Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war ihm schon die letzten paar Wochen aufgefallen und er hatte es auch von mehreren Lehrern bestätigt bekommen.
Irgendwie war es schade, dass man schon so früh eine Klassenkonferenz einberufen musste, aber wenn jemande so deutliche Anzeichen von Schulverweigerung zeigte, dann konnte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Allein heute morgen war sie eine ganze Zeitstunde zu spät gekommen. Und auch in Gesellschaftslehre zeichnete sie sich durch geistige Absenz aus. Selbst als er ihr eine direkte Frage gestellt hatte, war von ihr keine Reaktion gekommen.
So konnte das nicht weitergehen. Irgend jemand musste sich intensiver mit ihr befassen. Und zwar am Besten jemand, mit dem sie ohnehin schon ganz gut konnte. Die Schüler würde er darum nicht bitten, denn erstens wären die damit wahrscheinlich überfordert und zweitens, und das war für ihn das ausschlaggebende, hatte eigentlich keiner von den Schülern mit ihr wirklichen Kontakt.
Dr. Grey wäre eigentlich prädestiniert. Oder Ms. Kytoma. Bei beiden besuchte sie scheinbar regelmäßig den Unterricht. Zumindest hatte sich noch keine von beiden darüber beschwert.
Nun, er würde ja bald sehen, wie die anderen auf seinen Vorschlag reagierten.
Eigentlich hatte Cait nur Bereitschaft im Krankenzimmer...und konntein Ruhe den Unterricht für nächste Woche vorbereiten und die Planung der Exkursion, die sie vor hatte.
Zunächste einmal musste geplant werden, wie man es der Schulleitung schmackhaft machte, dass sie mit der Skeundarstufe II in ein nahegelegenes Naturschutzgebiet fahren wollte, um dort das Ökosystem Moor auseinanderzunehmen (im wissenschaftlichen Sinne).
Heute schlich sich noch etwas anderes in den Terminplan.
Eine kurzfristig einberufene Lehrerkonferenz, bei der es sich um ein Mädchen handelte, welches anscheinend eine gewisse Unterrichtsscheue an dem Tag legte.
Seana war eigentlich immer in Biologie, was die Anwesenheitslisten bestätigten und sogar durchschnittlich aktiv. Aber anscheinend schwänzte sie dafür genauso häufig Stunden, die sie nicht interessierten.
Cait betrat mit ihrem Exkursionskonzept unter den Arm geklemmt das Lehrerzimmer. Ihr Kleidungsstil hatte sich mit einem Schlag von Sommer auf Winter gewechselt. Es gab keinen herbst in Caits Kreislauf.
Sie trug einen orangenen Rollkragenpullover und eine beige Jeans, dazu einen hübschen Schmuckgürtel.
"Guten Morgen, Pad..." grüßte sie den einen der betroffenen
Lehrer. Pad war immer sowas von pünktlich.
Sie hatten in letzter Zeit kaum mit einander geredet...nur flüchtige Morgen-Tschüss Worte ausgetauscht.
Immerhin hatte sie mittlerweile gelernt, seinen Namen richtig auszusprechen.
Klar, er hatte mehrere Unterrichtsfächer und die AG.
Manchmal sah man sich beim Mittagessen...dan den ganzen Tag nicht.
Immer wenn sie morgens in die Sporthalle kam und Tyler mit Padrig , wasauchimmer, trainierte...beendeten sie ihr Training, manchmal schon vorher und schauten ihr noch ein paar Minuten zu.
Nun, wo sie mit Padraig noch alleine im Zimmer war, war es eigentlich die Gelegenheit mal nachzubohren.
"Saaag mal..." dehnte sie ihre Frage und nahm auf einen der Stühle Platz..." Nur so ne Vermutung....aber irgendwie....also stör ich euch bei eurem Sparing?
Dich und Tyler? Ihr brecht jedesmal kurz nachdem ich in die Halle komme das Training ab...gestern bin ich sogar extra früher gekommen...mögt ihr es nicht, wenn euch ädchen zugucken." schmunzelte sie, meinte die Frage aber durchaus ernst.
