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Logan hingegen versuchte wirklich ruhig zu bleiben, was ihm allerdings nicht wirklich leicht fiel. So sah er Mika entgegen und wenn sie nur einen Funken Verstand besass, dann wurde ihr klar das man Logan nicht einfach herausforderte. Er unterdrückte nämlich gerade den Wunsch sie einfach im Nacken zu packen und auf den Stuhl zu drängen, um zu zeigen WER hier der Boss war und WER den Ton angab.
Doch anstatt loszubrüllen und loszuwettern, nahm er neben Scott Platz und musterte die Beiden -noch- vollkommen kommentarlos. Die kräftigen Arme vor seiner breiten Brust verschränkt, während es in seinen Augen gefährlich funkelte.
Okay, nun saß sie doch, mehr oder weniger unfreiwillig, aber sie saß und starrte die Maserung des Holzes an, aus welchem der Tisch gemacht war. Sie ließ Brooke einfach erstmal machen, aber Logans funkeln war Mika auch nicht entgangen, und sie verkniff es sich, noch einmal direkt und trotzig seinen Blick zu erwiedern.
Dafür, dass die Situation so ernst war, fühlte sich Mika miserabel. sie versuchte die Hitze in ihrem Körper zu kontrollieren, sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte, und so versuchte sie einfach, erst einmal so passiv und ruhig zu sein wie eben möglich. Allein die Hitze, die sie ausstrahlte, verrät sie, vor allem für Brooke.
Zu deren Antwort nickte sie leicht, es war die ausweichendste, mögliche Antwort.Den Blick auf die gegenüberliegende Wand gerichtet, wartete das rothaarige Mädchen einfach ab.
Da Logan mal wieder nichts sagen würde - wahrscheinlich war er heillos mit dieser Situation überfordert, aber Scott hatte auch gerade Mühe, sich unter Kontrolle zu halten und er wünschte sich im Moment Xaviers Weitsicht -, erhob sich Scott und ging langsam zum Fenster. Er legte die Hände im Rücken aufeinander und wirkte durch seine gerade Haltung wie ein Soldat... trotz angebrochener Rippen. Eine Weile blickte er in den Garten.
"Ich frage mich, ob ihr wisst, warum ihr hier seid. Des weiteren frage ich mich, ob ihr überhaupt hier sein wollt? Ich frage mich allen Ernstes, welche Ziele ihr im Auge habt."
Er sah über die Schulter zurück.
"Habt ihr überhaupt Ziele? Und wenn nein, warum seid ihr dann hier? Hm?"
Scott wandte sich wieder halb dem Raum zu, aber sein Blick war weiterhin unverwandt auf die Beiden gerichtet; auch wenn man es nicht unbedingt sah, so spürte man seinen Blick unangenehm auf sich.
"Seid ihr hier, um Ärger zu machen? Seid ihr hier, um alle anderen in Gefahr zu bringen? Seid ihr nur an dieser Schule, weil es so für euch im Augenblick sehr annehmbar ist, hm?"
Er war wieder zurück zum Schreibtisch gekommen und lehnte sich zu beiden Mädchen vor.
"Und wie lange noch? Oh nein, Mika, ich nehme dir nicht ab, dass das so spurlos an dir vorbei geht, dass du uns alle hier in Gefahr gebracht hast. Du hast einen verdammt großen Fehler gemacht, Mika. Und anstatt ihn zuzugeben, reagierst du mit Trotz. Was verdammt nochmal ist es, das ihr wollt? Wollt ihr wirklich so weitermachen?"
Sein Blick wanderte von Mika zu Brooke und der Rubinquarz glitzerte gefährlich in seiner Brille.
"Aber dann nicht an dieser Schule... was ist mit dir, Brooke? Jetzt...jetzt hast du die Möglichkeit, etwas zu sagen. Ich will kein Schulterzucken sehen, versteht ihr das nicht? Das ist nicht, was mich überzeugt, euch auf dieser Schule zu behalten. Ich will, dass ihr etwas aus eurem Leben macht, aber das geht nicht, wenn ihr es nicht auch wollt. Und mit einem Schulterzucken ist das nunmal nicht getan."
