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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Mika stapfte mit ihren Sportsachen und den Bandagen unterm Arm zur Turnhalle. Kurz dachte sie daran, dass sie gerne jemanden als Partner zum trainieren hätte, aber es musste halt ohne gehen.
Sie drückte mit der Schulter die große Eingangstür auf udn schaute, ob jemand da war, bevor sie in die Umkleidekabine ging und sich ihre "Sportsachen" anzog. Kurz schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen, als sie daran dachte, dass sie durch das Geld der Fürsorge endlich mal Turnschuhe kaufen könnte, fürs Laufen. sie band ihre verfilzten Haare mit einem Band nach hinten, damit sie ihr nicht ständig ins Gesicht fielen, bevor sie begann, ihre Füße zu bandagieren. dann machte sich Mika auf den weg in die Halle, damit beschäftigt, ihre Hände auch zu bandagieren.Ihre Schritte waren auf dem Boden, da sie barfuß war, nicht zu hören, aber sie summte leise ein Melodie vor sich hin.
Mika wärmte sich heute sehr lange auf und begann dann mit Seil springen. Sie wusste noch, wie es war, als kleines Mädchen Seil zu springen, alleine oder mit anderen, und es war immer sehr lustig gewesen. Aber bei dem tempo, was sie nun an den tag legte, erinnerte nichtsmehr an das kleine Mädchen von früher. Nach drei Minuten wurde sie immer langsamer und hörte dann auf. Ihre waden schmerzten, und barfuß zu springen war sicher nicht sehr gesund für die Füße.
Sie wandte sich dem Sandack zu und konzentriete sich ausschließlich auf das Training mit dem Oberkörper.Scläge aufs gesichtshöfe, vor dir Brust, den Ellbogen in die Nieren des Gegners, den Unterarm auf Halshöhe ect.
Sie konzentrierte sich auf die schnelligkeit, denn auch wenn technik wichtig war, wenn du schnell agierst, hast du besser chenacen, deinen gegner zu überrumpeln und selber nicht verletzt zu werden.
Die Gestalt löste sich von der Eingangstür, die sich ebenso leise hinter ihr schloss, wie sie sich geöffnet hatte. Als Remy ins Licht trat, funkelten die schwarz-roten Augen seltsam. Er sagte nichts, sondern setzte sich auf den Boden und sah Mika einfach nur zu. Vielleicht würde sie ihn bemerken, vielleicht auch nicht. In jedem Fall wusste er, wen er hier vor sich hatte.
Seit dem Morgen schon trug er eine Idee mit sich herum. Ob sie sich verwirklichen lassen würde, hing ganz von den nächsten Minuten ab.
Vorerst aber wollte er sehen, mit wem er es hier genau zu tun hatte. Eventuell würde sich das alles auch als sinnlos erweisen.
Mika war zu sehr auf ihr Training konzentriert, um Gambit zu bemerken, und erschrak auch dementsprechend, als sie kurz vom Sandsack abließ und den Kopf drehte, damit sich ihr Nacken nicht so sehr versteifte. Sie ging reflexartig einen Schritt zurück und blickte Gambit überrascht an, musterte ihn von oben bis unten.
Sie wusste, dass der junge Mann mit dem französischen Sprachschatz ein Bekannter der Lehrer war, aber das wars dann auch schon mit ihrem Wissen. was will er hier?Ob Logan ihn hergeschickt hatte? Ihr Blick wurde fragend, und sie ging auf Gambit zu.
"Hey, ich bin Mika...was machst du hier?"
Die Frage klang selbst in ihren Ohren seltsam, aber sie war nicht sonderlich gut darin, ein Gespräch anzufangen, und eine bessere Frage viel ihr gerade nun wirklich nicht ein.
Es war nicht wirklich Remys Art, übermässig geheimnisvoll zu tun. Manchmal war es einfach lustig, es gehörte dazu, une part de jeux. Manchmal war es notwendig, um von etwas anderem abzulenken. Dieses Mal war es keines von beiden.
"Ich weiss, wer du bist. Du bist eine von den beiden, die sich für Meisterdiebe halten. Ich bin hier, weil ich dich sehen wollte."
Er blieb weiterhin sitzen, sah ihr mit gelangweiltem Gesichtsausdruck entgegen, bewegte aber sonst keinen Muskel.
"Dein ... aaaahm... appelant? Dein Lockvogel? Ich habe sie heute früh schon kennengelernt. Ein wenig unbeherrscht, n'est-ce pas? Und das war du hier machst... Ich bin nicht sonderlich beeindruckt. War der Typ eigentlich blind oder so? Ich frage mich immer noch, wie ihr den abziehen konntet, ohne dass er was gemerkt hat. Dass ihr erwischt wurdet, wundert mich nicht im Geringsten."
