Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Während sich Jean nun drinnen um Pad kümmerte, brachte Caitlynn, wie angewiesen die versorgte Sarah auf den Gang hinaus. Sie würde später nochmal nach Pad schauen, auch wenn ihr Dienst offiziell von der Chefin beendet wurde.
Aber es war doch etwas ungewöhnlich und hinterließ einunangenehmes Gefühl, wenn nun schon geschossen
wurde.
"Es ist möglich das leichtes Schwindelgefühl oder Übelkeit aufgrund des Schmerzmittels eintreten, dass ist normal...Miss Sarah..." informierte sie die Patientin und bot ihr den Arm als Stütze an.
"Kein schöner Einstand, gleich am ersten Wochenende abgeschossen zu werden, mh?" ließ sie sich schließlich von der beruflichen Ebene auf die persönliche gleiten.
Sie versuchte das Gespräch wieder aufzunehmen, welches von Jeans Eingriff unterbrochen wurde.
"Welches Fach unterrichten sie hier? Ich weiß...hab ich schon gefragt....wenn sie ihre Ruhe haben wollen , halte ich den Schnabel. Ich begleite sie nur nach oben. Sie wohnen doch oben?"
Wieder blitzten ihre ungewöhnlichen Augen im fahlen Licht der Treppenhausbeleuchtung. Natürlich interessierte sie noch mehr als alles andere, ob diese Sarah auch eine Mutantin war, aber die Frage danach musste warten.
Christabel hatte sich entschlossen, sich nicht krank zu melden. Denn wenn dem so wäre, dann wäre sie hier nicht an der Schule und diese Ausfallzeit konnte sie sich nicht leisten. Natürlich hatte sie aufpassen müssen, als Dr. Grey ins Krankenzimmer gekommen war, denn es existierten Lehrerakten, und das nicht nur hier an der Schule. Eigentlich musste sie bei jedem Mutanten aufpassen, was sie dachte oder fühlte. Völlig emotionslos zu bleiben oder sich anzutrainieren, immer nur das zu denken, was man auch sagte, war Teil ihrer Ausbildung gewesen. Wie so vieles andere auch... aber vielleicht hatte Christabel auch allgemein den Charakter, ein wenig unterkühlt zu sein. Dennoch nahm sie Caitlynns Angebot an und ließ sich stützen.
"Sarah Finnley, freut mich sehr. Und ja, wahrlich kein schöner Einstieg, aber wenigstens ist keiner der Schüler verletzt worden. Was sind das nur für Menschen, die Jagd auf Kinder machen..."
Gut, das ließ sie dann doch einfach als rhetorische Frage so stehen. Und tatsächlich war ihr auch ein wenig schwindlig, wobei die Schmerzen trotz allem da waren. Christabel war nicht zimperlich, aber allmählich wurde sie wirklich müde. Und in der Höhle des Löwen wollte sie nicht unachtsam sein. Einen Moment musterte sie Caitlynns reptilische Augen, ehe sie leicht lächelte.
"Ich unterrichte Französisch... dieses Fach ist kein Pflichtfach, so dass ich mich noch mit Mr. Summers unterhalten muss, ob es noch Bedarf an Lehrern für andere Fächer gibt."
Bevor sie Cait aber hinauf führen konnte, blieb sie stehen und winkte ab.
"Nein, nein. Ich wohne nicht im Institut. Ich bin verheiratet und lebe in Inverness. Ich sollte meinen Mann anrufen, er wartet gewiss schon darauf, mich abzuholen."
Da fiel ihr ein... wie sah eigentlich ihr Auge aus? Der blaue Fleck musste im Ansatz noch immer da sein, auch wenn er gewiss schon am Verblassen war. Aber Caitlynn hatte nichts gesagt, so dass sie annahm, dass es nicht mehr allzu schlimm aussah... gegen den Schrank gerannt, eindeutig.
"Die jagen keine Kinder...ich schätze die jagten Mutanten..." murmelte Cait und machte sich gedanklich eine Notiz das nochmal bei Scott, Logan oder Ororo anzusprechen.
