Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Mal wieder allein.
I'm alone, but not lonely.
Wenn es so wär.. hm.. ist es so?
Lassen wir diese Aussage einfach mal so im Raum stehen.
Weihnachten kommt immer näher, wobei der Winter schon vor der Tür steht. Nur der Schnee fehlt noch, aber der müsste auch bald kommen. Nicht mehr als 10 Tag... In Frankreich war Weihnachten immer schön und wird es auch bleiben. Es ist eine eigene Art Weihnachten zu feiern, wie in England, Amerika oder Deutschland.. Man könnte noch mehr Länder, Kontinente, aufzählen. An Weihnachten wird sie wohl oder übel nach Hause gehen. Das war ein Fest der Familie...
Im Schneidersitz saß sie auf ihrem Bett, der Rücken lehnte gegen die Wand und auf ihren Schoß befand sich ihr Zeichenblock. In ihrer rechten Hand hielt sie einen Graphit-stift. Wie ein normaler Stift, nur etwas dicker... die Mine war schwarz. Das weiße Blatt Papier war nicht mehr nur langweilig weiß... Nein, es zeichnete sich eine gestalt. Ein Mädchen, das war schon gut zu erkennen. Es tanzte.. kein Balette, kein Salsa, nicht solch ein stattlicher Tanz. Im Schnee sollte es tanzen. Doch das war noch nicht zu erkennen.
In Liels Ohren steckten die Ohrstöpsel ihres MP3 Players... Sie summte leise vor sich hin. Ab und zu wurde auch mal die ein oder andere Zeile ... leise.. gesungen. Die Musik, die laut zu hören war, dröhnte durch den Raum. Obwohl das Wort.. Dröhnen... schon übertrieben war. Schließlich handelte es sich hier um einen MP3 Player und normale Ohrstöpsel. Naja, die Musik war gut zu hören...
J´ai longtemps parcouru son corps
Effleure cent fois son visage
J´ai trouve de l´or
Et memes quelques etoiles en essuyant ses larmes
Et j´ai appris par coeur la purete de ses formes
Parfois je les dessine encore
Elle fait partie de moi
Je veux juste une derniere danse
Avant l´ombre et l´indifference
Un vertige puis le silence
Je veux juste une derniere danse...
Cathrina öffnet die Tür und die Tasche kommt in die Ecke. Dann hockt sie sich auf ihr Bett und schaut zu Liel.
Sie blickte sie abwartend an und grübelte. Sie war nachdenklich geworden und sehr viel ruhiger als noch zu Beginn. Vieles war geschehen und was würde noch kommen?
Dann schaute sie hinaus. Der Himmel war heute dunkel und schwer gewesen, es würde bald Schnee geben, dessen war sie sich sicher.
"Liel, was meinst du, können wir je ein normales Leben führen?"
Wie es aussah brauchte Liel einige Momente bis sie Cath bemerkte. Das lag wohl eher daran, dass sie Musik hörte.
Als Cathrina an ihr vorbei ging und auf ihr Bett hüpfte, stoppte Liel mit zeichnen und schaute auf. Ein sachtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, das allein Cath galt. Einfach nur so..Liel war nicht mehr allein. Noch bevor Cathrina ihre Frage an sie richtete zog sie einen Stöpsel aus den Ohren.
Sie zuckte leicht mit Schultern und schaute ebenfalls für wenige Sekunden aus dem Fenster.
"Weiß nicht, man kanns nur versuchen.... aber normal ist relativ..."
"ja, ... versuchen... " und weiter schaute sie aus dem Fenster um sich nach kurzer Zeit umzudrehen und dann lächelnd zu Liel zu blicken.
Die Grübelei war erstmal zur Seite geschoben.
"Darf ich sehen, was du malst?" sie hatte schon einigemale gesehen, dass Liel gezeichnet hatte aber sie war nie so neugierig gewesen sich die Bilder ansehen zu wollen.
Aber zeichnen war ein Talent, was sie auch gern gehabt hätte und sie bewunderte alle, die es konnten und sie schaute sich gern die Zeichnungen an.
Ja, nicht nur Cathrina dachte in letzter Zeit viel nach. Auch Liel war im Moment ziemlich verträumt... Man könnte sogar sagen, in sich gekehrt, aber sie war nicht jemand die Jeden an ihren Gedanken teil haben lässt.
"Na klar, darfst du.. "
Und schonwieder schenkte Liel Cathrina ein zartes Lächeln, während sie den Stift zur Seite legte und das Bild etwas hoch hob, damit Cathrina es besser sehen konnte.
Es war eben ein Mädchen zu sehen, es war ein Mädchen in ihrem Alter. Es hatte lange Haare, trug Mütze und handschuhe. Keine dicke Jacke.. ein Pullover, das konnte man an der Kapuze in sehen. Im Hintergrund ist noch nicht besonders viel zu erkennen. Mehr als ein Baum gab es nicht. Dieser hatte noch keine Blätter, aber vielleicht sollte er das auch gar nicht.
