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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 149 mal aufgerufen
 Institut-Area
Ty Offline

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Beiträge: 1.098

06.12.2005 22:37
[14.10.] In der Garage Antworten
Leise dudelte irgendwelche Popmusik aus dem kleinen Radio. Sie war kaum laut genug, um in der ganzen Garage gehört zu werden, aber sie reichte aus, um den Werkstattteil mit der Rampe zu beschallen. Nur manchmal durchdrang ein rhytmisches, metallisches Schnarren die Musik.

Auf der Hebebühne aufgebockt stand immer noch der Pickup. In die offene Motorhaube hinein hingen vom Trägergerüste an der Decke mehrere Ketten, die über einen Flaschenzug liefen. Der Motorblock, der noch bis gestern auf einem speziellen Bock gestanden hatte, war bereits im Pickup versenkt worden.

Unter dem Fahrzeug ragten zwei Armystiefel und zwei Beine in einem schmutzigen Overall hervor. Werkzeug lag verstreut auf dem Boden, Schraubenschlüssel verschiedener Größe hauptsächlich, daneben ein Ölkännchen und ein paar schmutzige Lumpen.

Ab und zu drang eine Stimme unter dem Auto hervor, die entweder zufrieden klang, ein paar Takte mitsummte oder einen leisen Fluch herausbrachte.
---

Joey Offline

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Beiträge: 91

06.12.2005 23:58
[14.10.] In der Garage Antworten
An den Leiter der Werkstatt hatte man sie verwiesen. Und wer war das?
Neben der Musik schallte ihr auch einer der erwähnten Flüche entgegen, ein recht derber dazu.
Na, das musste ja ein ganz besonders angenehmer Zeitgenosse sein. Und mit dem sollte sie nach Inverness fahren, um dort Einkäufe zu erledigen?
Vielleicht hätte sie doch den viel zu jungen und viel zu gleichmütigen Hausmeister verpflichten sollen, doch der hatte was von 'andere Baustelle' und 'Mr. Taxi-Ty' geredet und sich charmant aber doch unverschämt aus dem Staub gemacht.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

08.12.2005 15:19
[14.10.] In der Garage Antworten
Es kam Bewegung in die Beine, denn plötzlich schoben sie sich unter dem Fahrzeug hervor, inklusive des typischen Rollengeräusches. An den Beinen war sogar noch der Rest des Mechanikers dran und schliesslich war Ty vollständig unter dem Fahrzeug hervorgerollt. Er hielt sich eine Hand mit der anderen und sein unerfreutes Gesicht in Kombination mit dem Fluch von eben ließ wohl darauf schliesßn, dass er sich wohl den Finger eingeklemmt hatte. Zumindest blutete es nicht.

Ty bemerkte die Schuhe neben sich erst nach einer Sekunde, und als er nach oben sah, war ihm die Szene wohl eher peinlich. Schnell erhob er sich.

"Ähm, guten Tag, Ms. Jenkins-Hyde. Ich... dachte, ich wäre allein. Kann ich ihnen helfen?"

Der geklemmte Finger ist für den Moment vergessen.
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Joey Offline

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Beiträge: 91

10.12.2005 14:10
[14.10.] In der Garage Antworten
Erst räusperte sie sich nur, setzte dann ein zaghaftes Lächeln auf.
"Man hat mich an Sie verwiesen, Mr. Knight, wenn es um Erledigungen in der Stadt geht. Ich möchte mich lediglich erkundigen, ob und wann Sie die Zeit finden, diese Fahrt ggf. zwischen Ihren regulären Fahrzeiten zu unternehmen."
Hoffentlich war diese Bitte nicht zu dreist. Andererseits hatte sie vor, zum Teil auch kleine Möbelstücke zu kaufen, so dass es von daher schon günstiger wäre, keine weiteren als die vorderen Sitze im Wagen zu belegen.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

10.12.2005 17:23
[14.10.] In der Garage Antworten
Nun, das war keine ungewöhnliche Bitte und Ty sah keinen Grund, die Frau auf einen späteren Termin zu vertrösten.

"Nun, ich hatte vor, morgen in die Stadt zu fahren und die Lebensmittel für das Institut einzukaufen. Mr. Kinikan wollte die Liste bis morgen fertig haben. Aber wir könnten auch heute fahren... Ich müsste nur meine Sachen wechseln und die Liste holen. Wo genau müssten sie denn hin?"