Sie hatten das Treppenhaus erreicht, als Chris aka Sarah Finnley ihren Ehemann erwähnte.
"Wow, verheiratet...ich meine...so jung wie sie..." ähm, blöd! Brems dich wieder. " Das ist schön..." versuchte sie zu retten.
"Und ihr Mann...ähm toleriert...also..findet es gut, dass sie an einer Mutantenschule Französisch geben?
Französisch ist übrigens toll...hab selbst fast zwei Jahre in Südfrankreich verbracht...."
Ja, sie hatte wieder einen Redefluss, aber trotz allem, hatte sie nicht überhört, das Sarah zu Hause anrufen wollte.
"Dann sollten wir runter gehen, mh? Da gibt es ein Telefon in den Büros. Ich will mich nicht aufdrängen, aber solange die Shcmerzmittel noch wirken...sollte jemand bei ihnen bleiben, bis ihr Mann kommt."
das war fachärztlich und Cait spürte, dass die Frau weiche Knie hatte...kein Wunder...
Das blaue Auge, welches sie ihrem 'Ehemann' zu verdanken hatte, war nicht weiter aufgefallen...immerhin hatte sie eine Schusswunde, die weit heftiger war, das Auge wurde einfach mit dem Anshclag in verbindung gebracht.
"Mutanten...", wiederholte sie etwas leiser und schien nachdenklich. In Wahrheit dachte sie darüber nach, wie Steven schon wieder reagieren würde, wenn sie nicht mehr ganz einsatzfähig war. Musste sie einen Bericht schreiben? Sie warf Cait einen Blick zu und war sich recht sicher, dass die andere unter der reptilischen Haut keine Telepathin war. Schließlich musste sie doch leicht lachen... nein, das tat sie nicht, weil sie sich über Cait lustig machte, aber das doch etwas zerstreute und vielleicht eingeschüchterte Wesen der anderen Frau fand sie erfrischend. Wenn du wüsstest...
"Ja, ich bin sogar schon vier Jahre lang verheiratet. Ganz so jung bin ich gar nicht mehr." Sie zwinkerte mit dem gesunden Auge. Allerdings wurde sie im gleichen Moment schon wieder ernst.
"Nun ja, vor drei Jahren ist unser Kind gleich nach der Geburt gestorben... es war... ein Kind mit Mutationen und nicht lebensfähig. Danach ist viel passiert..."
Sie folgte Caitlynn in die Büros und dankte ihr, fragte aber, bevor sie den Hörer hochnahm: "Haben sie in Frankreich gearbeitet? Ja, Südfrankreich ist sehr schön."
Vier Jahre!
Caitlynn war sich eigentlich ihr eben lang sicher, nie heiraten zu wollen. Sie lächelte kurz, wurde dann wieder ernst.
Diese Art von erzwungener Ernsthaftigkeit, wenn jemand fast Unbekanntes von einem toten Baby redete.
"Das tut mir leid..." Standartphrase, aber was sollte sie auch sagen.
Das Kind war eine Mutation...das heißt...
Cait hätte jetzt gefragt, ob Sarah selbst Mutantin war, musste dann aber selbst die Frage über ihre Zeit in Frankreich beantworten.
"Naja, wie sie sich sicher denken können, ist es nicht leicht mit diesen Augen hier eine Anstellung zu finden.
Ich trage eigentlich dauernd verspiegelte Sonnenbrille...ich hab bei einem Courierdienst gearbeitet und im Sommer CapoeiraSeminare gegeben...waren ja nur zwei Jahre."
Aber zweifellos eine schöne Zeit um Abstand von Hawaii und der US Army zu gewinnen.
Cait sah, wie Sarah den Hörer abnahm, nickte kurz und deutete an draußen auf der Sitzgruppe zu warten.
Sie würde warten bis der Ehemann sich um die verletzte Frau kümmern konnte, nicht nur, weil Jean es ihr aufgetragen hatte, sich um Sarah zu sorgen...sondern auch, weil sie neugierig auf Sarahs Ehemann war.