"Wenn ihr irgendein Geheimnis habt, geht mich das nichts an Auch wenn ich es wissen will!, aber ich hab irgendwie das Gefühl Ty versucht mir etwas ausdem Weg zu gehen...dabei hängen wir gar nicht mal so aufeinander."
Pad blickte von seinen Unterlagen auf als Cait ins Zimmer kam. "Hallo."
Mehr sagte er zuerst nicht. Als Cait ihn dann auf das morgendliche Training mit Ty ansprach, grinste er. Sollte er ihr sagen, dass es Ty einfach zu sehr ablenkte, wenn Cait anwesend war? Außerdem käme es nicht gut, wenn Pad Ty mit Cait provozierte und diese gerade seelenruhig danebenstand.
"Hmm, nun, wie soll ich es sagen? Ty und ich trainieren einige etwas delikatere Techniken. Und eigentlich will Ty die erst zeigen, wenn er sie einigermaßen beherrscht. Es hat also nur bedingt etwas mit Dir zu tun."
Nur einen Teil der Wahrheit zu sagen fiel ihm mittlerweile wirklich nicht mehr schwer.
"Aber erzähl mal, wie läuft es denn so zur Zeit bei Dir?"
Ty wollte also nur eine perfekte Show abliefern und keine halben Sachen...na, das hätte er ihr doch auch sagen können. ' Nur bedingt mit mir zu tun'
Das war irgendwie beruhigend...auch wenn sie sich eigentlich keine so großen Sorgen gemacht hatte...dennoch es war gut, zu wissen, weshalb diese Distanz plötzlich entstanden war.
"naja, ich hab mich eingelebt." antwortete Cait und packte ihre Unterlagen auf den Stuhl neben sich " Der Unterricht läuft besser als erwartet...die Kids sind engagiert und interessiert...oh und das Kolleium ist klasse." sie zwinkerte ihm zu.
" Eigentlich gibt es momentan echt nichts, worüber ich mich beschweren würde. Ich bekomm sogar meine Echsen-Anfälle in den Griff, dank Dr. Grey und fleissigem Training."
Ja, sie hatte wirklich keinen Grudn sich zu beschweren....bis auf...diese eine Sache...
Einen kurzen Moment dachte sie daran, kaute aufder Unterlippe udn schaute dann wieder auf.
Die Tür öffnete sich erneut und Jeans roter Schopf trat ins Zimmer. Wie immer hatte sie den Aushang etwas zu spät entdeckt und diesmal war das erste Mal, dass sie noch jemanden antraf. Nicht so, wie bei der Bekanntgabe der Fächer, dass sie davon erst durch Colum persönlich im Nachhinein erfahren hatte.
„Guten Tag. Padraig... Caitlynn“, jeweils ein kurzes Nicken folgte. Sie hatte nicht viel Zeit, als hörte sie sich kurz das Thema an, nahm derweil Platz und kramte etwas in den Notizen herum. „Also viel kann ich zu ihr noch nicht sagen, bis auf die Tatsache, dass sie niemandem ihren Namen nennt. Ich befürchte auch, dass sie keinen hat...“
Sie überschlug ein Bein und suchte in den mitgebrachten Arbeiten aus dem Kunstunterricht. Skizzen von Menschen, Landschaften und Tieren, alles nicht weiter auffällig.
„Ich bin derzeit noch vollauf beschäftigt mit dem jungen Chinesen Ping“, wie ihn das Institut getauft hatte. „Er wird noch zwei vielleicht drei Monate intensiven Unterricht von mir brauchen, bevor er dem Englischen soweit mächtig ist, dass er eine Chance auf den Abschluss hat oder einfach nur flüssig reden und schreiben kann.“ Damit musste Jean leider Ablehnen, was die intensive Widmung in Sachen Seana anging.
Pad schüttelte den Kopf. "Jeder Mensch hat einen Namen. Und ich hoffe mal, dass es irgendwo in den Unterlagen des Labors, die ihr mitgebracht habt, einen Vermerk oder etwas ähnliches dazu gibt. Es wäre doch zu merkwürdig, wenn da gar nichts wäre."
Das Jean mit Ping noch so beschäftigt war, traf sich nicht gut. Ok, für Ping war das gut. Der kleine Knirps brauchte das, damit er hier endlich würde richtig ankommen können. In der Survival-AG kam er soweit ganz gut mit, wenn man sein Alter berücksichtigte.
