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Dieses Thema hat 26 Antworten
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Skye Offline

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Beiträge: 94

02.12.2005 18:22
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Was für ein Trip, dachte Skye still bei sich, als sie sich endlich auf dem ihr zugewiesenen Platz im letzten Transportmittel dieser Reise eingefunden hatte.

Freitag Nachmittag waren sie mit Sack und Pack, in zwei Autos, zu Hause aufgebrochen, denn schliesslich wollten alle bei der Verabschiedung dabei sein. Im ersten Fahrzeug saßen Henrick als Fahrer, Mina als Navigator und Espen samt Krisoujn auf der Rückbank, im Kofferraum die große Reisetasche und die Kiste mit Ordnern. Im zweiten Wagen, Lien's ganzem Stolz, saß natürlich Lien selbst am Steuer, neben ihr eine überaus begeisterte Francisca und auf der Rückbank Skye und Barth, im Kofferraum war des Sportwagens war kein Platz für gar nichts, da er voll mit Lien's Schminkutensilien und Wechselkleidung war.

Der Trip ging gut 2 Stunden, vor allem da sich Henrick dank Mina's nicht-vorhandenem navigatorischem Können einmal komplett verfahren hatte. Danach übernahmen Espen und Kris die Navigation. Sonst war es im vorderen Wagen recht still, schliesslich traute sich keine der Jungs die Eltern nach Musik zu fragen, denn Die könnten ja auf die Idee kommen irgendwelche aus ihrer Jugend hören zu wollen.
Im hinteren Gefährt ging es da schon ganz anders zu. Immer wieder kamen Streitereien über die Musik auf, vor allem da Barth's Geschmack mit dem der Mädchen kollidierte. Allerdings wurde er jedes Mal in Grund und Boden geredet, eher von Lien und Francs, als von Skye. Und wenn sich Skye um seinetwillen und darauf erpichend, das die Reise ja um ihretwillen war, einen Musikwunsch äusserte der ihm ebenfalls zusagte, so hielt der Zustand meist nur für zwei Lieder, bevor Frisca sich dann wieder am CD-Spieler zuschaffen machte.
Sonst tratschten Francs und Lien die meiste Zeit über ihre Kolleginnen und sonstigen Modekram, für den Barth und Skye wenig übrig hatten. Allerdings hatten die Zwei auf der Rückbank damit durchaus kein Problem, so hatten sie etwas Zeit für sich und konnten sich in aller Ruhe von einander verabschieden.

Als sie dann endlich am Fährhafen ankamen, waren sie noch fast eine halbe Stunde zu früh, eventuelle Verspätungen nicht einberechnet, aber so etwas passiert nun mal, wenn man zu der Zeit, die der Routenplaner berechnet noch über eine Stunde aufrechnet, nur um sicher zu gehen natürlich. Also aßen sie noch alle eine Kleinigkeit, um genau zu sein (holländische) 'Fish&Chips', damit sie auch alle auf Skye's neues Leben eingestellt waren, meinte Henrick, und keiner sagte etwas dazu.
Danach ging Skye an Board, natürlich nicht ohne von allen mindestens 3 Mal umarmt worden zu sein, jeweils das Versprechen abgegeben zu haben, das sie schreiben würde und die Eltern sogar anrufen, wenn sie erst mal gut angekommen sei. Skye konnte sich nicht erinnern jemals so viele ihrer Spitz- und Kosenamen in so kurzer Zeit gehört zu haben.
Pünktlich um 18 Uhr legte die Fähre von Zeenbrügge nach Rosyth ab.

Die Zeit an Board verbrachte Skye, bis auf das Frühstück, in ihrer Kabine. Sie liebte das Meer, aber Schiffe waren nie so ihr Ding gewesen. Beim schwimmen wurde der Körper getragen und es konnte kein Gefühl des Schwankens aufkommen, hier war das ganz anders. Sie lenkte sich mit zeichnen ab, wie auch sonst.
Als sie dann endlich um 11 Uhr in Rosyth anlegten und Skye von Board gehen durfte, was sie dankbar. Mit der Kiste Ordner unterm Arm und der Reisetasche um den Hals machte sie sich auf um das nächste Fahrzeug zu besteigen, ein Taxi.