Nach einer Weile kam sie wieder zu Cait auf den Flur und setzte sich neben sie. Etwas erschöpft strich sie sich das Haar hinter die Ohren und lehnte sich zurück, um einen Moment die Augen zu schließen. Letztlich sah sie Caitlynn aber wieder an.
"Ja, ich kann mir denken, dass es schwer ist, eine Anstellung zu finden. Verzeihen sie, wenn ich so frage, aber hatten sie schon ernsthafte Schwierigkeiten mit Mutantengegnern? Im Moment wird dies oft in den Medien diskutiert. Woher genau kommen sie?"
Noch hatte das alles etwas von einem Plausch, aber bei Christabel bestand immer die Gefahr, dass sie es in ein Verhör abgleiten ließ, so dass sie da etwas aufpassen musste. Beide warteten also im Flur auf Steven, der sich ja sehr erfreut am Telefon angehört hatte.
Sie saßen auf der bequemen Sitzgruppe im Flur, nahe dem Haupteingang.
Die kleine grüne Tischleuchte strahlte an die Decke...ansonsten lag der Flur im Dunkeln und das Institut im Stillen. Kein Wunder, war es doch fast schon 1 Uhr nachts.
"Ich bin auf Maui aufgewachsen...meine Mom kam aus Brasilien...mein Dad hier aus England...Multi-kulti sozusagen...studiert hab ich an der Ostküste und danach Frankreich..jetzt Schottland..."
Cait lehnte sich seitlich, um Sarah anzusehen. Der Frau schien es besser zu gehen. Das war erfreulich.
"Mutantengegner... mh...also, so würde ich das nicht sagen. Klar...es gab Probleme in der Schule früher, auf dem College in Boston und naja, die Army hat mich mal versucht abzuwerben. Aber wirkliche Mutantengegner...wie diese Labortypen in diesem Genethicslabor...oder dieser Fernsehprediger....oder dieser Politiker, der eine Anti-Mutanten-Einsatztruppe will..." Ja das Internet war eine Quelle an Informationen
"Nein, so etwas war mir...bis vor einigen Monaten fremd. Also auf mich wurde noch nie geschossen. Und in einem Labor habe ich mich auch nur kurz aufgehalten...bei der US Army."
Sie war nicht einmal müde, als sie wieder mal fröhlich drauf loserzählte. Im Gegenteil, es war irgendwie entspannend so über sich zu reden.
"Warum fragen sie? Oh...ich wollte das vorhin scon Fragen...sind sie auch...genetisch...ähm..also eine Mutantin?"
Ja, Christabel merkte schon... diese Frau konnte reden wie ein Wasserfall, was ja nicht unbedingt schlecht war, wenn Chris irgendetwas erfahren wollte. Darum lächelte sie erneut und nickte leicht zu ihren Ausführungen. Aber sie musste zugeben - ob sie nun wollte oder nicht - dass ihr die andere sympathisch war. Natürlich würde Christabel letztlich nicht zögern, auch ihr eine Kugel in den Kopf zu schießen. So war das nun mal. Nein, Christabel war nicht unbedingt ein Mutantengegner... sie sah die Mutanten nicht als ihre Feinde, sondern eher als eine Aufgabe, die sie eben zu erledigen hatte. Im gewissen Sinn lebte sie ja von den Mutanten.
"Bei der US Army... wow. Nein, ich selbst bin keine... Mutantin, aber man hat es vor einiger Zeit angenommen."
Vielleicht war Cait ja aufgefallen, dass sie rein gar nichts mehr zu dem Kind gesagt hatte, das sie vor drei Jahren verloren hatte. Es stimmte nicht, es waren 4 Jahre und es war auch keine Mutation, die es nicht hatte überleben lassen... es war schlichtweg Christabels eigene Schuld und Ehrgeiz gewesen. Aber schließlich kamen sie nicht mehr dazu, sich weiter zu unterhalten, denn es klopfte bereits an der Tür.