Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
(Ein begonnenes Chatplay, das von Mylair rapide und brutal auseinander gerissen wurde, wird hier fortgesetzt)
Nach Unterricht und Mittagessen und einem weiteren Stündchen Entspannung (und eventuell kommt da noch was dazwischen- aber Ty machts spannend =) )hatte sich Cait dazu entschieden, die verpasste Gelegenheit gestern nachzuholen und die Nähe eines Strandes auszunutzen, solange es noch warm genug dafür war.
Sie war in Spoirtbekleidung - weißer Capoeirahose und violetten SportTOP- und natürlich barfuss losgegangen, Strandtuch, isotonisches Getränk und einen kleinen CD-Spieler unter den Arm geklemmt, fand allerdings den Strandabschnitt bereits besetzt vor.
Karl, der seltsame deutsche Junge, dessen Namen sie sich nie merken konnte saß da, fern der Welt...irgendwo zwischen seinen Kopfhörern und starrte auf das Wasser.
Irgendwann war sie schräg hinter ihn getreten und wurde bemerkt. Nach kurzem Phrasenaustausch, fragte er: "Ist der Besuh hier beruflich, Doc?"
(Und da ging bei Mylair gar nix mehr)
" Zum Einen....bin ich kein Doktor..." klärte Caitlynn rasch auf, während sie ihr dunkelblaues Strandtuch ausbreitete " Ich bin 'nur' die Schulschwester und 'nur' eine Refrendarin..."
auch wenn es cool war, als Doktor angesprochen zu werden, hatte sie doch nie ihren Doktorin Biologie gemacht.
"Und zweitens Besuch ich hier niemanden...ich wollte lediglich etwas ausspannen und vielleicht ein wenig trainieren."
Ein Fazit: " Nein...ich bin nicht beruflich hier..." sie lächelte, nahm sich aber fest vor, mal die Ate dieses auffällig unauffälligen Jungen genauer zu betrahcten, immerhin saß er morgen auch in ihrem Unterricht, wenn Ro bis dahin noch nicht auf den beinen war.
"Und du? Was machst du hier?" sie schraubte den Verschluss ihres Getränkes auf und nahm einen Schluck.
"ich verbringe die zeit die ich nicht anderweitig mit nutzen zu füllen weis. außerdem ist die umgebung angenehm."
die umgebung. hmja. die wo niemand war oder sowas in der art, wahrscheinlich hätte er wohl sowas in der art gesagt wenns nicht unhöflich gewesen wär. aus den kopfhörern dringen tiefe, sonore brummgeräusche die aus dem hintergrund mit immer stärker werdenden trommeln begleitet werden. nach und nach fallen auch sangesstimmen ein, kaum jemand mag die sprache wohl deuten - zumindest die des hintergrunds - denn sie ist wohl eindeutig indianisch und stellt einen tribut an die sterne dar.
"entschuldigen sie die frage, es war nicht meine absicht ihnen etwas zu unterstellen. ich bin nur fest davon ausgegangen das früher oder später jemand mit psychologischer ausbildung systematisch die... schüler hier in augenschein nimmt"
Jetzt war er wieder so ungewöhnlich höflich und eloquent.
Zeit die er nicht zu füllen weiß- hatte der Junge keine Hobbys, mit Ausnahme der schwarzen Schlangen in seinem Ohr?
"Tja, ich hoffe auch das sojemand eingestellt wird...ich habs leider nicht so mit Psychologie, aber ich denke...der echte Doc, Dr. Grey ist da recht gut drin."
Sie nahm auf dem Handtuch Platz.
"Warum....denkst du ihr habt alle nen psychischen Knacks weg? Nur weil ihr Mutanten seid und die gebrechliche, jugendliche Psyche das nicht verkraftet? Ich hatte auch keinen psychischen Beistand gehabt, damals..."
sie grinste, da der Nachsatz wohl eindeutig war.