Es machte zwar eigentlich wenig Sinn von Rosyth nach Edinburgh zu fahren, wenn man eigentlich weiter nach Norden wollte, aber das Reisebüro hatte schon seine Gründe gehabt, irgendwas mit besserer Zugverbindung, da war sich Skye sicher. Am Bahnhof angelangt stieg sie aus dem Taxi, bezahlte den Fahrer und machte sich dann mit ihrem Gepäck auf zum Zug.

Und hier bin ich jetzt …, dachte sie sich, als ihr Blick aus dem Fenster über die Bahnsteige glitt. Ganz langsam setzte sich der Zug in Bewegung und Skye kramte in ihrer Tasche nach etwas Papier und einem Stift, um ihre Gedanken von zu Hause los zu bekommen.

Dinand Offline

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Beiträge: 66

03.12.2005 11:26
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Dinand konnte auf eine weit abenteuerlichere Reise zurück blicken, aber wenn man es ganz genau nahm dann wollte er nur noch eins: Vergessen. Er war müde, er war hungrig, er war einsam und eigentlich kam er sich in dieser Zeit auch eher vor als würde er vor sich hin vegetieren als wirklich leben.

Mit knapp 26 Jahren stand er vor den Trümmern seines Lebens und wusste weder ein noch aus. Manchmal fand er Trost im Whiskey und in seinen Erinnerungen die im Rausch wie in einem Film an ihm vorbei plätscherten und wenn er ganz ehrlich zu sich selbst war, dann dachte er in seinen Rauschzuständen auch durchaus an Selbstmord. Für was lohnte es sich denn noch zu leben wenn man alles verloren hatte?

War der Rausch vorbei und die Realität hatte ihn wieder, musste er unweigerlich erkennen, dass er genau so geworden war wie er niemals sein wollte. Ein abgewrackter Künstler der sich von seinen Erinnerungen nährte, aber Dinand –der Mensch und die Person Dinand war so nicht. Er war ein Kämpfer, war er immer gewesen und er würde sich auch diesmal nicht unterkriegen lassen. Er würde sein Leben wieder auf die Reihe bekommen wenn er sich zuvor eine geraume Zeit in Selbstmitleid gebadet hätte.

Mit nicht viel mehr als einem Seesack an Gepäck und seine Gitarre die er mehr aus nostalgischen Gründen mit sich schleppte war auch er im Zug zugegen. Von der einst so schillernden Persönlichkeit war nicht viel übrig geblieben, bis auf das Herz das sang und sang und sang…Seine Kleidung war einfach. Lederhose, Shirt, Boots und seinen heißgeliebten Cowboyhut den nur er wirklich tragen konnte ohne dass es lachhaft aussah. Diesen hatte er tief ins Gesicht gezogen nur für die Fälle, dass ihn sonst jemand erkannte.

Nun zog er die Abteiltür zu Skye’s Abteil auf und wie er so unter seinem Hut hervor linste und sie mit schneeweißen Zähnen angrinste, wäre er überrascht wenn man ihm sagen würde, er wäre noch immer charmant, aber sie hatte ja auch noch nicht seine traurigen Augen gesehen. „Ist hier noch frei?“ Sah aus als hätte Skye einen Begleiter auf der Fahrt.

Skye Offline

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Beiträge: 94

03.12.2005 14:14
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye blickte von dem mittlerweile zur Hälfte mit schwarzen Kugelschreiberlinien bedeckten Blatt auf und nickte. „Aber sicher.“, fügte sie mit einem etwas sonderbar wirkenden Lächeln an. Gerade als sie ihren Blick wieder senken wollte, schien ihr irgendetwas klar zu werden.

Sie sah auf halbem Wege wieder auf und war bemüht ihr Gegenüber nicht anzustarren, auch wenn es schwer fiel. Etwas lag ihr auf der Zunge, aber es schien als wollten die Worte nicht ganz fügen. In ihrem Kopf ging es zu wie an der Börse, Alle schrieen durch einander und sie konnte kein Wort verstehen.

