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Ty betrat die Küche und sah sich um. Nanu, niemand da? Zumindest Jeremias musste doch hier irgendwo sein. Aber eigentlich suchte Ty eher nach dessen neuem Hilfskoch Brendan. Müsste der nicht gerade ... keine Ahnung, Rüben putzen oder ein Soufflet ansetzen oder was auch immer man so als Hilfskoch macht?
Er fand es schon irritierend, dass der neue Hausmeister Max überall zu sein schien, nur da nicht, wo man ihn suchte. Den wollte er nämlich gleich danach aufsuchen. Aber zuerst der neue Koch.
Hmm, ob Brendan wohl wusste, dass Ty Vegetarier war? Am Ende hatte er noch irgendwann Fleisch in seinem Salat.
Details, Knight, darum kannst du dich kümmern, wenn du fertig bist. Wo steckt die Jungen bloss?
Dafür, dass Ty weder das Aussehen noch das Alter der beiden Gesuchten kannte, war "Jungen" noch eine höfliche Bezeichnung. Aber mit nichts als zwei Namen bewaffnet auf die Suche zu gehen, war schon ein Abenteuer für sich. Zumal das Institut schon recht groß war.
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Die Frühstückskippe hat er als Nachtisch im Hof konsumiert, der Kaffee hat den Weg zur Blase auch schon gefunden und nachdem er den weg gebracht hat, gondelt er gemächlich gen Küche, um sich doch noch was zu beißen ausm Kühli zu klauben.
" 'n Morgen", bringt er mäßig motiviert hervor, als er an Ty vorbei in die Küche schlendert. Nach einem kurzen Tauchgang in die kalten Tiefen den Kühlschranks begnügt er sich doch mit einem einfachen Apfel plus Milch - und das sogar aus nem Trinkbehältnis, nicht etwa aus der Tüte.
Wirklich redselig ist er im Moment nicht. Warum auch, dieser Zeitsprung ist aber auch unmenschlich, normalerweise würde er sich jetzt an den Strand fleddern und sich von der Abendsonne trocknen lassen.
Okay, Knight, konzentrier dich. Kennst du das Gesicht? - Nein.
Könnte es einer der Gesuchten sein? - Möglich.
Ist das nun Brendan oder Max? - Der Hausmeister würde doch nie einfach so an den Kühlschank... oder doch? Nein, das wird dann wohl Brendan sein.
Der hat aber n reichlich komischen Akzent fürn Koch...
"Hm....wer?" Der australische Akzent wird von den halb zerkauten Apfelstücken gedämpft, die Worte münden in ein Nuscheln - aber wenigstens fliegen keine Apfelbrocken durch die Gegend. "Nope, ich bin Max - und selbst?"
Nach dem Schlucken fällt verbale Kommunikation deutlich leichter. Kurz läßt er den Blick über Ty's Gestalt wandern.
Während alle anderen - ohne dass er selbst das wirklich weiß - sich Gedanken darüber machen, wer er ist, was er macht und was er am Institut zu suchen hat, interessiert ihn das bei seinen Gegenüber nur mäßig bis gar nicht. Gut, die Krankenschwesterbiologiepaukerin im Partylook hat ihn dann doch schon ein wenig überrascht, aber andererseits...who cares? Wenn sie die Kids so dazu kriegt, ihren Ausführungen zur chemischen Zusammensetzung von DNA und der überaus spannenden Unterschiede zwische Meiose und Mitose zu folgen, ist das doch schön...für die Kids. Wüßte er um die Gedanken der anderen, er hätte sich schon längst im Staub gewälzt vor lachen - oder aber sein Bedauern kund getan, das er empfindet, wenn man die unterschwellige - unterschwellig? - Arroganz bedenkt, die den Gedanken zugrunde liegt. Schubladendenken.
"Ty," stellte er sich kurz vor. Und schon speicherte er automatisch mehrere Dinge in seinem Kopf ab, verknüpfte die Begriffe komischer Akzent, Hausmeister und Max miteinander. Und Max Aussehen wurde gleich mit dazugespeichert. Nun wusste er wenigstens grob, wer Max war.
"Nach dir sollte ich auch suchen. Es scheint so, als würde heute abend ein Ausflug in den Zirkus stattfinden, und die Schulleitung braucht noch Aufsichtspersonen. Ich sollte dich und einen Hilfskoch namens Brendan dazu verpflichten. Red am besten mal mit Colum über die genauen Aufgaben. Und ansonsten erwarte ich dich zur Abfahrtszeit an der Garage."
