Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Der auffrischende Wind war eisig kalt und obwohl sie nur einen kleinen Weg bis zur Turnhalle hatte, war es ihr so als würde die kalte Luft in ihr Gesicht schneiden. Lange konnte es bis zum Schnee nicht mehr dauern, die ganze Umgebung war bereits mit Frost bedeckt gewesen.
Viele Dinge änderten sich, doch sie war ganz genau genommen froh, dass das Tanzen immer noch eine so wichtige Rolle für sie spielte. Es war ihr Bezugspunkt denn egal wie stürmisch es in ihrem Leben zuging, getanzt hatte sie immer. Tanzen würde sie auch immer.
Sie war ganz froh die Sporthalle für sich allein zu haben, aber dass sich wirklich etwas an ihr verändert hatte war schon klar, als die Musik ertönte. Nichts von den sanften, klassischen Tönen sondern harte Gitarrenriffs und hämmernde Bässe.
Sie hatte sich nur kurz warm gemacht, hatte ihre Utensilien wie immer und in der gleichen Reihenfolge abgelegt. Wasserfalsche, Handtuch, zum Schluss den CD Player den sie im Schrank aufbewahrte.
Als sie sich zu den Klängen der Musik bewegte waren das nicht die sanften, weichen Bewegungen die man von Charleen kannte. Sie waren aggressiv, bedrohlich und markdurchdringend. Aber egal wie viel sie sich auch anstrengende. Salti, Flickflacks und anderes Gedöns vollführte, der Sturm n ihrem Inneren ließ einfach nicht nach.
Und deshalb war es auch weig verwunderlich das Caitlynn mit offenem Mund eine Weile im Eingangsbereich der großen Halle verweilte und zusah.
Woher dieser Sinneswechsel der kleinen Tanzfee.
Wollte sie afu die Metalseite der Musik wechseln...Extrem-Balett tanzen?
Cait entschied erstmal alle billigen Wortwitze fallen zu lassen und ging einfach nur die die Halle.
Sie war nicht einmal zum trainieren hier - sie trug dicke Wintersachen, den meterlangen Wollschal zwei paar Handschuhe übereinander und feste Stiefel -aber die ungewöhnliche Musik war oihr dann doch von außen aufgefallen.
Ihre Lippen waren trotz ihrer Kleidung blau gefroren und auch die Taschenwärmer, die sie seit Ende November immer mitschleppte waren bereits wieder aufgebraucht.
"Hey Charley... Keinen Witz reissen! erstmal erfragen was los ist ungewöhnliche Musik...für dich. erweiterst du deinen Horizont, was das Tanzen angeht?"
Charleen bedachte sie nur kurz mit einem Blick. Ob sie, sie einfach nicht gehört hatte? Bei der Musiklautstärke wäre das ja kein Wunder.
Zunächst ging sie einige Schritte fort von der Wand die nach Norden zeigte, dann nahm sie mit einer grimmigen, beinahe zornigen Miene Anlauf und rannte mit vollem Tempo auf die Wand zu. Kurz vor dem Zusammenprall sprang sie ab, lief einige Schritte an der Fassade und landete nach einem Rückwärtssalto mit einem lauten Knall auf ihre vier Buchstaben. DAS war nicht so gelaufen wie sie es gewollt hatte.
„Fuck.“ Charleen die tatsächlich fluchte. Sie rappelte sich auf, hinkte zum CD Player um diesen auszuschalten und dann nach ihrer Flasche Wasser zu angeln.
„Ich bin vielseitig. Ab und an höre ich so was mal ganz gern.“ Fröhlich wirkte sie auf keinen Fall und auch wenn sie sich vor ein paar Tagen noch so gut verstanden hatten, schien Charleen das komplett abhanden gekommen zu sein. Ihre Miene war stark unterkühlt.
"Kay..." meinte Cait zaghaft und wich etwas zurück.
Einfach Instiktiv, weil sie sich eigentlich auf keine Diskussion einlassen wollte, die eine gute Beziehung gefährden konnte.
"Bis auf den Abgang eben, sah das echt gut aus. Schade das du kein Capoeira mit machst...as Potential ist da"
Schwall ; laber...frag sie doch einfach.
"Stimmt irgendwas nicht? Ich meine..magst du reden? Oder lieber alleine sein und weiter die Wand maltretieren?"
„Ich habe mal eine Weile Caporeia gemacht. Logan wollte das damals“ Nein, er wollte das nicht. Er hatte es vorgeschlagen, weil man Kampftechniken und Tanz miteinander hätte verbinden können. Doch dann war die Vorbereitung für einen Auftritt dazwischen gekommen und sie hatte es aufgegeben.
Sie wischte sich über die müden Augen und eigentlich tat es ihr ja auch schon wieder Leid, dass sie Cait so gegenüber trat wo sie sich doch so gut verstanden hatten. „Ich bin im Moment nur nicht so gut drauf.“ Sie winkte ab, mehr wollte sie dazu auch gar nicht sagen.
