauten, oder besser verleisen... aus acht Fuß Höhe, im Geäst eines Baumes ganz in der Nähe der beiden anderen. Für Marinja ist der Anblick ihres katzenhaften Gesichts noch neu, und ebenso der gelben Augen, die sie aus Schlitzpupillen anstarren. "Hallo..." Der Gruß gilt ihr.
Marinja blickte hoch, als es über ihr raschelte. Sie sah in die gelben Augen der Verursacherin und eine Frage huschte durch ihr Bewusstsein Wie ist sie da bloß hochgekommen?
Marinja hatte dieses Gesicht schon mal gesehen, auf der Versammlung an ihrem ersten Tag, aber sie hat sie schnell aus den Augen verloren und nun hockt das Mädchen, Marinja war sicher, dass es sich um eines handelte, genau über ihr. Sie konnte sie kaum verstehen, so leise sprach sie, aber das Hallo war doch recht deutlich und daher grüßte sie ebenfalls mit einem "Hallo .... magst du nicht runter kommen?"
Seltsamerweise fand Marinja das Äußerliche von dem fremden Mädchen nicht abstoßend, eher faszinierend und auf eine Gewisse Art und Weise sogar hübsch, sie mochte schon immer Katzen und Chui (den Namen kannte sie natürlich nicht, aber der einfachhalber, schreib ich ihn hier) erinnerte sie wirklich sehr stark an eine Katze (woran das wohl liegen mag?).
Auch wie sie auf den Baum gekommen ist läßt sich vielleicht recht einfach in ihren Katzenaugen lesen, wenn die noch auf andere Attribute schließen lassen, die eher zu den Feliden gehören als zu Menschen. Tatsächlich hat Chui einen Baum in der Nähe erklettert und ist lautlos über die Äste den Stimmen und Schritten Padraigs gefolgt, um sich hier quasi auf die Lauer zu legen... bis ihr der Gedanke kam, dass sie das eigentlich nicht tun sollte, schon gar nicht vor eine neuen Schülerin.
"Ähm.. ja." antwortet sie auf die Frage zuerst nur, dann macht sie es wie heute nacht schonmal: Sie klettert kopfüber zum nächstniederen Ast, hält sich an diesem mit beiden Händen fest und läßt sich kurz hängen, um dann einfach los- und sich die letzten drei Fuß einfach fallenzulassen. Sie kommt mit den Füßen auf, natürlich, und um ihr Gleichgewicht muß sie erst gar nicht kämpfen. Ihre Bewegungen sehen lässig, kinderleicht und (naja.. es mag manchen übertrieben vorkommen, dass das dauernd erwähnt wird, aber es ist nunmal so:) katzenhaft geschmeidig aus. "Hi.. ich bin Chui." sagt sie wieder in ihrem halblauten Tonfall, jetzt wo sie sich auf (auch nicht, aber mehr als vorher) gleicher Höhe gegenüberstehen. Ihr Lächeln bleibt scheu und kurz.
Marinja beobachtet, wie Chui katzenhaft den Baum runterklettert und wird etwas neidisch, wäre sie so geschickt vor ein paar Nächten über den Zaun des Institutes geklettert, dann hätte sie sich bestimmt nicht verletzt.
Als Chui dann vor ihr stand und sich mit so leiser Stimme vorstellte, blieb Marinja nichts anders übrig, zu flüstern, ist so eine Art Reflex, wenn jemand leise spricht, versucht sie dann nicht doppelt so laut zu antworten: "Hi, Chui, ich heiße Marinja." Sie lächelt freundlich und aufrichtig, kein aufgesetztes Lächeln.
Pad zuckte nicht einmal as Chui plötzlich auftauchte. Zum einen hatte er es erwartet, und zum anderen hatte er sich unter Kontrolle. Der Reflex in Deckung zu springen und sich kampfbereit zu machen war zur Zeit nicht angebracht. Später, wenn die AG schon länger lief und sie sich den weitergehenden und heftigeren Übungen widmeten, bei denen er die Schüler wirklich auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und wahrscheinlich sogar darüber hinaus bringen würde, da war das vielleicht nötig. Aber das hatte noch Zeit.
Er wartete noch einige Augenblicke auf die Nachzügler (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass nicht nur Marinja und Chui da sein werden *g*) und dann begann er den Sinn der AG zu erklären.
"Wir werden uns ganz dem Überleben in der Wildnis widmen. Dinge lernen, die es Euch ermöglichen alleine und in extremen Situationen zu überleben und möglichen Verfolgern zu entkommen. Vielleicht werdet ihr euch denken, dass das doch eigentlich gar nicht nötig ist, aber die meisten von Euch werden sich an Momente erinnern, wo sie mit den Reaktionen der Umwelt überfordert waren. einige von Euch haben vielleicht sogar schon fliehen müssen. Nun, diese AG soll Euch helfen, in der jeweiligen Situation zu wissen, was richtig ist. In der Anfangszeit werden wir uns mit den Grundlagen der Wildnis befassen, werden Eure Kondination und Koordination verbessern und ihr werdet lernen wie ihr Eure jeweiligen Gaben für Euch nutzen könnt. Ich weiß natürlich nicht, wer von Euch über welche Gaben verfügt, aber ich bin überzeugt, dass es immer etwas nützliches ist. Und jetzt habt ihr die Gelegenheit Fragen zu stellen, bevor ich anfange."