Innerlich war Ty eigentlich froh darüber, dass die Aufsichtspflichten dieses Mal jemand anderem auferlegt wurden. Babysitten an sich war schon schlimm, aber babysitten auf im Zirkus - viel lieber wäre er mit Cait einfach allein dorthin gegangen. Einfach nur einen Abend weg sein, draussen, keine Schüler, kein Institut, kein Dangerroom.
Aber nach gestern konnte er sich das wohl für immer abschminken. Ausserdem musste er ja die Kids fahren. Dabei hatte er gar keine Lust dazu. Konnte das nicht jemand anderes tun? Vielleicht...
Ty sah zu Max. Es war unwahrscheinlich, dass er nicht fahren konnte, aber man konnte ja nie wissen. Und sollten es wirklich so viele Schüler werden, dass ein weiteres Auto benötigt wurde, gäbe es sicher auch noch andere Fahrer, selbst wenn Max keine Fahrerlaubnis hatte. Aber lieber zur Sicherheit nochmal nachfragen.
Colum? Zirkus?
"Willst du mich verarschen?" Er als Aufsichtsperson? Wo ihn doch eh alle Welt für denjenigen hält, der beaufsichtigt werden müsste... Natürlich fängt er an zu lachen.
"Der war gut, echt....Aufsichtsperson..."
Ob man so drauf kommt, wenn man ne Weile in Schottland lebt? Bei genauerer Betrachtung macht der Kerl irgendwie nicht so wirklich den Eindruck, als treibe er Scherze...
"Klar kann ich fahren...", mit wachsamem Unterton.
"Du meinst das ernst, ne? Ey, ich bin Hausmeister...welcher Held kam denn bitte auf die Idee, ich würde babysitten? Putz dir das von der Backe, Amigo..." Mit einem lässigen kleinen *hüpf* katapultiert er seinen kleinen, knackigen Arsch zwecks Sitzen auf die Anrichte. "Wenn dieser Brian drauf anspringt, bitte, aber von Teenies hüten steht nix in meinem Vertrag..."
Ty lachte jedenfalls nicht, also schien es kein Scherz gewesen zu sein.
"Das solltest besser mit Scott klären ... Amigo. Ich bin nur der Fahrer. Wenn überhaupt."
Denn plötzlich schoben sich mehrere Details in seinem Kopf zusammen und ergaben ein Problem: Logan war nicht auffindbar, hatte aber nichts über den Einsatz verlauten lassen. Von daher konnte es jederzeit losgehen. Gleichzeitig aber sollte die Fahrt zum Zirkus stattfinden. Irgendwer hatte da mit der Terminplanung geschlampt.
Ganz sicher würde man doch aber nicht von Ty erwarten, dass er erst die Kinder zum Zirkus fuhr, danach mal eben mit Cait und Logan bei Willows Vater aufkreuzte und diesem eine Lektion in Sachen Erziehungsmethoden gab, nur um hinterher die Kids wieder einzusammeln, als wäre nichts gewesen?
Ty dachte nochmals darüber nach und entschied sich schliesslich, dass seine Aufgabe im Institut mehr beinhaltete als selbst hinter dem Steuer zu sitzen. Es bedeutete auch, Aufgaben zu delegieren. Gut, mit der Aufsicht über Kinder hatte er nicht viel zu tun, wohl aber mit dem Fuhrpark. Und hey, wenn Brendan und Max hier schon als Babysitter auserkoren worden waren und Ty selbst (Logan-sei-Dank) anderweitig verpflichtet war...
Er grinste breit. "Also, Hausmeister, ich schätze mal, du und Brendan werdet heute die Chauffeure und Aufpasser spielen dürfen. Vielleicht hast du aber Glück und musst nur aufpassen."
Er konnte förmlich sehen, dass es dem anderen nicht gefiel. Aber das war nunmal nicht sein Problem. Wenn es Beschwerden gab, konnte er sich ja an Colum oder Scott wenden. Oder an Logan, falls er sich traute ... und dieser endlich mal wieder auftauchen würde.
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Ein einseitiges Schulterzucken quittiert die 'netten' Worte des anderen - der Typ muss als Kind zu heiß gebadet worden sein oder so, was sonst erklärt dieses verkniffen-engarschige Verhalten...
