Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Christabel wandte sich um und betrachtete Steven auf dem Bett. Er lag auf dem Bauch und stopfte sich mit Fish und Chips voll. Hallo hallo? Erde an Steve. Christabel sprang mit auf das Bett und legte sich quer über seinen Rücken, ehe sie nach einem Kartoffelchip hangelte und ihm die Akte vor die Nase hielt.
„Wehe, du fasst das jetzt an, du hast fettige Finger. Fassen wir mal zusammen.“
Sie legte die Akte sorgsam außer Reichweite, machte ansonsten aber keine Anstalten, sich irgendwie zu bewegen. Gut, sie war nicht sonderlich schwer, aber ihm so im Kreuz zu liegen, war bestimmt ganz toll für ihn.
„Also, wir haben da eine Schule für begabte Kinder. Wir wissen, dass diese Kinder Mutanten sind und dass die PEM in drei Wochen hier eintrifft. Also habe ich ganze drei Wochen Zeit, mich dort umzusehen, richtig?“
Sie hielt inne und drehte sich auf den Bauch, lag aber immer noch auf seinem Rücken, während sie sich das Haar aus der Stirn pustete.
„Erinnerst du dich noch an Seattle?“ meinte sie leise. Es war ihr erster Einsatz gewesen. Sie spielte mit einem Faden, der an Stevens Shirt abstand.
„Wir haben 143 Kinder in einer Nacht getötet… sie haben noch geschlafen.“
Natürlich wusste sie, was er ihr damals gesagt hatte und das würde er wohl auch gleich wieder tun. Es waren keine Kinder und man konnte Mutanten nur ausschalten, wenn sie ihre Kräfte noch nicht voll entwickelt hatten und überhaupt; es war kein Mord, sondern Staatsauftrag. Sie kannte das alles schon, aber ihr ging Seattle eben nicht aus dem Kopf. So viele Kinder in einer Nacht.
"Oh Darling. Tiefer!" Aber gut, sie waren hier ja schließlich nicht zum Spaß -also indirekt vielleicht schon- aber die Arbeit machte sich nun mal nicht von allein. Ohne Vorankündigung setzte er sich auf, was zur Folge hatte, dass er sie hinter sich in die Kissen warf.
"Fängst du schon wieder damit an?" Manchmal fragte er sich ehrlich woher ihre angedeuteten Moralschübe kamen. Mutanten waren keine Menschen. Mutanten waren Feinde und wie konnte man Feinde besser ausschalten indem man die nächste Generation eleminierte?
"Drei Wochen..." Das war nicht wirklich viel Zeit. "Was war eigentlich mit dem Typen da..." Na, hier, dings. Sie wusste schon. Er erhob sich um auf dem Tisch nach seinem Kaffeebecher zu langen, damit er diesen auffüllen konnte. "Wir müssen da rein." Steven wackelte verschwörerisch mit den Augenbrauen und grinste in ihre Richtung. Er hatte da so eine Idee...
Hups...und da hatte er sie schon von diesem netten breiten Rücken verdrängt, wo sie sich doch gerade hatte selber breit machen wollen. Beleidigt blinzelte sie ihn von den Kissen aus an. Ja, er hatte ja Recht, sie fing schon wieder damit an. Sie sollte sich wirklich einmal zusammen reißen. Das waren keine Menschen.
Schließlich sah sie ihn ein wenig fragend an. Er konnte das ganz toll mit den Augenbrauen, aber was wollte er eigentlich damit sag... oh nein!
"Nein, Steve! Ich weiß, wen du meinst. Aber ich glaube, er ist mißtrauisch."
Ja, zum Henker, wie hieß er nochmal? Benjamin... Alexander...
"Ich werde mich nicht an diesen Padraig hängen. Wir hatten ausgemacht, dass ich mich als Lehrerin bewerbe. Immerhin sind wir verheiratet, hast du das vergessen...Darling?"
Sie plinkerte kurz mit ihren Wimpern. Wer Steven einst wirklich heiraten würde, hatte ihr Beileid. Auch wenn er ein verfucht guter Kumpel war.
"Los! Betrüge mich!" Er lachte leise und angenehm auf. "Du als Lehrerin? Ich weiss ja nicht...wenn du dort auch SO charmant bist." Konnte das nur in einer Katastrophe enden.
Er schritt zurück zum Bett und ließ sich schwer neben ihr nieder. Steven schwang die Beine ins Bett und lehnte sich ans Kopfende um seine Kaffeetasse auf seinen Bauch zu balancieren, dabei bekam sie einen feixenden Klabs auf den Oberschenkel.
"Wie sieht es mit deiner Bewerbung aus? Hast du die Sachen zusammen?" Was fragte er eigentlich? Sie war einer der Besten, natürlich hatte sie die Unterlagen zusammen. Es müßte eben nur alles eben gewohnt still und leise von Statten gehen, aber das sollten sie hinbiegen, oder?