Es mochte seltsam sein, diese spöttischen Worte von einer so weichen und charmanten Stimme zu hören zu bekommen, und dennoch war niemand anderes da, sie hätte sagen können. Allein der Blick aus den schwarz-roten Augen wanderte leuchtend über Mikas Gestalt, jede ihrer Bewegungen abschätzend. Ansonsten sass der Typ in dem fast lächerlich wirkenden Mantel einfach nur da.
Mit einem Funkeln in den Augen, verschränkte Mika die Arme vor der Brust. Es klang seltsam, aber das rothaarige Mädchen kannte die Bedeutung des wortes Stolz, und Remy hatte gerade gut an ihrem Stolz gekratzt. Sie wusste, dass sie nicht so gut war wie jemand, der im Verein trainierte oder der die richtigen Tricks kannte. Aber das, was sie konnte reichte, um sich bei einer Prügelei kein blaues Auge zu kriegen, auch wenn ihr der Gegner körperlich überlegen war oder einige Erfahrung hatte. Sie hatte erst hier im Institut wirklich angefangen zu trainieren, und trotzdem kratzte das, was der junge Mann mit der seltsamen Sprache gesagt hatte, ziemlich an ihrem Ego. In Mikas Umgebung wurde es deutlich wärmer, als sie leicht den Kopf schüttelte.
"Logan hat dich geschickt, nicht wahr?Wenn du noch mehr sagen willst, tu es... oder geh. Ich bin vielleicht jung und habe nen fehler gemacht, aber ich bin nicht so blöd, mir von einem menschen ´ne Belehrung anzuhören, der mich noch nicht einmal kennt.Und das, was ich hier tue, scheint dich auch nichts anzugehen, oder sehe ich da etwas falsch?"
Natürlich war es kindisch, was sie sagte, und dass sie in ihren heimtatdialekt abgerutscht war, zeigte, dass sie nicht halb so cool war, wie sie versuchte zu wirken. Und der sympathische Eindruck, den Remy auf sie gemacht hatte, hatte sich nach dieser Ansage auch aufgelöst. Wäre so etwas von Logan gekommen, sie hätte es verstanden und hätte nicht so tappsig darauf reagiert. So drehte sie sich einfach nur langsam um und begann, die Bandagen von ihren Händen abzuwickeln. Irgendwie war ihr die Lust am weitermachen gerade gründlich vergangen...
"Gibst du schon auf?" kommentierte er ihre Fummelei mit den Bandagen. Er nickte sogar mit dem Kinn aufwärts in ihre Richtung. Es wirkte abfällig, wie auch sein Tonfall.
"Logan hat mich nicht geschickt. Aber ich kann wohl genausogut gehen. Eine Belehrung..." Er lachte kurz und es klang nicht belustigt.
"Scheint so, als hätte ich mich in dir getäuscht. Du bist genau so ein Dickkopf wie deine kleine Freundin, non? Nur nicht so eisig."
Er hatte den Temperaturwechsel wohl wahrgenommen. Und damit hatte er schon einen Teil seiner Antwort erhalten. Was ihr Temperament anging stand sie Brooke in nichts nach. Auch nicht, was Unbeherrschtheit anging.
"Aber du hast recht. Es geht mich wirklich nichts an, was du hier tust."
Dann passierte es. Es war kaum mehr als eine Bewegung des Handgelenks, zeitgleich mit mit einem kurzen scharfen "Hey!"
Ein kleines, flaches Objekt flog auf Mikas Oberkörper zu. Eine ganz normale Spielkarte.
Mika ließ blitzschnell die Bandage der linken Hand los, die sich wieder aufdrosselte, und fing mit der linken die Karte, kurz bevor sie ihren Körper berührte. Sie blickte das Motiv kurz an und streckte dann die Hand aus, um Remy die Karte zurückzugeben.
Der Zweite, der heute sagte, er hätte sich in ihr getäuscht. Dachten die Leute wirklich, sie wäre ein besserer Mensch? Das ist sie nicht, und kurz huschte ein zynisches Lächeln über ihr Gesicht, während sie Remy die karte noch immer entegenhielt.
"Mh, man sollte halt keine Erwartungen in andere Menscehn stecken, dann wird man auch nicht enttäuscht..."
Kurz legte sie den Kopf schief, und Neugier leuchteten in ihren hellgrünen Augen auf.
"warum bist du hierher gekommen, wenn nicht Logan dich geschickt hat? Nur, um dich über mich lustig zu machen?"
