Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Seltsam. Als Logan und ich den Entschluss gefasst hatten New York zu verlassen, hatte ich das Gefühl, dass ich niemals wo anders so glücklich werden könnte, wie in diesem Haus, das mir in all den Jahren einfach auch Heimat geworden war.
Aber nicht das Haus war es, was mir so viel Wärme gegeben hat, sondern es waren immer nur die Menschen darin. Logan, Hank, Charles, Scott, Jean,…
Muss ich mir den Verdienst anrechnen diese Wärme aus dem Haus genommen zu haben, als ich das Team zerrissen habe?
Es gibt so vieles, für das ich meine mir die Nadel „schuldig“ anstecken zu müssen. Das Haus ist kälter geworden, ohne die vertrauten Stimmen, die ich so viele Jahre über immer wieder durch das Haus hab hallen hören. Wenn ich aber daran denke, wie vielen Kindern wir in Schottland die Möglichkeit zu einem normalen Leben geben... werde ich wieder theatralisch?
Vermutlich darf ich theatralisch werden, bei dem was um und in mir derzeit vorgeht. In Schottland hatte ich immer noch darüber gejammert gerne mal wieder ein paar Tage was mit Hank zu unternehmen. An Gespräche über jenen unerwünschten Nachwuchs hatte ich dabei nicht gedacht.
Hank und Charles haben zwar viele Argumente gehabt, aber es ist eben leichter den Verstand, als das Herz zu überzeugen.
„Ich kann nicht behaupten, dass ich mich in deine Situation versetzen kann...“ - mit Sicherheit nicht, Hank – „...und trotzdem denke ich hat dieses Kind ein Recht auf Leben.“
Noch Stunden nach Ororos heftigem Wutausbruch, fragte Hank sich, wen er eigentlich dort vor sich stehen gehabt hatte. Die Ororo Munroe, die er kannte, hatte derartig Anwandlungen nie besessen.
Aber die Ro, die Hank hatte vor gut einem Jahr in eine unbekannte Zukunft hatte ziehen lassen, war auch nicht mit solcherlei wirren Gedanken, Schuldgefühlen, Ekel und Angst belastet gewesen. Sie hatte so viele neue Horizonte erschlossen, die sie niemand anderem zumuten wollte.
Ororo, die Kämpferin, die Göttin... sie war einfach verschütt gegangen, unter einer werdenden Mutter mit so vielen Zweifeln. Oder hatte wirklich jemals einer ihrer Teamkollegen erwartet, dass Ro wirklich in Erwägung gezogen hätte dieses Kind – woher es auch immer stammte – nicht auszutragen?
Die Diskussion um meinen Bauch hat mir schon in Schottland den Ekel aufsteigen lassen.
Es ist mein Körper und alleine wenn sich andere über diese Entscheidung öffentlich äusserten, überkam mich das Gefühl zum Menschen zweiter Klasse degradiert worden zu sein (also einem Mutanten?).
Lewis verstand wirklich etwas von Demütigungen...
Eine Brutstätte...
Niemand hatte das Recht für mich Entscheidungshilfe spielen zu wollen. Nicht Hank, nicht der Professor. Nein, auch Scotts und Jeans Vorschläge will ich gar nicht wissen. Sicher wollen meine Freunde nur das Beste für mich – aber das will Logan auch. Genau deswegen hält er einfach den Mund und verursacht mir keine Kopfschmerzen.
Nun ja, fast keine Kopfschmerzen. Das schlechte Gewissen darum ihn mit der ganzen Arbeit alleine sitzen gelassen zu haben bleibt. Das schlechte Gewissen, weil er mit seinem neuen Job als Schulleiter und Lehrer einfach hoffnungslos überfordert schien und meine Hilfe sicherlich nicht minder nötig hätte, als ich seine.
Vor unserem Aufbruch ist Logan von seinen Alpträumen verfolgt in mein Zimmer geschlichen und wir haben Stunden damit zugebracht im Gewächshaus zu sitzen oder im Bett liegend sich einfach vom ruhigen Atem des anderen beruhigen zu lassen.
Wenn es jetzt meine Alpträume sind, die mich nachts aus meinem Zimmer treiben, ist kein Logan da, zu dem ich gehen kann, Charles möchte ich nicht unter die Augen treten (auch wenn es naiv ist, da er ohnehin längst weiss, wovon meine Träume handeln) und Hank... Aber das ist wiederum eine andere Geschichte.
Warren will in den nächsten Tagen zu Besuch kommen. Ich bin gespannt, was der Charmeur diesmal an Schulzeitgeschichten ausgraben wird. Aber jede Abwechslung ist mir nur recht.
Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen wieder die Biologiestunden übernehmen.
Wobei mir Caitlynn einfällt. Ich werde ihr einige meiner Unterlagen zukommen lassen, damit sie einige Anhaltspunkte für den Unterricht hat.