Sie verzog die Lippen, es hätte ein Lächeln sein können. „Warte mal…“ Was ja dann wohl beantwortete, dass sie Bleiben sollte. Dann verschwand sie vor den Schrank mit den Gerätschaften.
Nicht so gut drauf... ja, das merkte man irgendwie.
Cait sagte nichts mehr. Man sollte niemanden zwingen sein Herz auszuschütten, das kam von ganz alleine.
Wieder fröstelte sie es und sie wülte nach den Taschenwärmern.
Es war eine ätzende Jahreszeit, die Kälte tat weh und irgendwie beneidete sie Charley gerade um ihre Badewanne.
Ein einstündiges Bad mit viel Schaum und richtig heißem Wasser...
Moment mal...
Gedildig wartete sie, bis Charley aus der Geräte-Garage zurückkam.
Sie könnte ihr ein Wort gönnen, Charleen würde bestimmt die Badewanne an Cait abtreten, für ein paar Schaumbäder.
Es dauerte nicht lang und dann kam sie schon zurück, zur Hand: Zwei Stäbe die sonst eigentlich dazu gebraucht wurden Spielfelder abzustecken, nur fehlte der Pfropfen auf die man sie stellte. Déjà vu
Erlebnis? Konnte schon sein, denn in den Subs hatte Charleen sich ja den Besenstiel geschnappt um den Wachmann zu überwältigen.
„Kannst du damit umgehen?“ Wollte sie wissen und reichte ihr einen Stab, der zwar nicht besonders dick aber dafür fast 1,50 m lang war.
"Du willst dich mit mir prügeln? Mit Eckfahnen...naja, ich hab sowas noch nie gemacht."
Wer konnte das auch schon von sich behaupten?
Irgendwelche Mönche in Tibet konnten das vielleicht.
Sie hatte mal Tyler mit so etwas rumwirbeln sehen, ganz eindrucksvoll, wenn man es konnte.
"Aber wenn du magst...? Sie fing einen möglichst lässig einen Stab, der ihr zugeworfen wurde.
Die Dinger konnten bestimmt ganz schön zwiebeln, wo waren diese Riesen-Q-Tipps aus American Gladiator, wenn man sie mal brauchte?
"Gibt es Regeln? Nicht das wir nachher auf der Krankenstation liegen..."
„Ich will mich nicht mit dir prügeln.“ Charleen zog die Augenbrauen skeptisch zusammen und betrachtete Cait einen Moment schweigend, während sie sich auf dem Stock aufstützte. „Ich dachte wir versuchen es mal, weil die Zusammenarbeit doch so gut geklappt hat.“ In den Subs. Verständlich das sie das nicht laut aussprach.
„Kein Vollkörperkontakt, wir wollen uns ja nicht gegenseitig verletzen.“
Keine Ahnung warum sie darauf gekommen war mit ihr kämpfen zu wollen, vielleicht um sich selbst abermals etwas zu beweisen?
Charleen nahm Aufstellung so wie der Bruder von Michel es ihr gezeigt hatte und obwohl ihr Talent und ihre Fähigkeiten eindeutig im Tanzen lagen, hatte ihr ihr ehemaliger Beinaheschwager deutlich gemacht, dass sie sich im Umgang mit einer Waffe gar nicht so dumm anstellte. Gut, der Stock war zwar keine Waffe, aber man konnte noch so blöd sein wenn man sich doch zu helfen wusste.
Cait musste noch einmal fragend die Augenbraue hochziehen, nur um ihrer Verwunderung über die Situation Ausdruck zu verleihen, dann nahm sie auch eine Haltung ein, die ihr sinnvoll erschien.
Standbein und Tanzbein...den Stab locker halten...leicht in die Knie.
Wir wollen usn ja nicht verletzen?
Also einfach nur ein Schlag-AbwehrSpielchen?
Was war mit Charley los?
Vielleicht würde sich im Laufe dieses...improvisierten Trainings eine Antwort finden. Dazu musste es nur beginnen.
Cait machte zwei kleine Schritte nach vorne und ließ den Stock gerade nach vorne schnellen.
Ja, sie war wirklich etwas seltsam und dessen war sich Charleen auch vollkommen bewusst, sie war nur nicht in der Lage ihr Verhalten zu ändern. Sie hatte zwar niemals wirklich einen Alkoholbedingten Rausch gehabt aber sie könnte sich vorstellen, dass das Katergefühl mit ihrem jetzigen Gefühl übereinstimmen würde.
Sie hingegen attackierte Cait nicht. Sie tänzelte sie eher aus. Es war ganz einfach so, dass ihr ehemaliger Beinaheschwager sie gelehrt hatte, sie sollte sich erst ein Bild von den Fähigkeiten des anderen machen. Es war beinahe wie ein Puzzle. Fähigkeiten erkennen, analysieren, Fehler erkennen und gegen den Gegner ausspielen.
Dennoch: Charleen war aggressiv, in erster Linie sich selbst gegenüber und diese Aggressivität war es auch, die sie nur knapp Caits Schlag ausweichen ließ indem sie sich zur Seite drehte.