Es sah eben aus wie ein tanzendes Mädchen im Schnee.
Die Zeichnung war sehr deutlich und alles war gut zu erkennen. Es sah auch jetzt nicht aus wie eine normale Zeichnung.. es ahtte schon etwas reales.
Sie musste leise mitlachen. Es war einfach nur herrlich wie Cathrina manche Sachen sah und sie aussprach.
"Danke.."
Ihr Blick überflog nochmals das Bild, bevor sie es wieder auf ihren Schoß legte.
"Hm.. mehr oder weniger. Mein Vater ist Kunstlehrer auf einer Kunstakademie und hat irgendwie viel Wert darauf gelegt, das wenigstens eine Tochter seine Leidenschaft teilt.."
" ich hätte auch gern so ein Talent, oder ein Instrument beherrschen... aber leider hab ich nichts davon. Keiner in meiner Familie. Das Meer hat immer unser Leben bestimmt und das Meer ist eine harte Verbündete. Sie ernährt dich aber sie kann auch ohne zu zögern dein Leben fordern. So ein Wintersturm ist furchterregend."
Aus jedem ihrer Worte kam die tiefe Verbundenheit zu ihrem Land und besonders dem Meer.
"Wenn du magst, kannst du mich gern mal nach Hause begleiten. Meine Eltern freuen sich immer, wenn ich Freunde mitbringe." oder wenn es zu kurze Ferien waren um nach Frankreich zu fliegen. Aber das sagte sie nicht laut, sie konnte sich vorstellen, wie Liel zu Mute war. Da wollte sie nicht noch in die Kerbe reinschlagen.
Nun machte sie es sich so richtig gemütlich auf dem Bett. Die Schuhe flogen in die Ecke, der Zopf wurde gelöst und sie knüllte das Kissen zusammen um es unter ihren Kopf zu schieben.
Noch während Cathrina sprach, begann sie weiter zu zeichnen und langsam breitete sich wieder ein Lächeln auf ihren Lippen aus.
"Ein Talent zu haben ist nichts besonderes...Ich finde, dass es sowas gar nicht wirklich gibt... Wenn du etwas gern tust, dann ist es dir egal wie gut du es kannst. "
Sie stoppte mit Zeichnen und schaute auf zu Cath
"Und irgendwann.. wenn du es lang genug tust.. wirst du immer besser.. und dann wird es auch für andere Augen akzeptabel. Aber wenn du es wirklich liebst, dann ist dir die Meinung der anderen egal..."
Liel spricht nicht besonders laut, aber es ist dennoch deutlich. Sie hat etwas weiches in der Stimme, dass ihre Worte auf eine seltsame Art und Weise wirklich angenehm wirken lässt.
Nun schlich sich ein leichtes Schmunzeln über die Lippen.
"Das hört sich ja verlockend an. Ich glaube, da muss ich gar nicht wirklich drüber nach denken."
Das würde wirklich entspannend werden. Naja, wie mans nimmt. Wenn man das Familienleben mag... Was Cath und Liel wohl in diesem Fall betrifft.
"Wenn du möchtest kannst du ruhig auch mal mit zu mir .. nach Frankreich. Und... mit französisch brauchst du dir keine Sorgen machen."
Und dieses Angebot machte sie nicht nur so aus Höflichkeit...
"Ich hab ja dann dich als Übersetzer. Aber ich warne dich lieber vorher, die Zwillinge werden dich nicht aus ihren Fängen lassen und dich mit Beschlag belegen. Und mein Vater wird dich mit aufs Boot nehmen und dich mitnehmen zum Fischfang. Aber keine Angst, mein Dad ist ein sehr guter Fischer. Er kennt das Meer besser als sich selbst und würde dich nicht in Gefahr bringen."
Cathrina plauderte über ihren Ort, die Leute dort und ihre Familie.
Jetzt fehlte nur noch ein guter Geist, der heiße Milch brachte und Kekse und es wäre alles in bester Ordnung für den Moment.
"Dann wird mir schon nicht so schnell langweilig."
Sie lächelte leicht und lauschte gespannt Cathrinas Erzählungen. Es tat gut nicht allein zu sein und jemand zum Reden zu haben.
Nach gewisser Zeit legte sie das Bild und den Bleistift zur Seite. Sie scheitn wohl fürs erste mit dem Bild fertig zu sein.
Liel erzählte Cathrina ebenfalls von ihrer familie und Paris. Es stellt sich heraus, dass Liel genau wie Cath sehr mit ihrer Heimat und Familie verbunden war. Es waren die wichtigsten Dinge für sie...bisher..