"Wir müssen irgendwen finden, der es schafft an sie heranzukommen. Jemanden, der auch über einige pädagogische oder psychologische Kenntnisse verfügt. Wißt ihr vielleicht jemanden, der etwas mehr Kontakt zu ihr hat?"
Pad war ein wenig ungeduldig.
[ooc. SO, und an dieser STELLE mach ich mal ein großes EDIT: Nur weil die NSC nicht ständig durch einen Thread posten, dass sie im Lehrerzimmer sind, heißt das noch lange NICHT, dass sie nicht da wären. Du machst einen Post und wenn nicht gleich alle reinposten, gehst du von Dingen aus, die EINFACH NICHT WAHR sind.]
Caitlynn, wie auch Jean verbrachten begründeterweise ihre meiste Zeit nicht im Lehrerzimmer, sondern auf der Krankenstation. Einfach weil die Beiden keine ausgebildeten Lehrer waren und Jean fühlte sich sowieso wohler, wenn sie in ihrem organisierten, kleinen Büro entspannen konnte und nicht die Gedanken Anderer ausblenden musste. Es war nicht wirklich schwer nicht hinzuhören, aber sogar der Kunstraum mit den ausgehängten Werken der Schüler hatte mehr Charme als das muffige Lehrerzimmer.
„Wenn ich es ihnen doch sage, die Unterlagen enthalten keine Hinweise auf Namen. Entweder die Kinder erinnern sich von selbst daran, oder die Daten sind verloren. Zudem habe ich bei dem Mädchen eine Amnesie diagnostiziert, was es zusätzlich erschweren wird, an sie heran zu kommen.“ Soweit alles verstanden?
„Das Kind braucht keinen Psychiater, sondern jemanden der ihr die Familie ersetzt“, fügte sie trocken hinzu und musterte Padraig über den Tisch hinweg. Sie war immer noch verdammt misstrauisch ihm gegenüber. Schon allein, weil er sich noch immer hinter seinen Halbwahrheiten versteckte und nur wenige wussten, was sie in den ersten Tagen ihrer Anwesenheit erfahren hatte. „Es gibt nur einen Menschen an den sie immer wieder denkt und der ist leider nach New York gefahren“, warum musste sie verschweigen, wie sie auch Padraigs Geheimnisse verschweigen musste. Das waren die Fesseln der ärztlichen Schweigepflicht. Sie sprach von dem jungen Arzt Hayward...
"Habe ich von einem Psychiater gesprochen? Ich glaube nicht, dass ich so jemanden meinte. Natürlich haben sie mir gegenüber den Vorteil, dass sie die Gedanken der Menschen um sie herum meistens wissen. Ich dachte allerdings ebenfalls an jemanden, der ihr das Gefühl vermittelt wieder Teil von einer familiären Struktur zu sein. Wir werden ihr den Verlust der Familie nicht ersetzen können, aber vielleicht kann das jemand kompensieren? Und wenn es jemanden gibt, an den sie öfters denkt, und ich vermute Mal mit eher positiven Gefühlen, dann sollten wir, sobald die Person wieder da ist, mit ihr reden, so dass sie sich intensiver um sie kümmert. Und in gewisser Weise auch mit uns Lehrpersonal kooperiert. Immerhin geht es um die Zukunft dieser Kinder. Und wie viele Chancen hat sie später im alltäglichen Leben Fuß zu fassen, wenn sie ohne Abschluss und ohne soziale Kompetenzen dasteht?"
Ihm war nicht entgangen, wie mißtrauisch Jean ihm begegnete. Und wundern tat es ihn schon gar nicht. Immerhin war sie nicht die Einzige, der es so ging. Es war ja nicht unbegründet. Aber was ihn verärgerte war, dass sie gleichzeitig seine Befähigung als Pädagoge in Frage stellten. Wer von ihnen hatte sich denn mit dem Thema wirklich beschäftigt? Logan mit Sicherheit nicht. Und auch die meisten der anderen Betreuungspersonen waren nicht wirklich die besten Vorbilder.