Hey... was hieß hier; wenn du SO charmant bist?! Das mit dem betrügen würde sie ja noch hinkriegen, es reichte ihr schon, mit Steven in einem Bett zu schlafen und ihn in der Nacht zu treten, wenn er mal wieder anfing zu schnarchen - abgesehen davon, dass ER ja behauptete, er würde nicht, aber sie wollte das so schnell wie möglich hinter sich bringen. Diese Auslandseinsätze waren ja schön und gut, aber manchmal bekam man einfach zu viele Eigenarten des anderen mit... obwohl Steven ja nun wirklich auch sehr viele nette Eigenschaften hatte, das musste Christabel zugeben. Und sie vertraute ihm.
"Hey!" Sein Klaps holte sie aus ihren Gedanken. Sie setzte sich auf und schnappte sich die Kaffeetasse, um einen Schluck daraus zu nehmen.
"Natürlich habe ich die Bewerbung geschrieben, alles da in der Mappe. Aber wenn du willst, kannst ja auch du dich als Französischlehrer bewerben."
Ja, sie wollte Französisch unterrichten, aber Steven würde das gewiss wieder zweideutig aufschnappen.
Was ihn zwangsläufig darauf brachte warum sich Chris von ihm einfach nicht flachlegen lassen wollte. Sie waren beide jung, erfolgreich in ihrer Arbeit und durchaus attraktiv. Ihm war es nicht immer ganz so recht wenn sie damit anfing sie wären ja schließlich Profis und die Freundschaft würde nur darunter leiden. Aber genau genommen hatte sie recht. Wenn es etwas gab was er Ernst nahm, dann seine Arbeit.
"Und während Madame mal wieder faul herum gesessen hat, war Daddy fleissig." Zwar bekam Chris einen Kuss auf die Wange, der musste jetzt einfach sein, weil er doch wusste wie sehr es sie ärgerte, doch dann erhob er sich wieder um in seinen Unterlagen nach einer dünnen Mappe zu wühlen. "Colum McNara, 21 Jahre alt, studiert an der Glasgow'er Universität Jura, wohnhaft in Inverness. Dunkles Haar, grüne Augen, 1,85m groß, 80kg schwer. Der zweitjüngste Sohn einer alteingesessenen schottischen Familie, enger Freund des Instituts und außerdem unterrichtet er gälisch an unserer Lieblingsschule. Ich würde sagen: Er ist unser Mann, er weiß es nur noch nicht."
Und jetzt war Missy dran. Wer war der Beste? Steven setzte sich mit einem selbstgefälligen Grinsen zu ihr und verschränkte die Hände am Hinterkopf.
Sie fingerte jetzt schon über eine Minute an diesem blöden Ohrringverschluss und bekam ihn einfach nicht zu. Entnervt drehte sie sich zu Steven um und deutete auf ihr linkes Ohr.
"Steven..." Es klang so mitleidig, dass er sich einfach erbarmen musste!
Aber immerhin zupfte sie ihm dafür den Kragen zurecht und entfernte ein paar Fusseln von seinem Jackett. Christabel trug ein langes weinrotes Kleid, das nicht zu tief ausgeschnitten war, denn immerhin wollte Colum sie den Schulleitern als Lehrerin vorstellen. Diese so gar nicht subtile Taktik war mal wieder vollkommen aufgegangen, wenngleich noch nicht alle Hürden genommen waren. Mit einigen schnellen Handgriffen steckte sich Christabel das dunkle Haar mithilfe einiger Spangen nach oben und drehte sich dann.
"Wie findest dus? Kann ich so gehen? Ach, da fällt mir ein... dieser Padraig ist vielleicht auch dabei. Du solltest also ungesehen im Hintergrund bleiben."
Aber wenn Steven wollte, dann war er wie ein Schatten.
"Halt still." Wies er an und streckte die Hand aus um ihren Ohrring behutsam zuzuklippen. Dann griff er nach ihren Händen um sie einmal im Kreis zu dirigieren und pfiff leise durch die Zähne. "Du Sahneschnitte." immitierte er den Yankeeakzent und tätschelte ihr liebenswert den Po.
"Ich wollte mich nur nochmal in aller Form bedanken, dass du das große Opfer auf dich nimmst und mit diesem Schotten ausgehst." Ja, ein wenig eifersüchtig war er schon. Einfach weil er befürchtete nicht mehr die erste Geige zu spielen.
Der drehte ihr den Rücken zu um die Schublade der kleinen Kommode aufzuziehen und seine Waffe heraus zu nehmen, die er sicherte und sich dann in den Schulterholster steckte. "Sollte irgendetwas sein...." Sie wusste Bescheid.
"Hm...", meinte sie schmunzelnd und warf das Kleid über den Schenkel, so dass er ihre Waffe in Form eines Strumpfbandes erkennen konnte, ehe der Stoff wieder über ihr Bein glitt. Es handelte sich dabei allerdings um einen gut versteckten Adamantiumfaden, der in das Band mit eingewoben war. Sie legte sich ein paar silberne Armreifen an und fuhr fort:
"...ein so großes Opfer ist es diesmal nun auch nicht. Immerhin sieht Colum McNara sehr nett aus."