Ja, was wollte Scott Summers von den beiden? Wie wäre es für den Anfang mal mit einer Entschuldigung?
Ich frage mich, ob ihr wisst, warum ihr hier seid. Des weiteren frage ich mich, ob ihr überhaupt hier sein wollt? Ich frage mich allen Ernstes, welche Ziele ihr im Auge habt." Der Satz hallte in Mikas Kopf nach, und ihr Blick fixierte Scotts Rücken. Sie wusste, warum sie hier war, an diesem Institut. Um einen Schulabschluss zu erhalten, damit sie endlich ihr Leben geregelt bekam. Natürlich, sie hätte diesen auch überall anders machen können, hätte sich nur an die Fürsorge wenden brauchen, aber das wäre nichtmehr die Selbstbestimmung gewesen, die sie für irh Leben wollte.
Sie hatte sich für dieses Institut entschieden, keine besorgten Eltern hatten sie hierher geschickt. Und sie hatte sich entschieden, hierher zu kommen, weil sie wusste, dass sie , wenn sie nicht lernte, ihre Mutation zu kontrollieren, eine tickende Zeitbombe war. Eine Frage der zeit, der Geschehnisse, aber irgendwann wäre sie ein psychisches Wrack gewesen, vielleicht nach einem Feuer zu viel. Mika war auf gewisse Art und Weise rücksichtslos, aber nicht so.
Es nagte an ihr, dass sie die anderen vielleicht in Gefahr gebracht hatte, aber das musste sie mit ihrem gewissen klären, und Scott würde keine Entschuldigung von ihr erhalten. Dieses kleine Wort sorry hätten andere verdient, all jene, die hier waren, weil sie genauso dachten wie Mika und weil sie ebenso kleine Zeitbomben waren die wussten, wie die Menschen einen ansahen und das Wort Mutant wie eine Beleidigung zischten.
Sie blickte Scott an, und ihre grünen augen glitzerten.
"Ich bin nicht dumm, ich weiß, dass ich einen fehler gemacht habe, indem ich mich habe erwischen lassen. und es war ein fehler, zu teilen an dem Leben festzuhalten, das vor dem hier war."
Sie machte eine ausschweifende handbewegung und holte dann tief Luft.
"Und ich lasse mir nicht sagen, dass ich hier bin, weil es annehmbar ist. Wenn es so wäre, hätte ich meinen Hintern auch zur Fürsorge bewegen können und dort betteln.Wir wollten sicher niemanden hier in Gefahr bringen, aber wie Brooke gestern schon gesagt hatte: es ist Gewohnheit. Wir haben keine Eltern die uns monatlich unser Taschengeld schicken oder uns zu Hause die Sachen waschen und Mittag kochen. Das, was gestern geschehen ist, war für einge Jahre ein wichtiger Teil unseres Lebens.Und wenn ich Ärger machen wollen würde, dann könnte ich auch zurück nach London gehen...."
Dies war keine Entschuldigung, aber vielleicht eine Erklärung. Mika wollte kein Verständnis, Scott musste dies nicht verstehen, aber sie wollte eine Chance.
"was heißt so weitermachen? So wie davor? Wenn dem so wäre, wär ich niemals hierher gekommen und hätte darum gebeten, mich als Schülerin aufzunehmen..."
Der Stuhl auf dem sie saß fühlte sich mit jeder Minute härter an und die Luft schien immer dicker zu werden und abgestandener. Oder war das nur Einbildung? Und auch das Ticken der Wanduhr die es hier wie in jedem Büro sicher gab war in den Pausen die Scott machte sehr laut weil die Stille wenn sie mal für einen Moment eintrat drückend wirkte. Wie ein Soldat stand er da, ja? Sie konnte mit solchem autoritären Verhalten auch nicht gerade so supertoll umgehen, was die Behaglichkeit natürlich nicht gerade vergrößerte.
Scotts Tonfall in dem er mit ihnen redete gefiel ihr ganz und gar nicht. Diese Fragen die er stellte regten sie allerdings wirklich zum Grübeln an. Welches Ziel hatte sie? Weshalb war sie hier? Diese Fragen waren gar nicht so einfach zu beantworten. Zumindest die Frage nach den Zielen nicht. Dazu musste sie erst einmal in sich gehen.