Aber darum ging es hier ja nicht.
"Wissen sie, Dr. Grey, ich habe diese Konferenz nicht einberufen um mit ihnen einen Kompetenzstreit auszuführen. Vielmehr habe ich diese Konferenz einberufen, weil ich mir Gedanken um unsere Schüler mache. Ich selbst sehe derzeit nicht, wie ich ihr helfen könnte und hoffte, dass einer meiner Kollegen vielleicht einen besseren Draht zu ihr hat und sich auch befähigt fühlt, intensiver mit ihr zu arbeiten.
Leider kommt es mir so vor, dass meine Bemühungen von ihnen anders aufgefasst werden. Auf mich wirkt es so, dass sie von ihrem Mißtrauen bezüglich meiner Person auf meine Befähigung als Lehrer schließen und mir jegliche Kompetenz in dem Bereich absprechen. Und das, Dr. Grey, verärgert mich. Ich handele nach bestem Wissen und Gewissen und hatte meine Gründe, nicht sofort mit offenen Karten bezüglich meiner Vergangenheit zu spielen. Ich habe diese Punkte Ororo mitgeteilt, doch weiß ich nicht, inwieweit diese Information im Kollegium weitergetragen wurde."
Er hatte die ganze Zeit zu Jean gewandt gesessen und sie angesehen. Sie sollte spüren, wenn sie seine Gedanken schon nicht lesen konnte, dass er einer Konfrontation mit ihr nichtv scheuen würde und wenn es nötig war, diese auch suchen würde. Allerdings würde er sie offen angehen und nicht dieses versteckte, hinterrückse Verhalten an den Tag legen.
Und Padraigs Reaktion war genau einer der Gründe, wieso Jean dieses Zimmer nicht mochte. Sie verstand überhaupt nicht, was er hier wollte. Die Hauptaufgabe des Institutes war, dass die Kinder Kontrolle über ihrer Mutation erhielten und nebenher den Anschluss an die Schule nicht verloren. Sie selbst hatte sich als Jugendliche dazu entschlossen, auf einer normalen Schule ihr Abitur zu machen und anschließend eine Universität zu besuchen. Sie wäre nie Ärztin geworden, wenn sie am Institut geblieben wäre.
Ihre grünen Augen musterten ihren Gegenüber genau. In Gedanken ging sie noch mal ihre letzten Worte durch, nur um festzustellen, dass er auf irgendetwas angesprungen war, dass sie nicht einmal gedacht hatte, geschweige denn gesagt. Wollte er hier einen Streit vom Zaun brechen? Hatte er nichts besseres zu tun? Ihr entlockte das nur ein müdes Lächeln.
„Manche von ihnen werden nie richtig Fuß fassen können im alltäglichen Leben. Wenn sie das begriffen haben, dann werden sie die Situation der Kinder um einiges besser begreifen. Das Hauptaugenmerk dieses Institutes liegt darauf, dass sie ihre Kräfte kontrollieren lernen und nicht zu einer Gefahr für sich selbst oder ihre Umgebung werden. Die Schulausbildung ist zweitrangig, wenn auch nicht weniger wichtig. Aber solange sie sich nur als Lehrer sehen, der ein Fach an den Mann bringt, solange werden sie von ihren Schülern auch nur als Lehrer und nicht als Vertrauensperson gesehen.“ Jean strich sich eine Haarsträhne zurück.
„Also, wollen wir nun eine Lösung suchen oder weiter argumentieren. Sie sind ausgebildeter Lehrer, soweit ich das mitbekommen habe. Gut und schön, dann tun sie, was sie gelernt haben und ich tue, was ich gelernt habe. Ich kann ihnen dabei helfen oder eben nicht, wenn sie bei etwas Kritik gleich an die Decke gehen.“ Dabei sortierte sie ihre Papiere zusammen.
Ärzte. Halten sich wirklich für die Halbgötter in weiß.
"Es ist ihnen vielleicht nicht aufgefallen, Dr. Grey, aber bisher werde ich von der Leitung des Instituts offiziell nicht in dem Bereich ewünscht, der laut ihnen ja Hauptbestandteil des Instituts ist. Das ich mich unabhängig davon schon mit zwei Schülerinnen nan der Kontrolle ihrer Gabe arbeite und auch mit Tyler den Umgang seiner Mutation trainiere.