Andereseits...aufpassen und aufpassen sind völlig verschiedene Dinge. Ist nicht seine Schuld, wenn sein Begriff von aufpassen möglicherweise nicht ganz im Einklang mit dem der Schulleitung steht. Das Grinsen erwidernd rutscht er wieder von der unbequemen Anrichte runter, der abgenagte Apfelkern landet im Müll.
"So what...solang sich hinterher keiner beschwert. Was meinst du, gibt's in dem Zirkus auch Schafe?"
Was soll's, dann eben Halligallidrecksauparty mit n paar Teenies...Alternative: lesen, weil er noch keinen I-Net-Zugang zum Daddeln hat...
"Wo find ich diesen Colin und wer zum Geier ist Scott?"
Nur gut, dass er den Gedankengang des anderen bezüglich der Delegiererei nicht mitbekommen hat - einen Vetrag, in dem drin steht, dass er sich vom Schulchauffeur sagen lassen muss, was er zu tun hat, hätte er nicht unterschrieben. Hausmeister ist er - mehr nicht. Und die Zeile "...auch für andere Arbeiten einzusetzen, die seiner Qualifikation entsprechen..." stand nirgends...er könnte also auch einfach nur abwinken und gehen, zumal diese Aufgabe ohnehin nicht seiner Qualifikation entspräche, denn er hat weder eine Fahrerlaubnis, mit der er Personen befördern darf, noch ist er in irgendeiner Form pädagogisch ausgebildet, womit er eigentlich die Aufsicht über Minderjährige nicht übernehmen darf...schon manchmal praktisch, so'n Anwaltpapa.
"Keine Ahnung, von Schafen hab ich nichts auf dem Poster gelesen," beantwortet er die erste Frage.
Schafe...?
"Und Column ... äähm ... hmm, gute Frage. Ich kenn den Lehrplan nicht. Aber einer der Schüler müsste dir weiterhelfen können. Was Scott angeht..."
Ja, und wa war es wieder. Er hatte die klasse Position, Scott jetzt mal so richtig eins reinzudrücken für die ganzen Jahre. Er könnte Max erzählen, dass Scott immer mit so einer albernen roten Brille rumrannte, die er nur aus Modezwecken trug und über die sich schon alle in der Schule lustig gemacht hatten. Oder das Scott ziemlich schnell sauer wurde, wenn man sie ihm ungefragt vom Kopf riss. Und dass er dann immer total witzig aussehen würde. Oder dass Scott einfach mal der letzte Arsch war.
Aber nichts davon war wahr. Na gut, Scott konnte ein Arsch sein, wenn er wollte. Aber es war eine Tatsache, dass sie sich in den letzten Wochen aus dem Weg gegangen waren - und das hatte seine Ansichten zum Thema Scott "Mr. Fantastic" Summers relativiert. So lange er einem keine Vorschriften machte oder vierundzwanzig Stunden täglich am Hacken klebte, kam man mit ihm doch irgendwie aus. Entweder das, oder Ty wurde weich.
Jedenfalls verspürte Ty keinerlei Lust, Scott irgendwas reinzuwürgen. Es gab einfach keinen Grund dafür. Und deswegen bekam Max eine ganz andere Beschreibung zu hören.
"Scott Summers, er hat momentan die Schulleitung. Wundert mich, dass du ihm noch nicht über den Weg gelaufen bist. Irgendwer muss dir doch deinen Arbeitsvertrag gegeben haben? Ist ja auch egal, ich glaube du findest ihn vorn im Büro des Schulleiters. Er ist der mit der roten Brille."
Und damit waren auch schon die Fragen beantwortet.
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OK...Spaßbremse...? Oder schwer von Begriff...? Vielleicht lacht er auch einfach nicht so mit Fremden, vielleicht braucht er da Anlaufzeit zum warm werden oder sowas...? Naja...Schnuppe...wird sich weisen.
Er tippt sich also an die nicht vorhandene Hutkrempe.
"Jau, dann mal Danke, ne...", in neutralem Ton.
Muss wohl was in der Luft liegen, irgendwie kommen die derzeit alle so neben der Spur rüber, seit die Kids übers WE auf der Piste mit dem Pauker waren.
Was interessiert's ihn...wenn's wichtig ist, wird man's ihm schon noch stecken.
Ty nickte und machte sich daran, die Küche zu verlassen. Es dämmerte ihm, wenn einer Ahnung hatte, wo dieser Brendan sich aufhalten würde, dann war das Jeremias. Schliesslich beschäftigte er den Jungen als seinen Aushilfskoch.
"Ja, dann bis später."
Er verliess die Küche durch die Tür zum Speisesaal.
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