Vorerst begnügte sie sich also damit, zwei Finger der Rechten an ihre Schläfen zu legen und den Herren, möglichst unaufdringlich, zu beobachten in der Hoffnung das ihr klar werden würde, was ihr da gerade klar werden sollte.

Dinand Offline

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Beiträge: 66

05.12.2005 14:36
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Dinand war kein Idiot, aber seine Freundlichkeit sollte mit Absicht Fremden gegenüber die er nicht recht einschätzen konnte, immer etwas oberflächlich wirken. Für ihn hatte es sich schließlich stets ausgezahlt sein Auftreten so aussehen zu lassen, als habe er noch irgendetwas in der Hinterhand.

Das lächeln mit dem er das Mädchen bedachte war allerdings vollkommen einnehmend. Auf ihr Starren reagierte er zunächst nicht. Er verstaute lediglich sein Gepäck und als er seinen Gitarrenkoffer ebenfalls über den Kopf hob um ihn in die Kofferfächer zu heben, durchzuckte ihn dieser taube Schmerz, den er eilig in einer Kammer seines Herzens verdrängte.

Aus der Innentasche seiner Jacke holte er ebenfalls einen Block und einen Stift heraus und setzte sich dann so bequem wie möglich, legte seinen Fussknöchel auf sein Knie und nahm seinen Hut ab um ihn auf den freien Platz neben ihn zu legen.

Er saß Skye nun gegenüber und bedachte sie weiter mit einem lächeln, dass seine Augen nicht berührte. Nur weil er Kummer hatte musste er ja nicht unfreundlich sein und Kinder mochte er einfach, solang es nicht seine eigenen waren.

„Ich bin Dinand. Hast du auch einen Namen?“ Wo sie doch nun eine Weile miteinander reisten konnten sie sich doch auch bekannt machen

Skye Offline

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Beiträge: 94

05.12.2005 19:07
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye blinzelte und schüttelte etwas ruppig den Kopf, was wohl wie eine Antwort auf seine Frage geschient haben konnte, aber eigentlich dazu diente für Ruhe in ihrem Kopf zu suchen.
„Aber sicher.“ Eine kleine Pause entstand in der sie den Stift aus der Hand legte um eben Diese ihm entgegen zu strecken. „Skye. Sehr erfreut.“ Dazu schenkte sie ihm ein freundliches Lächeln.

So sehr sie sich auch darum bemühte, war ihr Kopf doch immer noch im Aufruhr. Oder war es gar Nervosität die da in ihr aufstieg, ob der Erkenntnis die sich in ihr ausbreitete? Allerdings konnte das ja gar nicht stimmen, schliesslich passierten solche Dinge nicht. Und wenn sie passierten, dann nicht so. Und schon gar nicht ihr.

Skye war sichtlich überfordert mit der Situation und ihren Gedanken dazu.

Dinand Offline

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Beiträge: 66

05.12.2005 21:40
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Eigentlich war die Musikbranche ein einziges Sehen und gesehen werden und ganz bestimmt hatte das Showbiz seinen Namen nicht umsonst. Alles war eine Show, es ging darum sich so gut wie möglich zu verkaufen. Produzenten und Labels mit einem Image Geld scheffeln zu lassen.

...Bei Dinand war es nie so gewesen, vielleicht wirkte er auch deswegen so normal, einfach freundlich. Entweder man mochte seine Musik die vollkommen ehrlich war, oder man mochte sie nicht und das richtig damit gefahren war sich selbst treu zu bleiben hatte ihm sein Erfolg gezeigt.

"Freut mich, Skye." Das meinte er ehrlich, sofern er wirklich die Kraft hatte sich mit seiner Umgebung auseinander zu setzen. "Bist du etwa eine Landsmännin? Dein Akzent." riet er und schlug seinerseits den Block auf.

Es hatte soviel in den letzten Tagen gegeben mit dem er sich hatte befassen müssen und eigentlich verarbeitete er solche Dinge nur wenn er sie in Liedtexte bannte. Heute wollte ihm nichts einfallen. Deswegen klopfte er auch mit seinem Stift auf das Papier.