Ich weiß, dass ich für einige der Schüler bisher keine Vertrauensperson bin, da ich mich wirklich hier primär als Lehrender verstehe. Und genauso bin ich für viele der Erwachsenen hier keine Vertrauensperson, weil ich eben nicht mit allen Aspekten meiner Person herausgerückt bin. Letzteres ist mir als Person vollkommen egal, und ersteres ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe meinen Weg und der ist mit Sicherheit nicht der ihre. Und doch mache ich im Grunde nichts anders als sie. Oder warum meinen sie, biete ich die Survival-AG an? Gerade damit die Schüler lernmen ihre Gaben in jeder Situation zu kontrollieren. Vielleicht wäre es gerade deshalb gelegentlich gut, wenn man sich hier im Lehrerzimmer einmal treffen könnte um über solche Dinge in Ruhe zu sprechen.
Und wenn sie meinen, dass der schulische Aspekt so unwichtig ist, dann frage ich mich, warum wir hier überhaupt eine Sekundarstufe II haben?"
Er blickte sie immer noch auffordernd an. Das cThema jetzt war natürlich nicht mehr die Schülerin, aber es gehörte dazu. Wenn sie den Kindern wirklioch helfen wollten, dann mussten sie an einem Strang ziehen. Und wenn er ehrlich war, dann wußte er, dass er von der Schulleitung und den mit ihnen befreundeten Lehrern eher ausgegrenzt und skeptisch betrachtet wurde. Er konnte damit leben, wenn es nicht gleichzeitig bedeuten würde, dass die Schüler darunter zu leiden hatten.
"Und wenn sie ein Problem mit mir haben, und sie müssten lügen, wenn sie das verneinen, dann sprechen sie es verdammt noch mal aus. Ich dachte, das sie das wüßten."
Wenn sich irgendwer hier Fehl am Platz fühlte...dann war es grad Cait.
Zwischen Pad und Jean sitzend wurde sie innerlich, wie äußerlich immer kleiner udn wusste wirklich nicht, was sie zu dem Thema sagen konnte.
Eigentlich zweifelte sie sogar gerade am Sinn ihrer Anwesenheit.
"Ich ...ähm...ich denke...ich bin auch die falsche Person, für dieses Mädchen ohne Namen.... Sie ist in Biologie recht aufmerksam...naja, so gut es geht...und eher unauffällig..."
Sie überegte kurz...
"Leider ist Doktor Hayward nicht mehr da...ich hatte den Eindruck, er hatte einen ganz guten Draht zu ihr."
Prima Cait..hast was gesagt, wie de großen, die wirklich Lehrkräfte oder Ärzte waren.
Ab jetzt wieder brav das Schnäuzchen halten, ja?
Vielleicht hat dies wenigstens dazu geführt, dass sich die anderen beiden Gemüter im Raum wieder abkühlten.
Und in just diesem Moment kam auch Kassander in den Raum. Er grüßte die Anwesenden mit einem leichten Nicken, auch wenn in seinen Zügen nicht einmal ein Anzeichen eines Lächelns war, aber das lag nicht an den anwesenden Personen. Er schob sich einen Stuhl heran und faltete die Hände über dem Tisch.
"Es geht um das Mädchen? Bei mir hat sie auch einige Fehlstunden und lässt sich nicht überreden, den Unterricht regelmäßig zu besuchen. Ich glaube nicht, dass es an dem Fach liegt, auch wenn ihr Interesse da wohl nicht allzu groß ist, aber ich habe den Eindruck, sie ist sich über den Ernst vieler Dinge nicht im Klaren."
...über den Ernst vieler Dinge. Wirklich sehr noble Worte. Aber nicht einmal er selbst war sich über den Ernst vieler Dinge bewusst gewesen, so dass er einen Moment die Lippen aufeinander presste und schwieg. Allerdings ging es hier im Augenblick um eine Schülerin und nicht um ihn. Sie mussten eine Lösung finden.