Ty hatte sich während der Ansprache einen Lappen gegriffen und seine Finger gereinigt. Der beissende Geruch des Waschbenzins, das er vorher auf eine Ecke des Stoffs geträufelt hatte, stieg sicher nicht nur ihm in die Nase.

"Oh, und sagen Sie doch Ty zu mir. Das machen hier alle so."
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Joey Offline

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Beiträge: 91

12.12.2005 12:36
[14.10.] In der Garage Antworten
Heute, morgen? Ty...
"Oh, es hat keine übermäßige Eile, Mr. Knight. Zumal ich noch nicht sicher weiß, wohin ich muss. Sehen Sie, ich habe vor, mein Zimmer und mein Büro ein wenig wohnlicher zu gestalten, daher werde ich wohl ein Möbelhaus aufsuchen müssen. Ich begebe mich also ganz in Ihre Hände. Sie wissen sicher, wo ich fündig werden kann. Ich richte mich also ganz nach Ihnen."
Ihre Haltung war wie so oft, wenn sie unsicher war, sehr gerade, sie sprach auch ein wenig hastig, man musste sie für eine chronisch überhetzte Neurotikerin halten. Grässliche Vorstellung, da sie doch die psychologische Betreuerin war.
Mit den letzten Worten aber war Ruhe in ihre Stimme eingekehrt. Sie hatte ihr Anliegen vollständig vorgetragen. Auch das Lächeln, mit dem sie nun ihren Satz beendete, war offener als das vorige.
Nur die starken Gerüche in der Werkstatt machten ihr allmählich zu schaffen. Erst räusperte sie sich nur, fing dann an zu husten.
"Entschuldigen Sie, ich werde...," brachte sie hervor, deutete dabei zur Tür, als ein weiteres Husten ihren Satz unterbrach, "...dieser Geruch..."
Damit wandte sie sich um und strebte mit langen Schritten ohne allerdings zu rennen zur Tür, hinter der sie wieder klare Luft erwartete.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

13.12.2005 15:52
[14.10.] In der Garage Antworten
Ty verschloss seine Fläschchen und Dosen wieder sorgfältig, bevor er hinterher lief. Das Werkzeug konnte er später noch wegräumen, ausserdem war ja noch nicht einmal klar, ob er nicht gleich weiterarbeiten würde.

Er trat ebenfalls vor die Garagentür. "Tut mir leid, ich habe nicht an die Dämpfe gedacht."

Ja, oder daran, dass ein einziger Funke sie enzünden könnte, nicht war du wandelnde Zündkerze?

"Hören Sie, warum kommen Sie morgen nicht mit mir mit? Wir könnten nach den Lebensmitteleinkäufen zu einem oder zwei Möbelhäusern fahren. Wenn wir den Van nehmen, könnten sie sich sogar schon einige Sachen kaufen. Der Rest lässt sich doch sicher vor Ort bestellen und herliefern."

Er wischte sich nochmals über die Finger und schob den Lappen in eine Hosentasche des Overalls.
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Joey Offline

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Beiträge: 91

14.12.2005 12:40
[14.10.] In der Garage Antworten
Ihre Atmung hatte sich wieder normalisiert.
Als sie seine Schritte hörte, wandte sie sich ihm zu. Sie hatte aus Höflichkeit in eine andere Richtung gehustet.
Mit einem Nicken nahm sie seinen Vorschlag an.
"Einverstanden."
Während sie eigentlich freundlich und verbindlich lächeln wollte, zeichnete sich auf ihren Zügen jedoch anderes ab.
Sie wirkte wie alarmiert, hellwach, schien sich auf etwas unangenehmens gefasst zu machen.
Die beißenden Gerüche der Werkstatt hafteten ihm natürlich noch an, doch die stellten nicht das Problem dar, es war etwas anderes.
Der süßlich herbe Geruch eines männlichen Körpers, der sich gerade noch teils anstrengend bewegt hat, kribbelte ihr in der Nase. Aufgeweckt durch diesen Reiz nahmen ihre ohnehin geschärften Sinne winzigste Details wahr. Die feinen Härchen, kaum sichtbar auf seinem Handrücken, die sich nach der Berührung mit dem Tuch wieder in ihre gewohnte Position zurückbogen, das leise, dumpfe Pochen seines Herzschlags, das für sie ohrenbetäubend sein konnte, wenn sie sich darauf konzentrierte.
Sie musste sich ablenken.
"Morgen? Um welche Zeit etwa?" Ihre Worte klangen hastig, die Stimme eine Spur zu hoch, wo gerade noch entspannte Kommunikation hatte stattfinden sollen, hielt verkrampfte Unterdrückung in ihr Einzug.
Sie unterdrückte ihn. Jetzt nicht, Joe.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