"So ganz unrecht hast du natürlich nicht...einige Mutationen, vor allem, wenn man sie nicht kontrollieren kann, sind echt gefährlich und ich glaube, mit ein paar Stunden auf der Couch bekommt man das auch nicht so schnell in den Griff."
Sie beschloss erstmal keine Musik anzumachen...wäre auch sicherlich nicht Karls geschmack.
"Darf ich erfahren, was deine genetische Veränderung ist?"
zu viel information. der klang der trommeln scheint endlos und neigt dazu den geist hinfort zu tragen wenn er sich darauf einlässt... aber hier ist andres zu tun als irgendwo zu driften. was fragen die ständig alle nach der mutation, als wenns nichts wichtigeres gäbe? der totale horror, auf dauer gesehen... da soll mal jemand das gefühl haben nicht nach seinen genetischen missbildungen bewertet zu werden.
"Ich möchte sie bitten meine worte nicht über die gebühr mit ihren interpretationen zu belasten. die daraus resultierenden rückschlüsse sind von mir weder gewünscht noch von mir beabsichtigt."
einen langen moment sieht er sie einfach nur an. irgendwo hat er das alles weggeschlossen, diese ganzen äußerlich erkennbaren emotionen und gesichtsregungen... die augen nehmen etwas vom licht auf und strahlen dadurch ein wenig, aber auch das ist nichts ungewöhnliches. die härte darin allerdings sollte man bei jemandem seines alters nicht sehen. vielleicht bei einem menschen ab dreißig der glaubt sein leben ist über den zenith hinaus auf dem langsamen sinkflug, aber nicht bei so einem kind. und da kann man sich vormachen was man will, dieses alter ist wirklich noch fern vom jungen erwachsenen.
"jedwede form von genetischer diskrepanz zur masse des evolutionären genpools ist gefährlich. aus diesem grund sterben solche missbildungen aus wenn sie nicht überlebensfähig sind. ist wie mit albinos, schön aber kurzlebig. ob in meinen genen eine missbildung zu finden ist kann ich ihnen nicht sagen. aber ich gehe davon aus das Dr. Grey genug fachliche kompetenz besitzt diese zu lokalisieren und eventuell vorhandene auswirkungen präziser zu umreißen wenn sie ambitionen dazu hat. "
wieder richtet sich der blick über den see und bleibt dort. tanzt auf den wellen mit, treibt einfach nur umher. meist das einfachste.
Und das ist noch nichtmal seine Muttersprache.
Der Knirps...und mehr ist er wirklich nicht, als ein Knirps, würde der Wind etwas zulegen, müsste Cait ihn festbinden, jedenfalls kennt er Worte, die Cait nichtmal während der Abschlussarbeit des Studiums eingefallen wäre.
Anstatt ihn mit offenem Mund anzustarren, entschließt sich Cait dazu, es dabei zu belassen. Wahrscheinlich ist sein Hirn einfach größer, als bei anderen....das wäre ja schon eine Mutation...Verzeihung, nein..eine genetische Diskrepanz zur Masse des evolutionären Genpools.
Aber um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen...ja, der Knabe bedarf psychologischer Unterstützung.
Ok, das ist ungerecht...aber er ist ihr unheimlich....wirkt deppressiv ohne es zu sein, einfach emotiononslos, dabei sich klar ausdrückend...er sagt nicht zuviel...nicht zuwenig, genau das, was er sagen will (ganz anders als sie selbst) und dann auch noch präzise.
Unheimlich.
Alleine der Blick, mit dem er sie angesehen hatte.
Irgendwie...stimmt sie das traurig. Ein Junge, der schon so erwachsen scheint...und darüber hinaus noch...
Mehr als ein "Tja..." weiß sie auch gerade nicht zu antworten.