Pad wandte sich dem nun hereinkommenden Kass zu. Gut, man konnte jetzt wieder zurück zum Thema gehen. Sowohl Cait als auch Kass hatten ihm aus der Seele gesprochen. Und wenn ihm Jean nicht mit ihrem Mißtrauen begegnet wäre, dann hätte man vielleicht auch schon früher zu dieser Feststellung mit Dr. Hayward kommen können.
Allerdings hatte das, was er Jean gesagt hatte, auch ausgesprochen werden müssen. Wenn sie ihm mißtrauten, dann sollten sie es ihm offen sagen und nicht versuchen, auf heile Welt zu machen.
"Ja, Kass, ich hatte etwa den gleichen Eindruck. Mir ist bewußt, dass nicht jeder Schüler jedes Fach mag und auch dass nicht jeder Lehrer beliebt ist, aber wenn es doch so verstärkt auftritt, dann steckt etwas anderes dahinter. Cait, Dein Einwand mit Dr. Hayward ist gut. Ich wünmschte er wäre hier. Immerhin glaube ichauch, dass er wirklich einen guten Draht zu ihr hat. Aber wann er wiederkommt, dass ist leider ungewiss. Gibt es vielleicht sonst noch jemanden, der sich mit ihr einigermaßen versteht?"
Die Sache mit Jean würde er später klären, wenn sie überhaupt bereit dazu war. Irgendwie bezweifelte er es. Ihr gefielen Konfrontationen dieser Art scheinbar nicht. Aber jetzt war Dreamer wichtiger.
Cait hob die Hand und winkte leicht Richtung Kassander.
Hey, sie hatte einen produktiv guten Beitrag geleistet! Das war gut.
Jetzt nicht nachlassen.
"Ich...meine mich sogar erinnern zu können, dass Doc Hayward damals die Namenlose angesprochen hat...und zwar mit...mit.. es ..."
Ach, na toll..Mund aufgemacht, bevor man nachgedacht hat!
Mit Namen hatte Cait es ohnehin nicht so...sie hatte einen Monat gebraucht um Karl nicht Klaus zu nennen und der Name Kassander schien ihr immernoch so fremd...und bis sie erst Padraig richtig ausgesprochen hatte.
"er nannte sie... Salsa...Tenja...Lana...ach Mann! Ok, ich weiß es nicht mehr...."
Ihr gefielen Konfrontationen dieser Art also nicht? Woher wollte er das schon wieder wissen? Der Gute beschäftigte sich schließlich so gut wie nicht mit ihr und konnte keinerlei persönliche Einschätzung machen. Sie hatte ihm das Leben gerettet, sie war am Anfang, in der Zeit in der sie sich kennen lernten vielleicht etwas durch den Wind. Aber er kannte sie zum Teufel noch mal überhaupt nicht! Zum Glück dachte er so etwas nicht laut, sonst wäre sie über den Tisch gehechtet und hätte ihn Wolverine gleich angegriffen.
Ja, sie hatte die Leidenschaft eines Wolverine, nicht umsonst fühlte sie sich zu derartigen Charakteren hingerissen. Aber am Ende entschied sie sich für jemanden... unwichtig.
Sie fixierte ihn noch eine Weile und sah dann zu Caitlynn herüber. Sie hatte gehört, wie Dorian sie mit einem Namen ansprach? Interessant, aber Jean konnte nicht überall sein und Dorian pflegte nicht über das Mädchen zu reden, wenn er bei einer Untersuchung gewesen war.
„Sie spricht kaum, eher gar nicht“, zumindest bei ihr. Aber es gab Jean einen Vorteil, dass sie wenigstens ihre Gedanken von Zeit zu Zeit aufschnappen konnte. Meist jedoch war sie in ihrer eigenen, kleinen Welt. „Soweit ich das einschätzen kann, träumt sie sich ihre eigene Realität. Was nicht verwunderlich ist, denn so etwas wie ein normales Leben vor dem Labor, scheint es für sie nie gegeben zu haben. Ihr fehlen die einfachsten Erfahrungen.“ Soviel dazu, was Jean beobachten konnte. Dass die Kleine nebenbei auch nicht schlief, wusste sie nicht. Das wusste nur Dorian und vielleicht hatten sie einige des Nachts umherschleichen sehen.