Aber eigentlich wollte sie ihn nur ein wenig ärgern. Sie hatte schon einige dieser Aufträge übernommen und manchmal hatte das durchaus Überwindung gekostet, obwohl sie mittlerweile ein Profi war. Schnell schlüpfte sie in ihre Schuhe und gab Steven einen Kuss auf die Wange.
"Oh, ich wusste ja gar nicht das Tay auf kleine Kinder steht." denn in seinen Augen war Colum nichts anderes als ein unreifes Kind, dazu dieses geleckte Aussehen, aber gut...wenn sie ihn halbwegs sympathisch fand ließ sich der Auftrag besser ausführen.
"Du weißt was wir besprochen haben in Bezug auf die Vorhergehensweise." Erinnerte er sie noch einmal ausdrücklich daran als er nebenbei den Wagenschlüssel griff und ihn in seiner Hand wog. Nur wenige Schritte und er trat bereits aus dem Haus und ließ sie an ihm vorbei treten.
"Ich will keine unvorhergesehenen Aktionen, klar?" Ey, er vertraute ihr, denn schließlich war sie verdammt gut, aber dennoch wollte er das einfach nochmal gesagt haben und wenn es nur für sein Ego war.
Einen Moment später hatte er per Fernbedienung den Wagen geöffnet und setzte sich hinters Steuer um los zu fahren.
Sie konnte noch immer nicht fassen, mit welcher Brutalität Steven vorgegangen war. Gut, jetzt würde jeder denken, Sarahs Mann war ein Schläger und obwohl Steve sie nicht geschlagen hatte, musste er das nun nachholen, wenn sie die Story glaubwürdig verkaufen wollten. Sie hasste es. Warum hatte er das nicht mit ihr abgesprochen? Sie wollte kein blaues Auge durch die Gegend spazieren tragen. Das hätte sie ihm auch sofort gesagt. Warum hatte er das gemacht...? Aber er hatte noch andere Dinge getan, die ihr auch nicht in den Kopf gingen. Schließlich schmiss sie ihre Handtasche auf die Kommode und drehte sich zu ihm um.
"Also...bringen wir es hinter uns. Schlag schon zu. Aber pass bitte auf und schlag nicht so, dass du mich gleich ausknockst, klar?"
Steven war ein Mann der tat was von ihm erwartet wurde, dabei stand er sich manchmal nur selbst im Weg.
Er wollte jetzt weder mit ihr Reden, noch wollte er sie sehen. Diese Sache war privat und hatte nichts mit dem Einsatz zutun, aber schon allein in einem Raum mit ihr zu sein brachte ihn auf die Palme.
Er hatte das Haus nur betreten um ins Schlafzimmer zu gehen und sich dort Bettdecke und Kissen zu schnappen. Sie hatten schließlich einen Ehekrach und er würde heute auf dem Sofa übernachten, obwohl wenn er es genau bedachte...konnte er sie ja auch einfach auf dem Sofa schlafen lassen.
Das sie ihm jetzt so offen anbot sie zu schlagen überraschte ihn und in einem Bruchteil des Augenblicks wollte er vorschlagen, dass sie sich das blaue Auge ja auch einfach schminken konnte, aber wenn man es genau bedachte war er einfach immer noch viel zu wütend. Er trat auf sie zu, hieb ihr seine Faust ins Gesicht und fühlte sich besser.
Hatte er nicht immer versucht ihr beizubringen, dass sie bei ihren Aufgaben und Einsätzen einfach flexibel sein mussten? Da musste sie solche Aktionen von ihm einfach ahnen.
Allerdings blieb er nun ungerührt stehen und sah sie aus tiefblauen Augen an. "Komm schon. Schlag mich." Ausgleichende Gerechtigkeit.
Ehekrach? War ihr da irgendwas entgangen? Okay, Colum, das schlaue Bürschchen, hatte versucht ihr zu zeigen, wer der Mann war. Eigentlich belächelte sie sowas nur, weil sie mit Colum sehr wohl allein zurecht gekommen wäre. Auf der anderen Seite war es gar nicht dumm, dass Steven aufgekreuzt war, denn so konnte sie ihren "Hilfloses Frauchen"-Status wahren, ohne dass ihre Deckung aufgeflogen war. Aber hatte er ausgerechnet SIE schlagen müssen? Den Mitleidsbonus konnten sie sich auch sparen.
Ein schmerzhaftes Keuchen konnte sie nicht unterdrücken, als Steven mit seiner harten Rechten kam. Das Auge war ja so empfindlich und er hätte nicht so fest schlagen müssen. Ehekrach?! Sie zeigte ihm gleich, was ein Ehekrach war. Ihr Auge tränte zwar und sie bekam es kaum auf, aber ihre Rechte war auch nicht schlecht, wenn nicht sogar noch besser als Stevens'. Sie schlug so hart zu, dass ihr die Fingerknöchel weh taten und sie die Finger spielen ließ, damit der dumpfe Schmerz nachließ.
"Arsch", zischte sie und wandte sich ab, um im Bad zu verschwinden.