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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 97 mal aufgerufen
 Institut-Area
Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

18.11.2005 17:47
Nach dem Briefing Antworten
Die Sessel standen in alle Richtungen gedreht und der Raum war wieder derartig leer, dass jedes kleine Geräusch um ein vielfaches lauter wurde, durch die vielfachen Reflektionen von den kahlen Wänden. Ihre Stiefel hatten erst vor kurzem den Boden erreicht und klackerten nun in Richtung Ausgang, hielten aber neben dem schmaleren Ende des ovalen Tisches inne und mit ihnen verhallte ihr Klackern.

„Scott, ich muss mit dir über die Vision reden, hast du kurz Zeit?“

Ihre dunkel lackierten Nägel vergruben sich in ihrem roten Haarschopf und strichen einen Großteil davon zurück und versuchten wenigstens etwas Ordnung hinein zu bringen. Die letzten Minuten hatten sie innerlich aufgewühlt und wohl auch dadurch hatte ihr Haar etwas an Fülle zugelegt. Ein bisschen fühlte sie sich wie eine Katze, deren Haare sich anhand der bestehenden Unruhe aufgestellt hatten.

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

18.11.2005 17:59
Nach dem Briefing Antworten
"Was beunruhigt dich, dass du nicht still auf deinem Platz sitzen konntest...hm, Jean?"

Wenn sie in seinen Worten jetzt einen Hauch von Zynismus wahrnahm, dann musste sie ihm ja gar nicht mehr in die Gedanken dringen, denn er war tatsächlich ungehalten. Allerdings wandte er sich ihr ganz zu und sah einen Moment stumm auf sie nieder. Eine Katze? Treffender Ausdruck, auch wenn Scott ihre grünen Augen rot sah. Aber auch in anderlei Dingen vielleicht sehr treffend.

Sah man Scott eigentlich mal das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagern? Nein, das tat er nie. Er stand eigentlich immer aufrecht und gerade... beinahe ätzend korrekt. Und doch in seiner ganz eigenen Art doch auch einschüchternd, oder nicht?

"Also schieß los."

Wie oft war es heute eigentlich schon um seine Vision gegangen? Das Gespräch mit Logan war nur aufgeschoben, bis jener wieder vom Zirkus zurück gekommen war. Aber Scott wollte endlich wissen, was hier vorging. Und er würde es auch erfahren...

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

18.11.2005 18:14
Nach dem Briefing Antworten
Ihre Brauen senkten sich unmerklich, Scott schien nicht wirklich besser gelaunt zu sein, als sie selbst und dann schien dieser Tag der schlechten Neuigkeiten aber auch überhaupt kein Ende zu nehmen. Nur hatte Scott sich verrechnet, es ging nicht um seine Vision... nicht wirklich. Jean lehnte sich gegen den Tisch, berührte mit Daumen und Zeigefinger ihre Nasenwurzel und kniff für einen Moment die Augen zusammen, bevor sie ihre Hand neben sich sinken ließ und sich an der Tischkante festhielt.

„Letzte Nacht hatte ich dieselbe unheimliche Begegnung, dieselbe furchtbare Vision, nur dass die Darsteller andere waren“, es brauchte etwas Überwindung, denn fortan würde er Dorian nicht mehr einfach nur als den ansehen können, der er war, oder? „Ich hatte dieselbe Begegnung mit Mister Hayward... in meinem Krankenzimmer. Und heute, zu allem Überfluss, kam es mir so vor, als würde ich die Vision erneut erleben. Es war das reinste Déjà-vu und Mister Hayward hält mich jetzt sicher für überdurchschnittlich nervös... wie auch immer.“ Sie hob ihren Blick und fixierte Scott. „Er weiß nichts von einem solchen Traum, nichts von einer solchen Vision! Ich glaube langsam, dass ich den Verstand verliere! Es ist unheimlich!“

Ihre Arme umschlangen sie und klammerten sich in die Ärmel ihres Pullovers. „Schon schlimm genug, dass ich immer wieder Bruchstücke von den traumatischen Erlebnissen der Kids mitbekomme, mein nicht enden wollender Streit mit Logan, das stetig ansteigende Risiko und die damit verbundene Unruhe. Ich bekomme zunehmend das Gefühl, dass jemand mit unseren Köpfen spielt und uns diese Visionen schickt... diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig!“

Ihre letzten Worte hallten durch den Raum und sicher auch noch durch die angelehnte Tür auf den kahlen Flur hinaus.