Skye Offline

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Beiträge: 94

05.12.2005 21:54
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye nickte, fast etwas zu eifrig möchte man meinen.
„Ja … reinblütige Holländerin wie sie im Buche steht.“
Es ist normal, wenn man nur Unsinn redet, wenn man nervös ist, oder?, dachte Skye still bei sich und bekam ein verständnisvolles, bestätigendes Nicken zur Antwort.

Etwas betreten schweigend nahm sie ihrerseits den Blick und Stift wieder zur Hand. Etwas unschlüssig änderte sie ihre Sitzposition, irgendetwas schien ihr leichtes Unwohl sein zu bereiten. Vielleicht spürte sie aber auch nur, das ihr Gegenüber nicht ganz da war. Oder aber er war einfach nicht so wie sie erwartet hatte. Sie hatte erwartet ihn irgendwann einmal zu treffen?

Skye kniff die Augen einen Moment zusammen und blickte dann aus dem Fenster. Diese Situation war wirklich sonderbar. Zum ersten Mal so weit weg von allem was sie kannte und dazu gleich ein Treffen mit einem Star? Sonderbar.
Warum musste sie gerade jetzt an Francs denken? Wahrscheinlich weil Die ihr den Kopf abschlagen würde sobald sie hiervon hören würde und vor allem davon wie sich Skye angestellt hatte. Nicht mal nach Autogrammen gefragt!
Allerdings war die Fahrt ja eigentlich auch noch lang … wobei Skye eigentlich keinerlei ernsthafte Gedanken daran verschwendete ihr Gegenüber mit so etwas zu belangen.

Nach einer Weile wendete sie ihren Blick wieder zu ihm.

Dinand Offline

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Beiträge: 66

06.12.2005 12:16
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
„Habe ich es mir doch gleich gedacht. Wo kommst du denn hier?“ Dinand würde doch niemals auf den Gedanken kommen zu sagen “Na? Kennst du mich? Ich habe mal Musik gemacht. Eigentlich mögen Kinder in deinem Alter mich ganz gern.“ Das hieß wiederum aber auch nicht, dass er sich nicht einfach mit ihr unterhalten konnte. „Du bist auch auf den Weg in die Highlands?“ Es sei denn sie sprang während der Fahrt aus dem Zug. „Ich bin auf dem Weg nach Inverness.“ Dinand die Quasselstrippe, aber er wirkte ihr einfach nur entgegen für den Fall, dass ihr eine Frage auf der Zunge brannte und wenn er von sich aus erzählte, dann konnte er selbst entscheiden was er preis gab und was nicht.

Seine Augen blickten immer noch so traurig drein und doch gab er sich Mühe nett zu dem Mädchen zu sein. „Ich glaub ich hole mir was zu trinken. Möchtest du auch was?“

Skye Offline

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06.12.2005 13:36
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye blinzelte zweimal als er wieder das Wort an sie richtete, irgendwie schien ihr das Ganze eben doch noch nicht ganz real. Dann räusperte sie sich bevor sie antwortete.
„Ich komme aus Vlissingen.“, kurz überlegte sie weiter zu erläutern, aber eigentlich kannte man den Ort. Ausserdem wunderte sie der übernächste Satz viel zu sehr, gab es solche Zufälle wirklich? Skye glaubte eigentlich nicht an Zufälle. Eher an so etwas wie Schicksal oder Bestimmung, aber … in solch einer Situation wäre es vermessen gewesen, oder?

Abermals musste sie sich räuspern, um Worte heraus zu bringen.
„Ich will auch nach Inverness. Ich wechsle dorthin an eine Schule“
Als ob ihn das interessiert … was rede ich für einen Unsinn, als ob jemanden wie ihn so etwas interessieren würde … und das auch noch … wo er gerade so … hmmm …
Skye biss sich leicht auf die Zunge um ihre Gedanken zum schweigen zu bringen.