Ich kann nicht schlafen. Ich kann nicht mal klar denken.
Meine Träume haben einen Grad erreicht, an dem ich nicht mehr wage die Augen zu schliessen. Auch wenn ich inzwischen an einem Punkt angelangt bin, an dem die grauen Schlieren des Ultraschallbildes vor meinen Augen zu verschwimmen beginnen.
Ich hab versucht es einfach wegzustarren – aber es wird wohl nichts bringen. Zumal ich mir nicht sicher wäre, ob ich mich dann besser fühlen würde.
Das Institut ist erschreckend still heute Nacht und ich hab mich bereits fünf Mal auf dem Flur stehend erwischt, wie ich seine Tür angestarrt habe – bis ich mir darüber bewusst geworden bin...
Aber ihn zu wecken wage ich nicht.
Charles, warum lässt du mich diese Szene immer und immer wieder durchleben?
Schalt es ab...
Nur für eine Stunde die Stille des Instituts in meinen Gedanken.
Bitte...
It's not
What you thought
When you first began it
You got
What you want
Now you can hardly stand it though,
By now you know
It's not going to stop
'Til you wise up
Das Radio betrachtend, auf dem sich die letzten kleinen Krümel Erde noch besitzergreifend ausgebreitet hatten, erhob sie sich von ihrem Stuhl und verharrte kurz, den Blick auf ihre Blumen werfend.
Prepare a list of what you need
Before you sign away the deed
'Cause it's not going to stop
It's not going to stop
'Til you wise up
No, it's not going to stop
'Til you wise up
No, it's not going to stop
So just...give up
Die Tür klappte hinter ihr zu und das vor sich hindudelnde Radio blieb allein zurück, um die Stille auszufüllen. Gut, dass sie keine Zimmernachbarn hier oben hatte, die sie morgen früh dafür lynchen würden...
Die Musik hätte wohl einen Toten zum Tanzen bringen können – und die Kinder hatten sichtbar ihr Vergnügen an der kleinen Geburtstagsparty -, aber Ro’s Stimmung mochte es einfach nicht wirklich heben.
Sich gehen zu lassen war nicht ihre Art – und es war einfach nicht die Art eines X-Men, genauso wenig wie eines X-odus Mitglieds – und das Lächeln auf ihren Lippen täuschte immerhin die meisten Kinder über den Grund ihrer Rückkehr hinweg. Dass ihre Lehrerin sich verändert hatte war kein Geheimnis und sowohl die überrumpelnde Abreise, als auch die plötzliche Rückkehr hatte Fragen offen gelassen.
Fragen, mit denen Ro sich nun nur zu oft im Klassenzimmer oder Aufenthaltsraum überhäuft sah.
Also mied sie ihn.
Das wiederrum brachte Hank und Charles in regelmässigen Abständen auf den Plan, die meinten nach ihrem neuen Sorgenkind Ausschau halten zu müssen und sie zu überreden wieder mehr aus ihrem Zimmer zu kommen.
Eigentlich ein lustiger Teufelskreis – so lange man nicht selbst davon betroffen war.
“Du siehst als könntest du Gesellschaft brauchen.” Aufzuschauen brauchte Ro nicht, um die nur allzu vertraute Stimme von Angel zu erkennen. “Warren, deine Flirtversuche waren auch schon mal besser!”
“Ich muss ja auch immer alleine vorm Spiegel üben, seitdem du und Jean mich einfach sitzen gelassen haben!” Jaja, Warren und Jean. Die Episode war für den Rest der Truppe wirklich amüsant gewesen. Warren, der Aufreisser, der partout nicht die Augen von der schüchternen Jeannie abwenden konnte. Und alle hatten gedacht Jean hätte sich entschieden…
“Ro?”, murmelte Warren leiser und liess sich langsam neben ihr nieder. Klar wusste er Bescheid. Sie brauchte gar nicht fragen, denn es stand eindeutig in seinen Bewegungen, seiner Stimme, seinen Augen. Er wusste Bescheid – und das liess sie sich nur schmutziger fühlen.
“Ich hab’ gerade darüber nachgedacht, wie du Jean…” und obwohl es tatsächlich die Wahrheit war, klang es selbst für sie wie eine faule Ausrede. Lachend winkte sie ab und lehnte sich bereitwillig gegen ihn, als er den Arm um ihre Schulter schlang. “Ich glaube es gibt noch ein paar alte Super-8-Filme in Hanks Besitz von unserem Campingausflug. Weisst du noch…” Und ja, sie wussten es noch. Seltsam, wieviel man doch vergessen konnte, was erst vor einigen Tagen passiert war und dafür vergangene Dinge mit solch erschreckenden Klarheit wieder vor dem geistigen Auge hatte...