Es war dunkel im Raum. An den Wänden standen Regale mit Bällen, Kisten mit Springseilen und mitten im Raum ruhte ein Pferd, oder zumindest hatte man ihr das vierbeinige, gepolsterte Ding als Pferd vorgestellt. Ihre kleine Gestalt lag auf den gestapelten Sportmatten und sie starrte an die spärlich mit Spinnweben verhangene Decke.
Eng war es hier nicht wirklich, aber es beruhigte sie etwas, dass die Decke so nah zu sein schien. Langsam rollten ihre grauen Augen zur Seite, als die Hintergrundgeräusche zu Stimmen wurden, die sich angeregt miteinander zu unterhalten schienen.
Ein Rascheln und Blobbs ulkiges Gesicht trat in ihr Blickfeld und sie sah ihn an. Sollten wir mal nachsehen? Sicher waren es Bewohner des Institutes, von denen sie wusste, dass es Mutanten sein sollten. Aber dieses Wort sagte ihr nichts und sie selbst fühlte sich noch immer deplaziert. Leise war das Geräusch, dass sie hörte, als sie vom Mattenstapel kletterte und wieder auf dem kühlen Boden aufkam. Die Schlappen die sie anhatte, wärmten nicht sehr gut und sie erinnerte sich genau an das Gefühl der Pflastersteine auf dem Weg hierher.
Vorsichtig trat sie an die angelehnte Tür zum Geräteraum und spähte in das Licht hinein und in die Turnhalle.
Remy stand auf, streckte die Hand aus und nahm die Karte wieder an sich. Ihre Frage nach dem Warum beschloss er ein anderes Mal zu beantworten.
"Klar ist es einfacher, niemanden zu enttäuschen. Aber wenn du nicht einmal Erwartungen an dich selbst hast, wirst du ewig bei diesen Kinderspielen bleiben. Spiel weiter das halsstarrige kleine Kind, dass auf Authorität nichts gibt. Du wirst versagen."
Er lies die Karte mit einer simplen und geschwinden Handbewegung verschwinden und sah sie herausfordernd an. "Überrasch dich doch einfach mal selbst, überrasch alle anderen um dich herum. Tu was Unerwartetes und spiel nach den Regeln."
Er drehte sich um und ging langsam auf die Tür zu. "Wer besser sein will, als das System, muss das System kennen. Wer sich nicht an Regeln halten will, muss zunächst lernen, wie sie funktionieren. Erst dann kannst du die Leute damit überraschen, dass du sie brichst. Ich glaub' es eigentlich nicht, aber..." Er drehte den Kopf seitlich. "Falls du bereit bist zu lernen... werde ich dich beobachten. Und vielleicht, eines Tages, sogar unterrichten."
Erneut die flinke Handbewegung und abermals flog die Karte auf Mika zu. Remy hatte keinen Zweifel daran, dass sie sie auch dieses Mal fangen würde. Wie schon bei Brooke hatte er festgestellt, dass ihre Reflexe gut waren. Mit dem richtigen Training könnten diese beiden Mädchen es weit bringen, als Teil eines Teams oder allein. Was ihnen fehlte, war die Grundlage und die richtige Einstellung. Beides hatte einst auch Remy gefehlt und genau deshalb wollte er sich um sie bemühen. Ihnen die Chance geben, die sie verdienten. Solang beide bereit waren, dafür zu arbeiten.
Er war stehengeblieben und warf Mika über die Schulter ein herausforderndes "Überrasch mich!" zu.
Seine Worte trafen Mika dort, wo sie es tun sollten, und nachdenklich blickte sie Remy an. Sie wusste, dass er Recht hatte mit dem, was er sagte, und dass ihr kindisches Verhalten sie nicht weiter bringen würde. Aber sie war stur und gehörte nunmal nicht zu den Leuten, die sich etwas vorschreiben ließen.
Wer besser sein will, als das System, muss das System kennen. Sie hatte diesen Satz schon einmal gehört. Und sie verstand, was remy áusdrücken sollte.Und langsam machte sich ein Ausdruck von Beschämung in ihren Blick breit, wie bei einem kleinen Kind, dem gesagt wurde, dass was es tut wäre falsch.Mika presste die Lippen aufeinander, denn dazu gab es nichts zu sagen, keine Verteidigung, nichts. In dem Wissen, dass sie sich gehen ließ und dies mit Unbeherrschtheit erklärte.Sie nahm die Herausforderung an, wissend, dass er sie beobachten würde...
Das rothaarige Mädchen fing auch die nächste Karte wieder auf und nahm sie zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand.Sie blickte auf das Motiv und dann zu dem sich entfernden Remy. Ihre Hand-Augen-Koordination war gut ausgprägt, und sie zielte mit der Karte auf Remys Rechtes Ohr, bevor sie sie losschnippste. Bei weitem nciht so kunstfertig und schnell, wie Remy es konnte, aber sie könnte ihr Ziel treffen.
