Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Cathrina ging hinein, nachdem sie den anderen noch zugenickt hatte.
Dann stellte sie sich ans Fenster um in den Garten zu blicken.
Sie wußte nicht so richtig, wie sie anfangen sollte.
"Sie kennen doch Stan oder?"
vllt. kam ihr in den nächsten paar Sekunden noch eine Idee, wie sie das Ganze erklären sollte.
Allerdings befürchtete sie, dass Stan ihr den Kopf abreißen würde, wenn er es erfahren würde.
Ob er Stan kannte? Was war das denn füpr ne Frage? immerhin war er hier Lehrer und Stan noch dazu in der Survival-AG, nicht zu vergessen die gemeinsamen Trainingsstunden.
"Nehmen wir einmal an, dass ich Stan kenne, ja. Zumindest weiß ich, wen Du meinst und wie er aussieht. Was ist denn mit ihm?"
"also... ich hab gestern mit ihm gesprochen und ... er hat mir gesagt, er braucht ne Auszeit und würde sich im Garten einnisten.
Als ich ging, hing er als Rauch in den Ästen. Ich komm nicht an ihn ran, er wollte mir nicht sagen, warum und wieso.
Aber wenn er heute nicht zum Unterricht erscheint, dann fliegt er vllt. von der Schule und das möchte ich nicht.
Vllt. könnten sie mit ihm reden? Und außerdem müssen die Lehrer ja Bescheid wissen."
So, nun war es heraus, hoffentlich hatte sie keinen Fehler gemacht.
"Er braucht eine Auszeit? Nun ja, kann ich irgendwie verstehen. So etwas brauchen wir alle ab und zu einmal. Aber ich verstehe Deine Sorge um ihn. Ich werde versuchen, ob ich an ihn herankomme, nur garantieren kann ich für nichts. Von der Schule wird er deswegen aber wohl nicht." Eher schon für das was er auf der Exkursion gemacht hat. Und selbst dafür würde ich ihn nicht der Schule verweisen. Immerhin leben die beiden Frauen noch und er hat seine Mitschüler beschützen wollen. Er lächelte Cath aufmunternd zu. "Mark, Stan und Du seid Euch ziemlich nahe, oder? Zumindest wirkt es so auf mich."
"Ja, wir waren alle im Labor, aber das wissen sie wohl. Und irgendwie haben wir uns hier an unserem ersten Tag zusammen gefunden.
Sie sind der Halt für mich, den ich nach diesem halben Jahr brauchte.
Im Labor waren wir alle auf uns allein gestellt. Es gab keine Kontakte, und wenn ich es versucht habe, dann gab es Bestrafung.
Schmerzen, Übelkeit wegen Essensentzug, Schlafentzug... die Palette ließe sich unendlich fortführen und ich bin sicher, dass sie das Ganze nicht erfahren wollen."
Ihr Gesicht war eine starre Maske, der Tonfall lag irgendwo zwischen Angst und Gleichgültigkeit. Sie sah ihn an aber sie schaute durch ihn hindurch, als würde sie etwas betrachten, was hinter ihm lag.
Das erste mal, dass sie über das Labor sprach. Nichtmal mit ihren Eltern hatte sie darüber gesprochen. Es ging einfach nicht. Ihr Mutter würde sicher vor Entsetzen nicht wissen, was sie tun sollte, wenn sie erfuhr, was man mit ihrer Tochter alles angestellt hatte.
"Es war eine Zweckfindung, wir alle hatten schreckliches erlebt und dann waren wir wieder in einem Raum ohne Fenster. Wir dachten, es wäre ein neues Gefängnis. Einer suchte Halt beim Anderen obwohl ich sicher den meisten Halt brauchte. Die Jungs waren da und ich klammerte mich fest."
Wenn Padraig etwas von Psychologie verstand, dann würde er merken, dass da noch viel Unverarbeitetes schlummerte was irgendwann zur Explosion kommen würde. Nur, welche Richtung würde diese Explosion nehmen?
Pad spürte den Abgrund an dessen Rand er gerade mit Cathrina entlang tanzte. Jetzt durfte er nur keinen falschen Schritt tun, sonst konnte das immer noch sehr fragile Konstrukt, welches sich Ansätze der Normalität nannte, wie ein Traumschloss in sich zusammenfallen.
„Ich kann dieses Gefühl verstehen, wenn ich auch selbst noch nie so eine starke Empfindung in der Richtung gehabt habe. Mark und Stan waren da, als Du ganz dringend jemanden brauchtest. Und da es ihnen wohl nicht so viel anders ging, habt ihr euch den nötigen Halt gegeben. Aber wird es nicht jetzt langsam Zeit, dass ihr noch weiteren Halt sucht? Nicht, dass ich euch eure Freundschaft ausreden wollen würde, ganz im Gegenteil, aber vielleicht gibt es unter uns noch andere, die einer Freundschaft wert sind und die euch weiteren Halt geben können.“
Er würde nachher dann noch nach Stan schauen müssen, allerdings würde er ihn nicht zwingen oder überreden in den Unterricht zu kommen. Einfach nur reden, ihm zu hören, ihm zeigen, dass er wichtig war. Ebenso wichtig wie Cathrina oder die anderen Schüler.
Cath dachte über die Worte nach, dann schüttelte sie den Kopf.
"Es ist noch nicht soweit. Und ich weiß nicht, ob es je soweit sein wird.
Irgendwo ist eine Grenze, die ich nicht überschreiten kann."
Sie kehrte ins Hier und Jetzt zurück und schaute Padraig nun bewußt an.
Der Moment war vorüber wo der Lehrer Zugang zu ihr hatte.
"ich wollte nur Bescheid sagen wegen Stan... und nun muss ich zum Unterricht und Mark finden. Bis später.."
Dann war sie an der Tür..."Danke" Kam es noch leise ehe die Tür ins Schloss fiel.