Ausweichen gelungen, mal sehen wie es um die Abwehr stand.
Cait wusste nicht so ganz genau, was sie hier taten, aber wenn sie Charley damit irgendwie helfen konnte, tat sie es natürlich gern.
Helfen war vielleicht übertrieben, jedenfalls schien es ihr gut zu tun. Diesmal hatte sie besser aufgepasst so dass sie Caits Schlag parierte indem sie ihren Stab hoch zog. In dem Moment in dem die Stäbe auf einander prallten gab es ein Geräusch das durch die Halle hallte. Caits abgewiegelter Schlag vibrierte Charleen bis ins Mark.
Über die gekreuzten ‚Waffen’ hinweg funkelte sie Cait an, oder eher den, den sie sich an Caits Stelle wünschte.
Charleen zog mit Wucht ihren Stab zurück, drehte sich im Halbkreis und zielte auf Caits ungeschützte linke Seite.
„Er hat mich betrogen.“ Sie ihn genauso, aber das konnte und wollte sie Cait auch schlecht sagen. Wenn man es genau nahm, hatte sie Michel um ihre Kleinmädchenträume betrogen, damit sagte sie die Wahrheit. „Er hat Ceddy gevögelt.“ So vulgär sprach Charleen eigentlich nicht und der dumpfe Schmerz den die Worte mit sich brachten ließ ihr die Tränen in die Augen schießen.
Im Normalfall war Charleys kleiner ANgriff, mit wieviel Wucht er auch ausgeführt wurde, sehr absehbar gewese.
Der Blick, die Richtung, alleine die Drehung und die Vorarbeit.
Ohne große Übung mit der Stangenwaffe hätte Cait den Schlag pariert...wären da nicht Charleeny Worte gewesen, die den ANgriff begleiteten.
Es traf Cait wie ein Shclag, in doppeldeutiger Hinsicht.
Erst wurde ihr Knall auf Fall bewusst, dass sie in eine Liebesmisere hineingeraten war, dann der dumpfe Shcmerz unter ihren Rippen.
Zu spät schlug sie mit ihrer Eckfahne, die von Charley beiseite und ging wieder in Angriffsstellung...ließ aber kurz darauf die Waffe leicht sinken, als sie sah, das Charley den Tränen nahe war.
Michel? Kannte sie nur vom hören-sagen und Ceddy? Welche Frau hieß Ceddy? Nie gehört...
Cait blieb auf Defensivkurs um Charley ihre Aggressionen abbauen zu lassen, vielleicht half es ja.
"Hat nicht weh getan..." log sie und umkreiste die Gegnerin "mach ruhig weiter."
Sollte sie weiter auf dem thema beharren, jetzt dasie das Problem kannte?
Sie war schlecht in so etwas...hatte sie doch selbst bisher nur Affären gehabt, die nie über zwei Wochen hinaus gingen, Tyler ausgenommen. Aber sie konnte keine sonderlich guten Ratschläge geben.
Nur Floskeln...
"Männer...wedeln mit dem Schwanz sobald irgendeine vor ihnen rumtänzelt und vergessen dabei die, die ihnen wichtig sein sollten." Jedenfalls hatte sie zur College-Zeit damals ziemlich viele ausgespannt...'knirsch'.
"Zahls ihm heim...!" Ja, suuuuuuuper Idee, Rache ist bestimmt sehr nützlich und fördern, Caitlynn.
Mach was sinnvolles und stopf dir die Eckfahne in den Mund!
Charleen wurde in ihrem Angriff aggressiver. So tänzelte sie wieder auf Cait zu und erhob den Stock eher so wie man einen Baseballschläger halten würde. Sie deutete einen Schlag von der rechten Seite an, dabei beschrieb sie aber einen Bock und griff Cait von der unteren linken Seite an. Dabei schlug sie natürlich nicht so zu wie sie es eigentlich wollte, aber Cait verletzen wollte sie genauso wenig.
„Ceddy ist Normans Freundin.“ Es war nicht gut sich während eines solchen Kampfes so zu unterhalten deswegen senkte sie auch nun ihren Stock und sah Cait einen momentlang an.
„Ich glaube dass ich es ihm schon heimgezahlt habe.“ Und das war das Problem an der ganzen Sache. Ihr ging es dabei nicht besser.
Was immer es gewesen war, dass Charleen verborgen gehalten hatte es brach aus ihr heraus als sie den Stock mit aller Wucht gegen die Wand donnerte.
„Ich muss gehen.“ Schließlich hatte sie schon zuviel gesagt. Sie ließ ihre Sachen zurück und machte auf dem Absatz kehrt. Egal wie sehr sie es auch versuchten. Cait konnte Charleen den Kummer ja wohl schlecht abnehmen und vielleicht gefiel Charleen sich auch in ihrer Rolle als Verlassene-Unverstandene. Obwohl sie es wusste konnte sie es nicht ändern. Noch nicht.