Es gab da ein paar Dinge, die sie sich für später wünschte. Ob er das mit Zielen meinte? In den letzten Zwei Jahren hatte sie sich nie Gedanken um längerfristige Pläne gemacht, vielleicht auch ein bisschen weil sie Angst davor gehabt hatte und Zweifel, wie die Zukunft für Jemanden wie sie aussehen könnte. sie war auf ihrer Reise wohl zu einem Teil auch vor sich selber weggelaufen. Das begann sie langsam zu begreifen.
Sie hatte am Anfang nicht hier sein wollen, schon alleine weil man ihr das ihrer Meinung nach einfach aufzwingen wollte. Doch das hatte sich geändert. Sie hatte jetzt Gründe, gute Gründe hier zu sein. Aber gingen diese Gründe Jemanden etwas an? Eigentlich nicht oder? Sie fand das schon sehr frech, dass er so persönliche Fragen stellte.
Der Gedanke das sie alle in Gefahr gebracht hatte lies sie auf ihrem Stuhl etwas nach unten rutschen weil ihr das doch je mehr sie darüber nachdachte um so unangenehmer wurde. Das war nun wirklich nicht ihre Absicht gewesen...
Er wollte das sie was aus ihrem Leben machten? Scheiße viel es schwer, auch anch einem Monat noch, an dieses "Wie wollen euer Bestes und sind eine Familie" Gelaber zu glauben. Wenn das doch nur etwas leichter fallen würde dann fiele es ihr auch leichter, sich zu einer Entschuldigung durchzuringen...
Mikas Worte konnte sie sehr gut nachvollziehen. Sie kannte Mikas Standpunkt ja auch bereits und sie Beide hatten nunmal zu einem gewissen Grad ähnliche Erfahrungen. Aber auch sie selber sollte wohl ihren Standpunkt klar machen, so wenig sie auch Lust dazu hatte sich vor jemandem auszubreiten.
Leise klickte ihr Zungenpiercing, mit dem sie ein wenig herumgespielt hatte wie sie es manchmal tat wenn sie nervös war bevor sie sich nachdem Mika geendet hatte ebenfalls zu Wort meldete "Für meinen Teil hab ich sehr wohl Ziele. aber muss ich die jetzt wirklich hier ausbreiten? Dazu ist es eine viel zu persönliche Sache und deshalb lass ichs lieber.
Genau so wie ich Ziele habe habe ich inzwischen auch Gründe hier zu sein. Gute und für mich sehr gewichtige Gründe sogar. Trouble zu machen ist garantiert keiner davon. Und die anderen in Gefahr bringen wollten weder Mika noch ich das lass ich mir nicht anlasten." Dieser Punkt, der Vorwurf sie hätte vorsätzlich andere in Gefahr gebracht, schien sie wirklich getroffen zu haben. Das merkte man ihr unter der kühlen Fassade doch an "Sich von nem Leben auf der Straße umzugewöhnene das geht nicht von Heute auf morgen. Deshalb haben wir das wohl gemacht, aber das hat ja auch Mika schon angedeutet. Und wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, das ist klar. Die Lektion ist angekommen in unseren Oberstübchen. Ihr könnt es uns glauben, das wir sowas nicht nochmal machen" Oder sagen wir es so, das wir es tun und uns dabei erwischen lassen... "Oder ihr könnt uns rausschmeißen, das liegt bei Euch..." Bei dem letzten Satz sah sie auf dem Tisch damit möglichst keiner in ihrem Gesicht sah, das sie es bedauern würde weg zu müssen.
Gemurmelt fügte sie noch an "Wir sind doch Beide nicht stolz auf uns..." Es klang etwas trotzig, aber es war eben ihre Art einer angedeuteten Entschuldigung. Ihr kam sowas nunmal nicht so leicht über die Lippen...