Er hörte die Karte, noch bevor er darauf reagierte. Und Mika hatte gut geworfen, für jemanden, der sich mit so leichten und aerodynamisch ungewöhnlichen Gegenständen nicht auskannte. Remy drehte sich sogar ein Stück, dass die Karte ihn noch an der Schulter traf, bevor er nach der Berührung herumwirbelte und sie auffing, bevor sie seine Hüfte auf dem Weg nach unten passiert hatte.
"Nicht schlecht für den Anfang."
Er hatte wirklich etwas anderes erwartet. Zum Beispiel, dass sie ihn ansprang oder sich anderweitig ihrer Nahkampfkünste bedienen würde. Oder dass sie einfach nur stehenblieb und nichts tat. Seine Aufforderung war eigentlich mehr metaphorisch gewesen.
Remy fühlte die Karte. Beim ersten Mal war sie viel wärmer gewesen. Natürlich wusste er von Mikas Mutation, er hatte sich informiert, noch bevor er sich auf den Weg zu ihr gemacht hatte. Nun schien es so, als hätte sich das Mädchen wieder abgeregt. Ein gutes Zeichen? Man würde sehen.
"Also schön. Ich werde dich beobachten," sagte er während er die Karte abermals verschwinden lies. Dann legte er den Kopf schief und sah sie an. Kam noch was?
Mika konnte sich denken, dass er etwas anderes erwartete hatte. Und sie war froh darüber, dass sie den Gedanken, Remy anzugreifeb, sehr schnell verworfen hatte. Sie hätte keine Chance gegen ihn gehabt, denn jemand mit solchen Reflexen hätte sie nach Bruchteilen von Sekunden unter sich auf dem Boden gesehen.Sich wieder ihren Bandagen widmend, sah sie den jungen Mann an.
Sie war ruhiger geworden, dass merkte man nicht nur an der Temperatur, die sich wieder normalisiert hatte, sondern auch daran, dass Mikas lockere Körperhaltung nun echt wirkte.Sie schob die aufgerollten Bandagen in die Taschen ihrer Shorts.
Sie würde Hilfe brauchen, um sich ändern zu können, das hatte sie heute schon einmal einsehen müssen. Wenn Remy sie beobachten würde, so wäre das ein Anfang.
"danke..."
Sie ließ das Wort so im Raum stehen, ohne Erklärung. Remy konnte es verstehen, wie er wollte, ob es als antwort auf seinen ersten satz kam oder als Dank für das, was er ihr gesagt hatte, da war selbst Mika sich nicht so sicher.
Das komische Geräusch, wenn sie sich gegenseitig diese Dinger zuwarfen, machte sie nur noch neugieriger. Was war das nur? Sie fingen es zielsicher und sahen es kurz an und warfen es sich wieder zu. Halt! Nein! Der Mann dort, lässt das Ding mit einem Mal verschwinden und dann bedankt sich das Mädchen...
Sie verstand gar nichts. Nicht nur, dass sie das Gespräch mehr schlecht als recht mitgeschnitten hatte. Was die Beiden da trieben hätte genauso gut ein südländischer Paarungstanz sein können. Es kam ihr so oder so spanisch vor. Beziehungsweise komisch, denn von Spanien hatte sie noch gar nichts gehört.
Das gerade in diesem Moment die Tür zum Geräteraum herrisch knarrte, ließ sie zurück schrecken und dabei fiel sie auch noch auf ihren Hosenboden. Ganz super, spätestens den dumpfen Aufschlag hatten sie sicherlich gehört und zu allem Übel war Blobb über alle Berge.
Auf allen Vieren machte sich das Mädchen auf die Suche im Stockdunkel des Raumes nach ihrem neonlila gefärbten Plüschkollegen mit dem irren Blick.
Remy war gerade dabei zu nicken und sich endgültig zum Ausgang zu bewegen, als er das Geräusch vernahm. Sein Kopf fuhr herum in Richtung des Geräteraums und spähte nach einer möglichen Quelle für den Lärm.
"War noch jemand mit dir hier?" fragte er Mika. Eine überflüssige Frage, denn die Tatsache, dass sich noch jemand in der Nähe befand war offensichtlich. Dass er die Person nicht früher bemerkt hatte machte ihm Sorgen. Waren seine Instinkte wirklich derartig abgestumpft?
Remys linke Hand glitt an der Knopfleiste des Mantels herunter, seine Rechte verschwand in Richtung der Hüfte. Zu allem bereit, aber langsam und vorsichtig ging er Schritt für Schritt auf die halboffene Tür zu.