Auf die Anfrage hin kamen die Worte dann fast schneller, als Skye erwartet hatte.
„Ich habe einige Flaschen Coke dabei wenn …“, mitten im Satz brach sie ab, sie konnte ihn doch wohl kaum duzen, oder? Allerdings hatte er sich mit seinem ganz normalen Vornamen vorgestellt. Abermals war sie mit der Situation etwas überfordert und setzte einfach ein freundliches Lächeln auf, in der Hoffnung, das zumindest die Aussage des Satzes vollständig angekommen sei, auch wenn der Satz selbst es nicht war.

Dinand Offline

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06.12.2005 14:25
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Dabei hatte Dinand alles andere als Starallüren wie er ihr ja wohl offenbarte, im Gegenteil er war recht unkompliziert, selbst wenn ihre Bekanntschaft eben nur oberflächlich war. Seinen Freunden –seinen wirklichen Freunden- gegenüber, da ließ er durchblitzen wie es um ihn eigentlich bestellt war, aber das war nichts womit er ein junges Mädchen behelligen würde.

„Ich komme aus Den Haag.“ Was sie ja vermutlich schon wusste, aber wenn sie schon eine längere Fahrt miteinander zutun hatten, dann konnten sie doch auch einfach ein bisschen plauschen. „Ich habe einen Bekannten der in Vlissingen wohnt.“ Aber das interessierte sie vermutlich nicht.

Er lächelte wieder, selbst wenn der Blick aus seinen Augen traurig blieb. „Wenn du mir ein Schluck abgibst, lade ich dich beim Zwischenstopp zu einer Pommes ein. Selbst wenn man die hier in Schottland kaum genießen kann.“ Sie beide waren eben anderes gewohnt. Natürlich konnte sie ihn duzen. Er hatte sich ja mit Vornamen vorgestellt. Als sie die Schule erwähnte wurde er allerdings hellhörig, dass waren ganz schön viele Zufälle wenn man ihn fragte. „Was für eine Schule ist das denn?“ fragte er und gab sich Mühe nicht zu neugierig zu wirken, an ihrer Person allerdings interessiert.

Skye Offline

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06.12.2005 16:02
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye lächelte erfreut als er ihr Angebot trotz der Herumdruckserei annahm und begann in ihrem Rucksack nach zwei Flaschen Coke zu kramen, gerade bot sie ihm eine dieser Beiden an, als er in Bezug auf die Schule nachfragte.

Da war irgendwas was ich erzählen sollte … also … was die Schule … irgendwie … ach verdammt hätte ich doch besser zugehört. Skye ärgerte sich und wühlte in ihren Erinnerungen nach den Fetzen von dem Gespräch über die Schule das ihre Eltern in ihrem Beisein mit dem Bekannten des Bekannten des Kollegen über diese Schule geführt hatten. Sie hatte nicht wirklich zugehört und bereute das nun.

„Es ist … eine Schule für Hochbegabte.“ , kam es dann nach einer Weile etwas zögerlich von ihr, man mochte fast meinen das es ihr etwas peinlich sei, zu erzählen, das sie auf eine Schule für Hochbegabte gehen sollte, das sie es als prahlerisch ansah. In Wirklichkeit überlegte sie allerdings nur darüber wie sie das Ganze überhaupt verpacken sollte, wenn Barth zum Beispiel einmal genauer nachfragen würde, was sie da nun eigentlich so machte.

Dinand Offline

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06.12.2005 17:31
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Dinand nahm die Flasche dankend entgegen und schraubte den Verschluss auf, der darauf hin leise zischte. Er nahm gleich mehrere gierige Schlücke. Er hatte schließlich nicht nur Durst sondern auch Hunger.

Ihr gegenüber blieb er vorsichtig, nicht ablehnend, nur vorsichtig vor allem als sie die Schule erwähnt. Wie viele Schulen für begabte Kinder mochte es in Inverness wohl geben? Genau, nur eine und damit war klar, dass sie das gleiche Ziel hatten. Entweder war das wirklich ein Zufall, oder aber Bestimmung.