Logan der sonst immer einer der Ersten war der rumschrie und tobte und seinem Ärger einfach Luft machte, war heute ziemlich ruhig. Das lag zum einen daran, dass er Ororo das Versprechen gegeben hatte sich ebenso zu bemühen wie die Kinder und dass das was Scott gesagt hatte genau das war, was auch er dachte, nur würde er niemals die Worte finden um den Kindern das begreiflich zu machen.
Wer Logan nun kannte sollte mittlerweile doch wissen, dass sein Schweigen, ernster und auch schlimmer war als sein sonstiges, ständiges Gemeckere.
Er hatte Brooke versucht zu erklären, dass er die Schule als große Familie sah, sein Fehler war es nun, dass er angenommen hatte die Kinder würden es genauso sehen.
Logan trat zum Fenster um hinaus zu schauen und mit gerunzelter Strin auf das angrenzende Loch zu blicken, als er sprach war seine Stimme ruhig, aber vor allem verbittert. "Hört doch auf euch selbst zu belügen. Das was ihr hier sagt ist gequirlte Scheiße." Wollten sie ihm weiß machen, dass sie als arme Straßen Kinder resozialisiert werden mussten? "Ihr wisst das Stehlen nicht gut ist und zum erwachsen werden gehört nun mal das ihr Verantwortung übernehmt und für eure Fehler gerade steht." Fehler passierten, so war es einfach, aber sie sollten doch beide mit dieser Mitleidsnummer aufhören.
"Ihr habt mich beide schwer enttäuscht und mir weh getan." Sehr wohl, der Satz kam von Logan und wenn sie hier in diesem Zimmer schon so ehrlich miteinander waren, dann sollten sie genau das auch wissen. Er und sie konnten es nicht ungeschehen machen, aber Narben verheilten, wer wusste das besser als Logan und irgendwo musste sicherlich auch sein Fehler liegen.
Er ließ den Satz so stehen, gewaltiger als eine Tracht Prügel es war.
Hatte er sich gerade verhört? Er musste sich verhört haben, denn es war eindeutig so, dass die beiden rein gar nichts gelernt oder verstanden hatten. Und vor allen Dingen schienen sie nicht zu begreifen, dass das, was sie hier sagten, für sie selbst – hier und jetzt – entscheidend war. Scott war weniger ruhig als Logan. Es mochte vielleicht erstaunen. Natürlich mussten sie sich am aller wenigsten bei Logan und Scott entschuldigen und eine persönliche Entschuldigung an die alten X-Men verlangte Scott überhaupt nicht – so sollten sie an jede Tür in diesem Institut klopfen und sich entschuldigen, wenn ihnen das besser gefiel.
In diesem Moment sollten Mika und Brooke Cyclops kennen lernen, denn er hieb mit der flachen Hand derart auf den Tisch, dass der gefährlich ächzte. Seine Stimme hallte von den Wänden wider und es wirkte so bedrohlich, dass sie einen sehr kleinen Vorgeschmack von dem bekamen, was Leute zu erwarten hatten, die seine Familie bedrohten.
„Schluss jetzt!! Ich will so einen MIST nicht hören! Du hast einen Fehler gemacht, weil du dich hast… erwischen lassen?! Falsch, Mika! Diese bescheuerte TAT war dein Fehler. Euer beider Fehler. Habt ihr eigentlich eine Ahnung, wie viele Leute da jetzt mit drinstecken, die alles daran setzen, das, was ihr verbockt habt, wieder auszubügeln? Und ihr setzt euch hier rein und schwingt große Reden, dass es falsch war, sich ERWISCHEN zu lassen?!! Was geht nur in euren Köpfen vor? Was?“
Er blickte die Mädchen einen Moment stumm an, ehe er tief einatmete und etwas ruhiger fort fuhr.