Zumal jegliche Rückschlüsse ihrerseits sind von ihm weder gewünscht noch von beabsichtigt sind.
er sieht sie nicht an dafür. es interessiert ihn eigentlich auch nicht, was sie da trainiert. es wird wohl mit sport zu tun haben und das ist eigentlich nicht in seinem interesse. nicht wirklich. die musik wird um ein quentchen leiser... ein seitenblick zu ihrem "equipment" versucht klärung zu bringen, was sie da wohl trainieren will
Für einen Moment hadert sie wirklich damit, ihn nicht einfach weg zu schicken.
Aber wer gibt ihr das recht...er hat ihr nichts getan und der See gehört nicht ihr.
Pfui Caitlynn Lydecker, Aus!
"Nein...kein Problem...ich meditiere ja nicht, doer sowas...aber ich könnte vielleicht dich stören."
Das CD-Deck wird eingeschaltet und die Trainings-CD beginnt...wenige Sekunden später schallen brasilianische Percussion und Sambarythmen aus den Lautsprechern.
"Ist das OK...? wenn nicht..zieh ich mich in die Sporthalle zurück..."
die finger tasten seinen arm entlang und finden zielsicher den punkt der die kopfhörer verstummen lässt. ob er die musik nun mag oder nicht sei dahingestellt, man kann es seinem gesicht nicht entnehmen. da er auch keine verräterischen anzeichen zeit wenn ihm musik aus den kopfhörern zeigt wie wippende füße oder finger, vllt. sogar kopfnicken... ist das wirklich eine schwer zu beantwortende frage. jedenfalls fliegt nun auch der zweite stöpsel aus dem ohr und er unterschlägt seine beine noch etwas mehr als vorher. das ist eine recht angenehme position so zum sitzen, der rücken durchgestreckt und generell eine sehr gesunde, orthopädisch korrekte haltung. die im übrigen nicht im geringsten den anschein erweckt er würde in naher zukunft aufstehen und gehen.
Seine hand macht eine kreisende geste in ihre richtung, etwas das einer aussage wie "fang schon an" gewicht verliehen hätte während er seinen blick wieder über den see richtet.
Etwas, was eine Mischung aus Kopfschütteln und Nicken gleichzeitig hätte sein können, ist die Reaktion auf Karl Geste, dann ein Shculterzucken...schließlich ist sie hier hergeko mmen um etwas Sport zu betreiben.
Cait lässt die Musik laufen geht einige Schritte vom handtuch runter in den weichen Sand hinein und beginnt sich zu dehnen. Beine Strecken, Arme kreisen lassen...Nacken rollen, dann einige Stretch-Übungen und etwas Laufen auf der Stelle.
Der Track springt auf den nächsten rhythmischen Titel, traditionelle Klänge erklingen, wie die Berimbau-Trommeln und Cait prüft nocheinmal den zurückgebundenen Pferdeschwanz, ehe sie sichs elbst nach einigen Minuten in den Grundschritt des Capoeira, die Ginga, wiegt. Vor - zurück, Armbewegung, lässig federn.
Sie ist die Musik...sie spürt den Sand und den Rhythmus, der Rest wird ausgeblendet und dann beginnt das Training gegen einen imaginierten Herausforderer.
Ein Roda für sich alleine.
Es ist schwer Trainingspartner zu finden...schwerer als damals in Boston, aber sie ist es gewöhnt, alleine zu trainieren.
Die Mischung aus Tanz, Akrobatik und Kampfsport beherrscht ihren Körper, sie wirbelt in einigen hohen Kicks, welche sich mit tieferen, um sich selbst drehenden Tritten abwechseln, dann ein Flic-Flac zurück, ein Radschlag auf einer Hand, dem ein Tritt folgt, dann in die Knie...federnde Landung und nun Bewegungen, die wage an Break-Dance erinnern.