“Ich unterbrech euch ja nur ungern…” “Tu doch nicht so, Pelzi, also wenn du mich nicht mit Vergnügen unterbrichst!” Hanks Grinsen entblösste seine Eckzähne, die manchen Neuankömmlingen hier vermutlich Angst einjagen konnte. “Dich schon, da hast du allerdings recht. Ro, kannst du dich kurz von diesem Casanova lösen und dich meiner annehmen, für ein kleines Tänzchen?” “Das machst du doch mit Absicht, Hank. Immer wenn ich gerade…”
“Kinder.” Sie hatten ihr Ziel erreicht, sie konnten jetzt aufhören herum zu albern; Ro grinste ja schon vor sich her. “In einer Stunde, auf meinem Zimmer. Und du bringst die Filme mit, Hank!”
Ich bin nicht geboren, um glücklich zu werden. Vielleicht war das der Plan meiner Eltern. Aber er schlug vermutlich schon fehl, als sie starben – und du kennst die ganze grausige Geschichte. Spätestens aber ging etwas gewaltig schief, als meine Mutation ausbrach.
Es war nie meine Bestimmung selber glücklich zu werden, sondern anderen zu helfen einem normalen Leben entgegen zu sehen.
Sehe ich alles zu negativ?
Du hast Recht, ich habe euch gefunden, Charles hat mich gefunden. Und wir sind eine tolle Truppe. Freunde. Wir bewegen was – wenn auch nicht so viel und so schnell, wie ich es mir wünschen würde, aber es wächst stetig und langsam. Wie in Schottland… Und doch werde ich nie ein normales Leben fürhen. Weil Superhelden nie normale Leben führen, weisst du?
Aber das alles habe ich Hank natürlich nicht ins Gesicht gesagt. Es war nicht nötig. Ich denke, er ahnte auch so meine Gedanken, als er noch im Türrahmen stand, nach unserm frühzeitig beendeten Filmabend. Alles was er nicht weiss, scheint er in meinen Augen ablesen zu können, deren Ausdruck sich in den letzten Monaten so verändert hatte…
“Schlaf gut, Hank. Ich denke es war einfach ein anstrengender Tag für mich, der…” Sag jetzt nichts... Die drei Worte durchzuckten mich so heiss, wie es nur ein Blitz konnte.
Kein Wort, das meine Lippen noch verlassen hat, ehe die Tür vor Hanks Nase zuflog. Sag jetzt nichts... - Verdammt, ich kenn diese Stimme!
Stars spun in front of her eyes and her mind flashed on strange images: a key that wouldn’t unlock any door; a locket that held the secret to death; a kneeling angel who could not atone for any sins.
Sometimes I need to remember just to breathe
Sometimes I need you to stay away from me
Sometimes I’m in disbelief I didn’t know
Somehow I need you to go
Nur eine weitere Nacht, in denen ich aus einem Traum hochschrecke, der mit Bildern gefüllt ist, die ich nicht verstehe, die keinen Sinn ergeben wollen, so oft sie sich auch wiederholen. Mein Schlaf war nie ein tiefer – wer kann sich auch Superheld schon erlauben tief und fest zu schlafen? – aber was seit… diesem Unfall mit mir passiert, ist nicht mehr einfach nur ein unruhiger Schlaf. Ich habe Angst davor, dass ich müde werde und mich nicht mehr wach halten kann. (Wobei Angst ein seltsame Umschreibung ist – wovor hat Ororo Munroe eigentlich wirklich solche Angst, ausser… vor was laufe ich wirklich davon?) Schlaf um Schlaf ist es, als würde ich in einem unruhigen Gewässer treiben und in Strudel gezerrt, die mir nichts als diese Bilder zeigen.
Diese Bilder.
Sind sie nur schon so in mein Gedächtnis gebrannt, bin ich so durch einen einzigen Traum geprägt, dass ich sie immer wieder sehe?
Vielleicht bin ich ja traumathisiert?
Aber sind wir nicht Superhelden, mit Superkräften und müssten eigentlich auch Superträume haben, Scott?
Du bist immer gegangen, ohne zurück zu blicken. Warum hast du es dieses Mal getan?
Don’t stay
Forget our memories
Forget our possibilities
What you were changing me into
Just give me myself back and
Don’t stay
Forget our memories
Forget our possibilities
Take all your faithlessness with you
Just give me myself back and
Don’t stay
Gott, Schottland war so eine besch…eidene Idee, Logan. Wie sind wir nur darauf gekommen?
Ich will zurück nach Hause, zurück nach Schottland.
Hören da meine Träume auf?
Oder fangen eher noch andere Bilder an aufzuleben?
Sometimes I feel like I trusted you too well
Sometimes I just feel like screaming at myself
Sometimes I’m in disbelief I didn’t know
Somehow I need to be alone