„Ihr sagt, es ist Gewohnheit und im gleichen Atemzug sagt ihr, dass ihr nicht so weitermachen wollt. Warum zum Henker seid ihr nicht sofort gekommen, um mit uns über dieses Geldproblem zu sprechen?! Oder wenn ihr so wenig Vertrauen zu uns habt; warum seid ihr nicht zu irgendjemandem an dieser Schule gegangen? Wenn ihr hier bleiben wollt, dann müsst ihr lernen, uns zu vertrauen. Ich will nicht von euch hören, dass ihr euch nicht mehr…erwischen lasst. Ich will von euch hören, dass das nicht mehr vorkommt.“
Wenn sie wirklich glaubten, er hatte nicht das Recht, ihnen derartiges zu sagen, so täuschten sie sich. Sie hatten sich für diese Schule hier entschieden und ihnen konnte hier geholfen werden, mit ihren Mutationen umzugehen. Es war nur recht und billig, dass Logan und er darum eine gewisse Gegenleistung von den Schülern verlangen konnten: Den Willen und den Mut, etwas aus sich zu machen. Er war kein Priester, aber er konnte durchaus ein gewisses Maß an Reue verlangen, oder nicht? Seine Schüler waren auch immer seine Kinder gewesen und wenn eines davon fehlte, dann hatte er auch versagt. Und im Moment kam er sich so vor, als wäre er der einzige, der hier darum kämpfte, das wieder in Ordnung zu bringen. Es machte ihn wütend. Dennoch waren Brookes Worte ein Anfang, so dass er wieder eine Weile im Zimmer umher ging und jeder seiner Schritte ungewöhnlich laut auf dem Boden zu hören war, ehe er letztlich sagte:
„Ich bin nicht bereit, euch aufzugeben… und ihr solltet das ebenso wenig sein – vor allem ihr solltet es nicht sein. Allerdings müsst ihr mir versprechen, dass ihr in Zukunft zu uns kommt und mit uns sprecht - und zwar bevor ihr wieder so etwas Dummes im Sinn habt.“
Sein Blick streifte Logan. Xavier wäre dieses Problem anders angegangen, aber er war nun mal nicht Xavier, auch wenn er die gleichen Ansichten vertrat und der Meinung war, dass jeder eine zweite Chance verdient hatte. Die beiden Mädchen hatten einfach noch viel zu lernen. Und sie brauchten nicht meinen, dass Scott so schnell aufgab.
Brooke glaubte nicht recht zu hören. "Ihr habt mich beide schwer enttäuscht und mir weh getan." Dieser Satz von Logan? irgendwie kam es ihr so vor als spielten ihr ihre Ohren einen Streich. Aber es war wirklich ganz so, das dieser Satz effektiver war als jeder Schlag oder alles was einer der Beiden Schulleiter sonst hätte tun können. Sie wusste selber das sie eben nicht das brave kleine Sonnenscheinchen war, an dem alle ihre Freude hatten, so wie Charleen oder Elayne es waren aber das saß dann doch. Sie zuckte bei diesem Satz ganz leicht zusammen, kaum zu merken mit normalen Sinnen und spannte sich an, ganz so als hätte man ihr eine unsichtbare Ohrfeige verpasst. Irgendwie ging ihr in diesem Moment auf wie undankbar sie wohl gewesen waren.
Etwas weniger eisig als sonst sah sie Logan ganz direkt an und brachte Worte hervor die ihr zwar fürchterlich schwer fielen auszusprechen die aber um so ehrlicher gemeint waren "Es tut mir leid..." Irgendwie fand sie Logan in diesem Moment sehr sympathisch und begann langsam zu begreifen, das er seine Worte damals wirklich ernst gemeint hatte. Und dieses Gefühl das diese Erkenntniss auslöste drang sogar durch den Eispanzer und berührte doch etwas in ihr. Nein, sie wurde jett nicht sentimental oder so, aber sie konnte sich dagegen einfach nicht wehren.
Und eben weil sie sich nicht gegen dieses Gefühl wehren konnte und ja eigentlich hier bleiben wollte rang sie sich zu etwas durch, was genau so schwer viel wie die Entschuldigung. Nämlich wirklich das Versprechen abzugeben, soetwas nicht nochmal zu tun. Ihre nächsten Worte, an Scott gerichtet, waren daher "Es kommt nie wieder vor"
Jetzt war es raus und nun, werte Herren Schulleiter?