Ständige Bewegung...keine Starre, keine Pause...
während er über den see starrt... analysiert er ihre bewegungen aus dem augenwinkel. wie kann man so einen aufwand betreiben und sich dabei gut fühlen? nach einer weile sieht er ihr zu ohne sich die mühe zu machen das zu kaschieren. bemerkenswert gelenkig. naja.
der blick richtet sich wieder über den see. irgendwo gabs ein wort für diese art, diesen kampfstil. caipireio? reia? irgendwas in der art. muss ja auch kein mensch wissen...
Cait unterbrach das gewirbel für zwei Minuten ausschnaufen und trinken....bevor sie mit dem vierten CD-Track eine zweite Runde aufnahme.
Ähnliche Figuren wie eben. Rad, Brücke, Flic-Flac rückwärts in den Stand, dazwischen mehrere Tritte aus der Drehung, dann wieder in die Hocke und af einer Hand um sich selbst gedreht, seitlicher Ausfalle in den Handstand, Luftspagat und wieder gedreht.
Abgerollt und auf dem Strandtuch liegen geblieben.
Sie hatte mal mehr Kondition gehabt.
Sand klebte an ihren Fußsohlen und Handflächen.
Cait schaute eine Weile in den Himmel regulierte die Atmung...die Gedanken flogen.
Dies hier war nur eine weiterer Lebensabschnitt. Sie würde nicht ewig bleiben...konnte gar nicht lange an einem Ort bleiben.
Sobald sie selbst merkte, dass es nicht mehr ging, würde sie diesen Abschnitt wie die alte Haut abstreifen und fortgehen.
Das stand fest, so war es immer gewesen.
Und Tyler?
Vielleicht würde er mitkommen? Einene Superhelden-Mutanten mehr oder weniger...was machte das schon.
Australien wär toll. Oder zurück nach Maui...
Über was man so alles nachdenkt, wenn man nicht viel anderes machen kann...
Cait war wirklich erschöpft...nicht nur vom Training, von den ganzen letzten Tagen.
Morgen würde sie wieder das Joggen aufnehmen.
Sie richtete sich auf und scaute zu Karl, dessen Blick wieder auf dem See lag.
Wasser...ja, eine Dusche würde jetzt gut tun.
Vielleicht das Gewächshaus?
"Ich denke...ich geh dann mal wieder und lasse dich mit deiner Musik alleine...scheint dir eh lieber zu sein..."wir sehen uns morgen in Biologie."
Sie stand auf und rollte ihr Handtuch ein.
Der kopf wendet sich caitlynn zu und ein neutral höfliches lächeln erscheint auf den lippen.
"es war mir ein vergnügen ihre gesellschaft zu genießen, dr. - ich werde sie rein der form halber so nennen weil es ihre position hinreichend umschreibt. wenn es sie stört werde ich das natürlich abstellen."
irgendwo in seinen augen glimmt kurz ein amüsiertes funkeln auf, das aber rasch wieder unter der kontrollierten maske verfliegt. wer weis was für ein gedanke gerade damit verknüpft war.
Klar war ihr das Recht...es shcmeichelte sie schon ein wenig, den nicht vorhandenen Doktortitel vorm Namen zu haben.
Allerdings wurde keine Krankenschwester Doktor genannt.
"Wie du magst, Karl..." gab sie zurück und nahm ihre CD-Spieler unter den Arm.
Er hat die gesellschaft genossen? der war das nur wieder eine weitere höfliche Phrase. Sie würde morgen im Unterricht feststellen, wie sich Karl unter Gleichaltrigen verhielt
Vielleicht war ein Psycholopge noch nicht so fehl am Platz.
"Wir sehen uns..." nickte sie im zu, eher sie zurück zum Institut ging.
Geächshaus? Oder Dusche im neuen Zimmer?
"auf wiedersehen."
und damit war die interaktion beendet. die kopfhörer werden wieder eingeklinkt, der blick wandert auf den see hinaus. er macht sich keine weiteren großartigen gedanken um diesen vorfall, wahrscheinlich... nunja... wieder wird es ruhig.