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

18.11.2005 18:29
Nach dem Briefing Antworten
Vielleicht machte Scott ja den Eindruck eines Eisblocks, aber er schien nicht sonderlich überrascht zu sein. Ob er Mr. Hayward danach noch als den sah, der er war? Natürlich. Er hatte sich diese Geschichte heute schon zum dritten Mal anhören müssen und irgendwann stumpfte man da schon mal ab - aber vielleicht war er heute und in diesem Moment einfach nur erschreckend distanziert. Er schob das Kinn nachdenklich vor und nickte schließlich.

"Du verlierst nicht den Verstand, Jean. Jedenfalls nicht wegen dieser Vision oder Traum, den man dir geschickt hat", meinte er trocken.

...mein nicht enden wollender Streit mit Logan.

Er ging bereits an ihr vorbei und auf die Tür zu. Vielleicht sollte er noch eine Dangerroomeinheit hinter sich bringen, dann sah er vielleicht nicht mehr nur rot. Oh Mann, wie satt er das alles hatte. Bei der Tür angekommen sah er zu ihr zurück.

"Du bist nicht die Einzige, die diesen Traum hatte. Ich habe das gleiche heute schon von Miss Fraser und Cait gehört. Du wirst auch nicht verrückt...Darling. Ich werde der Sache nachgehen und du solltest jetzt einmal dein Abendessen nachholen, findest du nicht auch?"

Das Licht würde von allein ausgehen, sobald der Melder keine Bewegungen mehr wahrnahm. Scott hatte heute einfach genug gehört und da war wieder etwas, das er so gut kannte und allmählich die Nerven dafür verlor. Wollte Jean seine Gedanken wieder lesen? So würde sie nur ein Wort hören können...und verdammt nochmal, sie wusste, wie es lautete.

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

18.11.2005 18:45
Nach dem Briefing Antworten
Lange sah sie auf die Tür, durch die er hindurch gegangen war. Lange brauchte sie, um zu realisieren, dass er gegangen war. Ihre Finger spannten sich um die Tischkante, so dass sich ihre Fingerknöchel knochig weiß unter ihrer Haut abzeichneten. Was sie jetzt am dringendsten gebraucht hätte, blieb aus und sie hatte nicht einmal mehr genug Kraft sich darüber auch noch aufzuregen. Unheimlich leise schloss sich die Tür und fiel mit einem müden ‚Klick’ ins Schloss. Auch das Licht, dessen Bewegungsmelder keine Bewegungen mehr ausmachen konnte, dämmte das Licht zusehends, bis es völlig erloschen war und die aufkommende Dunkelheit unter dem Türschlitz hindurch kroch und einen schmalen, dunklen Streifen auf dem Boden produzierte.

Ihre Augen starrten weitaufgerissen an die dunkle Decke. Ihr Rücken ruhte auf dem harten Tisch und ihre Beine hingen von den Knien abwärts reglos über dem Boden. Der Handrücken ihrer rechten Hand spürte den groben Rand der Mappe und in ihren Ohren rauschte das Blut noch immer aufgebracht und laut, wie das Meer.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

18.11.2005 19:07
Nach dem Briefing Antworten
Scott wusste sehr genau, was Jean eigentlich gewollt hatte. Aber er hatte es ihr in diesem Moment einfach nicht entgegen bringen können. Weder sein Verständnis noch seine Fürsorge oder Liebe. Wenn es um Jean ging, dann konnte er wirklich in die Extreme gehen, was Gefühle anbelangte.

Und diesmal hatte er es so verdammt satt, dass ihn seine Gefühlskälte selbst erschreckte. Das alles raubte ihm Kräfte, die er nicht verschwenden wollte, er hatte genug zutun. Und somit tat er das, was er so oft tat. Er schwieg.

...aber der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war nahe.

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