Auch Mika schluckte bei Logans Worten. Das saß, und zwar richtig. Klar, auf der einen Seite dachte sie, dies war wahrscheinlich der typische Satz, den Eltern zu ihren ungezogenen Kindern sagten. "Ihr habt mich beide schwer enttäuscht und mir weh getan." Aber andererseits...vor ihr saß Logan, und diesem Mann traute sie definitiv nicht zu, dass er sie anlügen würde. Er meinte das Ernst. Und so wäre Mika besser mit klar gekommen, hätte er herumgebrüllt. Aber solch ein satz, der hätte von ihrer Mum kommen können. Sie sah Logan direkt an, nachdem Brooke geendet hatte zu reden.
"Ich wollte nicht, dass es so kommt...."
Nein, es war nicht trotzig gemeint, wie es bei jedem anderen wahrscheinlich der Fall gewesen wäre, es war einfach nicht Mikas Art, vor anderen ihre Fehler und ähnliche Dinge auszubreiten. In dieser Hinsicht war sie fast noch verschlossener als Brooke.Der satz kam sehr leise über ihre Lippen.
Dass Scott die "Böser Bulle" Nummer schieb, machte ihn nicht gerade sympathisch.Sie übernahm Verantwortung für sich selbst, dafür brauchte sie ihn nicht und sein Rumgezeter war pädagogisch sicher auch nicht sehr wertvoll. Sie zuckte leicht zusammen, als er anfing, herumzuschreien, aber genau dass war sicher nicht das Richtige, um Mika zu irgendetwas zu bewegen. Es war wichtig für sie, auf dieser Schule zu bleiben, aber sie würde dafür nicht duckmäusern oder sich verstellen. sie gehörte nicht zu den Leuten, die gut "Lieb-kind" machen konnten.Sie blickte von logan zu Scott, und ihre Augen glitzerten.
"Was in meinem Kopf vorgeht? Ich denke nicht, dass ich das hier offenlegen muss.Aber, dass, was wir gemacht haben, war nicht schlimm..."
Sie schüttelte leicht den kopf und sprach ruhig weiter,noch immer ohne Slang. Sie schien sich jedes Wort genau zu überlegen.
"Dass, was ihr außerhalb der Schule macht, ist ein gute Sache, aber aus Sicht anderer ist es Terrorismus. Die Art und Weise, wie die Leute ihr Geld erhalten, denen ich einen teil davon wegnehmen würde, haben dieses Geld sicher auch nicht dadurch erworben, dass sie sonderlich nett zu anderen Menschen waren, und die paar Dollar schaden ihnen nicht.Ich habe nie in meinem Leben wahllos etwas mitgehen lassen, sondern nur Dinge oder von leuten, die dies ohne eine Träne zu vergießen verkraften können.Sorry, wenn du deshalb der Meinung bist, dass irgendwas bei mir deshalb falsch geht, okay. Aber dies ist meine Art von Moral.
Dass andere sich jetzt für mich den Arsch aufreissen, das tut mir leid, dess es wäre meine Aufgabe, mich darum zu kümmern, aber die Stellung hab ich nicht."
Sie schluckt kurz und fährt dann fort, noch immer mit zornesfunkelnden Augen, aber ohne lauter zu werden oder wirklich ausfallend.Sie legte aber fragend den Kopf schief.Manche Sachen konnte sie von ihrem Standpunkt aus nicht nachvollziehen.
"warum sollt ich wegen dem Geld zu jemanden gehen? Das ist doch auch meine Sache, ansonsten bräuchte ich doch bloß bei der Fürsorge anrufen. aber das wäre so...als könnte ich nciht für ich selber sorgen."
Es scheint, dass Mika nen ziemliches Problem hat, sich in irgendeiner Art udn Weise von menschen abhängig zu machen, sei es durch Vertrauen oder aus anderen Gründen. Ihr Blick streift kurz durch den Raum, zum Fenster hin, wieder zurück zu Scotts Gesicht. sie ist sich darüber im klaren, dass sie nicht die Sachen gesagt hat, die er hören wollte.Aber es schien ihr trotzdem wichtig zu sein, den Schaden zu begrenzen.
"Es wird nicht wieder vorkommen, da schließ ich mich Brooke an.Wenn es ne Möglichkeit gibt, den ärger auszugleichen, dann sagt es...bitte...."