14.12.2005 16:57
[14.10.] In der Garage Antworten
Ty gab sich Mühe, einfach nur höflich zu lächeln. Das mit den Dämpfen war seine Schuld gewesen, eindeutig, er hätte viel besser lüften müssen.
Normalerweise hätte Dany ihn an sowas erinnert, aber scheinbar hatte sie sich irgendwie mit ihren Eltern arrangiert. Für den geplanten Wochenendbesuch war sie nämlich schon viel zu lange fort. Ob sie inzwischen angerufen hatte? Er würde einfach mal Logan fragen müssen.

Aber hier und jetzt galt es eine Frage zu beantworten. Ty tat es so gründlich er konnte und unterdrückte dabei das Verlangen, sich noch etliche Male zu entschuldigen. Sie sah nämlich nicht wirklich besser aus, obwohl sie immerhin schon aufgehört hatte zu husten.

"Für gewöhnlich mache ich solche Einkäufe am Vormittag, wenn sich nicht gerade wer in die Liste eingetragen hat. Aber ich nehme an, dass ein ausgewdehnter Ausflug in die Möbelhäuser der Gegend etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Von daher denke ich dass wir gleich nach dem Mittagessen... ist alles in Ordnung mit Ihnen?"

Irgendwie sah sie nicht gerade gut aus, aber Ty hütete sich, ihr sowas ins Gesicht zu sagen. Dennoch fand er, dass diese Hautfarbe irgendwie ungesund wirkte. Cait sollte sich das besser mal ansehen, oder Jean, falls sie Zeit hatte.
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Joey Offline

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Beiträge: 91

14.12.2005 19:55
[14.10.] In der Garage Antworten
"Sicher. Alles in Ordnung."
Ein weiteres Räuspern und das folgende, sichtlich zuversichtlichere Lächeln gaben deutlich weniger Anlass zur Sorge.
"Verdünner und ein überempfindlicher Geruchssinn vertragen sich nicht sonderlich."
Die zuvor nahezu piepsige Stimme tendierte nun in Richtung Bariton, auch die Haut an ihren Wangen fing bereits wieder an zu kribbeln, das wollten die Bartstoppeln raus.
Für einige Sekunden schloss sie die Augen.
"Entschuldigen Sie, ich sollte..."
Blindlings wies sie hinter sich, wo auch immer der Weg dort auch hin führte.
"Nach dem Mittagessen," wiederholte sie aber noch, "in Ordnung. Ich bin dann in meinem Büro. Rufen Sie einfach durch, wenn Sie soweit sind."
Und damit wandte sie sich ab, um sich den Weg nach oben zu suchen in ihr Zimmer, wo die Tabletten lagen.
Dass der Abschied doch etwas überstürzt ausfiel, war ihr klar, natürlich tat es ihr auch leid, aber wie sollte sie den Grund erklären?

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

15.12.2005 08:20
[14.10.] In der Garage Antworten
Ty sah ihr noch einen Moment lang nach, drehte dann um und kehrte an seine Arbeit zurück.

Vielleicht 'ne Allergie oder sowas. Soll's ja geben sowas, dachte er, während er wieder mit Hilfe des Rollbretts unter den Wagen rutschte. Nur Sekunden später rollte er wieder hervor und holte den Schraubenschlüssel, den er auf der Werkbank hatte liegen lassen.

Bis zum Abend hatte er den Motorblock verankert und das Getriebe gecheckt. Die Schaltung funktionierte einwandfrei, zumindest bei stehendem Motor. Zufrieden hing Ty das Werkzeug an die Wand, räumte den Rest der Sachen ins Lager und verschloss die Garage für den Tag. Vorher sah er aber nochmals nach dem Benzinstand im Van. Kein Grund zur Sorge, für die große Einkaufstour morgen war von seiner Seite aus alles bereit.

[ENDE des Threads]
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