„Inverness Institute for gifted youngsters?“ Hörte er sich aller Vorsicht zum Trotz fragen und lehnte sich nun in dem Sitz zurück. „Das trifft sich ganz gut.“ Er grinste wenn auch ein bisschen holprig. „Ich besuche einen Freund. Er arbeitet dort.“ Das war gelogen. Michel hatte es nicht nötig zu arbeiten, er ließ arbeiten und Dinand war sich auch nicht vollends sicher ob Michel ihn wirklich als Freund betrachten würde. Dinand jedenfalls sah Michel als Freund.

„Wenn wir nachher ein paar Minuten Aufenthalt haben, kann ich dich dann um einen Gefallen bitten?“ Seine Augen blitzten schalkhaft. Er sah Michel als seinen Freund und er sah auch Charleen und ihre reizende Schwester als seine Freunde, er wusste nur nicht so genau ob sie es ebenfalls so sahen, oder ob sie nur den Musiker in ihm mochten. Auf jeden Fall brauchte er aber ein Geschenk für den Nachwuchs.

Skye Offline

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07.12.2005 00:11
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye blinzelte abermals als er den Namen der Schule aussprach, also langsam wurde ihr die Situation aber mehr als nur spanisch. Diese Situation, Skye wusste einfach nicht damit klar zu kommen, aber sie würde wohl müssen, so verwirrend das auch alles war.
Als konkrete Antwort auf diese Frage kam zumindest nur ein Nicken.

Ein erfreutes Lächeln breitete sich auf seine zweite Frage hin, und das damit kommende Grinsen, auf Skye’s Lippen aus, ein eifriges Nicken dazu.
„Aber sicher, wenn ich kann helfe ich gern.“

Dinand Offline

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Beiträge: 66

07.12.2005 11:52
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
„Super. Ich brauche nämlich unbedingt Geschenke für zwei hübsche Damen.“ Gleich zwei? Das würde immerhin zu seinem Ruf als Herzensbrecherruf passen, aber so war es natürlich nicht, obwohl er zugeben würde, dass er dem weiblichen Geschlecht alles andere als abgeneigt war. Nun hatte er allerdings andere Sorgen als sich nach einer potenziellen Affäre umzusehen.

Wirklich gesehen hatte er Roheys Kinder ja noch nicht, aber bei so einer Mutter konnten einfach nur hübsche Babys dabei rauskommen. Aber wenn sie wirklich ein Geschenk kaufen würden, hätten sie nicht mehr wirklich Zeit etwas Essen zu gehen.

Deswegen erhob er sich bereits, setzte seinen Cowboyhut auf und zog ihn tief ins Gesicht. Dann bot er ihr seinen Arm. „Komm, ich habe Hunger.“

Skye Offline

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Beiträge: 94

07.12.2005 13:12
[1.12.05 zwischen 12 und 15 Uhr] Im Zug von Edinburgh nach Inverness Antworten
Skye schmunzelte, eigentlich dachte sie sich gar nichts weiter dabei, sie war einfach nur froh helfen zu können, schliesslich war sie keines der typischen ‚Fan-girls’ die in Tränen ausbrachen, wenn der Star mal wieder was mit irgendwem hatte.

Heute ist ein guter Tag …, ein vollkommen zusammenhangsloser Gedanke, der jedoch in ihrem Kopf mehrstimmig nachhallte und mit einem bestätigenden Nicken bedacht wurde.

Als ihr Gegenüber dann plötzlich aufstand war sie zuerst etwas verwirrt. Stand dann allerdings ebenfalls auf und hakte sich fast wie selbstverständlich unter.
„Und was ist mit den Sachen?“, meinte sie etwas ängstlich als ihr Blick auf ihre Reisetasche fiel. Schliesslich war darin ihr halbes Leben verstaut. Und vor allem ihr Zeichenzeug. Etwas fragend hob sie den Blick um ihn wieder anzusehen.

Vielleicht bin ich ja auch in Wirklichkeit noch zu Hause im Bett?
Der Gedanke würde allerdings schnell vom aufkommenden Geschnatter in ihrem Kopf überdeckt und konnte nicht weiter verfolgt werden, da er im Tumult der Stimmen unterging.

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