Nein, Mika hatte tatsächlich nicht gesagt, was er hören wollte. Dass er eine natürliche Abwehrreaktion hervorgerufen hatte, war ihm durchaus bewusst, aber er hatte gewiss nicht im Sinn, alles unter den Tisch zu kehren und so zu tun, als wäre nichts passiert. Das war nun mal der Arschlochpart, den Scott innehatte, und das war genau die Sache, die ihn nicht sympathischer machte. Er war sich durchaus im Klaren darüber, dass Logan mit seiner lockeren Art immer besser ankommen und Scott wohl stets alles viel zu ernst sehen würde. Ja, Ororo war auch nicht besser gewesen als die beiden Mädchen vor ihm, aber sie hatte die Kurve gekriegt, weil sie jemanden gehabt hatte, der ihr auf einen anderen Weg geholfen hatte. Einer musste es ernst nehmen, denn mit halbherzigen Reden konnte man kein Institut leiten. Wenn man alles viel zu locker sah, kam man nie dorthin, wo man sein wollte und Scott nahm es sich als Aufgabe, ungemütlich zu werden, wenn es denn sein musste. Er forderte und er hatte das Recht dazu, solange sie auf dieser Schule waren. Wenn sie diese Schule verließen, war das nicht mehr seine Aufgabe. Seine Worte hatten Protest geweckt; vor allem in Mika. Und er für seinen Teil hatte auch erreicht, was er hatte erreichen wollen. Er wollte, dass sie endlich mit der Sprache herausrückte und das hatte sie. Ein wenig hatte er sie durch seine provokante Art hervorziehen können und ihr mehr als nur dieses Schulterzucken entlockt. Vielleicht huschte einen Moment sogar so etwas wie ein leichtes Schmunzeln über seine Lippen, aber wenn, dann war es nur so etwas wie ein Zucken der Mundwinkel. Sein Blick war auf Mika gerichtet und er meinte abschließend auf ihre Worte hin:
„Regel Nummer 1: An dieser Schule wird nicht geklaut. Kein Schüler hier ist ein Dieb. Entweder ihr haltet euch daran oder ihr verlasst das Institut. Es liegt bei euch, ihr kennt diese Regel nun. Über Schadensbegrenzung werden Logan und ich uns noch Gedanken machen. Fürs Erste sei hiermit alles gesagt.“
"Ich werde in Zukunft kein Problem damit haben, mich an diese regel zu halten."
Sie wollte raus hier, auch wenn das Gespräch für Mika und Brooke gut ausgegangen war. Sie ging zur Tür und kehrte den anderen den Rücken zu, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Immerhin, sie durften bleiben. Innerlich war sie am Jubeln, dass sie doch nicht gehen musste, und die Folgen für ihr Handeln nahm sie nun, da sie bleiben konnte, gerne in Kauf.
Das zeigte Logan das er sie eindeutig überschätzt hatte und sie in einem gewissen Grad einfach noch dumm war. Brooke hingegen schien es endlich begriffen zu haben, er hoffte es zumindest.
Auch Logan hatte dem nichts mehr hinzuzufügen, allerdings war klar -selbst wenn es unausgesprochen war-, dass hier war die letzte Chance der Mädchen. Würden sie sich nicht berappeln, tat es Logan zwar Leid, aber dann würde er sie hinaus werfen.
Er drehte sich nun um und stellte sich wieder hinter den Schreibtisch. Es tat dennoch weh und würde vor allem eins brauchen: Zeit.
Mika wollte nach dem Gespräch eigentlich hoch, in ihr Zimmer, aber sie überlegte es sich anders und suchte das nächstbeste Telefon. Sie wollte Scott und Logan zeigen, dass auch sie zum Wohle aller wider ihrer Natur handeln konnte. Auch wenn sie nicht so wie Brooke sagen wollte, ihr tue es leid, so wollte sie wenigstens das Finanzproblem aus dem Weg schaffen. Hier in Schottland war sie weit entfernt vom Londoner Jugendamt, aber die Frau, bei der sie damals war, hatte gemeint, Marylin hätte ein recht auf Ansprüche und solle sich bei ihr melden, wenn sie diese nutzen wolle.Sie kramte in ihrem -bis auf ein paar penny und viele unterschiedliche Zettel- leerem Portmonee herum und fand einen schon ziemlich oft geknickten Zettel, auf dem der Name ihrer Sozialarbeiterin, Ms. Abner,und die dazugehörige Telefonnummer stand.
Mika wählte zögerlich die einzelnen Ziffern und war überrascht, dass sich schon nach zweinmaligen Klingeln jemand meldete. Sie hatte sich keinen Text im Kopf bereitgelegt, aber sie wusste ja, mit wem und über was sie sprechen wollte.
"Guten Tag, mein Name ist Marylin Rose, ist denn Ms. Abner zu erreichen? Ja gut, danke, ich warte...."
Sie wurde in eine andere Leitung versetzt und erneut ertönte das Klingeln. dann erkundigte sich Ms. Abner nach Mika und wie es ihr ging. es kam dem Mädchen seltsam vor, aber es schien, als freue sich die Sozialarbeiterin, von ihr zu hören.
"Ms Abner, hallo, mir geht es gut, ich halte mich zur zeit in Schottland auf und beende hier meinen Schulabschluss. Ich wollte sie fragen, wegen den Leistungen, die mir von der Fürsorge aus zu stehen..."
Und die ältere dame, die am anderen Ende der Leitung in einem sehr kleinen büro im Londoner stadtteil notting Hill saß, informierte Mika über alles. Dass sie eine aktuelle adresse bräuchte und eine Kontonummer, auf welches das geld überwiesen werden würde, dass sie nun, da sie volljährig war, keinen Vormund mehr vorzeigen müsste und so fort. Ihr müsst mir versprechen, dass ihr in Zukunft zu uns kommt und mit uns sprecht..... Mikai würde für diese bürokratischen Dinge Hilfe brauchen, wenigstens jemanden, der ihr Geld verwalten würde, da sie selbst kein Konto besaß.
Sie ließ sich von Ms. Abner die Nummer eines Sozialarbeiters in Inverness geben, mit dem sie auch darüber reden könnte.Als sie den hörer nach mehr als 20 Minuten auflegte, fühlte sie sich seltsamerweise besser.Es war der nächste kleine Schritt zu ihrem neuen leben und ein großer Weg von dem alten. Sie schrieb auf ein Blatt auf, in was es in dem gespräch ging, erwähnte auch die telefonnummer des sozialarbeiters in Inverness und bat darum, dass ihr jemand half wegen des Kontos. Mika wollte heute nichtmehr mit Scott oder Logan reden, da sie wusste, das für aus deren sicht sie sich icht halb so einsichtig gezeigt hatte wie Brooke. dementsprechend legte sie den Zettel in Logans Fach.Sie würde sehen, was kam....
Diese einfache Regel die Scott aufstellte war eigentlich ganz klar. Zumindest aus den Taschen der eigenen Leute lies man schön brav die Pfoten, auch einer der Gesetze der Straße. Hatte sie also nicht so wirklich ein Problem mit. Hier hatte sie auch noch nie was geklaut. wobei, elayne würde sie ja schon zu gerne mal einen streich spielen. Falshcer Zeitpunkt an sowas zu denken, gaaaaaanz falscher Zeitpunkt. Sachte nickte sie "Regel verstanden und akzeptiert"
Das Logan noch nicht einmal was zu der Entshculdigung sagte zu der sie sich durchgerungen hatte war irgendwie nicht das was sie erwartete, sie hätte mal ein bisschen bestätigung gebraucht das sie das richtige getan hatte, aber egal. Musste sie mit leben. Wenigstens konnten sie jetzt gehen. Endlich raus hier.
Mit Mika zusammen verlies sie das Büro. Aber so nach Jubeln war ihr immer noch weiß sonstwer nicht zu Mute und das merkte Mika vielleicht auch als Brooke sich recht knapp von ihr bis später verabschiedete und ihrer Wege ging um Mika erstmal tun zu lassen was auch immer sie da vorhatte.